Fünf Auserwählte, eine verhängnisvolle Prophezeiung und der vermeintliche Sieg über einen übernatürlichen Feind – doch das ist erst der Anfang …
Sloane, Matt, Esther, Ines und Albie wurden auserwählt, die Welt vor einer übernatürlichen dunklen Macht zu retten. Nach einem Kampf, der ihnen alles abverlangt, können sie den mächtigen Feind tatsächlich besiegen. Sie werden als Helden gefeiert, doch die seelischen Wunden, die sie während des Kampfes erlitten haben, sind tief.
Am 10. Jahrestag ihres Sieges geschieht das Unfassbare: Einer von ihnen stirbt auf tragische Weise, die anderen werden in eine alternative Welt katapultiert. Diese ist der ihren sehr ähnlich, nur, dass die Magie dort allgegenwärtig ist. Sie finden heraus, dass sie die dunkle Macht keineswegs besiegt haben. Wieder müssen sie kämpfen – und sie machen eine Entdeckung, die alles, was sie zu wissen glaubten, infrage stellt …
Verpassen Sie auch nicht den spektakulären Fantasy-Zweiteiler von Weltbestsellerautorin Veronica Roth: »Rat der Neun«!
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Gerade wegen seiner Andersartigkeit ein Geniestreich
nataliescozybookplace aus Stadtkyll am 22.05.2023
Bewertungsnummer: 1946876
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Die Erwählten - Tödliche Bestimmung von Veronica Roth
Meinung
Wer kennt sie nicht: die gefeierten Geschichten großer Helden, in denen unsere Lieblings Figuren glorreiche Taten bestreiten und dann ein zufriedenes, glückliches Happy End auf uns wartet? Ich denke doch so ziemlich wir alle. Und wie auch alle anderen liebe und feiere ich diese Geschichten. Aber schon unzählige Male habe ich mich nach dem lesen tatsächlich gefragt, wie es weiter geht.
Was unseren Helden als Nächstes bevorsteht und welchen Tribut so manche Tat gefordert hat. Nun greift Veronica Roth genau dieses Thema auf. Und eben diese Andersartigkeit hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Denn ich begegnete nicht den tapferen Helden, sondern den Menschen danach und wie sie sich fühlten. Veronica Roth führt uns Charaktere vor Augen, die nach dem großen Kampf gebrochen sind.
Gezeichnet von einer Fülle an Emotionen: Wut, Trauer aber auch Angst. Mit dieser Charakterzeichnung zeigt Veronica Roth erstmals was Heldentum aus uns machen kann. Und ich fand es einfach unglaublich genial, bewegend, realistisch und authentisch.
Veronica Roth zeigt auch hier einen fesselnden, einnehmenden, spannungsgeladenen und emotional mitreißenden Stil. Doch meiner Meinung nach ist sie zwischen den Jahren der „Bestimmung“ und „Die Erwählten“ noch mal gewachsen. Ihre Worte sind wie eine Wucht, die dich mit gnadenloser Gewalt treffen und Bilder erzeugen, die dich alles hautnah und mittendrin erleben lassen. Des Weiteren zeugt ihr Stil von genialen Schachzügen, Cleverness und wendungsreichen Handlungssträngen.
Veronica Roth schickte mich im wahrsten Sinne des Wortes durch einen Irrgarten, den ich auch noch so oft zu durchbrechen wagte, es mir aber nie gelang. Auch wenn ich glaubte meine Vermutungen seien richtig, wurde ich kurzerhand eines besseren belehrt. Zudem war ich von der Mischung aus Fantasy, mit einem Touch Thriller, vielleicht auch ein Hauch Dystopie, in jedem Fall aber einer Urbanen Welt und einem Teil Science-Fiction fasziniert, erstaunt und überwältigt. Selten erlebe ich Werke, die vor Ideen- und Facettenreichtum nur so strotzen. Was hier definitiv der Fall ist.
Zudem konnten auch die Figuren komplett überzeugen. Mit ihren zu tragenden Päckchen, ihren ungeschönten Persönlichkeiten und authentischen Arten waren sie für mich tatsächlich alles andere als 0815. Und genau das macht Sloane und die anderen so besonders, sympathisch und menschlich. Ich konnte ihre Handlungen absolut verstehen und auch wenn sie zu Anfang noch nicht den Anschein danach erweckt, schloss ich sie ins Herz.
Diese Geschichte bewegt sich nicht nur mit seiner Handlung, sondern auch den Figuren komplett abseits des Mainstreams und ich feiere sie gerade deshalb, insbesondere aber auch, weil sie mich beinahe pausenlos überraschte und sogar eine Richtung einschlug, die mir schier die Sprache raubte. Man sollte nie gewiss sein wenn das Ungewisse jederzeit hinter der nächsten Ecke auf dich lauern kann.
Fazit
Veronica Roth lieferte mir mit „Die Erwählten“ erneut ein Werk, dessen Meisterleistung darin besteht, durch eine Urbane Welt, vielschichtige Figuren, Hochspannung, genialen Schachzügen und ereignisreichen Wendungen einen Irrgarten geschaffen zu haben, den ich nie im Traum erwartet hätte. Gerade durch die Andersartigkeit dieses Inhalts ist ihr neustes Buch ein absoluter Geniestreich. Faszinierend, fulminant, beeindruckend.
Sehr komplexe Storyline
Bewertung aus Blankenfelde-Mahlow am 22.02.2024
Bewertungsnummer: 2137730
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Bei "Die Erwählten" handelt es sich um eine sehr umfangreiche und komplexe Story. Ein interessantes und spannendes World Building, wie ich es vorher noch nicht gelesen hatte. Die Autorin hat in meinem Kopf soviele Ideen gepflanzt, Bilder haben sich eingebrannt und vor allem die Kämpfe hatten es in sich.
Durch die vielen Fremdwörter, neuartigen Gerätschaften und Bezeichnungen war es manchmal schwer den Überblick zu behalten.
Es gibt mehrere Protagonisten, die sogenannten "Erwählten" und die Story steigt 10 Jahre nach dem Sieg über den "Dunklen" ein. Manko an der Geschichte sind die vielen Längen. Mit knapp 580 Seiten ist es schon ein sehr dickes Buch. Einiges hätte meiner Meinung nach gekürzt werden können, anderes vielleicht weiter ausgeführt werden.
Das Buch umfasst drei Teile- erst lernt man etwas über die Welt, in der sie leben, was ihre Mission war, wie sie gesiegt haben, wie jede/r mit dem Gesellschaftsdruck umgegangen ist etc. Danach gibt einen Cut und es wird eine ganz neue Kulisse, eine Parallelwelt erschaffen, in der vieles fortschrittlicher ist und ich als Leserin viel Fanatsie brauchte. Die Geschichte nimmt an Fahrt auf, ist teilweise so spannend gewesen, dass ich 200 Seiten am Stück gelesen habe.
Im dritten und letzten Teil kommt es zu einem Twist und zu neuen Erkenntnissen,die ich schon geahnt habe, allerdings war es mir das Ende zu einfach. Als wenn mit einem Fingerschnipsen alles erledigt wäre. Die Figuren tragen ihre Pakete muss man ja schon sagen und es wird nicht wirklich aufgearbeitet. Zudem hatte ich das Gefühl, dass sich am Ende die Komplexität der Story aufgelöst hatte.
Aufgelockert wird der Fließtext durch Karten, ausgewählte Zeitungsartikel und die Korrespondenz zwischen einigen Offizieren/ Abteilungen, deren Nachrichten für die Allgemeinheit top secret sind.
Nachsatz: Nachdem ich vor Jahren die Bücher der Autorin durchgesuchtet habe (z.B. "Die Bestimmung") hatte ich schon länger neuere Werke von ihr auf dem Schirm. Grundsätzlich muss man aber dazu sagen, dass es sich im Gegensatz zur der Reihe damals um Erwachsenenromane und nicht um Jugendbücher handelt.
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