Leon Witt hat es geschafft: Obwohl menschengemachte Kunst eigentlich kaum noch eine Rolle spielt und die meisten Werke von Algorithmen geschaffen werden, ist das 39-jährige Genie zum Superstar aufgestiegen. Die Arbeit bedeutet Leon alles, sodass seine Freundin Valerie ihn geradezu anflehen muss, seine jüngsten Erfolge im Kreise von Freunden gebührend zu feiern.
Zur gleichen Zeit plant die Avantgarde, eine Untergrundorganisation, Anschläge auf Wohlhabende - wie Witt. Zum Auftakt soll die abgelegene, idyllische Siedlung Lys, in die sich der mediengejagte Künstler zurückgezogen hat, zerstört werden. Die aufstrebende Zoe nimmt sich der Mission an.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
30.07.2022
eBook (ePUB 3)
must have
Der Künstler und die Assasinin ist ein sehr hervorragend geschriebenes und spannendes Buch, das jeder lesefreund in seinem Bücherregal stehen haben sollte.
Das Buch begeistert durch den schönen und leichteren Lesestil, den man evtl von diesem Autor nicht gewohnt ist.
5/5 Sternen für dieses sehr spannendes Buch. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle noch einmal die Ausarbeitung der Charaktere. Einfach super!
Ich freue mich auf weitere Bücher.
Christin
4/5
27.09.2022
eBook (ePUB 3)
ruhiger als erwartet
Der Roman steigt gleich in die Handlung ein. Man lernt sofort den Protagonisten Leon Witt kennen. Und obwohl sich das Buch um ihn und sein Wirken dreht, erlebt man seine Sicht nicht. Die Frauen Zoe, Marike, Val und Kira, welche jeweils eine wichtige Rolle spielen, berichten aus ihrer Sichtweise, was passiert. So lernt man Leon zwar kennen, aber weiß nicht, was er denkt und wie er wirklich ist. Ein interessanter Stil, der für mich neu war und dem Buch eine besondere Note verlieh.
Besonders war ebenfalls die ruhige Art und Weise, in welcher das Buch erzählt wird. Obwohl es eine eigentlich rasante Handlung ist, die man mit ordentlich Tempo und Spannung aufbauen könnte, wird diese sehr ruhig und unaufgeregt erzählt. Der Schreibstil ist sehr gut, teilweise schon poetisch. Der Autor wirft Fragen auf und zeigt Gedanken, welche bei mir als Leserin noch eine Weile nachklingen werden.
Leider muss ich jedoch sagen, dass sich der Anfang unfassbar in die Länge gezogen hat. Da fiel es mir manchmal schwer, meine Konzentration auf der Handlung zu behalten. Manchmal etwas mehr Action oder Spannung wäre meines Erachtens nach der Handlung zeitweidr gut getan.
Es treten einige Personen auf und am Anfang hatte ich ehrlich gesagt ein wenig Probleme, den Überblick über die ganzen handelnden Personen zu behalten.
Ein Roman, der wesentlich ruhiger ist, als erwartet.
4/5
Bewertung
aus Bielefeld
5/5
17.07.2022
Buch (Taschenbuch)
Spannungsroman der besonderen Art
Mit seinem dritten Roman „Der Künstler und die Assassinin“ hat Autor Patrick Wunsch einen ganz besonderen Spannungsroman geschrieben. Wie bereits seine ersten beiden Romane, überzeugt auch dieser Roman mit seiner ausgesprochen gelungenen Sprache. Doch inhaltlich und strukturell funktioniert dieser Roman anders: Die Handlung ist rasanter, die Figuren scheinen sich zwischen Realismus und Phantastik zu bewegen. Daran erinnert auch der Name des Antagonisten, den ich hier noch nicht erwähnen möchte. „Der Künstler und die Assassinin“ ist eine absolute Leseempfehlung für alle, die einen Spannungsroman lesen möchten, dem es trotz der rasanten Handlung nicht an Tiefgang, anspruchsvoller Sprache, Gesellschaftskritik und besonderen Charakteren fehlt.
Bewertung
aus Bielefeld
5/5
16.07.2022
Buch (Taschenbuch)
Absolute Empfehlung, spannend und facettenreich!
Patrick Wunschs neuestes Werk „Der Künstler und die Assassinin“ ist ein wortgewandtes Werk. Gespickt mit einer actionreichen Handlung und tiefgründigen Charakteren ist dieser Roman eine Lesefreude, die man verschlingt.
Leon Witt ist ein Künstler, nein DER Künstler seiner Zeit, brillant und gefeiert. Seine Freundin Valerie organisiert eine Party im abgelegenen Haus des Künstlers, wohl um sich abzulenken und etwas Abwechslung in ihren schlichten Alltag zu bringen, aber auch um ihre alte Freundin wiederzusehen, die sich vor der Liebe zum Künstler Witt von den beiden fernhält. Allein diese Konstellation hält Spannung bereit, aber damit nicht genug. Marike, die Nichte des Künstlers, wird im Laufe der Feier ihr eigenes künstlerisches Potential entwickeln. Zudem formiert sich im Untergrund eine Gruppe, die sich Avantgarde nennt. Das Ziel er Avantgarde: Der Tod des Künstlers. Zoe Berlioz, auserwählte Assassinin, wird beauftragt, den Künstler für immer verstummen zu lassen. Wird es Mephisto, dem Anführer der Avantgarde, gelingen, seinen Anschlag auf den Künstler in die Tat umzusetzen?
Dieser Roman des Autors besticht durch die Charaktere. Jeder der Partygäste, nicht nur der Künstler, sind außergewöhnliche Persönlichkeiten. Jeder für sich hält Überraschungen bereit, jeder Charakter hat seine eigenen Geheimnisse und Absichten, die auf der Party geballt zusammentreffen. Das Setting der Feierlichkeiten in solch einer Runde weiß der Autor auch für den Gedankenaustausch der Charaktere zu nutzen, der wie immer gesellschaftskritisch und poetisch in die Dialoge eingebunden wird.
Fast am Rande aber doch im Mittelpunkt der Handlung gibt es die Avantgarde. Mephisto und seine geheime Gruppe von Mitstreitern bringen eine geheimnisvolle Note in die Handlung und den Kontrast zur unbeschwerten Welt des Künstlers. Düster und nie ganz durchschaubar ist der Plan des Anführers. Zoe hingegen ein Charakter, der in die Rolle der Assassinin zugleich wie hineingeboren scheint, sich aber doch mit dem brutalen Anschlag kritisch auseinandersetzt. Der Plan von Mephisto und der Plan des Künstlers Witt scheinen wie zwei Gegensätze zu sein, die nicht gemeinsam existieren können. Zoe nimmt den Leser mit auf eine Reise zwischen der Welt des Künstlers und Mephistos und scheint dabei noch ihre ganz eigenen Schlüsse zu ziehen.
Diese Gegensätze der beiden Welten und der beiden Hauptcharaktere sind es auch, die den Roman so besonders machen. Patrick Wunsch vermag es in diesem Roman seine erfrischenden, philosophischen Gedankenspiele in Form des Künstlers aber auch durch Mephisto zum Ausdruck zu bringen. Zugleich entwickelt sich durch den geplanten Anschlag und die Assassinin eine Dynamik, die einem Actionroman, zuweilen sogar einem Thriller nahekommt. Auch gelingt es Patrick Wunsch durch seine treffenden und poetischen Metaphern und Vergleiche, Bilder in den Kopf des Lesers zu zaubern.
„Der Künstler und die Assassinin“ - Eine absolute Empfehlung!
Olivia Grove
5/5
29.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Schillernd & originell – ein Kultbuch, das ist sicher!
"Der Künstler und die Assassinin" ist ein außergewöhnliches und einzigartiges Kultbuch, das mich dank der Spannung direkt von Anfang an in den Bann gezogen hat. Patrick Wunsch ist bekannt für seine extravagante Gegenwartsliteratur, die nur so vor Poesie und Provokation sprüht.
Zwei kontrastreiche Welten prallen aufeinander: Zoe, Mitglied der "Avantgarde", ist auf zerstörerischer Mission und zwar auf niemand geringeren als auf den arroganten und ruhmhaften Künstler Leon Witt, der für ihre Untergrundorganisation als auch für die Welt eine Bedrohung darstellt, denn »wer die Gesellschaft zu lenken versucht, begeht ein Verbrechen.«
Wie schon Patrick Wunschs letzte beiden Werke "Zeichen von Herbst" und "Gegenlicht" glänzt auch dieses Buch stilvoll künstlerisch – mit einer außergewöhnlichen, lyrischen Tiefe und jeder Menge intelligenten Metaphern und Beschreibungen.
"Hier oben sah man jetzt den Mond, der gerade abnahm. Der bald zur Sichel werden würde, nein, zur Sense." (Zitat I)
Treffender könnte ich, als Fan der ersten Stunde, sein brandneues Werk selbst nicht beschreiben:
»Das ist großartig, wirklich – wie alles davor, nur dass sich deine Technik sogar noch weiterentwickelt hat.« Sie betrachtete auch selbst die kolorierte Zeichnung. »Die Motive sind detaillierter, die Kontraste schärfer, aber man sieht sofort, dass es von dir ist. Wer Leon Witt heute liebt, wird sich morgen aufs Neue verlieben.« Sie legte das Blatt zurück und zog einen Mundwinkel nach oben. »Wenn auch nicht auf die Weise, wie ich es tue.« (Zitat II)
Sinnlich, geistreich, bedeutungsvoll, ohne dabei schwer zu sein. Das schafft nur Patrick Wunsch. Ich bin wahnsinnig begeistert. Für mich ein ganz klares Highlight, wie man es kein zweites Mal in dieser Intensität und Qualität im Selfpublishing findet!
"Zwischen Wald und Moor führte die Straße ein Stück hinauf. Man hatte freie Sicht aufs Tal, das im Abendlicht lag. Es sah aus, als wäre die Sonne runtergestürzt und auf den Bergkamm geschlagen, zerschellt wie ein riesiger Kürbis, blutroten Saft über den Himmel verspritzend." (Zitat III)
Kurzum ein bemerkenswertes Literatur-Highlight fernab des Mainstreams, das mir ein höchst genussvolles Lese- und Literaturvergnügen geschenkt hat, das mir noch sehr lange im Gedächtnis bleiben wird.
»Der Unterschied zwischen Kitsch und Poesie liegt nicht in der Bedeutung, sondern nur in der Neuartigkeit oder Abgenutztheit der Symbolik.« Darüber dachte Marike nach. »Zu neuartig darf es auch nicht sein. Dann versteht es nämlich keiner.« »Poesie liegt zwischen Kitsch und Kryptik.« Marike lächelte. »Eine Alliteration. Mal wieder.« »Touché.« (Zitat IV)
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