Produktbild: Willkommen in Auschwitz

Willkommen in Auschwitz Erzählungen

2

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.03.2023

Herausgeber

Artur Becker

Verlag

Edition W GmbH

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,4 cm

Gewicht

372 g

Farbe

Salsa Rot

Auflage

1. Auflage - Neuausgabe

Übersetzt von

Artur Becker

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949671-07-4

Beschreibung

Rezension

»Das Erschreckende an diesem Buch: Auschwitz erscheint als natürliche Fortsetzung unserer Lebensweise, als eine bis ins Absurde verstiegene Normalität.«
Olga Martynova, DIE ZEIT
»Borowski muß man immer wieder lesen. Unstrittig ragt sein Erzählband über Auschwitz als provozierender Solitär aus dem Kanon der Holocaust-Literatur hervor.«
Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur
»Borowskis Erzählungen über das Lagerleben gehören zu den bedeutendsten und verstörendsten literarischen Zeugnissen der Schreckensherrschaft der Nazis und ihrer Vernichtungsmaschinerie.«
Florian Hunger, Jüdische Zeitung
»Wie sehr Tadeusz Borowski darin geübt war, Stimmungen und Zustände anhand weniger Gegenstände oder Metaphern darzustellen, zeigt sich auch in seinen Erzählungen.«
Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung
»Wem es hier nicht kalt über den Rücken läuft, der weiß nicht, was aufregende, verrückte, amoralische, zeitlose Literatur ist.«
Maxim Biller, Der Spiegel

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.03.2023

Herausgeber

Artur Becker

Verlag

Edition W GmbH

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,4 cm

Gewicht

372 g

Farbe

Salsa Rot

Auflage

1. Auflage - Neuausgabe

Übersetzt von

Artur Becker

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949671-07-4

Herstelleradresse

Edition W GmbH
Waldstraße 12a
63263 Neu-Isenburg
DE

Email: info@westendverlag.de

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Ein wichtiges Buch

Gertie G. aus Wien am 15.04.2023

Bewertungsnummer: 1922188

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch, das in der „Edition W“ des Westend-Verlages erschienen ist, setzt dem polnischen Schriftsteller Tadeusz Borowski (1922 - 1951) ein Denkmal. Der Autor überlebt als politischer Häftling 3 Konzentrationslager der Nazis. Er endete in jungen Jahren mit Selbstmord: „Den Gaskammern der Nazis war er entkommen, aber für seinen Suizid wählte er trotzdem das Gas, das er in seiner Warschauer Wohnung aufgedreht hatte.“ Warum Borowski Suizid begangen hat, in ungeklärt. Ob die Gerüchte über eine Liebschaft oder die Anfeindungen durch Nachkriegspolitik in Polen hier eine Rolle spielten, lassen sich nicht mehr feststellen. 1946 verschreibt er sich ganz der kommunistischen Ideologie und tauscht damit ein Terrorregime gegen ein anderes. Das ist zudem auch deswegen verwunderlich, weil seine aus der Ukraine stammenden Eltern von Stalin in Straflager verschleppt worden sind. Tatsache ist, dass sich Borowski vor allem mit seinen Erzählungen „Willkommen in Auschwitz“ und „Meine Damen und Herren, bitte zum Gas“ wenig Freunde gemacht hat. Er zeigt, dass sich auch unter den jüdischen Mitgefangenen in den Konzentrationslagern immer wieder willfährige Helfer des Terrorregimes gefunden haben, die, um ihr eigenes Überleben (zumindest für einige Zeit) zu retten, die Befehle ausgeführt haben. Dass diese Darstellung von Opfern als Mittätern, in Polen nicht überall gut angekommen ist, verwundert nicht weiter. Hier in diesem Buch finden sich neben den schon erwähnten Essays noch folgende Geschichten aus dem KZ Auschwitz: „Der Abschied von Maria“ „Ein Junge mit der Bibel“ „Leute, die liefen“ „Ein Tag in Harmense“ Herausgeber Arthur Becker erklärt im Vorwort wie er sich dem Autor Borowksi angenähert hat. Im Nachwort werden die häufigsten Begriffe des Lagerlebens, soweit sie nicht durch Fußnoten erläutert sind, beschrieben. Das Buch ist nicht einfach zu lesen. Es bildet genau den Lageralltag eines, wie Borowski von sich selbst sagt, „Privilegierten“, also in seiner Definition „Mittäters“, ab. Der Schreibstil ist manchmal ironisch und berührt durch seine klare Sprache. Die Grenzen zwischen gut und böse verschwimmen Fazit: Diesem Vermächtnis, das eines der wichtigsten Zeugnisse der Holocaustliteratur ist, gebe ich gerne 5 Sterne.

Ein wichtiges Buch

Gertie G. aus Wien am 15.04.2023
Bewertungsnummer: 1922188
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch, das in der „Edition W“ des Westend-Verlages erschienen ist, setzt dem polnischen Schriftsteller Tadeusz Borowski (1922 - 1951) ein Denkmal. Der Autor überlebt als politischer Häftling 3 Konzentrationslager der Nazis. Er endete in jungen Jahren mit Selbstmord: „Den Gaskammern der Nazis war er entkommen, aber für seinen Suizid wählte er trotzdem das Gas, das er in seiner Warschauer Wohnung aufgedreht hatte.“ Warum Borowski Suizid begangen hat, in ungeklärt. Ob die Gerüchte über eine Liebschaft oder die Anfeindungen durch Nachkriegspolitik in Polen hier eine Rolle spielten, lassen sich nicht mehr feststellen. 1946 verschreibt er sich ganz der kommunistischen Ideologie und tauscht damit ein Terrorregime gegen ein anderes. Das ist zudem auch deswegen verwunderlich, weil seine aus der Ukraine stammenden Eltern von Stalin in Straflager verschleppt worden sind. Tatsache ist, dass sich Borowski vor allem mit seinen Erzählungen „Willkommen in Auschwitz“ und „Meine Damen und Herren, bitte zum Gas“ wenig Freunde gemacht hat. Er zeigt, dass sich auch unter den jüdischen Mitgefangenen in den Konzentrationslagern immer wieder willfährige Helfer des Terrorregimes gefunden haben, die, um ihr eigenes Überleben (zumindest für einige Zeit) zu retten, die Befehle ausgeführt haben. Dass diese Darstellung von Opfern als Mittätern, in Polen nicht überall gut angekommen ist, verwundert nicht weiter. Hier in diesem Buch finden sich neben den schon erwähnten Essays noch folgende Geschichten aus dem KZ Auschwitz: „Der Abschied von Maria“ „Ein Junge mit der Bibel“ „Leute, die liefen“ „Ein Tag in Harmense“ Herausgeber Arthur Becker erklärt im Vorwort wie er sich dem Autor Borowksi angenähert hat. Im Nachwort werden die häufigsten Begriffe des Lagerlebens, soweit sie nicht durch Fußnoten erläutert sind, beschrieben. Das Buch ist nicht einfach zu lesen. Es bildet genau den Lageralltag eines, wie Borowski von sich selbst sagt, „Privilegierten“, also in seiner Definition „Mittäters“, ab. Der Schreibstil ist manchmal ironisch und berührt durch seine klare Sprache. Die Grenzen zwischen gut und böse verschwimmen Fazit: Diesem Vermächtnis, das eines der wichtigsten Zeugnisse der Holocaustliteratur ist, gebe ich gerne 5 Sterne.

Sehr lesenswert

SimoneF am 30.04.2023

Bewertungsnummer: 1932666

Bewertet: eBook (ePUB 3)

In "Willkommen in Ausschwitz" wurde eine Auswahl an Erzählungen des polnischen Schriftstellers Tadeusz Borowski in neuer Übersetzung herausgegeben. Ich habe in diesem Buch erstmals etwas von Tadeusz Borowski gelesen und war zunächst verstört von seiner Art zu schreiben. Es dauerte daher eine Weile, bis ich mich in die Erzählungen eingelesen hatte. Dann wurde mir die Wucht und Stärke seines lakonischen, teils zynischen Schreibstils bewusst, mit dem er die Hierarchien der Häftlinge, die Normalität des Lageralltags und die Vernichtungsmaschinerie beschrieb. Die Erzählungen zeigen auf erschreckende Weise, wie dünn die Firnis der Kultur, der Moral und Menschlichkeit ist, unter der die Rohheit des Menschen verborgen ist. Ein sehr wichtiges und lesenswertes Buch mit einem ausführlichen und hilfreichen Vorwort von Artur Becker.

Sehr lesenswert

SimoneF am 30.04.2023
Bewertungsnummer: 1932666
Bewertet: eBook (ePUB 3)

In "Willkommen in Ausschwitz" wurde eine Auswahl an Erzählungen des polnischen Schriftstellers Tadeusz Borowski in neuer Übersetzung herausgegeben. Ich habe in diesem Buch erstmals etwas von Tadeusz Borowski gelesen und war zunächst verstört von seiner Art zu schreiben. Es dauerte daher eine Weile, bis ich mich in die Erzählungen eingelesen hatte. Dann wurde mir die Wucht und Stärke seines lakonischen, teils zynischen Schreibstils bewusst, mit dem er die Hierarchien der Häftlinge, die Normalität des Lageralltags und die Vernichtungsmaschinerie beschrieb. Die Erzählungen zeigen auf erschreckende Weise, wie dünn die Firnis der Kultur, der Moral und Menschlichkeit ist, unter der die Rohheit des Menschen verborgen ist. Ein sehr wichtiges und lesenswertes Buch mit einem ausführlichen und hilfreichen Vorwort von Artur Becker.

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