Vereint durch die Liebe zur NaturMünchen, 1976: Minze, Vanille und Rosenholz ... Für Eva ist die Welt voller Gerüche - und diese sind für sie die Basis aller Gefühle. Besonders Pflanzen und deren heilende Wirkung begeistern sie. Ein Pharmazie-Studium scheint genau das Richtige für Eva zu sein, und sie sich voller Neugier in das wilde, freie Schwabinger Studentenleben. Doch dann findet Eva etwas heraus, das ihre ganze Welt infrage stellt.Gut Dreisonnenquell im Voralpenland 1910: Wenn Anna Lindenblüten pflückt, die zartgrünen Blätter des Frauenmantels sammelt oder ganz einfach mit den Händen in der Erde arbeitet, fühlt sie sich frei. Als Tochter des bekannten Botanikers Christoph von Quast, möchte sie die Geschicke des Guts weiterführen und die Pflanzenzucht übernehmen. Doch als ihr Vater wieder heiratet, muss sie erfahren, dass sie in seinen Zukunftsplänen nicht auftaucht.Eine Reise durch sechs Jahrzehnte: Anna und Eva, verbunden durch ihr tiefes Verständnis zur Natur, aber getrennt durch ein schicksalhaftes Geheimnis. Der erste Band der neuen Serie von Bestseller-Autorin Stephanie Schuster ("Die Wunderfrauen")
Kundinnen und Kunden meinen
3.6/5.0
Bewertung
3/5
28.03.2023
Hörbuch-Download
Glückstöchter - Einfach leben
Ich habe von der Autorin Stephanie Schuster bereits die 4 Teile der "Wunderfrauen" gelesen und gehört und freute mich auf die neue Reihe.
Ich fand es nicht so einfach, in die Geschichte einzusteigen, die im Wechsel von Anna (1910) und Eva (1976) handelt. Das in Grün- und Gelbtönen gehaltene Titelbild und die Stimme von Sprecherin Elisabeth Günther haben mir gut gefallen, sie setzt die Dialekte, Akzente und Fremdsprachen in 13:17 Stunden passend ein.
An sich mag ich Romane, die in mehreren Zeitsträngen geschrieben sind, dieser hier ist allerdings sehr vollgepackt, fast schon überladen, als würden sich die Details überbieten. Bei Anna sind es zunächst die Liebe zu Pflanzen, dann der Zuwachs und baldiger Verlust in der Familie, sie reist ins Ausland und probiert sich nach ihrem Unfall neu aus. Viele neue Eindrücke auf kleinem Raum. Bei Eva ist es die Erkenntnis über ihre Herkunft, ihre Familie, die Gabe der "Nase", das Pharmazie-Studium, eine Studenten-WG, Präsenz auf Märkten, Demonstrationen, freie Liebe - ich finde es zu viel auf einmal. Für mich wird vieles nur angeschnitten, aber nicht weiter-/ausgeführt, hier hatte ich mehr erwartet.
Das Ende ist offen, man kann ahnen, wie die beiden Frauen in Verbindung stehen könnten.
Von mir bekommen die "Glückstöchter" 3 Sterne - "Einfach leben" klingt hier ziemlich angestrengt.
Manja Wenzel
5/5
29.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Glückstöchter
Tolle Geschichte,die sich flüssig lesen lässt.Auf jeden Fall macht das Buch Lust auf mehr.Habe mir den zweiten Teil bestellt weil ich unbedingt wissen möchte wie es weitergeht mit Anna und Eva,die beiden Hauptfiguren des Romans.Der Schreibstil von Stephanie Schuster gefällt mir ausgesprochen gut.
Bibabuch
aus Lüneburg
5/5
11.05.2023
Buch (Taschenbuch)
Mein Glücksgriff
„Glückstöchter - Einfach Leben“ - dieses Buch ist für mich ein richtiger „Glücksgriff“. Stephanie Schusters flüssige Erzählweise macht das Lesen zum Genuss. Auf zwei Zeitebenen erleben wir Eva und Anna, die beide eine besondere Gabe haben. Die Geschichte im Jahr 1976 hat mich dabei an meine eigene Jugend erinnert. Einzelne Ereignisse oder auch Redewendungen haben Erinnerungen in mir wachgerufen und ich konnte mich wunderbar in der Zeit zurückversetzen. Genauso wurde 1910, die Zeit meiner Großeltern, für mich lebendig.
Alles in allem war das Buch für mich ein großer Lesegenuss und ich fiebere schon dem zweiten Teil entgegen.
Lesefee23.05
aus Stepenitztal
5/5
05.05.2023
Buch (Taschenbuch)
Aufbruch und Veränderung „Sie…
Aufbruch und Veränderung „Sie beschloss, nach vorne zu blicken und nicht zurück. Zeit, ihre Kindheit und damit das Behütete und das Rundum-versorgt-Werden hinter sich zu lassen.“ „Glückstöchter – Einfach Leben“ ist der erste Band der neuen Buchreihe von Stephanie Schuster. Er erschien im März 2023 bei FISCHER Taschenbuch. Der Roman wird in zwei Zeitebenen erzählt. Die personale Erzählperspektive wechselt zwischen den Protagonistinnen Eva und Anna, wobei die jeweiligen Abschnitte kapitelweise durch den Namen und wunderschöne Illustrationen voneinander getrennt sind. Eva (München, 1976) hat einen außergewöhnlichen Geruchssinn und studiert Pharmazie. Schon als kleines Kind war sie begeistert von Pflanzen und deren Wirkung. Ihre Familie, gerade ihren Vater, liebt sie sehr. Mit ihm verbindet sie die Liebe zu Rätseln, die sie einander regelmäßig stellen. Diese Vater-Tochter-Verbindung gefällt mir sehr, die Beschreibung gelingt der Autorin sehr gut, ohne zu sagen „sie lieben sich sehr“ oder ähnliches. Trotz der guten Beziehung zu ihrer Familie fühlt Eva sich jedoch oft einsam und hat das Gefühl, sie wäre anders. Selbst mit ihrer Studienfreundin Jasmin fühlt sie sich nicht vollkommen wohl, denn irgendwie ist es ja doch eher eine Zweckfreundschaft. Erst als sie etwas erfährt, dass ihr ganzes Leben durcheinanderbringt und sie schließlich Maja kennenlernt, beginnt sie sich dazugehörig zu fühlen. Eva gefällt mir sehr gut. Sie ist interessiert, klug und lebensfroh. Mich hat sie überzeugt durch ihre Ideen und ihre Lebensfreude. Wenn sie etwas umsetzen will, dann macht sie sich daran und harte Arbeit hält sie nicht auf. Ihr Freundeskreis ist ebenfalls gut charakterisiert und die Interessen am umweltbewussten Leben sowie der Einsatz gegen Atomkraft spannend. Stephanie Schuster fängt hier den Zeitgeist der 70er Jahre sehr gut ein und verdeutlicht, wie wichtig es schon damals war und weiterhin ist, für unsere Erde zu kämpfen. Doch auch Anna (Voralpenland, 1910) ist eine spannende Figur. Sie lebt mit ihrem Vater auf dem gemeinsamen Hof und ist für eine Frau am Anfang des 20. Jahrhunderts eher ungewöhnlich. Sie ist kein „typisches“ Mädchen, dass mit Puppen spielt oder sich mit anderen „damenhaften“ Beschäftigungen vergnügt. Sie liebt, wie ihr Vater, die Natur und die Pflanzen und macht sich lieber die Hände schmutzig. Heiraten möchte sie eher nicht, aber das Gut ihres Vaters möchte sie definitiv irgendwann übernehmen. Eines Tages muss sie jedoch feststellen, dass die Vorstellungen ihres Vaters andere sind als ihre eigenen und sich etwas Neues überlegen… Schließlich geht sie ihren eigenen Weg, wobei ich sagen muss, dass dieser für mich ein wenig zu gradlinig und unkompliziert war. Trotzdem ist auch Annas Leben spannend und gerade das Ende des Romans macht neugierig auf die Fortsetzung. Eva gefällt mir aber in diesem Band als Figur einfach ein wenig besser, ich empfinde sie als individueller und authentischer als Anna. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig. Historische Figuren und Ereignisse werden gut in die Geschichte eingebaut, ohne zu sehr in den Fokus zu rücken. Gerade die Gräfen von Reventlow hat mir hier sehr gut gefallen. Insgesamt ist die Handlung interessant, aber eher ruhig und wenig dramatisch. Die Verbindung von Anna und Eva auch am Ende des Romans noch nicht eindeutig klar, auch wenn auch es schon einige Hinweise gibt. Das Ende lässt also einige Fragen offen und ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird. Ich habe mich mit den Glückstöchtern sehr wohl gefühlt und finde das gewählte Hauptthema, das nachhaltige und umweltbewusste Leben, klasse. Besonders gefallen haben mir auch die wunderschönen Illustrationen im Buch, die die Autorin selbst gezeichnet hat! Mein Fazit: „Glückstöchter – Einfach leben“ ist ein wunderschöner Unterhaltungsroman mit einem aktuellen Thema – dem umweltbewussten Leben. Die Figuren sind authentisch charakterisiert, der Schreibstil flüssig und die Handlung spannend. Ich habe mich beim Lesen sehr wohlgefühlt und freue mich auf die folgenden Bände der Reihe. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.
Kerstin1975
aus Crailsheim
5/5
24.04.2023
Buch (Taschenbuch)
Packende Geschichte um das Streben zweier junger Frauen nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.
Buchinhalt:
1910 träumt die Gutsherrentochter Anna davon, eines Tages das Erbe ihres Vaters, eines berühmten Botanikers, anzutreten und das Gut Dreisonnenquell zu leiten. Doch als ihr verwitweter Vater eines Tages eine unbekannte Frau als seine Zukünftige vorstellt, drohen Annas Träume von heute auf morgen zu zerbrechen. Einzig eine verlassene Alm, die ihre Familie besitzt, soll schließlich Ausgangspunkt einer neuen Freiheit werden.
München in den 1970er Jahren: das Leben der Studentin Eva gerät vollkommen aus den Fugen, als sie ein lange gehütetes Familiengeheimnis aufdeckt. Enttäuscht und verletzt stürzt sich Eva in ein Leben zwischen Kommune und Anti-Atomkraftdemo und lebt ihre neue Freiheit. Was sie nicht weiß: jenes Geheimnis verbindet Eva mit Anna....
Persönlicher Eindruck:
Im ersten Band ihrer Glückstöchter-Trilogie erzählt Autorin Schuster zwei Geschichten: die der jungen Adligen Anna, die von heute auf morgen mit scheinbar nichts dasteht und dennoch ihr neues, freies Leben beherzt in die Hand nimmt, um in München Künstlerin zu werden und die der Studentin Eva, die in München Pharmazie studiert und nach dem Auszug zuhause ein unkonventionelles, bisweilen auch ausschweifendes Leben führt. Beiden Frauen ist gemeinsam, dass ihnen die Umwelt und das Verständnis eines naturnahen Lebens alles bedeutet.
Während bei Anna noch immer alte Gedankenmuster und Lebensentwürfe mitschwingen und vieles, was uns heute normal und gar bieder erscheint, gänzlich frivol und flatterhaft anmutet, ist Evas Leben in einer Kommune mit mehreren ganz unterschiedlichen Freunden und ihrer besten Freundin geprägt vom Lebensgefühl der 68er. Eva schert sich wenig um Konventionen, lebt freie Liebe und macht was sie will. Auch Anna lebt selbstbestimmt, allerdings ist das in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg weitaus schwieriger.
Mir hat der Einstieg in die neue Reihe sehr gut gefallen. Die Geschichte (bzw. Geschichten) liest sich leicht und man möchte schon nach wenigen Seiten gar nicht mehr aufhören. Die Beschreibung der beiden Settings, der Welt, in der sich die beiden Hauptfiguren bewegen, ist authentisch und sorgt vor dem inneren Auge für reichlich Kopfkino.
Müsste ich mich entscheiden, kann ich eindeutig sagen: der Anna-Teil hat mir am besten gefallen. Das lag auch daran, dass Anna durchweg Identifikationspotential für den Leser hat, während er flatterhafte, auch ein wenig sittenlose Lebensstil von Eva das nicht vermochte – zumindest bei mir.
Der rote Faden, der sich durch das Buch zieht, ist das naturnahe Leben, das sowohl Anna als auch Eva anstreben, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven. Bei Eva kommen noch geschichtliche Dinge hinzu, wie die Demonstrationen der Atomkraftgegner der 70er Jahre oder auch der Lebensentwurf einer Kommune der freien Liebe, wie es die Kommune 1 vorgab als auch Anspielungen auf die Sponti-Bewegung.
Bei Anna sind es Namen von Künstlern wie Franz Marc und Käthe Kollwitz sowie die Anfänge der FKK- und Vegetarierbewegung, die das historisch verbürgte Element in die Geschichte bringen.
Da es sich um einen ersten Band handelt, werden natürlich viele Fragen noch nicht beantwortet und der Schluss ist relativ offen, wobei sich auch die beiden letztendlich zusammengehörenden Handlungsstränge noch nicht verbunden haben. Auf jeden Fall macht es Lust auf mehr und man mag nur schwer die Geduld bis zum Erscheinen des nächsten Bandes aufbringen.
Insgesamt ein fesselnder Einstieg in eine neue Reihe um zwei starke Frauen und ihr Bestreben nach gesellschaftlicher Unabhängigkeit von den Zwängen der jeweiligen Gesellschaft, in der sie leben. Eine absolute Leseempfehlung!
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