Heilpädagogische Interventionen bei aggressivem Verhalten in der frühen Kindheit. Konzeption einer heilpädagogischen Vorgehensweise
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
07.11.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
532 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346757623
Zu Beginn wird die Begrifflichkeit von aggressivem Verhalten definiert. Im Hauptteil werden theoretische Bausteine, wie das Störungsbild der Aggression und ein neurobiologischer Ansatz im Sinne von Vernachlässigung verdeutlicht. Der Fokus der Seminararbeit liegt auf dem Konzept einer heilpädagogischen Vorgehensweise zur Intervention von aggressivem Verhalten im inklusiven Gruppenalltag einer Kindertageseinrichtung. Hierbei wird ein sinnvoll durchdachtes und schrittweises Vorgehen geschildert.
Ein positives soziales Umfeld mit festen Bezugspersonen ist für Kinder enorm wichtig, um sozial-emotionale Fähigkeiten zu erwerben und sozial kompetentes Verhalten zu erlernen. Da die Fähigkeit der Eltern zur Gestaltung dieser optimalen Entwicklungsbedingungen ihres Kindes unterschiedlich gut entwickelt sind, kann die Ausformung vielseitig vernetzter Verschaltungen im Gehirn der betroffenen Kinder nicht immer voll entfaltet werden. Laut dem Statistischen Bundesamt liegt die Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung aus dem Jahr 2020 im Bereich "Vernachlässigung" im Alter von drei bis sechs Jahren zwischen 1146 (3-4 Jahre) und 920 Fällen (5-6 Jahre). Die Auswirkungen suboptimaler Entwicklungsbedingungen werden allerdings meist erst dann sichtbar, wenn die heranwachsenden Kinder Gelegenheit bekommen, ihre emotionale, soziale und intellektuelle Kompetenz unter Beweis zu stellen, z.B. in der Schule oder Kindertageseinrichtung. Eine unzureichende oder fehlende Erziehung begünstigt ein sozial abweichendes Verhalten. Aber auch trotz einer positiven Sozialisierung haben manche Kinder unterschiedliche Schwierigkeiten im sozialen Kontext. Die Bandbreite sozialer Abweichungen ist sehr vielseitig und reicht von dissozialem Verhalten über Aggressivität, Unsicherheit bis zur sozialen Ängstlichkeit. Da das Spektrum so umfangreich ist, wird die vorliegende Arbeit auf aggressives Verhalten in der frühen Kindheit beschränkt. Hier stellt sich die Frage, wie Kinder in pädagogischen Einrichtungen aufgefangen werden können, wenn das Elternhaus dies aus unterschiedlichen Gründen nicht gewährleisten kann.
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