Wir hätten uns alles gesagt
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Judith Hermann

1. Wir hätten uns alles gesagt

Wir hätten uns alles gesagt

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Hörbuch

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

430

Sprecher

Judith Hermann

Spieldauer

4 Stunden und 40 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

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Ja

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Verkaufsrang

430

Sprecher

Judith Hermann

Spieldauer

4 Stunden und 40 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Erscheinungsdatum

13.03.2023

Verlag

Der Hörverlag

Hörtyp

Lesung

Sprache

Deutsch

EAN

9783844548938

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Die Frankfurter Poetikvorlesungen von Judith Hermann

Hanna von Buchsichten aus Düsseldorf am 25.03.2023

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Sommersemester 2022 hat Judith Hermann die Gastprofessur für Poetik an der Goethe-Universität in Frankfurt übernommen und in diesem Rahmen an drei Abenden die sogenannten Frankfurter Poetikvorlesungen gehalten. Diese sind nun in "Wir hätten uns alles gesagt" in gedruckter Form erschienen. Zu Beginn des ersten Abschnitts schildert Hermann, wie sie zwei Jahre nach dem Ende ihrer Psychoanalyse zum ersten Mal ihren Psychoanalytiker außerhalb seiner Praxis in einem Späti in Berlin getroffen hat. Diese Begegnung lässt sie an die Entstehung der Erzählung "Träume" zurückdenken. Sie beschreibt, wie diese Erzählung durch Hinzufügen und Weglassen aus ihrer tatsächlichen Erfahrung entstanden ist. Letztendlich gebe sie ihre Erlebnisse an eine Figur "die ist, wie ich immer sein wollte, niemals war oder sein werde" (S.17). Im weiteren Verlauf erhielt ich vielfältige Einblicke in Erlebnisse und Personen, die Judith Hermanns Schreiben geprägt haben. Dabei stellt sie fest: "Ich verhöre mich selbst." (S.98) Die Schilderung ihrer Erinnerungen und die Reflektion, was sie geprägt hat, nimmt viel Raum ein. Ich erfuhr aber auch mehr über die Entstehung diverser Erzählungen, zum Beispiel auch die ihrer ersten Erzählung "Rote Korallen", welche sie mit fünfundzwanzig während eines Aufenthaltsstipendiums für Autoren im Haus von Günther Grass in Wewelsfleth schrieb. Besonders interessant fand ich ihre Überlegungen zum Thema Streichungen. Sie beschreibt, wie jede sie Erzählung von Fassung zu Fassung verändert, Dinge herausnimmt "und das, was in der letzten Fassung unwiederbringlich verloren ist, ist das, wofür ich die Geschichte geschrieben habe." (S. 127) Außerdem setzt sie sich damit auseinander, welche Erlebnisse zur Inspiration für Erzählungen geworden sind und welche nicht und was diese voneinander unterscheidet. Dabei schlussfolgert sie: "[Mir fällt] auf, dass ich hier beinahe ausschließlich über die Geschichten schreibe, die ich nicht schreiben werde oder nicht geschrieben habe, das ist der Aufgabe diametral entgegengesetzt, und es ist trotzdem, oder gerade deshalb, der Versuch einer Antwort." (S. 146) Judith Hermanns Eintauchen in ihre Erinnerungen und ihre Überlegungen zum Schreiben konnte ich mühelos folgen und die Schlussfolgerungen, die sie aus dieser Reflektion zieht, fand ich nachvollziehbar. Ich empfehle, sich vor diesem Buch mit dem Erzählton der Autorin auseinanderzusetzen und mindestens ein anderes Werk von ihr zu lesen, um besser an die Ausführungen anknüpfen zu können. Sehr gerne empfehle ich das Buch an alle weiter, die sich intensiv mit der Autorin Judith Hermann und den Hintergründen ihres Werks auseinandersetzen möchten.

Die Frankfurter Poetikvorlesungen von Judith Hermann

Hanna von Buchsichten aus Düsseldorf am 25.03.2023
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Sommersemester 2022 hat Judith Hermann die Gastprofessur für Poetik an der Goethe-Universität in Frankfurt übernommen und in diesem Rahmen an drei Abenden die sogenannten Frankfurter Poetikvorlesungen gehalten. Diese sind nun in "Wir hätten uns alles gesagt" in gedruckter Form erschienen. Zu Beginn des ersten Abschnitts schildert Hermann, wie sie zwei Jahre nach dem Ende ihrer Psychoanalyse zum ersten Mal ihren Psychoanalytiker außerhalb seiner Praxis in einem Späti in Berlin getroffen hat. Diese Begegnung lässt sie an die Entstehung der Erzählung "Träume" zurückdenken. Sie beschreibt, wie diese Erzählung durch Hinzufügen und Weglassen aus ihrer tatsächlichen Erfahrung entstanden ist. Letztendlich gebe sie ihre Erlebnisse an eine Figur "die ist, wie ich immer sein wollte, niemals war oder sein werde" (S.17). Im weiteren Verlauf erhielt ich vielfältige Einblicke in Erlebnisse und Personen, die Judith Hermanns Schreiben geprägt haben. Dabei stellt sie fest: "Ich verhöre mich selbst." (S.98) Die Schilderung ihrer Erinnerungen und die Reflektion, was sie geprägt hat, nimmt viel Raum ein. Ich erfuhr aber auch mehr über die Entstehung diverser Erzählungen, zum Beispiel auch die ihrer ersten Erzählung "Rote Korallen", welche sie mit fünfundzwanzig während eines Aufenthaltsstipendiums für Autoren im Haus von Günther Grass in Wewelsfleth schrieb. Besonders interessant fand ich ihre Überlegungen zum Thema Streichungen. Sie beschreibt, wie jede sie Erzählung von Fassung zu Fassung verändert, Dinge herausnimmt "und das, was in der letzten Fassung unwiederbringlich verloren ist, ist das, wofür ich die Geschichte geschrieben habe." (S. 127) Außerdem setzt sie sich damit auseinander, welche Erlebnisse zur Inspiration für Erzählungen geworden sind und welche nicht und was diese voneinander unterscheidet. Dabei schlussfolgert sie: "[Mir fällt] auf, dass ich hier beinahe ausschließlich über die Geschichten schreibe, die ich nicht schreiben werde oder nicht geschrieben habe, das ist der Aufgabe diametral entgegengesetzt, und es ist trotzdem, oder gerade deshalb, der Versuch einer Antwort." (S. 146) Judith Hermanns Eintauchen in ihre Erinnerungen und ihre Überlegungen zum Schreiben konnte ich mühelos folgen und die Schlussfolgerungen, die sie aus dieser Reflektion zieht, fand ich nachvollziehbar. Ich empfehle, sich vor diesem Buch mit dem Erzählton der Autorin auseinanderzusetzen und mindestens ein anderes Werk von ihr zu lesen, um besser an die Ausführungen anknüpfen zu können. Sehr gerne empfehle ich das Buch an alle weiter, die sich intensiv mit der Autorin Judith Hermann und den Hintergründen ihres Werks auseinandersetzen möchten.

Entdeckungsreiche Unbegreiflichkeit

Constanze Pachner aus Viernheim am 23.03.2023

Bewertet: eBook (ePUB)

"Eine Kindheit in unkonventionellen Verhältnissen, das geteilte Berlin, Familienbande und Wahlverwandtschaften, lange, glückliche Sommer am Meer. Judith Hermann spricht über ihr Schreiben und ihr Leben, über das, was Schreiben und Leben zusammenhält und miteinander verbindet." (Klappentext) Judith Herrman zelebriert in ihren Frankfurter Poetikvorlesungen #wirhättenunsallesgesagt beeindruckend in kafkaesker Manier Stimmungen für das Empfinden einer Nichtzugehörigkeit in familiären Situationen, die in ihren erzeugten Beklemmungen selbst die Kehle des Lesers zuschnürt. Sie erzählt von einer ergrauten Himmelsdecke, die sich unbemerkt offenkundig sturmflutartig über eine Familie spreizt - unkontrolliert jedes Licht erstickt, jedes unausgesprochene Wort, jedes Lachen, jedes freudvolle Zusammensein in ihre dunklen, mächtigen Wolken bettet. "Für das Wort Glück musste Gott um Verzeihung gebeten werden." (S.77) Mit allen Sinnen umkreist hier die Poesie das Leben und kämpft in einem klaren, prägnant realen Ton für die unbegreifliche Wirklichkeit, die sich in ihrer Ungeheuerlichkeit versteckt, im Verschweigen genüsslich rastend verborgen bleibt. Judith Hermanns Schreiben sticht stets entdeckungsreich in diese Unbegreiflichkeit, in dem sie mit vollem Bewusstsein tragende Räume umschifft, und gerade damit Leser*innen animiert, das Verborgene zwischen den Zeilen mit sich fürchtenden Blicken zu erkunden - den individuellen Mut aufzubringen, sich von der Unsicherheit des verborgenen Wortes erwärmen zu lassen. "Jede Geschichte erzählt von einem Gespenst. Am Ende ist das Zentrum der Geschichte ein schwarzes Loch, aber es ist nicht schwarz, und es ist nicht finster. Es kann im besten Falle glühen." (S.128) Vielen lieben Dank an @s.fischer für das #Rezensionsexemplar Das Foto ist in der Buchhandlung Filiale Heidelberg Hauptbahnhof @schmittundhahn entstanden.

Entdeckungsreiche Unbegreiflichkeit

Constanze Pachner aus Viernheim am 23.03.2023
Bewertet: eBook (ePUB)

"Eine Kindheit in unkonventionellen Verhältnissen, das geteilte Berlin, Familienbande und Wahlverwandtschaften, lange, glückliche Sommer am Meer. Judith Hermann spricht über ihr Schreiben und ihr Leben, über das, was Schreiben und Leben zusammenhält und miteinander verbindet." (Klappentext) Judith Herrman zelebriert in ihren Frankfurter Poetikvorlesungen #wirhättenunsallesgesagt beeindruckend in kafkaesker Manier Stimmungen für das Empfinden einer Nichtzugehörigkeit in familiären Situationen, die in ihren erzeugten Beklemmungen selbst die Kehle des Lesers zuschnürt. Sie erzählt von einer ergrauten Himmelsdecke, die sich unbemerkt offenkundig sturmflutartig über eine Familie spreizt - unkontrolliert jedes Licht erstickt, jedes unausgesprochene Wort, jedes Lachen, jedes freudvolle Zusammensein in ihre dunklen, mächtigen Wolken bettet. "Für das Wort Glück musste Gott um Verzeihung gebeten werden." (S.77) Mit allen Sinnen umkreist hier die Poesie das Leben und kämpft in einem klaren, prägnant realen Ton für die unbegreifliche Wirklichkeit, die sich in ihrer Ungeheuerlichkeit versteckt, im Verschweigen genüsslich rastend verborgen bleibt. Judith Hermanns Schreiben sticht stets entdeckungsreich in diese Unbegreiflichkeit, in dem sie mit vollem Bewusstsein tragende Räume umschifft, und gerade damit Leser*innen animiert, das Verborgene zwischen den Zeilen mit sich fürchtenden Blicken zu erkunden - den individuellen Mut aufzubringen, sich von der Unsicherheit des verborgenen Wortes erwärmen zu lassen. "Jede Geschichte erzählt von einem Gespenst. Am Ende ist das Zentrum der Geschichte ein schwarzes Loch, aber es ist nicht schwarz, und es ist nicht finster. Es kann im besten Falle glühen." (S.128) Vielen lieben Dank an @s.fischer für das #Rezensionsexemplar Das Foto ist in der Buchhandlung Filiale Heidelberg Hauptbahnhof @schmittundhahn entstanden.

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Vivien Ebner

OSIANDER Waldshut

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4/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Autobiographischer Inhalt trifft auf eine grandiose Sprache und erzeugt einen Sog, aus dem man ungern wieder entkommen möchte.
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