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Gekränkte Freiheit Aspekte des libertären Autoritarismus | Der SPIEGEL-Bestseller jetzt im Taschenbuch

5

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.11.2023

Abbildungen

mit Abbildung

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

478

Maße (L/B/H)

18,9/11,6/2,9 cm

Gewicht

335 g

Farbe

Zitronengelb / Weiß

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47363-4

Beschreibung

Rezension

»Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey ist ein Neoklassiker der Sozialwissenschaften gelungen.« ("derStandard")
»Theoretisch originell und empirisch gehaltvoll ...« ("Neue Zürcher Zeitung")
» Gekränkte Freiheit bietet weit mehr als ein bloß soziologisch fundiertes Psychogramm der von links nach rechts driftenden Querdenkerin; oder des ›gefallenen Intellektuellen‹, der den Schmerz des Verlusts von Diskursprivilegien durch den Kampf gegen Gendersternchen kompensiert. ... [Amlinger und Nachtwey] arbeiten minutiös heraus, wie der allgemeine gesellschaftliche Wandel gestern noch als fortschrittlich geltende Werte in autoritärer Weise aufladen kann.« ("Der Tagesspiegel")
»Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey liefern in ihrem Buch Gekränkte Freiheit die bisher wohl gründlichste und triftigste Analyse der Querdenkerszene ab.« ("Frankfurter Rundschau")
»Erhellende Bücher wie Gekränkte Freiheit sind ein Beitrag im andauernden Gespräch einer aufgeklärten Gesellschaft mit sich selbst.« ("DER SPIEGEL")
»Stimulierend an der Gekränkten Freiheit [ist], dass sie mit der Dialektik der Aufklärung wirklich ernst machen will.« ("Republik")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.11.2023

Abbildungen

mit Abbildung

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

478

Maße (L/B/H)

18,9/11,6/2,9 cm

Gewicht

335 g

Farbe

Zitronengelb / Weiß

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47363-4

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • Bewertung

    5/5

    25.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die "normative Unordnung" endlich verstanden

    Es ist ein Fachbuch, das es in sich hat. Allein 100 Seiten Fußnoten und Literaturangaben - und eben darum ist es ein Buch, bei dem wir Leser:innen uns darauf verlassen können, dass alle Quellen und Einlassungen miteingeflossen sind, die notwendig sind, die auch nach Coronapandemie sichtbare Diskursverschiebung zu erklären. Zugegeben, auch mit meinem Politikstudium im Hinterkopf habe ich es langsam lesen müssen, um alle "Aspekte des libertären Autoritarismus " zu verstehen. Dank des Buches wollte ich es aber auch. Denn es ist kein Buch, wiewohl aus Sicht der Wissenschaft geschrieben, das kalt und nüchtern ist. Es strahlt auch eine gewisse Wärme für die Nöte der Menschen aus, die idR irgendwann seit 2015 einen Pfad verlassen haben, um sich nun an der Dialektik eines demokratischen Staates aufzureiben/abzuarbeiten oder gar abzuwenden, der Freiheit verspricht und zugleich beschränkt. Ein Buch, das mir hilft, zu verstehen und auch meiner inneren Ratlosigkeit etwas entgegensetzt, die bisweilen in Ekel oder Wut übergeht, da ich selbst den Begriff Gemeinwohl zentral für lebendige Demokratie haltend, das Treiben einfach nur egozentrisch, narzisstisch oder bösartig finde. Nachdem ich es nun 1 Mal gelesen habe, um die neue kritische Theorie - für mich ist es eine solche - zu verstehen, werde ich es nun ein zweites Mal lesen, um die zentralen Aussagen und Referenzen nachzuvollziehen. Damit ich es richtig weitergebe. Denn dieses Buch braucht Publikum. Eine leichtere Fassung für Nicht-Akademiker wäre ein ehrenwertes Unterfangen.

  • Bewertung

    5/5

    31.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Globale Bedeutung

    Das Buch zeichnet eine weltweite Bewegung nach die in Folge der Neoliberalisierung aller Gesellschaftsbereich Staaten zersetzt und die Demokratie allerorts gefährdet. Eine sehr detailierte Analyse bedeutender gesellschaftlicher Veränderungen die eine gute Grundlage für eine Argumentation gegen einen falsch verstandenen Freiheitsbegriff liefert.

  • Bewertung

    5/5

    27.10.2022

    eBook (ePUB)

    ich bin begeistert

    sich heute mit den Hauptwerken der kritischen Theorie zu beschäftigen, fällt einem nicht leicht. Ein ständiger Begleiter ist die Frage, wie das ganze aus heutiger Sicht zu bewerten ist. Immerhin sind da diese autoritären Diktatoren die sich um Entnazifizierung bemühen. Ein Deutscher Staat, der den wirtschaftlichen Totalschaden im Sinne der Gesundheit riskiert. Bei der ganzen Grübelei kann es dann auch schon mal passieren, dass "linke" und rechte gemeinsam demonstrieren. Zum Glück gibt es da ja jetzt dieses Buch. Das sorgt im kritischen Teil des Gehirnes wieder für wohltuende Klarheit, aber nicht ohne dabei auf überraschende Ergebnisse zu kommen.

  • Winnie

    1/5

    30.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Diffamierungsbuch. Das wird…

    Diffamierungsbuch. Das wird ein Klassiker: So lauten zwei Bewertungen bei Amazon (wo ich nicht bewerten darf, weil die Krake dies nur mit 50€ Umsatz erlaubt, ich sie aber seit langem boykottiere), die erste mit einem Stern, die anderen mit fünfen. In Kombination mit der Ersten könnte die Zweite sich erfüllen … Suhrkamp selbst schreibt dazu: „Der libertäre Autoritarismus, so Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, ist eine Folge der Freiheitsversprechen der Spätmoderne: Mündig soll er sein, der Einzelne, dazu noch authentisch und hochgradig eigenverantwortlich. Gleichzeitig erlebt er sich als zunehmend macht- und einflusslos gegenüber einer komplexer werdenden Welt. Das wird als Kränkung erfahren und äußert sich in Ressentiment und Demokratiefeindlichkeit. [… Die Autoren] verleihen dieser Sozialfigur Kontur. Sie erläutern die sozialen Gründe, die zu einem Wandel des autoritären Charakters führten, wie ihn noch die Kritische Theorie sich dachte. Die Spätmoderne bringt einen Protesttypus hervor, dessen Ruf nach individueller Souveränität eine Bedrohung ist für eine Gesellschaft der Freien und Gleichen: die Verleugnung einer geteilten Realität.“ Damit weisen Verlag wie Autoren zurecht auf eine Bedrohung hin, nämlich die der „Gesellschaft der Freien und Gleichen“ durch Phänomene der „Spätmoderne“ – nur stellen sie dabei Ursache und Wirkung komplett auf den Kopf! Sie machen Opfer zu Tätern und verbrämen ihr offensichtliches Mitläuftertum, also die Ursache, hinter der waghalsigen Tatsachenverdrehung, Proteste gegen die Aushöhlung und für den Erhalt der „Gesellschaft der Freien und Gleichen“, also die Wirkung, seien die Bedrohung. Es scheint, als blickten sie in einem psychotischen Spiegel auf sich selbst. Mit anderen Worten: der falsche Ansatz macht das Werk für klar denkende Menschen nicht nur wertlos, es ist ein weiterer Angriff auf sie. Eben dies könnte es auch zu einem Klassiker machen, und zwar im Schlechten, sollten sich die für die Demokratie schweren, nach meine Empfinden bedrohlichen Zeiten dereinst doch wieder zum Guten wenden …

  • Bewertung

    1/5

    23.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eher ein Buch über die Probleme Deutschlands

    Aus Schweizer Sicht sträuben sich einem die Nackenhaare bei der Lektüre dieses Buchs. Das Buch will wissenschaftlich sein, der eine Autor ist sogar Professor in Basel. Man "untersuchte" mittels 60 (!) Interviews mit "Querdenkern" (nicht wirklich definiert, geht da hauptsächlich um "Corona-Skeptiker") und "AfD Wählern" (wohlgemerkt, die Studie hat u.a. Schweizer interviewt ) das steigende Misstrauen gegenüber Staat und Institutionen. Obwohl die Autoren kaum rechte Tendenzen bei den "Querdenkern" feststellen konnten, werden sie mit AfD-Wählern in den gleichen Topf geworfen. Dieser "Topf" wird von den Autoren auch gleich selber kreiert, er wird mit "libertäre Autoritarismus" gelabelt und die Menschen entsprechend pathologisiert. Die Autoren setzen voraus, dass es ein "richtiges Denken" gibt, und wer von diesem abweicht, erhält dieses Label. Für mich zeigt dies die Probleme in Deutschland sehr deutlich auf. Für wirkliche Demokratie ist man nicht bereit, man kann und will sich mit anderen Meinungen nicht auseinandersetzen und schon gar nicht betrachtet man die historischen politischen Entwicklungen (zB. Agenda 2010) die m.E. notwendig wären um diesem Misstrauen auf den Grund zu gehen. Schuld sind die Menschen selber, die sich "undemokratisch" verhalten. Ein Widerspruch in sich. Für mich ein gutes Abbild der gegenwärtigen politischen Lage in Deutschland. Aber auch nur deshalb halbwegs interessant.

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  • Einleitung

    Freiheitskonflikte

    Libertärer Autoritarismus

    Zum Aufbau des Buches

    Aporien der Aufklärung: Kritische Theorie der Freiheit

    Kritik der Freiheit

    Freiheit in der Kritischen Theorie

    Liberalismus und Autoritarismus

    Freiheit in Abhängigkeit: Dialektik der Individualisierung

    Geburt des Individuums

    Negative Individualisierung

    Paradoxien der Emanzipation

    Verdinglichte Freiheit

    Ordnung der Unordnung: Gesellschaftlicher Wandel und regressive Modernisierung

    Die Tücken des normativen Fortschritts

    Wissenskränkungen

    Demokratie und Gegen-Demokratie

    Gegen-Epistemologie

    Paternalistische Gouvernementalität

    Soziale Kränkung: Zum sozialen Charakter aversiver Gefühle

    Konturen sozialer Kränkung

    Phänomenologie aversiver Gefühle

    Ausweitung der Kränkungszone

    Imaginäre Anwesenheit des Narzissmus

    Libertärer Autoritarismus: Eine Bewegung der verdinglichten Freiheit

    Libertär-autoritäre Charakterstruktur

    Figuren des libertären Autoritarismus

    Soziale Räume verletzter Selbstbehauptung

    Anstöße zum Driften

    Sturz der Wahrheitssuchenden: Gefallene Intellektuelle

    Bröckelnde Fundamente

    Verdrehte Freiheitskämpfe

    Exkurs: Sloterdijks Meditationen

    Intellektuelle Querfronten

    Überschießender Zweifel

    Nostalgischer Aktivismus

    Partisanen der Zeichen

    Register der Kritik

    Wiederverzauberung der Welt: Coronaproteste

    Pandemische Freiheitskonflikte und die Geburt einer Bewegung

    Die Gestalt der Querdenken-Bewegung

    Epistemischer Widerstand

    Verschwörungsspiritualität

    Libertär-autoritäre Gegengemeinschaften

    Subversion als destruktives Prinzip: Regressive Rebellen

    Engagement und Entfremdung

    Moralische Verurteilung und exkludierende Kritik

    Autoritäre Innovatoren

    Regressive Rebellen

    Schluss

    Staatskritik und die Paradoxien des Fortschritts

    Die kommenden Wahrheitskonflikte

    Soziale Freiheit und Demokratie