Kinder inhaftierter Straffälliger. Folgen für die Kinder und Relevanz einer Perspektiverweiterung im Strafvollzug
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
26.08.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
57 (Printausgabe)
Dateigröße
362 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346703095
Da inhaftierte Männer im geschlossenen Vollzug bundesweit deutlich überrepräsentiert sind, liegt der Fokus dieser Arbeit auf ihnen in ihrer potentiellen Rolle als Väter betroffener Kinder. Zunächst werden die Besonderheiten der Trennung durch die Inhaftierungssituation herausgestellt. Darauf folgt die Erörterung möglicher kindbezogener Folgen beziehungsweise Belastungen sowie exemplarischer Formen kindlicher Reaktionen.
Als Erklärungszusammenhang zwischen eventuellen Reaktionen und notwendiger Unterstützung der Kinder wird das Konzept der Lebensbewältigung erläutert. Der forschungsbasierten Untermauerung der Signifikanz alternativer Vollzugsformen dienen die Ergebnisse des Projekts COPING. Darauf folgt die Darstellung der Kennzeichen des geschlossenen Vollzugs. Auf erfolgreich umgesetzten Realisationen wie jenen innerhalb der sächsischen Justizvollzugsanstalten sowie dem dänischen Familienhaus Engelsborg basierend, werden mögliche zukunftsweisende Alternativen aufgezeigt.
Kinder eines inhaftierten Elternteils sind stets unmittelbar betroffen. Die haftbedingten negativen Konsequenzen führen dazu, dass Kinder indirekte Bestrafungen für etwas erfahren, das sie nicht verschuldet haben. Sie verantworten weder das zur Inhaftierung führende delinquente Verhalten ihres Elternteils noch die Ausgestaltung ihres Lebens nach dessen Inhaftierung. Gleichzeitig sind sie es, die stark, wenn nicht am stärksten, von den Sanktionierungen getroffen werden.
Jener paradox anmutenden Ungerechtigkeit folgernd könnte von einer ausgeprägten und langfristig angelegten Forschungslandschaft ausgegangen werden, welche sich auf die kindlichen Lebenssituationen sowie Belastungen bezieht. Eine daraus resultierende Erschließung flächendeckender Entlastungsmöglichkeiten für betroffene Kinder wirkt evident.
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