Herr Löwenhaupt kauft eine lebendige Gans, die am Weihnachtsabend mit Rotkraut und gedünsteten Äpfeln auf den Tisch kommen soll. Bis dahin soll sie in einer Kiste im Kartoffelkeller ihr Quartier haben. Die drei Kinder versorgen die Gans und taufen sie Auguste. Der kleine Peter besteht sogar darauf, dass Auguste im Kinderzimmer schlafen darf, und nimmt sie heimlich mit ins Bett. Als der Vater kurz vor Weihnachten Auguste in den Gänsehimmel schicken will, schreit nicht nur die Gans Zeter und Mordio ...
Friedrich Wolfs "Die Weihnachtsgans Auguste" zählt seit langem zu den Weihnachts-Klassikern. Katharina Thalbach sorgt für einen amüsanten und atmosphärisch dichten Hörgenuss.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
4 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Aber etwas muss man doch fürs Herze tun!, das war schon immer so
Elke Seifried aus Gundelfingen am 07.08.2017
Bewertungsnummer: 1038858
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Das hochwertige Cover auf dick kartonierten Einband und in Leinen gebundenem Rand samt Goldschrift lässt schon auf den ersten Blick erkennen, dass man hier einen kleinen Schatz erhält. Denn um einen solchen handelt sich auch in meinen Augen wirklich. Nicht nur der tollen Illustrationen und der hochwertigen Aufmachung wegen, bin ich dieser Meinung, sondern auch weil ich es unglaublich toll finde, dass eine Weihnachtsgeschichte aus den 60er Jahren auch heute noch zeitlos gültig und bezaubernd ist.
Dass Vater Löwenhaupt irgendwann einmal So ein Exemplar gibt es auf der ganzen Welt nicht mehr. sagen und voller Stolz fragen wird Na wer hat euch Auguste mitgebracht? Wer?, hätte er wohl selbst nicht gedacht, als er im November trotz schwerer Zeiten einen respektablen Vogel, der den Festtisch verschönen soll, kauft. Bei dem Gedanken Aber etwas muss man doch fürs Herze tun!, hatte er nämlich, den Geruch von Rotkohl mit Äpfeln schon in der Nase, einzig und allein an den leckeren Festtagsbraten gedacht. Allerdings sind bis Weihnachten noch ein paar Tage und er hat weder mit seinem Sohn Peterle gerechnet, der alles andere als damit einverstanden ist, dass Auguste im kalten Kartoffelkeller untergebracht werden soll, noch damit, dass sich Gustje nach und nach in die Herzen aller Hausgenossen schleicht. Gans im Bett des kleinen Peterle, selbstgestrickter Winterwollpulli und vieles mehr rührend Amüsantes ist hier inbegriffen.
Der Sprachstil mag klar etwas altertümlich in den Ohren der heutigen Kinder klingen. So suchte die Mutter ihm zu erklären, warum die Gans jetzt wieder in die Kiste des Kellers müsse, es ist von seltsamem Gebaren und einem Dummerjan die Rede oder es gibt eine Hausgehilfin Theres. Aber gerade das macht meiner Meinung nach auch einen gewissen Reiz aus. Dass die ursprüngliche Fassung in der ehemaligen DDR entstanden ist, erkennt man an Augustes Dialekt. Ick will mir Ruh! Ick will min Ruh! Lat min in min Truh!, oder auch Winterschlaf ist schnacke-schnick. Hütt ick min Federn bloß zurück ist häufig von ihr zu vernehmen.
Die Neuauflage der Geschichte wurde von Willi Glasauer mit exquisiten Bildern neu gestaltet, damit wird bei der Buchbeschreibung geworben und dabei wird nicht zu viel versprochen. Man findet auf jeder Doppelseite stets links den Text, der die Geschichte erzählt und passend zum Inhalt rechts eine ganzseitiges farbiges Bild. Die Strichtechnik, die der Illustrator hier verwendet und die Abbildung dann farbig hinterlegt, passt nicht nur perfekt zum Alter der Geschichte, sondern macht kleinen Kunstwerken wirkliche Konkurrenz.
Alles in allem bin ich wirklich begeistert von der Neuauflage dieser zeitlosen Weihnachtsgeschichte und glücklich, solch einen Schatz jetzt in meinem Bücherregal stehen zu haben, um ihn in der Advents- und Weihnachtszeit jederzeit wieder zur Hand nehmen zu können. Begeisterte 5 Sterne und volle Kaufempfehlung, als Geschenk und auch zum Selbstlesen.
Zum Cover: Ein so hochwertiges…
Bewertung aus Leiben am 04.10.2016
Bewertungsnummer: 2987694
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Zum Cover: Ein so hochwertiges Cover habe ich bei einem Kinderbuch kaum noch gesehen. Natürlich schlägt sich das im Kaufpreis nieder. Der Einband ist dick kartoniert und am Rand in Leinen gebunden. Die Illustrationen wurden zwar neu gestaltet, fügen sich aber ob der Technik der Gestaltung in das Bild einer alten Kindergeschichte wunderbar ein. Zur Geschichte: Dies ist eine alte Kindergeschichte, wenn mich nicht alles täuscht aus den 50er Jahren. Trotzdem hat sie an Zeitgemäßheit nicht viel verloren. Es wird nicht beschönigt, dass die Gans eigentlich auf den Festtagstisch kommen sollte, und dass Vater nicht begeistert ist, als das Tier die Kinderherzen eroberte und diese darum baten, die Gans zu verschonen. Natürlich hat die Geschichte ein Happy End. Aber der Weg dorthin ist schon ein wenig steinig. Man merkt das Alter der Geschichte an der Sprache. Diese wirkt natürlich etwas altertümlich und für heutige Ohren sonderbar. Es macht aber auch den Charme der Geschichte aus. Ich habe auch "Die Weihnachtsgans Hermine" gelesen - eine Neufassung dieser Geschichte in moderner Sprache und modernersiertem Handlungsstrang. Trotzdem bin ich der Meinung, dass diese Fassung hier die bessere, ehrlichere ist. Fazit: Ein wunderschönes hochwertiges zeitloses Kinderbuch.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.