»Es war später Nachmittag, am letzten Mittwoch im August, als mir klar wurde, dass Disney mir mit seinem ›glücklich bis an ihr Lebensende‹ schon seit Ewigkeiten Lügen auftischte.«
Will Tavares ist der perfekte Sommerflirt – witzig, attraktiv und liebevoll – aber gerade als Ollie denkt, er hätte sein Happy End gefunden, enden die Sommerferien und Will antwortet nicht mehr auf seine Nachrichten. Um die Sache noch schwieriger zu machen, muss Ollie wegen eines Familiennotfalls ans andere Ende der USA ziehen. Was ihm deutlich weniger ausmacht, als er herausfindet, dass er von jetzt an auf dieselbe Schule wie Will geht – nur dass dieser Will nichts mit dem Jungen zu tun hat, mit dem Ollie seinen Sommer verbracht hat. Dieser Will ist ein Basketball-Crack, bekennt sich nicht zu seiner Sexualität und ist obendrein ein ziemlicher Idiot. Ollie denkt nicht daran, Will hinterherzutrauern. Doch dann taucht Will „zufällig“ ständig in Ollies Nähe auf: vom Cafeteria-Tisch bis hin zu Ollies Musikkurs. Und Ollies Entschluss gerät gehörig ins Wanken …
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Absolut begeistert
Denise V am 23.08.2023
Bewertungsnummer: 2006133
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein wunderschöner Coming-Out Roman nicht nur für Jugendliche. Ich habe das Buch durch Zufall in der Buchhandlung gefunden und bin so Happy darüber.
Ollie hat einen süßen Sommerflirt, namens Will, mit etwas mehr als nur Blicke zuwerfen. Aber irgendwann gehen auch die schönsten Ferien zuende und so muss die Romance enden. Aber beide wollen sich gerne in den nächsten Ferien wiedersehen. Und manchmal geht es schneller als man ahnt. Ollie muss im letzten Jahr seine Schule wechseln und kommt zufällig auf die von Will, ohne das beide es ahnen. Schulen können so groß sein, wie sie wollen, irgendwann läuft man sich doch über dem Weg. Nur Will ist nicht geoutet. Ollie fühlt sich verletzt und weiß nicht so genau wie er sich jetzt verhalten soll.
Mir hat die Story super gefallen. Ollie ist ein toller Junge. Er muss so viel gerade erleben und trotzdem bleibt er sich treu. Neue Schule, neue Freunde, Tante schwer krank, wenig Freizeit weil er auf sein Cousin und Cousine aufpassen muss. Aber er versucht trotzdem seiner Liebe zur Musik weiternachzugehen.
Und Will? Er ist noch festgefahren in seiner Umgebung und tut damit Ollie leider immer wieder mal weh. Aber man merkt das er sich ändern will und die kleinen Schritte sind für die Leser nachvollziehbar. Ich mag seine schüchterne Art auch irgendwie. Er sucht immer wieder die Nähe zu Ollie oder schaut wo er gerade ist.
Ein Jugendroman der mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Man bekommt kleine Rückblicke zu dem Sommer den beide zusammen verbracht haben. Aber der größte Teil spielt in der Gegenwart. Letztes Jahr in der Schule, Neuanfang und Trauer spielen hier eine große Rolle. Durch die Krankheit der Tante hat das Buch auch was schweres bekommen.
Ich bin absolut begeistert und gebe 5 von 5 Sterne
Wenn man zähneknirschend in der Realität ankommt
NiWa am 21.12.2022
Bewertungsnummer: 1846793
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Nach einem perfekten Sommer kommt Ollie zähneknirschend am Boden der Realität an. Er wechselt gezwungenermaßen Wohnort und Schule und statt von seinem Sommerflirt freudig in die Arme geschlossen zu werden, wird er beinhart ignoriert. Ollie entscheidet, damit abzuschließen. Doch als er langsam die emotionale Kurve kriegt, taucht sein Sommerflirt ständig in seiner Nähe auf.
„Nur fast am Boden zerstört“ ist eine süße jugendliche Liebesgeschichte, die sich mit Sexualität, dem richtigen Zeitpunkt und der Wucht des Lebens in der Jugend auseinandersetzt.
Ollie hatte den perfekten Sommerflirt, der in süßer Erinnerung bleiben soll. Allerdings kommt es ganz anders, als seine Eltern beschließen, an den Urlaubsort zu ziehen. Ollie ist am Boden zerstört, denn nun heißt es Abschied von Freunden, der Schule und seinem bisherigen Leben zu nehmen. Er tröstet sich damit, dass er zumindest den witzigen, attraktiven und liebevollen Will wiedersieht. Doch Will teilt Ollies Begeisterung gar nicht. Genau gesagt, ignoriert er ihn.
Die Liebesgeschichte tänzelt darum, dass Ollie offen zu seiner Sexualität steht, während Will nicht geoutet ist. Noch problematischer ist, dass sich Will überhaupt nicht als schwul sieht, sondern sich mit einem konservativem Lebensentwurf trägt. Damit stoßen sich die Jungs gegenseitig vor den Kopf und trampeln auf der Entwicklung des jeweils anderen herum. Ollie fällt es schwer, Wills Einstellung nachzuvollziehen. Währenddessen kann sich Will nicht vorstellen, offen als Homosexueller in die Welt hinauszugehen.
Sophie Gonzales spricht damit weniger das Thema der Sexualität an, sondern eher das Einfühlungsvermögen, mit dem man sich in andere hineinversetzt. Ollie und Will überfordern sich gegenseitig, weil jeder von ihnen an einem anderen Punkt in der persönlichen Entwicklung steht. Damit zeigt die Autorin auf unterhaltsame Art, dass jeder Mensch Zeit braucht, um für das eigene Leben Entscheidungen zu treffen.
Abseits vom tragenden Thema ist es eine schöne Liebesgeschichte, die mit einem lockeren Stil aus Ollies Perspektive erzählt wird. Ich mag seine Sichtweise auf die Welt, wie er seine Hoffnungen, Zweifel und Ängste ausdrückt. Außerdem gefällt mir, dass er selbstironisch ist.
Umrahmt wird die Handlung vom ernsten Familiengeschehen, das außerdem der Grund für den Umzug gewesen ist. Ollies Tante ist schwer krank, weshalb seine Eltern und er ihr kräftig unter die Arme greifen. Der familiäre Zusammenhalt ist beeindruckend und man wünscht sich, dass in allen Familien auf diese Weise auf einander geschaut wird.
Hinzu kommen weitere Themen, die Jugendliche auf der Seele brennen: Angefangen von der ersten Liebe, Gedanken zu einer ungewissen Zukunft über Herzschmerz, Verlust, Trauer und Tod, was dem Buch einen sanften Anstrich à la Coming-of-Age-Roman verleiht.
Für einen Coming-of-Age-Roman hat es meinem Gefühl nach etwas an Tiefe und Atmosphäre gefehlt, obwohl Sophie Gonzales auf den besten Weg dahin gewesen ist. Ich denke, dass es trotz der ernsten Töne eher eine unterhaltsame Liebesgeschichte für Jugendliche ist, die viel Stoff zu Nachdenken in sich trägt.
Meiner Meinung nach hat die Autorin mit „Nur fast am Boden zerstört“ einen vielschichtigen Liebesroman für Teenager geschrieben, der aufgrund der Themenvielfalt, die perfekte Balance zwischen Unterhaltung und Gedankenstoff bietet.
Meinung aus der Buchhandlung
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Nach einem intensiven Urlaubsflirt und der anschließenden Funkstille ist Ollies Herz gebrochen. Durch einen Krankheitsfall in der Familie muss er auch noch umziehen und trifft in der neuen Schule ausgerechnet seine Sommerliebe Will - der ungeoutet ist und sich wie ein Vollidiot in Anwesenheit seiner Basketballfreunde aufführt.
Als Ollie das Kapitel abschließen möchte, beginnt Will seine Nähe zu suchen und stürzt ihn damit ins nächste Gefühlschaos. Doch kann er sich noch einmal auf ihn einlassen...?
Jung und dynamisch - ich habe dieses Buch geliebt! Ollie wächst einem sofort ans Herz. Eine tolle Liebesgeschichte mit der perfekten Dosis Drama.
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