Produktbild: Der aufhaltsame Abstieg des öffentlich-rechtlichen Fernsehens

Der aufhaltsame Abstieg des öffentlich-rechtlichen Fernsehens Berichte von Beteiligten

Aus der Reihe edition ost
2

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.07.2023

Verlag

Das Neue Berlin

Seitenzahl

282

Maße (L/B/H)

20,5/12,6/3 cm

Gewicht

350 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-360-02808-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.07.2023

Verlag

Das Neue Berlin

Seitenzahl

282

Maße (L/B/H)

20,5/12,6/3 cm

Gewicht

350 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-360-02808-2

Herstelleradresse

Das Neue Berlin
Märkisches Ufer 28
10179 Berlin
DE

Email: kontakt@eulenspiegelverlag.de

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Tiefer Einblick in damals und heute

Manuela404 am 28.09.2023

Bewertungsnummer: 2032051

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In diesem Buch wird die Fernsehlandschaft aus einer ganz anderen Perspektive gezeigt, hinter den Kulissen. Die vier Autorinnen und Autoren argumentieren dabei anhand von konkreten Beispielen, dass sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk ändern muss. Dabei ist von Vorteil, dass sie sowohl den Westen als auch den Osten vertreten und ihre Erfahrungen während der Wende teilen. So erfährt man aus erster Hand, dass nicht alles so reibungslos und einvernehmlich vonstatten ging, wie die Medien und Geschichtsbücher es uns gerne glauben machen wollen. Ein interessantes Werk für alle, die sich näher mit Rundfunk und Fernsehen, aber auch mit der Geschichte rundum die Wende und Wiedervereinigung beschäftigen wollen. Denn: Es spannt einen Bogen zwischen der Neugestaltung ab 1989 und der aktuellen Gestaltung von heute, ohne dabei an Kritik zu sparen.

Tiefer Einblick in damals und heute

Manuela404 am 28.09.2023
Bewertungsnummer: 2032051
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In diesem Buch wird die Fernsehlandschaft aus einer ganz anderen Perspektive gezeigt, hinter den Kulissen. Die vier Autorinnen und Autoren argumentieren dabei anhand von konkreten Beispielen, dass sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk ändern muss. Dabei ist von Vorteil, dass sie sowohl den Westen als auch den Osten vertreten und ihre Erfahrungen während der Wende teilen. So erfährt man aus erster Hand, dass nicht alles so reibungslos und einvernehmlich vonstatten ging, wie die Medien und Geschichtsbücher es uns gerne glauben machen wollen. Ein interessantes Werk für alle, die sich näher mit Rundfunk und Fernsehen, aber auch mit der Geschichte rundum die Wende und Wiedervereinigung beschäftigen wollen. Denn: Es spannt einen Bogen zwischen der Neugestaltung ab 1989 und der aktuellen Gestaltung von heute, ohne dabei an Kritik zu sparen.

DER AUFHALTSAME ABSTIEG DES ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN FERNSEHENS

j.h. aus Berlin am 29.07.2023

Bewertungsnummer: 1990184

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Angesichts des schwindenden Vertrauens in die Leitmedien, speziell ins Fernsehen, gab es in letzter Zeit nicht wenige medienkritische Bücher - meist mehr oder weniger abstrakte Analysen über die Homogenität des Zeitgeistes, der gespeist ist von einer journalistischen Deutungselite, deren Vertreter gern bei der Mehrheit der Gruppe bleiben. In vorauseilender Selbstzensur befangen, zu selektiver Blindheit neigend, dafür eifrig in der Diffamierung Andersdenkender, wurde zurecht eine Selbstgleichschaltung der Leitmedien durch diese 'Qualitätsjournalisten' beklagt." (S. 7) Mit diesen eindeutigen Worten beginnt das Vorwort von Daniela Dahn (*1949), die das seit Jahren angestaute Problem journalistischer Glaubwürdigkeit treffend beschreiben. Artikel 5 des Grundgesetzes schreibt die Meinungsfreiheit ebenso fest wie die Gewährleistung der Pressefreiheit sowie Freiheit der Berichterstattung und das Nicht-Stattfinden einer Zensur. Nur wird dieses Recht leider mehr und mehr zur Farce: Abweichende Meinungen werden schnell durch Abwertung und Diffamierung unterbunden oder gleich einer Zensur unterworfen - seit spätestens Februar 2022 nun wirklich für jedermann sichtbar. Insofern stellt sich bei dem "aufhaltsamen Abstieg" die Frage, wie dieser angesichts identischer Praxis in den Print- und Onlinemedien gestoppt werden kann. Gebührendiskussionen oder Skandale um die Selbstversorgungsmentalität bis zum Exzess auslebende Intendantinnen sind sicher eine Spitze des Eisbergs - jedoch nicht der Kern des Problems. Im vorliegenden Buch kommen vier bekannte Journalisten zu Wort, die sich kritisch mit Glaubwürdigkeit und Gleichschaltung auseinandersetzen und entsprechende Vorschläge machen. Lutz Herden (*1953) beschreibt hautnah die politisch gewollte und nach Gutsherren-Art durchgezogene Abwicklung des Deutschen Fernsehfunks, bei dem in der Phase der Demokratisierung ab Ende 1989 zahlreiche neue Ideen entstanden waren, die durch die Übernahme der bürokratisierten West-Strukturen komplett zu Grabe getragen wurden. Wolfgang Herles (*1950) war Leiter des ZDF-Studios Bonn und wurde 1991 nach dezidierten eigenen Meinungsäußerungen durch direkte Intervention aus dem Kanzleramt von seinem Posten entfernt. "Wie viele Journalisten glauben wirklich all den Unsinn, den sie schreiben und senden, und tun trotzdem, was 'man' von ihnen verlangt. Bequemerweise schreiben sie voneinander ab. Der Mainstream nährt sich selbst." (S. 123) Luc Jochimsen (*1936) war angesichts der erwartbaren Folgen 1990 gegen eine übereilte Deutsche Einheit durch Anschluss - woraufhin ihr entsprechende Kommentar-Möglichkeiten entzogen wurden. Michael Schmidt (*1954) erlebte nach dem Ende des Deutschen Fernsehfunks die "Übernahme" Mecklenburg-Vorpommerns durch den NDR und entsprechende politische Ausrichtung. Auch er stellt eindringlich die Frage nach der Glaubwürdigkeit von Journalisten, bei denen Meldungen häufig eher Meinungen gleichen. "Wahrlich - eine Zeitenwende. Und die wirft Fragen auf, die im Fernsehen und anderen, den politischen Diskurs bestimmenden Medien nur unzureichend beantwortet werden. Schlimmer noch - oft werden sie gar nicht erst gestellt: Warum ist es verpönt, sich für einen schnellen Waffenstillstand einzusetzen? ..." (S. 241) Das in der edition ost im Verlag Das Neue Berlin erschienene Buch ist ein Zeitzeugnis mit unbequemen Fragestellungen, dem auch zahlreiche Leser aus dem journalistischen Bereich zu wünschen sind.

DER AUFHALTSAME ABSTIEG DES ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN FERNSEHENS

j.h. aus Berlin am 29.07.2023
Bewertungsnummer: 1990184
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Angesichts des schwindenden Vertrauens in die Leitmedien, speziell ins Fernsehen, gab es in letzter Zeit nicht wenige medienkritische Bücher - meist mehr oder weniger abstrakte Analysen über die Homogenität des Zeitgeistes, der gespeist ist von einer journalistischen Deutungselite, deren Vertreter gern bei der Mehrheit der Gruppe bleiben. In vorauseilender Selbstzensur befangen, zu selektiver Blindheit neigend, dafür eifrig in der Diffamierung Andersdenkender, wurde zurecht eine Selbstgleichschaltung der Leitmedien durch diese 'Qualitätsjournalisten' beklagt." (S. 7) Mit diesen eindeutigen Worten beginnt das Vorwort von Daniela Dahn (*1949), die das seit Jahren angestaute Problem journalistischer Glaubwürdigkeit treffend beschreiben. Artikel 5 des Grundgesetzes schreibt die Meinungsfreiheit ebenso fest wie die Gewährleistung der Pressefreiheit sowie Freiheit der Berichterstattung und das Nicht-Stattfinden einer Zensur. Nur wird dieses Recht leider mehr und mehr zur Farce: Abweichende Meinungen werden schnell durch Abwertung und Diffamierung unterbunden oder gleich einer Zensur unterworfen - seit spätestens Februar 2022 nun wirklich für jedermann sichtbar. Insofern stellt sich bei dem "aufhaltsamen Abstieg" die Frage, wie dieser angesichts identischer Praxis in den Print- und Onlinemedien gestoppt werden kann. Gebührendiskussionen oder Skandale um die Selbstversorgungsmentalität bis zum Exzess auslebende Intendantinnen sind sicher eine Spitze des Eisbergs - jedoch nicht der Kern des Problems. Im vorliegenden Buch kommen vier bekannte Journalisten zu Wort, die sich kritisch mit Glaubwürdigkeit und Gleichschaltung auseinandersetzen und entsprechende Vorschläge machen. Lutz Herden (*1953) beschreibt hautnah die politisch gewollte und nach Gutsherren-Art durchgezogene Abwicklung des Deutschen Fernsehfunks, bei dem in der Phase der Demokratisierung ab Ende 1989 zahlreiche neue Ideen entstanden waren, die durch die Übernahme der bürokratisierten West-Strukturen komplett zu Grabe getragen wurden. Wolfgang Herles (*1950) war Leiter des ZDF-Studios Bonn und wurde 1991 nach dezidierten eigenen Meinungsäußerungen durch direkte Intervention aus dem Kanzleramt von seinem Posten entfernt. "Wie viele Journalisten glauben wirklich all den Unsinn, den sie schreiben und senden, und tun trotzdem, was 'man' von ihnen verlangt. Bequemerweise schreiben sie voneinander ab. Der Mainstream nährt sich selbst." (S. 123) Luc Jochimsen (*1936) war angesichts der erwartbaren Folgen 1990 gegen eine übereilte Deutsche Einheit durch Anschluss - woraufhin ihr entsprechende Kommentar-Möglichkeiten entzogen wurden. Michael Schmidt (*1954) erlebte nach dem Ende des Deutschen Fernsehfunks die "Übernahme" Mecklenburg-Vorpommerns durch den NDR und entsprechende politische Ausrichtung. Auch er stellt eindringlich die Frage nach der Glaubwürdigkeit von Journalisten, bei denen Meldungen häufig eher Meinungen gleichen. "Wahrlich - eine Zeitenwende. Und die wirft Fragen auf, die im Fernsehen und anderen, den politischen Diskurs bestimmenden Medien nur unzureichend beantwortet werden. Schlimmer noch - oft werden sie gar nicht erst gestellt: Warum ist es verpönt, sich für einen schnellen Waffenstillstand einzusetzen? ..." (S. 241) Das in der edition ost im Verlag Das Neue Berlin erschienene Buch ist ein Zeitzeugnis mit unbequemen Fragestellungen, dem auch zahlreiche Leser aus dem journalistischen Bereich zu wünschen sind.

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Der aufhaltsame Abstieg des öffentlich-rechtlichen Fernsehens

von Lutz Herden, Michael Schmidt, Wolfgang Herles, Luc Jochimsen

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