AUS DER ASCHE ... Augenweide war einst die einzige Keilerreiterin in den Geteilten Landen. Doch jetzt ist sie die stolze Anführerin ihrer eigenen Rotte – einer eingeschworenen Schar loyaler Halb-Orks, die jeden ihrer Befehle ohne zu zögern ausführen. Doch ihr erstes Jahr als Häuptling war eine einzige Zerreißprobe. Die Bastarde sind verstreut und verzweifelt, ihre Reihen durch eine mysteriöse Hungersnot entscheidend geschwächt und ihre Festung nur noch ein glühender Haufen Schlacke. Ein Rudel gefräßiger Bestien umkreist ihr Lager, während habgierige menschliche Adlige einen Plan aushecken, der das Gleichgewicht der Macht in den Geteilten Landen verschieben wird. Weide und ihre Kameraden stemmen sich diesen Entwicklungen mit aller verbliebener Kraft entgegen – schließlich sind sie Bastarde –, aber selbst der härteste Halb-Ork hat seine Grenzen und Weide weiß, dass sie am Rande des Ruins stehen. Während sie sich bemüht, ihre Rotte in Sicherheit zu bringen und die menschlichen Intrigen aufzudecken, muss Augenweide durch verbotene Elfenländer reisen, langjährigen Hass überwinden, gegen einen monströsen Zauberer von erschreckender Macht ankämpfen und sich mit den dunklen Wahrheiten ihrer eigenen Existenz auseinandersetzen. Gerade Letzteres könnte der Prüfstein sein, an dem sie möglicherweise zerbrechen wird.Band 2 der Reihe "Die Geteilten Lande"Überblick über die Reihe "Die Geteilten Lande"Band 1: Die Grauen BastardeBand 2: Die Wahren BastardeBand 3: Die Freien Bastarde
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4.5/5.0
Bewertung
5/5
21.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Mehr als nur eine überzeugende...
Mehr als nur eine überzeugende Fortsetzung, Es ist eher so, als ob ich nie aufgehört hätte.
Das Dreiblut hat viel hinter sich und noch viel mehr vor sich. Grandios.
Wailidas
4/5
04.08.2026
Buch (Taschenbuch)
"Ich mache sie dumm. Du machst sie zu Leichen."
Trotz des hässlichen Covers, ein paar handwerklicher Fehler (und Probleme bei der Übersetzung von Wortspielen) haben mir "Die Wahren Bastarde", wie auch der Vorgängerteil, gut gefallen. Als ich den ersten Teil weggelegt habe, war ich etwas enttäuscht, dass wir nun nicht mehr Schakal folgen, aber diese Ressentiments haben sich innerhalb kürzester Zeit aufgelöst.
Wir folgen also Augenweide, dem Häuptling der Rotte der Wahren Bastarde. Von Vollkorn und Schakal ist ersteinmal weit und breit nichts zu sehen, dafür mehr von Ul-Wundulas' Steppe und seinen Gefahren - wie der ganz banalen Gefahr, zu verhungern, oder doch von rachsüchtigen Menschen oder lachenden Hunden getötet zu werden. Augenweide und ihre Bastarde stellen sich den Problemen entschlossen entgegen, und tun, was sie können, um ihre Freunde und sich selbst zu beschützen.
Im zweiten Teil der Reihe kommen ein paar neue Halbblüter dazu, deren Namen weiterhin Quelle der Belustigung sind, und deren Charaktere weiter vertieft werden. Tatsächlich habe ich bei jedem Kampf, den die Wahren Bastarde bestehen müssen, um alle gebangt. Fast kein Schicksal der Jungs war mir egal, was bei einer relativ großen Gruppe doch eine kleine Leistung des Autors ist. Die rauen, zotigen Wortgefechte etablieren ein Bild der Bastarde, das immer wieder von ihren "weichen" Seiten kontrahiert wird, und vielschichtigere Krieger zeichnet. Vollkorns Zuneigung zu den Kindern steht hier natürlich an erster Stelle, aber auch Späße wie der Wasserkampf, Blindschleiches medizinische Fähigkeiten und seine Sorge um Weide, Honigweins Vergangenheit, Stummklotz' Arbeit mit den Keilern und, nun, Iltis' Iltis-sein. Bis auf Faulpelz fand ich die neuen Bastarde oder Anwärter, etwas schwächer. Die Kameradschaft, aus der Weide nun etwas ausgeschlossen ist, fand ich in jedem Moment, die die Bastarde zusammen verbracht habe, fast schon liebevoll. Wenn Weide hier von ihren Brüdern spricht, dann bezieht sich diese Aussage nicht nur auf Vollkorn.
Präsentiert wird außerdem eine Riege weiblicher Charaktere. Weide steht hier natürlich an erster Stelle. Ihre Gedanken und ihr Werdegang in der Rotte bis zu deren entschlossene Anführerin fand ich nachvollziehbar geschrieben. Ihr Leben mit dem mindestens anzüglichen und teilweise übergriffigen Verhalten der Männer der Geteilten Lande ist vielleicht etwas, auf das sich die lesende Person einstellen muss, ich aber fand das Thema weder an einem Punkt zu unsensibel angesprochen, oder zu ermüdend ausgeschlachtet.
Auch Sperlings und Beryls Geschichte als nichtkämpfende Frauen werden weiter vertieft. Dazu kommen noch vier neue weibliche Charaktere, die unterschiedliche Qualitäten mitbringen - die auch Weide erst einmal ergründen muss - und bei denen ich allesamt mehr über sie erfahren wollte.
Obwohl ich nicht extrem tief in der modernen Fantasy-Literatur bin und deshalb vielleicht nicht unbedingt einen Vergleich habe, fand ich es schön, dass hier ein männlicher Autor bewusst weibliche Charaktere mit unterschiedlichen Charakterzügen in den Blickpunkt rückt. An keiner Stelle wirkte dies, oder die nahtlose Integration von körperlich oder geistig behinderten Charakteren, für mich gezwungen.
Ich habe den Band innerhalb weniger Tage weggelesen, und fand Sprache und Schreibstil überwiegend gut.
Die großen Enthüllungen gegen Ende des Bandes haben mich etwas verwirrt, weil French die Magie seiner Welt so gut wie gar nicht erklärt, und ich Weides Entwicklung dann etwas plötzlich fand. Auch der kleine Plot Twist nach dem Meisterstreich der Bastarde in den letzten zehn Seiten fand ich, wenn auch nicht unlogisch, dann doch etwas zu vorteilhaft.
Insgesamt fand ich das Leseerlebnis aber befriedigend, und Weide, Schakal und Vollkorn machen sich bereit, die nächsten großen Ziele zu erreichen.
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