Gratis-Pizza ein Leben lang und pünktlich zum 16. Geburtstag ein Job im Hot 'N Crusty - was verlockend klingen mag, lässt Beck nur mit den Augen rollen. Weil sie auf der Toilette der Pizzeria zur Welt gekommen ist, wird sie ihren Ruf als Pizza-Prinzessin nicht mehr los, und das verdirbt ihr gewaltig den Appetit. Doch sie braucht das Geld und nimmt die Arbeit an, auch wenn ihr kaum noch Zeit für ihre coole Clique in der Schule bleibt. Dafür wachsen ihr die nerdigen Kollegen immer mehr ans Herz. Vor allem Tristan, der Lieferant, verdreht ihr mehr den Kopf, als ihr lieb ist.
Ein köstlicher Jugendroman über Pizza, Freundschaft und die große Liebe!
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Jugendbuch / Coming of Age / Selbstfindung
Sonja aus Freiburg am 24.02.2024
Bewertungsnummer: 2138471
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Beck ist eine kleine Berühmtheit, da sie in einer Pizzeria zur Welt gekommen ist. Und auch wenn es ihr lebenslange kostenlose Pizza beschert, leidet sie unter den Spitznamen Toiletten Baby und Pizzaprinzessin. Als sie dann auch noch dort arbeiten wird, weiß sie nicht mehr, wie sie das alles unter einen Hut bringen soll. Ihre Freunde, den süßen Mac, die Arbeit und die Scharm. Aber als Mac mit ihrer Freundin Tamsin zusammenkommt, wirft sie das voll aus der Bahn, da hilft es auch nicht, dass der mürrische Tristan plötzlich nett ist und ihre Arbeitskollegen zu Freunden werden.
Wir folgen nur Beck und trotzdem haben wir ein umfassendes Bild. Sie ist eine typische sechzehnjährige, die ihren Platz noch nicht gefunden hat, da sie nicht weiß, wer sie ist. Bei ihren Freunden verheimlicht sie ihre Nerdseite und fühlt sich immer etwas fehl am Platz. Mit den neuen Freunden kann sie sein, wer sie ist, aber wie kann man das auf das allgemeine Leben übertragen?
Das wurde hier sehr gut dargestellt und daher ist es neben der ersten Liebe auch ein Coming of Age. Denn es ist nicht wichtig, wer man ist, sondern nur, dass man dazu steht. (Natürlich immer unter der Prämisse, dass man dadurch keinem anderen schadet)
Die anderen Figuren wurden sehr gut gezeichnet und auch wenn Mac etwas gemein angelegt wurde, ist er auch nur ein 16jähriger, der versucht seinen Weg zu finden. Tristan ist komplexer und dadurch sehr spannend und kommt mir fast zu wenig vor.
Insgesamt ein schönes Buch nicht nur für Jugendlich über die Selbstfindung und den Umgang damit.
Fünf Sterne
Sandra Piglet aus Leipzig am 24.10.2023
Bewertungsnummer: 2050789
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein Leben lang Gratis-Pizza klingt zunächst wie ein wahr gewordener Traum, doch für Beck ist es die Hölle. Jedes Jahr an ihrem Geburtstag muss sie sich die Story als das „Pizzeria-Toiletten-Baby“ anhören – der Ort an dem sie das Licht der Welt erblickte, war nämlich die Toilette in eben diesem Pizzeria – und ein Foto für die Pizza-Prinzesseinnen-Wand im Hot‘N‘Crusty machen. Doch an ihrem 16.Geburtstag will sie diesem Kreislauf endlich entfliehen, wäre da nicht der missliche Umstand, dass ihr erster richtiger Job eben genau in dieser Pizzeria startet. Doch manchmal hält das Leben Überraschungen bereit, auf die man sich nicht vorbereiten kann.
Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn des Buches nicht gedacht hätte, dass es mich am Ende so sehr überraschen würde. Beck als Protagonistin und Ich-Erzählerin der Geschichte wirkte gereizt und ein bisschen anstrengend. Einem typischen Teenager entsprechend ist nichts perfekt was ihr passiert und sie ist genervt von jeder Situation, egal ob daheim, in der Schule oder an ihrem Geburtstag. Doch irgendwie war sie damit auf ihre Art auch real und symphatisch, sie motzt eben rum und glaubt an die erste große Liebe und bespricht das alles mit ihrer besten Freundin. Und es braucht diesen Start auch, denn Beck schafft es sich im Verlauf der Geschichte zu entwickeln, ein Punkt, der mich ganz besonders am Ende überrascht und von der Geschichte überzeugt hat.
Das Hot’N’Crusty ist eine typische Pizzeria wie man es in den USA vermutlich haufenweise in jeder Stadt findet. Ich habe mir dabei immer die typischen Diner-Bänke und Tische vorgestellt, alles etwas in die Jahre gekommen, aber nicht dreckig, sondern eher abgerieben und genutzt durch die zahllosen Gäste, die hier ihre Geschichten gelebt haben. Ich fand die Idee des Settings wirklich gut und ich muss gestehen, Lauren Morrill hat es geschafft, dass ich unbedingt selbst einmal eine Pizza im Hot’N’Crusty essen möchte.
Kommen wir zum aus meiner Sicht besten Punkt der Story: der Entwicklung von Beck. Denn natürlich gibt es eine kleine Lovestory, die sich langsam und behutsam entwickelt, nicht übereilt und die Gefühle von Beck auf den Kopf stellt. Von da an erkennt sie, dass nicht alles, was wie Gold aussieht auch Gold ist. Sie merkt, wie oberflächlich sie und ihre Freunde in manchen Punkten sind und das sie sich vielleicht davon distanzieren sollte. Sie merkt, und das war für mich das Schönste dabei, dass sie sich für andere Menschen verstellt hat, obwohl sie so, wie sie ist, doch eigentlich perfekt ist. Diese ganze Charakterentwicklung, diese ganzen kleinen Schritte, mit Rückschlägen und Zweifeln, war gegenüber dem spaßigen Setting so gut gemacht und auch so ernst. Aus meiner Sicht ist „It’s kind of a cheesy Lovestory” damit vor allem ein Coming-of-Age-Roman, bei dem Liebe und Freundschaft die tragenden Elemente sind.
Fazit:
„It’s kind of a cheesy Lovestory” hat mich im positiven Sinne überrascht. Dachte ich am Anfang noch, ich lese eine Liebeskomödie mit einer Pizzeria als Setting, so wurde mir schnell klar, dass es viel mehr darum geht, dass Beck sich selbst findet und erkennt, wie ihr Weg im Leben weitergehen soll. Ich mochte die kleinen Wechsel zwischen witzigen und ernsten Momenten und natürlich die dramatische Wende am Ende, bei der uns zum Glück ein Happy End erwartet. Für mich definitiv eine kleine Überraschung in diesem Jahr.
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