Dekonstruktion ausgewählter Frauenbilder im zeitgenössischen Deutschrap. Geschlechterrepräsentation in Musikvideos Shirin David, Loredana Zefi und Katja Krasavice
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Sprache:Deutsch
36,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
01.08.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
98 (Printausgabe)
Dateigröße
5089 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346685315
Die zeitgenössischen Massenmedien sowie die aktuellen deutschen Chartplatzierungen, scheinen eine Form von Revolution innerhalb des Rap-Genres aufzuzeigen. Rap, als Teil der HipHop-Kultur, galt seit seiner Entstehung in den USA und später auch in Europa als eine männlich dominierte Szene. Umso erstaunlicher ist es, dass es in den letzten zwei Jahren vorrangig weibliche Rapper sind, die wochenlang in den Top Ten der deutschen Charts verharren, sie weisen einen großen Erfolg in sozialen Medien auf und werden mittlerweile auch von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nicht mehr ignoriert.
Diese Führungsposition spricht somit nicht nur die heutige Generation der Jugend an, sondern sie repräsentiert auch veränderte Rollenbilder. Die kontroverse Diskussion rund um die zeitgenössischen weiblichen Rapper ist groß. Einerseits wird ihnen eine feministische Haltung zugesprochen, anderseits würden sie die männliche Hegemonie verherrlichen.
Rap-Musikvideos und ihre Verbreitung durch Massenmedien vermitteln eine Darstellung von Frauen, welche von Stereotypen, Klischees oder zugeschriebenen Geschlechterrollen geprägt ist. Durch die Rezeption der dargestellten Frauenbilder im Rap, werden die damit verbundenen Geschlechterdifferenzen und Konnotationen von Medienkonsumenten verinnerlicht. Somit prägen die Medien die Gesellschaft mit tradierten Vorstellungen und Bildern von Frauen und Männern, die das Denken und Verhalten beeinflussen.
Als kulturspezifisches Produkt prägen damit Musikvideos die vorherrschende Ideologie - Sie unterstützen, verbreiten und fördern Grundvorstellungen und damit auch die Konstruktion von Weiblichkeit und Männlichkeit. Die neu entwickelte Denkrichtung innerhalb der feministischen Forschung, die auf Judith Butler (1990) zurückzuführen ist, eröffnet einen Paradigmenwechsel. Jedoch ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit modern dekonstruierten Frauenbilder im Deutschrap, noch nicht sehr umfangreich, da es als neues Phänomen innerhalb der Rap-Kultur angesehen werden kann.
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