Brunos Vorgesetzten lässt ein Mordfall bis heute nicht los. Im Wald bei Saint-Denis hatte man die Leiche eines jungen Mannes gefunden, die nie identifiziert werden konnte. Bei einem Besuch im Prähistorischen Museum in Les Eyzies sieht Bruno, dass sich aus Knochenfunden rekonstruieren lässt, wie ein Mensch zu Lebzeiten aussah. Er schlägt vor, dieses Verfahren auch bei dem ungelösten Mordfall zu versuchen. Damit beginnt endlich die Suche nach dem Mörder.
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4.1/5.0
Bewertung
3/5
07.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Au revoir Bruno
Im 14. Fall ist Bruno, Chef de police, in einem Museum fasziniert von der Nachbildung eines Neandertalerschädels, dem die bekannte Bildhauerin Élisabeth Daynès ein Gesicht gegeben hat. Das bringt ihn auf die Idee, einen alten ungelösten Mordfall seines Freundes Jean-Jaques vielleicht doch noch aufzuklären. Mittels einer DNA-Analyse, die zum Zeitpunkt des Mordes noch nicht möglich war, finden sie schnell heraus, dass der Tote einen Sohn hatte, dessen Halbschwester ist inzwischen selbst Polizistin. Doch das bringt sie der Identität von »Oskar«, wie Jean-Jaques seinen Toten nennt, noch kein Stück näher.
Erst von der Freundin der Mutter erfahren sie von den Affären, die die beiden als junge Frauen auf einem Campingplatz bei Saint-Denis hatten. Doch eines Morgens waren beide Männer spurlos verschwunden. Einen von ihnen fand man ein Jahr später erschlagen und verwest in einem nahegelegenen Waldstück.
Die Ermittlungen führen ihn zurück in die Zeit des Kalten Krieges. Die von Frankreich begehrte »Rosenholz-Akte« taucht plötzlich wieder auf, eine Liste mit Tausenden von StasiagentInnen, die bereits in der Vergangenheit zu Spannungen zwischen den Geheimdiensten Frankreichs und der USA führten.
Doch damit nicht genug. Bruno wird Zeuge eines sexuellen Übergriffs durch einen Polizeibeamten. Leider ließ mich die Schilderung der Szene samt Fortgang etwas verwirrt zurück. Zudem macht sich im schönen Perigord der Klimawandel bemerkbar und Bruno muss die Feuerwehr unterstützen. Mittels einer unkonventionellen Idee, für die Bruno ja inzwischen bekannt ist, versucht er die Burg Castelnaud-la-Chapelle vor den Flammen zu schützen und wird unfreiwillig zum Helden.
Sein Bassett Balzac ist Vater geworden und seine ständige On-Off-Geliebte Isabelle hat auch wieder ihren Auftritt. Und wie gewohnt gehts viel ums Essen, Kochen und Weintrinken.
Wie man sieht, spart Walker auch diesmal nicht mit interessanten Themen. In einem Nachwort erklärt er uns, wie er auf die Idee dazu kam und was Fiktion bzw. Realität ist. War ich zunächst skeptisch, was die Stasiakten betraf, so muss ich sagen, dass mir diese Fakten doch gänzlich neu waren und Walker alles glaubhaft zusammengeführt hat. Um die forensische Gesichtsrekonstruktion geht es leider nur am Rande, aber das war in Ordnung.
Nun zu meinem Fazit. Das Buch ist wie immer lesenswert, denn Walker ist bekannt für seine tiefe und gründliche Recherche. Es bleibt wie gewohnt unblutig, Brunos freundschaftlichen Verbandelungen samt Kochsessions – diesmal sogar vegan – nehmen ihren gewohnten Raum ein. Pferde werden geritten, gestriegelt und gefüttert, Balzac gestreichelt und geknuddelt. Also alles beim Alten im malerischen Perigord.
Persönlich bin ich jetzt allerdings an einer Stelle, wo ich mich von Bruno verabschieden werde. Privat dreht er sich seit einigen Bänden nur noch im Kreis und auch die zehnte Zubereitung von Foie Gras macht mir nicht mehr den Mund wässig. Ich mag ihm einfach nicht mehr beim Zwiebeln schälen über die Schulter schauen.
Bitte nicht falsch verstehen, das ist meine ganz persönliche Empfindung. Was ich allerdings wirklich zu beanstanden habe, ist die fehlende Leichtigkeit in seinem Erzählstil. Sie ist da, sobald es um Brunos Privatleben geht. Sobald Walker aber seine Hintergrundrecherchen schildert, gerät er ins dozieren und wird langatmig. Das ist etwas, das ich bereits seit einigen Bänden zu bemängeln habe. Ich finde es sehr schade und lasse Bruno nur ungern ziehen. Aber ich behalte ihn ihm Auge, vielleicht wird’s ja noch was mit Isabelle, Pamela oder irgendeiner anderen Dame.
Bewertung
5/5
11.12.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein ungelöster alter Mordfall,...
Ein ungelöster alter Mordfall, neue Knochenfunde, prähistorische Wissenschaft ergeben einen atmosphärisch dichten spannenden Kriminalfall und einen Besuch bei Freunden im Périgord mit leckerem Essen für alle Brunofans
Bewertung
5/5
09.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Am Anfang steht Brunos Privatleben...
Am Anfang steht Brunos Privatleben sehr im Vordergrund. Aber auch das ist teilweise spannend wie ein Krimi. Er recherchiert in einem alten Fall. Aber daraus ergibt sich eine ungeheure Dynamik mit politischen Verwicklungen, die äußerst aktuell sind. Wie immer charmant, kulinarisch
Bewertung
aus Obfelden
5/5
22.05.2022
eBook (ePUB 3)
Wunderbares Tête-à-Tête
So wie wir es von Bruno gewohnt sind: Spannend, mit viel Lokalkolorit, tollem Essen und Trinken, etwas Erotik - einfach genial. Perigord, wie es leibt und lebt.
Ich freue mich schon auf den nächsten Titel.
ELLI2015
5/5
05.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bruno ermittelt nun zum 14.…
Bruno ermittelt nun zum 14. Mal und jedesmal wird er besser und der Roman noch spannender als der vorhergegangene. Ein seit 30 Jahren unaufgeklärter Mord im Perigord und eine neue Technik, oder sollte man besser sagen Kunst aus den Schädeln die Gesichter zu rekonstruieren, hält Bruno und sein Team auf Trab. In altgewohnter Manier wechseln sich Spannung, politisches und geschichtliches Hintergrundwissen und neue Kochrezepte ab. Sobald man Tete-a-tete gelesen hat will man ins Perigord und an die Dordogne reisen, um Brunos Heimat kennenzulernen. Den neuen "Bruno" von Martin Walker muss man unbedingt lesen!!
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