Produktbild: Richterliche Urteilsfindung

Richterliche Urteilsfindung Methoden und Praktiken

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.03.2023

Verlag

Utb GmbH

Seitenzahl

152

Maße (L/B/H)

21,3/14,7/1,1 cm

Gewicht

210 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8252-5933-4

Beschreibung

Rezension

Aus: ThürVBl. – Udo Schneider – Heft 8/2023

[…] Für Richter, die einerseits verstehen wollen, was sie täglich praktisch tun bzw. tun sollten, bietet dieses Bändchen Anregungen zur Selbstreflexion und Orientierung. Wer sich auf Buch und Selbstreflexion einlässt, „weiß am Ende, was er tut“, und handelt im besten Fall danach. Dabei ist es trotz der Komplexität der verhandelten Fragen leicht, ja humorvoll und mit vielen praktischen Beispielen geschrieben. Man merkt ihm an, dass sein Autor einen ungeheuren Erfahrungsschatz als Richter besitzt und auf ein langes Leben, das auch der „theoria“ gewidmet war und ist, zurückblickt.

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.03.2023

Verlag

Utb GmbH

Seitenzahl

152

Maße (L/B/H)

21,3/14,7/1,1 cm

Gewicht

210 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8252-5933-4

Herstelleradresse

UTB GmbH
Industriestraße 2
70565 Stuttgart
DE

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  • Einleitung 1
    Teil A: Methode – Theorien und Praktiken 3
    Kapitel 1: Akademische Methodenlehre vs. Methodenlehre richterlicher Fallbearbeitung 5
    I. Die „akademische Methodenlehre“ und ihre Praxis 5
    1. Erste wesentliche Differenz: Sachverhalt 6
    2. Zweite wesentliche Differenz: „Recht“ aus akademischer und aus richterlicher Perspektive 7
    II. Der Gerichtssaal als „Bühne“ und Kommunikationsraum 10
    Kapitel 2: Die Methode der gerichtlichen Praxis – Struktur und Grundgedanken 12
    I. Richterliche Praxis – Praktiken als Befund 12
    II. Methode als Bündel richterlicher Praktiken, Regeln und Orientierungen 13
    III. Zur Konzeption einer Methodenlehre der Praxis 14
    1. Multiperspektivität der Fallbearbeitung 15
    2. Multiperspektivität und Kohärenz 17
    Teil B: Wahrnehmung und Fallverstehen 19
    Kapitel 3: Prozesse der Wahrnehmung 21
    I. Die basalen Mechanismen 21
    II. Vorurteile und Vorverständnisse 23
    III. Mechanismen sozialer Kognition 25
    IV. Wahrnehmung und Mustererkennung – Grundlagen des Fallverstehens 27
    Kapitel 4: Strukturen der Wahrnehmung im Spiegel der Sprache 29
    I. Vagheit als Befund 29
    II. Vagheit und Methode 29
    Teil C: Sachverhalts- und Rechtsermittlung 31
    Kapitel 5: Sachverhaltsermittlung: Kommunikation zwischen Zielgerichtetheit und Offenheit 33
    I. Die ideale Kommunikationshaltung – geteilte Aufmerksamkeit 34
    1. Hypothesenbildung 35
    2. Zeugenvernehmung 36
    II. Verhandlungsführung 37
    1. Zur Amtsermittlung 38
    2. Zum Beibringungsgrundsatz 39
    3. Verhandlungsführung und „Richtertypen“ 40
    4. Sachverhaltsermittlung mittels Recherche im Netz, insbesondere über Wikipedia 42
    a) Zum Befund 42
    b) Prozessrechtliche Vorgaben 43
    Kapitel 6: Der Zeugenbeweis 44
    I. Wahrnehmung und Sich-Erinnern – neurowissenschaftliche Grundlagen 45
    II. Erste allgemeine Folgerungen für die Einschätzung von Zeugenaussagen 46
    III. Die „Nullhypothese“ 49
    IV. Wege der „Verifizierung“ 50
    V. Das Problem der „falschen Erinnerung“ 52
    Kapitel 7: Die Verknüpfung von Indizien 55
    I. Zur Typologie der Verknüpfungen 56
    II. Erfahrungssätze 56
    1. „Allgemeine“ und sonstige Erfahrungssätze 57
    2. Ausreichende oder notwendige Bedingung 57
    3. Zum Umgang mit Wahrscheinlichkeiten 58
    4. Fehleinschätzungen der Kausalität 60
    III. Wissen, Erfahrung oder Annahmen? 61
    1. Scheinbare Erfahrungssätze 61
    2. Scheinbare Alternativlosigkeit 62
    3. Richterlich gesetztes Erfahrungswissen 62
    4. Der nächste Schritt: „Gesamtschau“ – „Gesamtwürdigung“ 63
    Kapitel 8: Komplexe Verknüpfungen – „Gesamtschau“, „Gesamtwürdigung“ 64
    I. „Gesamtschau“ und „Gesamtwürdigung“ aus revisionsrechtlicher Sicht 64
    II. Die Wahrscheinlichkeitstheorie – eine allgemeine Lehre vom Indizienbeweis? 66
    1. Das Modell 67
    2. Die Grenzen des Modells 68
    3. Fazit 69
    III. „Gesamtschau“ – kognitive Mechanismen 69
    1. Die prinzipiellen Schwierigkeiten 70
    2. Strategie der Strukturierung 72
    3. „Gesamtschau“ – Mustererkennung 73
    Kapitel 9: Beweismaß und die freie richterliche Überzeugung 79
    I. Die gesetzlichen Regelungen 79
    II. Beweismaß – ein einheitlicher oder ein pragmatisch flexibler Maßstab? 81
    III. Subjektive Überzeugung vs. Methode? 82
    IV. Subjektive Gewissheit – Prozesse der Objektivierung 84
    V. Die Verantwortung des Richters für seine „Gewissheit“ 85
    Kapitel 10: Wege der Rechtsermittlung 87
    I. Einordnung in Vergleichsfälle 88
    II. Rechtsfindung und die „anerkannten Methoden der Gesetzesauslegung“ 89
    1. Die neuere Rechtsprechung des BVerfG 90
    2. Grundregeln zur richterlichen Gesetzesinterpretation 91
    3. Zur Indizwirkung der Gesetzesmaterialien 92
    III. Einordnung in einen dogmatischen Zusammenhang 93
    1. Dogmatische Einordnung 93
    2. Bildung einer neuen Regel 94
    IV. Urteilsfindung und Gerechtigkeit – methodische Einordnungen 95
    1. Subsumtionsprozesse 97
    2. Prozesse der Abwägung 99
    3. Verfahrens-Gerechtigkeit 101
    Kapitel 11: Rechtssystem und richterliche Rechtserzeugung 104
    I. Ausgangsthesen 104
    II. Zur zentralen Rolle der Entscheidungsnorm 105
    III. „Leitsatzrecht“ 106
    IV. „Gesetz und Recht“ 106
    V. Die Legitimationsfrage 107
    VI. Rechtssystem und Hypertext 108
    Teil D: Methode und Kohärenz 111
    Kapitel 12: Urteilsfindung – Bedingungen einer kohärenten Entscheidung 113
    I. Der theoretische Rahmen 113
    II. Kohärenz von Sachverhalt, Gründen und Urteil 115
    III. Kriterien der Kohärenz 115
    IV. Sachverhalts- und Rechtsermittlung 117
    1. Sachverhaltsermittlung 117
    2. Rechtsanwendung 117
    Nachwort: Praxis im Vordergrund – Theorie im Hintergrund 119
    I. Die rechtstheoretischen Perspektiven 121
    1. Die Kanones und ihr trügerischer Schematismus 121
    2. Argumentationstheorien 123
    3. Interpretations- vs. Argumentationstheorien? 124
    II. Die philosophisch-theoretische Rahmung 125
    1. Argumentationstheorien 125
    2. Auslegungstheorien – Hermeneutik 126
    III. Zur Notwendigkeit neuer theoretischer Perspektiven 129
    Literaturverzeichnis 131
    Abgekürzt zitierte Nachschlagewerke 138
    Stichwortverzeichnis 139