Ein geheimnisvolles Buch, ein heiß begehrter Schatz und eine unbarmherzige Jagd: ein spannendes Abenteuer um das Gold des Rheins
Frühjahr 1771. Das beschauliche Leben des Goldwäschers Frieder ändert sich schlagartig, als er eines Tages eine Wasserleiche findet und einen Buchhändler kennenlernt, der mit seiner Tochter und einem Mönch dem sagenhaften Schatz der Nibelungen auf der Spur ist. Auf einmal schweben sie alle in höchster Gefahr, denn ein französischer Baron hat sich ihnen an die Fersen geheftet, begierig nach dem Gold und völlig skrupellos. Da hilft es wenig, dass sich ihnen auch noch der junge Jura-Student Johann Wolfgang Goethe anschließt. Er vermag zwar, die Hinweise auf den Schatz zu deuten, sorgt dabei aber für einige Verwicklungen. Und bald muss sich nicht nur Frieder zwischen Gold und Liebe entscheiden ...
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Geheimnisvolle Schatzsuche
Honigmond am 05.11.2023
Bewertungsnummer: 2062296
Bewertet: eBook (ePUB)
Worum geht’s:
Das Buch ist ein spannendes historisches Abenteuer um das Gold des Rheins und spielt im Frühjahr 1771. Der fahrende Buchhändler Magnus von Auenstein ist zusammen mit seiner Tochter auf der Suche nach dem Schatz der Nibelungen, worüber sie in einem geheimnisvollen Buch eine Notiz entdeckt haben. Auf ihrem Weg treffen sie auf den jungen Goldwäschers Frieder und seinen Freunden, welche sich ihnen anschließen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem besagten Schatz und sind so mancher Gefahr ausgesetzt.
Mein Leseeindruck:
Das Buch ist nicht nur spannend, sondern auch sehr informativ und bildhaft geschrieben, wodurch man es kaum aus der Hand legen mag. Man erfährt viel über die damalige Zeit, über die Arbeit der Goldwäscher, aber auch über die allseits bekannte Nibelungensaga, worüber man sehr viel erfährt und sein Wissen nochmals auffrischen und erweitern kann.
Gleich zu Beginn lernt man den jungen Frieder kennen, der im Rhein nach verborgenen Gold sucht, was alles andere als eine einfache Arbeit ist. Mühsam arbeitet er sich voran, bis er auf eine Stelle stößt, wo er sein Glück gefunden zu haben scheint. Zusammen mit seinen beiden Freunden, möchte er so viel wie möglich finden, jedoch stoßen die drei dabei auf die Leiche eines wohlhabenden Mannes und handeln sich viel Ärger ein. Die Arbeit des Goldwaschens ist sehr gut beschrieben und ich fand sie sehr spannend.
Dann gibt es noch den Buchhändler Magnus, welcher mit seiner Tochter unterwegs ist. Die Tochter hat sich als Mann verkleidet und dies geht auch sehr lange gut, bis sich ihr neuer Wegbegleiter, ein Mönch verplappert, was natürlich Probleme nach sich zieht. Zusammen suchen sie einen Schatz, von welchem in einem Buch in Geheimschrift berichtet wird, welches der Vater zufällig in die Hände bekam. Seine Tochter ist sehr wissbegierig und hütet das Buch sehr. Auf ihrem Weg zum Schatz treffen sie auf den jungen Goethe, welcher sie fortan begleitet.
Unterwegs treffen die beiden unterschiedlichen Gruppen immer wieder auf irgendwelche Schurken und Verfolger, die nichts Gutes im Schild führen.
Mein Fazit:
Mir hat diese Geschichte sehr sehr gut gefallen. Historisch sehr informativ, aber auch unterhaltsam und spannend. Besonders gut hat mir wieder der sehr bildhafte und fesselnde Schreibstil gefallen und das Auftauchen des jungen Goethe, den man durch die Geschichte etwas besser kennenlernen konnte. Auch das Cover finde ich sehr schön und sehr passend gewählt. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher des Autors lesen, vergebe hierfür volle 5 Sterne sowie eine ganz klare Leseempfehlung.
Gut recherchierte und unterhaltsame Schnitzeljagd auf den Spuren der Nibelungen
Bewertung am 24.10.2023
Bewertungsnummer: 2051320
Bewertet: eBook (ePUB)
Klappentext: Ein geheimnisvolles Buch, ein heiß begehrter Schatz und eine unbarmherzige Jagd: ein spannendes Abenteuer um das Gold des Rheins
Frühjahr 1771. Das beschauliche Leben des Goldwäschers Frieder ändert sich schlagartig, als er eines Tages eine Wasserleiche findet und einen Buchhändler kennenlernt, der mit seiner Tochter und einem Mönch dem sagenhaften Schatz der Nibelungen auf der Spur ist. Auf einmal schweben sie alle in höchster Gefahr, denn ein französischer Baron hat sich ihnen an die Fersen geheftet, begierig nach dem Gold und völlig skrupellos. Da hilft es wenig, dass sich ihnen auch noch der junge Jura-Student Johann Wolfgang Goethe anschließt. Er vermag zwar, die Hinweise auf den Schatz zu deuten, sorgt dabei aber für einige Verwicklungen. Und bald muss sich nicht nur Frieder zwischen Gold und Liebe entscheiden ...
Ralf H. Dorweiler hat es schon wieder geschafft. Ich habe die Reise mit dieser ungewöhnlichen Truppe sehr genossen, mich mit gefreut, geärgert, gebangt, gewundert und als dann alles quasi gelöst ist, kommt diese eine kleine Episode unschuldig daher, und dieser allerletzte, so schlichte, kurze Satz mit einer Aussagekraft, die einen von den Füßen reißt, berührt mich dermaßen, dass ich wieder einmal mit Tränen in den Augen zurückbleibe. Weil es ein Abschied ist und weil gleichzeitig in diesem einen Satz so viel Zukunft liegt. Da ist dem Autor wieder einmal ein großartiges Werk gelungen. Ich weiß nicht, was genau er anders macht, aber diese Gefühlsregung - das schaffst nur er! Bitte so weitermachen.
Stilistisch versteht es der Autor sehr gut, dass Wege sich geschickt kreuzen und Personen einem ans Herz wachsen oder man sie verachtet. Die Geschichte bleibt konstant spannend, man will nicht aufhören zu lesen, und die Klimax hat dann alles, was eine Klimax haben sollte. Auch die verschiedenen Perspektivenwechsel sind äußerst gut gelungen, denn sie werden durch einen Satz, der von einer der handelnden Personen ausgesprochen wird, miteinander verbunden. Hab ich selten so erlebt. Man lernt viel Neues über das Waschen und Verarbeiten von Gold, bekommt eine gute Schilderung der Nibelungensage und ist erstaunt über manche Wendung (eine bzgl der Liebe hab ich definitiv nicht kommen sehen. Hut ab, schön in die Irre geführt).
Dass Frieder dem Wolfgang eines seiner berühmten Zitate in den Mund gelegt hat, hat mich zum Lachen gebracht. Oder wer zum Schluss als Verfolger auftaucht und warum. Sehr schön ausgedacht Rohan bringe ich jetzt nicht nur mit Herr der Ringe in Verbindung, und Vauban kenne ich von meiner Geburtsstadt Saarlouis, denn dort sind immer noch seine Festungsbauten zu sehen. Die Episode in Speyer mochte ich besonders, denn dort waren wir erst zu Ostern. So konnte ich den Wegen der Gefährten gut folgen und erkannte vieles wieder.
Alles in allem kann ich auch diesen Roman des Autors nur empfehlen. Ralf H. Dorweiler nimmt den Leser auch diesmal vom ersten bis zum letzten Satz mit.
Übrigens: Meine Lieblingsstelle ist definitiv „Wegen des Geldes!“.
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