Ostpreußen 1945. Emma Hoffmann ist eine von vielen Deutschen, die vor der russischen Armee fliehen. Doch wenig später wird sie von russischen Soldaten gefangen genommen. Ajoscha Iwanow, ein ranghoher Offizier, sucht nach einer Frau, die einen ihrer Spione verriet. Als Christ führt er jedoch selbst ein gefährliches Leben in der UdSSR ... Als die Ereignisse sich zuspitzen, wird Emma vor die Frage gestellt, ob sie vergeben kann. Denen, die sie am meisten verletzt haben - und sich selbst.
Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte und ein Roman über die alles verändernde Liebe Gottes.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Wolkenspiel
aus Stuttgart
5/5
05.01.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Harte Zeiten in eine wunderbare Geschichte verpackt
„Anfang einer neuen Zeit“ sticht für mich heraus aus vielen Romanen, die zur Zeit des Zweiten Weltkries handeln. Sonst lese ich nicht so gerne Romane dieser Zeitspanne.
Durch die Hauptpersonen Emma und Ajoscha bekommt der Leser verschiedene Sichtweisen mit, die ich hier nicht alle verraten möchte. Denn Einiges ergibt sich erst im Laufe der Geschichte. Nur soviel: Emma muss aus Ostpreußen vor den Russen fliehen (Sicht eines Flüchtlings), Ajoscha ist Oberst der russischen Armee (Sicht eines Befehlshabers). Dann kreuzen sich ihre Wege und es zeigen sich noch mehr Komponenten, die ihre jeweilige Sichtweise verändern und prägen.
Emma mochte ich gleich, vielleicht weil mein Vater als kleines Kind ebenfalls aus Ostpreußen vertrieben wurde und ich mich dadurch verbunden fühlte. Bei Ajoscha dauerte es etwas. Er wirkte zunächst hart und kalt und erst mit der Zeit bekam man einen Blick hinter seine Fassade. Und an einigen Stellen bewunderte ich sein Verhalten dann sogar sehr. Die Handlung des Romans war immer gut nachvollziehbar. Tabea Rompf hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Zu keinem Zeitpunkt erschien mir das Buch langatmig oder hatte unnötige Szenen.
Es ist ein wirklich sehr guter Roman, der zeigt, dass es auf beiden Seiten „Gute“ und „Böse“ gibt. Es wird nichts beschönigt, bei beiden Seiten nicht.
Einzig einen Epilog hätte ich mir sehr gewünscht. Ich habe so am Leben von Emma, Ajoscha, Elana, Dimitrji… Anteil genommen, dass es schön wäre zu wissen wie es mit ihnen weiterging.
So bleibt die Hoffnung auf einen Folgeband!
Dreamworx
aus Berlin
5/5
29.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können. (Jean Jaurès)
1945. Das Leben der 20-jährige Emma Hoffmann wird in einer Bombennacht in Königsberg/Ostpreußen zu einem Trümmerfeld. Sie verliert bei dem Angriff nicht nur ihre ältere Schwester Charlotte, sondern auch ihr geliebtes Zuhause. Emma findet kurzfristig Zuflucht auf einem Hof, den sie jedoch bald verlassen muss, um der nahenden Roten Armee zu entkommen. Doch dann gerät sie in russische Gefangenschaft, wo sie unbeschreibliches Leid und Grausamkeiten ertragen muss, die sie zu einer traumatisierten Frau werden lässt. Oberst Ajoscha Iwanow sucht unter den gefangenen Frauen nach einer Verräterin. Als sich herausstellt, dass Emma Russisch kann, muss sie Ajoscha als Dolmetscherin unterstützen. Ajoscha selbst lebt gefährlich, denn insgeheim ist er Christ und diese werden in Russland verfolgt. Während Ajoscha sich langsam in Emma verliebt, hasst diese alles Russische und will nur weg. Trotzdem lässt sie sich auf eine Zweckehe mit Ajoscha ein. Wird es ihm gelingen, ihr Herz zu erobern und die Schrecken auf ihrer Seele zu mildern?
Tabea Rompf hat mit „Anfang einer neuen Zeit“ einen sehr emotionalen und anrührenden historischen Debütroman vorgelegt, der den Leser mit seiner Geschichte durch eine wahre Gefühlsachterbahn schickt und gleichzeitig in seinen Bann zieht. Der fesselnde, bildgewaltige und gefühlvolle Erzählstil lässt den Leser eine Zeitreise in das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte antreten, wo er an der Seite von Emma Hoffmann Unerträgliches erlebt. Emma, die in einer Nacht alles verliert, was ihr lieb und teuer war, besitzt trotzdem noch genug Herz, um sich um ein kleines Mädchen zu kümmern, von dem allerdings aufgrund der Kriegsgefangenschaft bald wieder getrennt wird. Nach fürchterlichem Missbrauch ist Emmas Seele so geschunden, dass sie fast jegliche Hoffnung verloren hat und nur noch Hass für die Schuldigen empfindet. Sie fühlt sich von Gott verlassen und vertraut niemandem mehr, auch sich selbst nicht. Ajoscha, der nicht nur nach einer Spionin sucht und heimlich seinen christlichen Glauben lebt, der dem Regime entgegen steht, ist Emmas Feindbild, während dieser ihr mit Menschlichkeit, Geduld und Hilfsbereitschaft begegnet. Ajoscha verliebt sich in Emma, doch diese ist so in ihrem Schmerz und Zorn gefangen, dass sie seine ehrlichen Gefühle nicht erkennt. Der Autorin gelingt es wunderbar, nicht nur die damalige Zeit sehr spannend und plakativ in Worte zu kleiden und mit überraschenden Wendungen aufzuwarten, sondern dem Leser auch die Gefühlsregungen ihrer Protagonisten glaubhaft zu vermitteln. Gleichzeitig lässt sie den christlichen Gedanken immer wieder in ihre Handlung einfließen. Es geht um Vertrauen in Gott, Schuld und Vergebung.
Die Charaktere wurden mit glaubwürdigen Eigenschaften lebendig in Szene gesetzt, sie lassen den Leser sehr nahe an sich herankommen, der ihre Gedanken- und Gefühlswelt nachvollziehen kann. Emma ist eine traumatisierte Frau, deren ablehnende und ruppige Art nach all dem erlebten Leid verständlich ist, den Leser aber erst einmal auf Abstand hält. Sie ist innerlich zerrissen und unsicher, lässt jedoch immer wieder ihren Kampfgeist und ihren Mut aufblitzen. Ajoscha ist ein tiefgläubiger Mann, der nach seinen Überzeugungen lebt und handelt. Er ist selbst ein Getriebener, doch agiert er bewusst, hilfsbereit, geduldig und liebevoll, obwohl ihm sein Beruf auch andere Seiten abverlangt.
„Anfang einer neuen Zeit“ ist ein sehr tiefgründiger, fesselnder und emotional aufgeladener Roman, dessen Handlung den Leser das gesamte Gefühlsbarometer durchleben lässt mit einem Mix aus historischem Hintergrund, grausames Kriegsgeschehen, menschlichen Schicksalen und einer sich anbahnenden Liebesgeschichte. Absolute Leseempfehlung für ein sehr gelungenes Debüt!
Dreamworx
aus Berlin
5/5
29.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die größten Menschen sind…
Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können. (Jean Jaurès) 1945. Das Leben der 20-jährige Emma Hoffmann wird in einer Bombennacht in Königsberg/Ostpreußen zu einem Trümmerfeld. Sie verliert bei dem Angriff nicht nur ihre ältere Schwester Charlotte, sondern auch ihr geliebtes Zuhause. Emma findet kurzfristig Zuflucht auf einem Hof, den sie jedoch bald verlassen muss, um der nahenden Roten Armee zu entkommen. Doch dann gerät sie in russische Gefangenschaft, wo sie unbeschreibliches Leid und Grausamkeiten ertragen muss, die sie zu einer traumatisierten Frau werden lässt. Oberst Ajoscha Iwanow sucht unter den gefangenen Frauen nach einer Verräterin. Als sich herausstellt, dass Emma Russisch kann, muss sie Ajoscha als Dolmetscherin unterstützen. Ajoscha selbst lebt gefährlich, denn insgeheim ist er Christ und diese werden in Russland verfolgt. Während Ajoscha sich langsam in Emma verliebt, hasst diese alles Russische und will nur weg. Trotzdem lässt sie sich auf eine Zweckehe mit Ajoscha ein. Wird es ihm gelingen, ihr Herz zu erobern und die Schrecken auf ihrer Seele zu mildern? Tabea Rompf hat mit „Anfang einer neuen Zeit“ einen sehr emotionalen und anrührenden historischen Debütroman vorgelegt, der den Leser mit seiner Geschichte durch eine wahre Gefühlsachterbahn schickt und gleichzeitig in seinen Bann zieht. Der fesselnde, bildgewaltige und gefühlvolle Erzählstil lässt den Leser eine Zeitreise in das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte antreten, wo er an der Seite von Emma Hoffmann Unerträgliches erlebt. Emma, die in einer Nacht alles verliert, was ihr lieb und teuer war, besitzt trotzdem noch genug Herz, um sich um ein kleines Mädchen zu kümmern, von dem allerdings aufgrund der Kriegsgefangenschaft bald wieder getrennt wird. Nach fürchterlichem Missbrauch ist Emmas Seele so geschunden, dass sie fast jegliche Hoffnung verloren hat und nur noch Hass für die Schuldigen empfindet. Sie fühlt sich von Gott verlassen und vertraut niemandem mehr, auch sich selbst nicht. Ajoscha, der nicht nur nach einer Spionin sucht und heimlich seinen christlichen Glauben lebt, der dem Regime entgegen steht, ist Emmas Feindbild, während dieser ihr mit Menschlichkeit, Geduld und Hilfsbereitschaft begegnet. Ajoscha verliebt sich in Emma, doch diese ist so in ihrem Schmerz und Zorn gefangen, dass sie seine ehrlichen Gefühle nicht erkennt. Der Autorin gelingt es wunderbar, nicht nur die damalige Zeit sehr spannend und plakativ in Worte zu kleiden und mit überraschenden Wendungen aufzuwarten, sondern dem Leser auch die Gefühlsregungen ihrer Protagonisten glaubhaft zu vermitteln. Gleichzeitig lässt sie den christlichen Gedanken immer wieder in ihre Handlung einfließen. Es geht um Vertrauen in Gott, Schuld und Vergebung. Die Charaktere wurden mit glaubwürdigen Eigenschaften lebendig in Szene gesetzt, sie lassen den Leser sehr nahe an sich herankommen, der ihre Gedanken- und Gefühlswelt nachvollziehen kann. Emma ist eine traumatisierte Frau, deren ablehnende und ruppige Art nach all dem erlebten Leid verständlich ist, den Leser aber erst einmal auf Abstand hält. Sie ist innerlich zerrissen und unsicher, lässt jedoch immer wieder ihren Kampfgeist und ihren Mut aufblitzen. Ajoscha ist ein tiefgläubiger Mann, der nach seinen Überzeugungen lebt und handelt. Er ist selbst ein Getriebener, doch agiert er bewusst, hilfsbereit, geduldig und liebevoll, obwohl ihm sein Beruf auch andere Seiten abverlangt. „Anfang einer neuen Zeit“ ist ein sehr tiefgründiger, fesselnder und emotional aufgeladener Roman, dessen Handlung den Leser das gesamte Gefühlsbarometer durchleben lässt mit einem Mix aus historischem Hintergrund, grausames Kriegsgeschehen, menschlichen Schicksalen und einer sich anbahnenden Liebesgeschichte. Absolute Leseempfehlung für ein sehr gelungenes Debüt!
Bewertung
aus Magdeburg
5/5
16.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bewegendes Debüt
„Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte und ein Roman über die alles verändernde Liebe Gottes“
Emma Hoffmann ist eine junge Deutsche, die vor der Roten Armee aus Ostpreußen fliehen muss. Nur wenig später wird sie von russischen Soldaten gefangen genommen, weil Ajoscha Iwanow nach einer Frau sucht, die einen russischer Spion verraten hat.
Die junge Autorin Tabea Rompf (Jahrgang 2002) legt hier einen fulminanten Debütroman vor. Sie hat gut recherchiert und schreibt in ihren Anmerkungen, dass ihre beiden Hauptprotagonisten Emma und Ajoscha stellvertretend für viele andere Schicksale der Zeit stehen. Viele Frauen, darunter auch sehr junge Frauen, wurden von den Russen vergewaltigt und mussten mit den seelischen Folgen leben. Ajoscha ist Christ und war damit in der UdSSR Verfolgungen und Repressalien ausgesetzt.
Ajoscha tut als ranghoher Offizier während des Krieges das, was von ihm erwartet wird. Gleichzeitig versucht er, ganz Christ, Emma zu schützen. Diese ist zutiefst gedemütigt und verletzt und kann kein Vertrauen zu Ajoscha fassen. Ihre Handlungsweise ist nachvollziehbar, sie fügt sich dem Unabänderlichen, wo es nötig ist und trifft Entscheidungen, wo sie es kann. Ihre Entwicklung ist sehr gut beschrieben.
Tabea Rompf hat ihren Roman in fünf Teile unterteilt, denen sie jeweils ein passendes Glaubenszitat vorausstellt. Die Gespräche, die Ajoscha und Emma über den Glauben führen, sind tiefgehend und fundiert und bereichern diesen Roman sehr. Sehr gut gelingt es Tabea Rompf auch, das unterschiedliche Trauern von Emma und Ajoscha nach dem Tod der kleinen Marleen Charlotte zu beschreiben. Hier wird deutlich, wie wichtig der Austausch der Betroffenen ist, auch, wenn sie sich am liebsten völlig zurückziehen wollen.
Fazit: ein bewegender Roman mit Tiefgang
Bewertung
5/5
08.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gottes große verändernde Liebe
Was ein Buch! Kaum angefangen zu lesen sind wir mitten im Sirenenalarm des zweiten Weltkrieges und werden mit Emma, der Hauptprotagonistin aus dem Schlaf gerissen. Sie muss alles hinter sich lassen, was ihr lieb und teuer war und flieht vor der roten Armee.
Doch dann gerät sie in russische Gefangenschaft und Abgründe tun sich auf. Ihr widerfährt sehr viel Leid und doch hält Gott auch dort seine Hand über sie.
Ajoscha Iwanow, ein ranghoher Offizier tritt ihr in den Weg. Nach außen hin gefühlskalt, innen ein Herz für Jesus Christus, den er als seinen Heiland und Erretter angenommen hat und ihm dienen möchte. Was sich aber als äußerst schwierig und gefährlich darstellt. Kann er Emma helfen?
Mich hat der Roman sehr berührt, zumal man merkt, wie es der Autorin besonders am Herzen liegt, Gottes Liebe, Gnade und Vergebung dem Leser nahezubringen.
Wir begegnen vielen einzelnen Schicksalen, Machenschaften, bösen Menschen aber auch solchen, die Liebe, Gnade und Hoffnung an andere weitergeben.
Der geschichtliche Verlauf ist sehr interessant. Man ist im Krieg, darf aber auch das Kriegsende erleben.
Die Protagonisten sind sehr authentisch ausgearbeitet. Besonders die Entwicklung Emmas ist klasse. War sie mir oft sehr unsympathisch, aber ...... Mehr verrate ich nicht.
Der Schreibstil so zusammenhängend und spannend, dass man das Buch nur ungern zur Seite legen möchte. Tränen sind vorprogrammiert.
Ein herzliches DANKE an die junge Autorin für so ein tolles, tiefgründiges und glaubensstarkes 5 Sterne Buch, was ich jedem wärmstens empfehlen kann.
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