Eine misshandelte Frau und ein mysteriöser Toter mitten auf St. Pauli - Schutzpolizistin Ida Rabe ermittelt in einem gefährlichen Fall
Hamburg, 1948: Die Währungsreform steht vor der Tür, Bargeld soll an die Zivilbevölkerung verteilt werden und die komplette Polizei ist in Bereitschaft versetzt worden. Doch Schutzpolizistin Ida Rabe hat einen viel brisanteren Fall auf dem Tisch: Eine misshandelte Frau, Vera, sucht ihre Hilfe. Der mutmaßliche Täter: ein Brite, der enge Kontakte zur Hamburger Polizei hat. Als wenig später der Verdächtige ermordet aufgefunden wird, womöglich mit einem hoch gefährlichen Kampfstoff vergiftet, und man Vera verhaftet, geht Ida einen riskanten Weg: Sie beginnt in den eigenen Reihen zu ermitteln.
Der zweite Fall für Ida Rabe
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Ivy S.
Book Circle Community
5/5
05.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Zweiter Fall für Ida Rabe
Mitten auf St. Pauli: Eine misshandelte Frau, ein mysteriöser Toter und Schutzpolizistin Ida Rabe mittendrin - Hamburg 1948
LEA STEIN (alias Kerstin Sgonina) - ALTE SCHULD - KRIMINALROMAN ⭐⭐⭐⭐⭐
Es ist nicht nur ein Kriminalroman, sondern ein fesselndes Zeitportrait Hamburgs im Jahr 1948. Das Buch zieht den Leser sofort in seinen Bann, nicht zuletzt dank des wunderschön gestalteten Covers mit altmodischen Farben und einer detailgetreuen Karte des Hamburger Hafens.
Stein entführt uns in die Welt von Schutzpolizistin Ida Rabe und ihrem Team, das in einer Zeit des Umbruchs und der Unsicherheit ermittelt. Die Charaktere sind vielschichtig und sympathisch, von der selbstbewussten Ida Rabe bis zur geheimnisvollen Marlise, der Königin der (Bunker)-Unterwelt.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was die Spannung erhöht und den Leser dazu bringt, mitzurätseln: Wer ist Käthe? Und was hat es mit dem mysteriösen Mann auf sich, der im Dunkeln über Geld und eine Heirat spricht?
Besonders beeindruckend ist Ida Rabes Kampf gegen das patriarchale System ihrer Zeit. Sie kämpft nicht nur gegen Verbrechen, sondern auch gegen Vorurteile und Diskriminierung.
Das Buch bietet einen faszinierenden Einblick in das Hamburg der Nachkriegszeit. Historische Details werden mit einer packenden Handlung und interessanten Charakteren verbunden, was das Buch zu einem echten Lesegenuss macht.
schmoekerstunde
5/5
29.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Hamburg 1948 in einer Zeit…
Hamburg 1948 in einer Zeit der wirtschaftlichen Herausforderungen und politischen Umbrüche. Die Atmosphäre der Nachkriegszeit wird authentisch und eindringlich dargestellt und alle Charaktere sind gut ausgearbeitet. Zusätzliche Tiefe verleiht dem Roman, dass der historische Hintergrund sehr gut recherchiert ist. Ohne die eigentliche Krimihandlung aus den Augen zu verlieren taucht der Leser in die Zeit und Probleme der Nachkriegsära ein. Ein fesselnder Krimi mit einer raffinierten Handlung und atmosphärischen Dichte, der Lust macht auf weitere Ermittlungen der Ida Rabe.
Lia48
4/5
28.06.2024
Buch (Taschenbuch)
Leichter, historischer Krimi, spielt während den Anfängen der weiblichen Polizei
INHALT:
Hamburg, 1948: Nach wie vor arbeitet Ida Rabe bei der weiblichen Polizei der Davidwache auf St. Pauli. In ihrem Arbeitsfeld sind Frauen noch immer in der Unterzahl und haben es schwer, ernst genommen zu werden. Idas heimlicher Traum, Kriminalkommissarin zu werden, ist bisher nicht realisierbar. Frauen dürfen weder Waffen mit sich führen, noch Tötungsdelikte untersuchen.
Doch als sich Vera Pape an Ida wendet, die von einem Mann misshandelt wurde, der kurze Zeit später tot aufgefunden wird, kann die Schutzpolizistin sich unmöglich nur Bagatellen, wie dem Diebstahl von Kaninchen und Hühnern, widmen! Vera Pape wird des Mordes verdächtigt. Warum schweigt sie? Ida muss etwas unternehmen!
Außerdem steht eine größere Polizei-Aktion bevor: Die neue Währung der D-Mark wird eingeführt, weshalb große Mengen Bargeld transportiert und an die Bevölkerung ausgegeben werden soll. Die Polizei wird in Alarmbereitschaft versetzt und das Interesse der zwielichtigen Unterwelt ist geweckt …
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MEINUNG:
Bei „Alte Schuld“ handelt es sich um den Folgeband von „Altes Leid.“ Es ist der zweite Fall für die Polizistin Ida Rabe, der ein Jahr später spielt.
Im Grunde genommen, kann das Buch auch ohne Vorkenntnisse aus dem vorherigen Teil gelesen werden. Trotzdem würde ich empfehlen, mit Band 1 zu starten, der für mich übrigens ein großes Highlight war.
Ich mag die Kombination aus historischem Roman und Krimi sehr gerne, vor allem im Zusammenspiel mit einer taffen, starken Protagonistin.
Als geschichtlichen Hintergrund haben wir hier die Situation, wenige Jahre nach Kriegsende. Es liegen noch immer zahlreiche Trümmer auf den Straßen, es wird viel geklaut und auf dem Schwarzen Markt verkauft und die Währungsreform steht kurz bevor.
Für mich kam erneut besonders gut zur Geltung, wie Frauen damals zum Teil behandelt wurden. Misshandlungen oder andere Vergehen an Frauen wurden von vielen männlichen Polizisten als „hysterisch“ abgetan und unter den Tisch gekehrt. Und Frauen bei der Polizei wurden oft nicht ernst genommen, ihnen wurde kaum etwas zugetraut („Ja, die weiblichen Gehirne sind eben klein“) und sie mussten sich um „Bagatellfälle“ kümmern, zu denen auch häufig die Anliegen von Frauen und Kindern zählten.
Das macht beim Lesen immer wieder wütend und man ist froh, dass sich seitdem in Deutschland vieles getan hat.
Es gibt mehrere Fälle, bei denen man anfangs noch nicht weiß, wie sie miteinander zusammenhängen.
Doch mit der Zeit setzen sich die Puzzleteile zu einem großen Gesamtbild zusammen.
Die verschiedenen Perspektiven sind gut aufeinander abgestimmt, harmonieren miteinander und sorgen für Spannung in der Geschichte.
Die Sprache ist eher einfach gestaltet, ich fühlte mich gut unterhalten.
Vom Cover her hätte ich vermutlich nicht nach der Lektüre gegriffen, es spricht mich nicht wirklich an. Da der erste Band jedoch ein Highlight war, habe ich das Buch dennoch zur Hand genommen.
Auch wenn ich eigenwillige Protagonist*innen immer wieder gerne mag, und Ida dafür bewundert habe, wie sie sich mutig den vielen männlichen Kollegen entgegenstellt, fand ich ihre Rolle zum Teil etwas unglaubwürdig. Ständig ermittelt sie heimlich auf eigene Faust, hält sich überhaupt nicht an Absprachen und macht, was sie möchte, ohne, dass es Konsequenzen gibt.
So kann man sich als Polizistin (ohne Waffen und mit geringer Ausbildung) schnell in gefährliche Situationen bringen!
Das hat mich immer wieder geärgert und ich hätte sie mehrfach gerne geschüttelt!
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FAZIT: Ein leichter Unterhaltungsroman, der mir insgesamt gut gefallen hat. Er zeigt anschaulich auf, wie schwierig es die ersten Frauen bei der Polizei hatten, ernst genommen zu werden. Und wie Anliegen von Frauen und Kindern häufig verharmlost wurden.
Die vielen Alleingänge bei der Arbeit von Polizistin Ida Rabe dagegen fand ich eher unglaubwürdig.
Von mir gibt es daher 4/5 Sterne.
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(C. N.: Missbrauch, Gewalt, Misogynie)
Bewertung
4/5
27.01.2024
Buch (Taschenbuch)
Der zweite Fall für Ida Rabe,...
Der zweite Fall für Ida Rabe, eine der ersten Polizistinnen Hamburgs. Spannender Mix aus Krimi und Zeitgeschichte.
Helgas Bücherparadies
4/5
16.01.2024
Buch (Taschenbuch)
Ida Rabe ermittelt erneut
Vera Pape fühlt sich bedroht und wendet sich an die Weibliche Polizei der Hamburger Davidwache. Keiner von Ida Rabes Kollegen nimmt sie ernst und Ida geht der Sache selbst nach. Kurz darauf wird eine Frau unter einem Schuttberg aufgefunden. Diese Frau wurde eindeutig misshandelt und auch bei Vera kommt Ida der Verdacht auf Misshandlungen. Als einer der Verdächtigen tot in Veras Hinterhof aufgefunden wird und ein Kind verschwindet, hegt Ida einen schrecklichen Verdacht.
Dies ist bereits der zweite Teil mit der Weiblichen Polizistin Ida Rabe. Idas großer Traum ist es, Kriminalkommissarin zu werden, und es scheint, dass er sich erfüllen könnte, denn sie darf an einem Lehrgang teilnehmen. Doch zuvor möchte Ida den Fall zu lösen.
Ida ist eine starke Person. Schon allein, wie sie sich bei dem Lehrgang unter lauter Männern behauptet. Auch sonst geht sie ihren Weg und setzt sich über Verbote hinweg und erreicht, was sie möchte.
Es gibt mehrere Handlungsstränge, und Käthes Rolle ging mir unter die Haut. Diesmal fand ich, dass Marlise etwas in den Hintergrund gerückt wurde.
Zur Klärung des Falles, der komplex war, trägt fast ausschließlich Ida bei, denn ohne ihre Nachforschungen wäre das kaum weiterverfolgt worden. Ich hätte mir aber mehr über das Privatleben mit Ida gewünscht, wie es mit ihr und Ares weitergeht.
Auch der Währungsreform und dem daraus folgenden Transport des Geldes hätte mehr Raum gewidmet gehört. Zwar war das spannend, jedoch zu kurz.
Fazit: Insgesamt gesehen ist im ersten Teil mehr Spannung vorhanden als hier. Dieser Teil hat mich nicht so sehr gepackt wie der erste. Hier liegt im Vordergrund die Ermittlungsarbeit. Die Nachkriegszeit war zwar etwas zu spüren, aber nicht so stark wie im ersten Teil.
Von mir gibt es 4 Sterne
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