Produktbild: Das fragile Glück der Harmonie

Das fragile Glück der Harmonie

1

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.02.2023

Verlag

Secession Verlag Berlin

Seitenzahl

293

Maße (L/B/H)

20,9/13,7/2,5 cm

Gewicht

501 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96639-066-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.02.2023

Verlag

Secession Verlag Berlin

Seitenzahl

293

Maße (L/B/H)

20,9/13,7/2,5 cm

Gewicht

501 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96639-066-8

Herstelleradresse

Prolit Verlagsauslief.
Siemensstraße 16
35463 Fernwald
DE

Email: service@prolit.de

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Eine Emanzipationsgeschichte, die lange nachhallt

Bewertung am 24.05.2023

Bewertungsnummer: 1947723

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Ende der 80er Jahre in China ist geprägt von Reformen. Für Lu Tanya ist es die Chance, ihrem ärmlichen Leben zu entfliehen und Journalistik in Shanghai zu studieren. Dort verliebt sie sich in den deutschen Austauschstudenten Norman. Doch solche Beziehungen werden von der Partei nicht gern gesehen. Obwohl sie jederzeit denunziert werden könnte, kämpft sie um ihre Liebe. Doch die Angst ist ihr stetiger Begleiter. Im zweiten Teil folgen wir den beiden nach Berlin. Tanyas Neuanfang gestaltet sich schwierig, denn sie versteht kein Wort in dem ihr so fremden Land und hält sich mit schlechtbezahlten Jobs über Wasser. Lingyuang siedelt ihre bittersüße Liebesgeschichte in einer politisch brisanten Zeit an. In einem Land, das mir fremd ist, auf das aber 1989 die ganze Welt blickte, als auf dem Tian’anmen-Platz, dem Platz des himmlischen Friedens, die friedlichen Proteste vom Militär niedergeschlagen wurden. Die Autorin zeigt uns an Tanyas Familie, welche Auswirkungen die Kulturrevolution auf die Bevölkerung hatte, wie allgegenwärtig die Bespitzelung durch die Partei ist und welche verheerende Folgen es haben kann, wenn man gegen Bestimmungen verstößt. Denn die Kontrolle der Partei reicht bis ins Tanyas Privatleben. Es könnte sie am Ende ihren Studienplatz kosten, wenn sie von Norman schwanger würde. In einer klaren, direkten aber nicht weniger eindrücklichen Sprache zeichnet die Autorin eine ängstliche, unsicher junge Frau, die manchmal selbst nicht weiß, woher sie die Kraft hat, um ihre Liebe zu kämpfen. Politik interessiert sie nicht, doch die Geschehnisse öffnen ihr die Augen, denn ihre Familie ist, und war immer, von den Ereignissen direkt betroffen. Für mich fühlte sich die Geschichte von Beginn an sehr authentisch an. Kein Wunder, verarbeitet Lingyuang hier doch ihre eigene Geschichte, wie ich erfahren habe. Eine junge Frau, die lieben möchte, wen sie will, die sich kaum vorstellen kann, dass die Liebe zu einem Ausländer etwas Unerwünschtes in den Augen der Partei sein könnte. Hätte ich selbst im Ansatz nicht ähnliches in der damaligen DDR erlebt, wäre es wohl kaum begreiflich, wie weit sich ein Machtapparat in ein privates Leben einmischen kann. Aber Frau zu sein in China bedeutet noch so viel mehr, all das hat mir die Autorin sehr nahegebracht und mir einen intimen Blick auf die Kultur eines Landes geboten, das ich nur aus den Nachrichten kenne. Das war für mich die Stärke des Romans. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, manches war zu schnell aberzählt. Ich mochte Tanyas Entwicklung, nachdem sie in Deutschland kurz nach der Wende vorn vorne starten musste. Denn hier warten ganz neue Probleme auf sie. Allerdings hätte ich mir mehr Einblicke in Normans Verhalten und seine Gründe gewünscht. In allem war es eine außergewöhnliche Geschichte, die mir für vieles die Augen geöffnet hat, die ich gern gelesen habe und allen empfehlen möchte, die sich für China interessieren.

Eine Emanzipationsgeschichte, die lange nachhallt

Bewertung am 24.05.2023
Bewertungsnummer: 1947723
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Ende der 80er Jahre in China ist geprägt von Reformen. Für Lu Tanya ist es die Chance, ihrem ärmlichen Leben zu entfliehen und Journalistik in Shanghai zu studieren. Dort verliebt sie sich in den deutschen Austauschstudenten Norman. Doch solche Beziehungen werden von der Partei nicht gern gesehen. Obwohl sie jederzeit denunziert werden könnte, kämpft sie um ihre Liebe. Doch die Angst ist ihr stetiger Begleiter. Im zweiten Teil folgen wir den beiden nach Berlin. Tanyas Neuanfang gestaltet sich schwierig, denn sie versteht kein Wort in dem ihr so fremden Land und hält sich mit schlechtbezahlten Jobs über Wasser. Lingyuang siedelt ihre bittersüße Liebesgeschichte in einer politisch brisanten Zeit an. In einem Land, das mir fremd ist, auf das aber 1989 die ganze Welt blickte, als auf dem Tian’anmen-Platz, dem Platz des himmlischen Friedens, die friedlichen Proteste vom Militär niedergeschlagen wurden. Die Autorin zeigt uns an Tanyas Familie, welche Auswirkungen die Kulturrevolution auf die Bevölkerung hatte, wie allgegenwärtig die Bespitzelung durch die Partei ist und welche verheerende Folgen es haben kann, wenn man gegen Bestimmungen verstößt. Denn die Kontrolle der Partei reicht bis ins Tanyas Privatleben. Es könnte sie am Ende ihren Studienplatz kosten, wenn sie von Norman schwanger würde. In einer klaren, direkten aber nicht weniger eindrücklichen Sprache zeichnet die Autorin eine ängstliche, unsicher junge Frau, die manchmal selbst nicht weiß, woher sie die Kraft hat, um ihre Liebe zu kämpfen. Politik interessiert sie nicht, doch die Geschehnisse öffnen ihr die Augen, denn ihre Familie ist, und war immer, von den Ereignissen direkt betroffen. Für mich fühlte sich die Geschichte von Beginn an sehr authentisch an. Kein Wunder, verarbeitet Lingyuang hier doch ihre eigene Geschichte, wie ich erfahren habe. Eine junge Frau, die lieben möchte, wen sie will, die sich kaum vorstellen kann, dass die Liebe zu einem Ausländer etwas Unerwünschtes in den Augen der Partei sein könnte. Hätte ich selbst im Ansatz nicht ähnliches in der damaligen DDR erlebt, wäre es wohl kaum begreiflich, wie weit sich ein Machtapparat in ein privates Leben einmischen kann. Aber Frau zu sein in China bedeutet noch so viel mehr, all das hat mir die Autorin sehr nahegebracht und mir einen intimen Blick auf die Kultur eines Landes geboten, das ich nur aus den Nachrichten kenne. Das war für mich die Stärke des Romans. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, manches war zu schnell aberzählt. Ich mochte Tanyas Entwicklung, nachdem sie in Deutschland kurz nach der Wende vorn vorne starten musste. Denn hier warten ganz neue Probleme auf sie. Allerdings hätte ich mir mehr Einblicke in Normans Verhalten und seine Gründe gewünscht. In allem war es eine außergewöhnliche Geschichte, die mir für vieles die Augen geöffnet hat, die ich gern gelesen habe und allen empfehlen möchte, die sich für China interessieren.

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Das fragile Glück der Harmonie

von Luo Lingyuan

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