Ein Plädoyer für die Rechte der Frau
1,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
28.08.2023
Verlag
AtheneMedia-VerlagSeitenzahl
320 (Printausgabe)
Dateigröße
461 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783869926056
Wollstonecraft sah sich veranlasst, die Rechte der Frau zu schreiben, nachdem sie 1791 den Bericht von Charles Maurice de Talleyrand-Périgord an die französische Nationalversammlung gelesen hatte, in dem es hieß, dass Frauen nur eine häusliche Erziehung erhalten sollten. Aus ihrer Reaktion auf dieses konkrete Ereignis entwickelte sie einen breit angelegten Angriff auf die Doppelmoral, indem sie die Männer anklagte, weil sie die Frauen dazu ermutigten, sich übermäßigen Gefühlen hinzugeben. Wollstonecraft beeilte sich, das Werk als unmittelbare Reaktion auf die aktuellen Ereignisse fertig zu stellen; sie beabsichtigte, einen nachdenklicheren zweiten Band zu schreiben, starb jedoch, bevor sie ihn fertig stellen konnte.
Wollstonecraft fordert zwar die Gleichheit zwischen den Geschlechtern in bestimmten Lebensbereichen, insbesondere in der Moral, aber sie sagt nicht ausdrücklich, dass Männer und Frauen gleich sind. Ihre zweideutigen Äußerungen zur Gleichheit der Geschlechter haben es schwierig gemacht, Wollstonecraft als moderne Feministin zu klassifizieren; der Begriff selbst kam erst Jahrzehnte nach ihrem Tod auf.
Obwohl gemeinhin angenommen wird, dass die Rechte der Frau schlecht aufgenommen wurden, ist dies ein modernes Missverständnis, das auf der Annahme beruht, dass Wollstonecraft zu Lebzeiten ebenso geschmäht wurde wie nach der Veröffentlichung von William Godwins Memoirs of the Author of A Vindication of the Rights of Woman (1798). Die Rechte der Frau wurde bei ihrer Erstveröffentlichung im Jahr 1792 allgemein positiv aufgenommen. Die Biografin Emily W. Sunstein bezeichnete es als "das vielleicht originellste Buch des Jahrhunderts". Wollstonecrafts Werk hatte erheblichen Einfluss auf die Verfechter der Frauenrechte im 19. Jahrhundert, insbesondere auf den Kongress von Seneca Falls im Jahr 1848, auf dem die Declaration of Sentiments (Gesinnungserklärung) entstand, die die Ziele der Suffragettenbewegung in den Vereinigten Staaten festlegte.
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