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Dich zu verlieren oder mich Die Geschichte einer afghanischen Mutter

6

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2023

Verlag

Arche Verlag

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,4/12,8/3 cm

Gewicht

346 g

Farbe

Mandarine / Schwarz

Auflage

1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Originaltitel

Dancing in the Mosque

Übersetzt von

Eva Kemper

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7160-0006-9

Beschreibung

Rezension

»Ungeschminkt und herzzerreißend: Homeira Qaderi erzählt von Liebe und Leid einer afghanischen Mutter« Christiane von Korff, Bücher Magazin ("BÜCHERmagazin")
»Erschreckend aktuell und tiefbewegend.« Hörzu ("Hörzu")
»Dich zu verlieren oder mich erzählt fesselnd und traurig zugleich. Ein herausragendes Buch über die Probleme der Frauen in Afghanistan, die zu schnell in Vergessenheit geraten.« Margarete Kreuzer, rbb Kultur - Das Magazin ("rbb")
»Bewegend erzählt Qaderi von einem Leben, das exemplarisch für Millionen afghanischer Frauen steht, und erhebt dabei ihre Stimme für alle, die das nicht können. Damit ist das Buch zugleich eine Dokumentation afghanischer Zeitgeschichte und eine Mahnung an die Welt, das Land nicht einfach seinem Schicksal zu überlassen.« Mona Grosche, Junge Welt ("junge Welt")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2023

Verlag

Arche Verlag

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,4/12,8/3 cm

Gewicht

346 g

Farbe

Mandarine / Schwarz

Auflage

1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Originaltitel

Dancing in the Mosque

Übersetzt von

Eva Kemper

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7160-0006-9

Herstelleradresse

Zeitfracht GmbH
Ferdinand-Jühlke-Str. 7
99095 Erfurt
DE

Email: kas-va@kolibri360.de

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  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    28.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Stimme erheben

    Homeira wird in Afghanistan geboren, ihre Kindheit und Jugend beschattet von Krieg und Unterdrückung. Mit Hilfe ihrer Familie wächst das Mädchen mit Büchern auf, die Liebe zur Literatur wurde ihr förmlich in die Wiege gelegt. Mit dreizehn Jahren riskiert sie ihr und das Leben ihrer Familie, als sie Kinder unterrichtet im Lesen und Schreiben, nachdem die Taliban an die Macht gekommen und Schulen für Mädchen geschlossen sind. Jahre später glaubt sie, einen Weg gefunden zu haben, als Frau in Afghanistan glücklich zu sein, als ihr Mann ihr nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes mitteilt, dass er eine Zweitfrau heiraten wird. Homeira aber will sich damit nicht abfinden, rebelliert und verliert ihren Sohn. „Dich zu verlieren war der schlimmste Schmerz, den ich je erlitten habe, und ich weiß, dass Du sehr, sehr wütend sein musst. Aber ich hatte das Gefühl, dass ich mich entscheiden musste, nicht nur für mich, sondern auch für mein Land und letzten Endes für dich. Keiner von uns beiden soll zu einem Land gehören, das Frauen so erniedrigt, wie die afghanische Gesellschaft es tut.“ (Seite 226) Dieses Buch ist kein Roman, es ist die wahre Geschichte einer afghanischen Frau und Mutter, die mich nach dem lesen erschüttert und tränenüberströmt zurücklässt. Homeira Qaderi wendet sich im Buch an ihren Sohn und damit auch an die Lesenden, sie geht zurück in eine Zeit, als sie ein Kind war und in einer gefährlichen, frauenfeindlichen Welt aufgewachsen ist. Es war eine Zeit des Krieges, der Besatzung und des Widerstands, immer gab es Mächte, die unterdrückten, befehligten und entschieden, was zu tun und was zu unterlassen ist. In der gesamten Zeit wurde das Kind, das Mädchen, die junge Frau nicht müde, alles dafür zu tun, um ihren Traum zu verwirklichen, eine Schriftstellerin zu werden. Dies tat sie gegen alle Widerstände; auch davon handelt dieses Buch. „Die Geschichte der afghanischen Frauen ist eng mit der Geschichte und Politik unseres Landes verwoben. Sie ist ein endloser Strom aus Kummer in Zeiten des Friedens und des Krieges, durchdrungen von Schmerz, der doch nie das heilende Meer erreicht.“ (Nachwort, Seite 230) Voller Ehrfurcht und Bewunderung las ich dieses Buch über Homeira Qaderis Kampf gegen die Gesellschaft, die Umstände, ihren Ehemann und letztlich den Staat, als sie vor Gericht um das Sorgerecht kämpfen muss. Das Nachwort erläutert die Umstände, die Danksagung vervollständigt das Bild und ich verneige mich tief vor so viel Stärke und Mut. Es ist richtig und wichtig, die Stimme zu erheben, wie die Autorin es mit diesem Buch tut. Eine Leseempfehlung und die volle Punktzahl sind da wohl selbstverständlich.

  • Bewertung

    aus Au

    5/5

    04.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckende Geschichte!

    Dich zu verlieren oder mich von Homeira Qaderi ist die wahre Geschichte einer afghanischen Mutter. Homeira wächst in den 80er Jahren in Kabul auf. Als die Taliban verbieten, dass Frauen und Mädchen nicht mehr allein auf die Straße dürfen und auch keine Schulen mehr besuchen, fängt Homeira mit Unterstützung ihrer Eltern an, andere Mädchen zu unterrichten. Bald kommen jedoch nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen in ihren Unterricht. Sie alle wissen, dass dies sehr gefährlich ist. Zu oft bekommen sie mit, dass Leute einfach erschossen werden. Mädchen werden von den Taliban verschleppt und man sieht sie nie wieder. Homeira hat Glück und ein junger Mann aus der Nachbarschaft möchte sie heiraten. Mit ihm zog sie zu seiner Familie in den Iran. In der Hauptstadt Teheran hat sie große Freiheiten und ihr Mann erlaubt ihr auch zu studieren. Sie genießt die Unbeschwertheit und das Stadtleben. Als sie dann jedoch einen Sohn bekommt, entschließt ihr Mann sich eine Zweitfrau zu nehmen. Homeira möchte das nicht akzeptieren und versucht ihn umzustimmen. Doch letztlich hat sie keine Wahl, entweder akzeptiert sie den Wunsch ihres Mannes oder sie verliert ihren Sohn. Die Geschichte von Homeira schildert auf brutale Weise das Leben in Afghanistan. Homeira beschreibt das Leben als Mädchen, aber auch die Angst der ganzen Familie. Ihre Eltern sind sehr belesen und das geben sie auch an ihre Kinder weiter. Mich hat die Geschichte tief beeindruckt und auch die Briefe an ihren Sohn, die jedes Kapitel abschließen. Die Schreibweise ist sehr flüssig und modern. Man versteht, warum Homeira ihre Freiheiten nicht aufgeben möchte und sich gänzlich ihrem Mann unterordnen. Dich zu verlieren oder mich, ist auf jeden Fall ein Buch, das noch lange in meinen Gedanken bleiben wird.

  • Desiree Buchwald

    aus Wanne-Eickel

    5/5

    01.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Besser ein Stein sein als eine Frau

    Homeira Qaderi schreibt von ihrer Kindheit und Jugend in Afghanistan. Wie sie erst die Besetzung der Russen überstanden hat und später die Gewaltherrschaft der Taliban, die den Frauen, die wenigen Rechte, die sie hatten, auch noch weggenommen haben. Sie wurde verheiratet, damit ein Talib sie nicht entführen konnte und sie zog mit ihrem Mann nach Teheran, wo sie so etwas wie Freiheit erfuhr. Sie studierte, schrieb und konnte endlich leben. Bis ihr Mann zurück wollte, in das Land, das er als Heimat bezeichnete, für Homeira aber nur Einschränkungen bedeutete bis dahin, dass sie eine zweite Ehefrau akzeptieren sollte. "Dich zu verlieren oder mich" ist das schmerzhafteste Buch, das ich seit langem gelesen habe, denn Homeira Qaderi hat es so erlebt. Sie hat Krieg und Belagerung erlebt, wie Schulen für Mädchen geschlossen wurden und sie das Haus nicht mehr verlassen durften, wie ihnen jede Freiheit genommen wurde, weil Männer das so beschlossen haben. Sie erlebt sexuelle Übergriffe, natürlich, den auch eine Burka schützt Frauen davor nicht. Und sie musste hinnehmen, dass ihr der Sohn genommen wurde, weil die Mutter nichts wert ist und er zu seinem Vater gehört. Diese Schilderungen sind schlimm und mein Herz hat sich oft verkrampft, nur die Briefe an ihren Sohn, die jedes Kapitel beenden und Homeiras Stärke haben mich nicht komplett verzweifeln lassen. Jedes einzelne Kapitel hat mir nochmal verdeutlich wie privilegiert wir in der westlichen Welt sind, trotz der Ungleichheit, die immer noch herrscht und es zeigt, dass das Patriarchat immer wieder Wege suchen wird, die Freiheit von Frauen einzuschränken. Wir sollten den Blick öfter in solche Regionen richten, um uns zu vergegenwärtigen, dass es natürlich auch schlimmer sein könnte, aber das es endlich Zeit für Veränderung ist und zwar global, nicht nur in unserem kleinen Kosmos. Ich bin sehr froh, dass ich dieses Buch lesen durfte, denn ich habe eine außergewöhnliche Schriftstellerin kennengelernt.

  • Lisa

    5/5

    28.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Echt, berührend, aufrüttelnd – Biografische Einblicke in das Leben von Mädchen und Frauen in Afghanistan

    Es fällt mir gar nicht so leicht etwas über „Dich zu verlieren oder mich“ von Homeira Qaderi zu schreiben, da mich das Buch wirklich tief bewegt und auch mitgenommen hat. Es ist ein sehr persönliches Werk der Autorin, da sie darin ihre eigene Lebensgeschichte erzählt und ergreifende Worte an ihren Sohn richtet. Jedes Kapitel besteht zunächst aus einem Rückblick in ihre Kindheit, Jugend oder ihr Erwachsenenleben in Afghanistan. Ihre fast schon nüchterne Erzählweise steht hier im krassen Kontrast zu den unfassbar schrecklichen Gegebenheiten. Denn das Mädchen und Frauen in der Kultur in welcher die Autorin aufgewachsen ist nichts Wert sind, wird auf jeder Seite deutlich. Im stilistischen Gegensatz dazu enden die Kapitel dann mit hochemotionalen Briefen an ihren Sohn, welcher ihr weggenommen wurde. Das besondere an diesem Werk ist finde ich, wie lebensnah und absolut glaubhaft Homeira Qaderi anhand von echten Schicksalen Zusammenhänge vermittelt. Eine einfache Lektüre ist das Buch also sicher nicht. Aber der Schreibstil und dessen Eindringlichkeit machten es mir leicht mich voll auf das Buch einzulassen. So schmerzt die Erzählung beim lesen zwar, dennoch kommt auch stellenweise so etwas wie Hoffnung auf. Auf jeden Fall ist die Autorin von frühester Kindheit an eine echte Kämpferin, was in jeder ihrer Zeilen zu spüren ist. Dieses Buch verdient es gelesen zu werden und große Verbreitung zu finden! Für ihr außergewöhnliches und so wichtiges Werk, gebühren der Autorin eigentlich mehr als 5 Sterne und natürlich eine klare Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Claußnitz

    5/5

    26.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mädchen in Afghanistan

    Das Buch erzählt über eine erschütternde Kindheit und Jugend mitten im Krieg, in einem Land, wo Mädchen und Frauen nichts Wert sind, denen alle Rechte aberkannt werden. Homeira wird ihre Kindheit genommen und doch versucht sie ab und zu einfach Kind zu sein. Auch die Verantwortung, die sie schon tragen muss, macht mich sehr betroffen. Es ist die traurige Geschichte einer afghanischen Frau und später auch Mutter, der ihr 19 Monate alter Sohn weggenommen wurde. Besonders schön finde ich die Briefe am Ende eines jeden Kapitels, die sie an ihren Sohn schreibt. Sie kämpft für ihren Sohn und auch für ihre Träume und hat nicht aufgegeben. Zum Glück, den nur durch das Schreiben des Buches können viele Menschen davon erfahren, was die Mädchen auch heute noch durchmachen müssen. Ich hoffe, das dieses berührende Frauenschicksal den afghanischen Frauen Mut zu macht, für ihre Rechte zu kämpfen.

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