Rebecca Gordon steht vor dem Nichts. Als sie ihren Mann beim Fremdgehen erwischt, packt sie die Kinder und ein paar Sachen ins Auto und flüchtet zu ihren Eltern in ihre Heimatstadt, um dort in Ruhe ihre Wunden lecken zu können. Das gestaltet sich gar nicht so einfach, als sich der neue Nachbar als Überraschungsgast aus der Vergangenheit herausstellt...
Max Irving möchte sein Haus renovieren, seine Eishockeymannschaft trainieren und ab und zu mit seinen Kumpels Poker spielen und ein Bier trinken. Was er auf keinen Fall möchte, ist, an seine dämliche Teenagerschwärmerei erinnert zu werden, die zu nichts als Herzschmerz geführt hat. Bis sie plötzlich mit ihren Sprösslingen zurück zu ihren Eltern zieht, die zufälligerweise seine neuen Nachbarn sind ...
Klavierklänge, Pucks und eine zweite Chance ist ein Kleinstadtroman und der erste Teil der neuen Oaks Harbor-Reihe von Jenna Hansen.
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Gelungener Auftakt der Oaks Harbor Trilogie
Kerstin Kartenwerkstatt Kreativ- und Buchblog aus Damme am 11.04.2023
Bewertungsnummer: 1919790
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Auf den ersten Blick sagte mir das Cover nicht wirklich zu, aber ich habe dann einen zweiten Blick darauf geworfen und sah die weiße Hängeschaukel auf der Veranda und ließ das restliche Bild auf mich wirken. Im Hintergrund sind ganz viele Bäume und nur vereinzelt ein paar Häuser zu sehen. Vorne sind Blumen in rosa und lila, die ihre Blütenfarbe in die Umgebung abstrahlen. So macht das Cover auf den zweiten Blick einen guten Eindruck und ich habe mich für das Buch entschieden.
Oaks Harbor – Klavierklänge, Pucks & eine zweite Chance von Jenna Hansen ist der Auftakt einer neuen Buchreihe, die in dem fiktiven Ort Oaks Harbor irgendwo am Lake Michigan spielt. Für mich ein gelungener Start in die Kleinstadt Serie, die Lust macht auf weitere Bücher aus Oaks Harbor.
Die Liebesgeschichte startet mit einem Aufeinandertreffen von Rebecca Gordon und Max Irving. Erstere kehrt mit ihren Kindern zurück in die Heimat, um sich dort in Ruhe über die Trennung von ihrem Mann klar zu werden. Max hingegen hat der Kleinstadt kaum den Rücken gekehrt und renoviert gerade das Nachbarhaus von Rebeccas Eltern, um sich dort ein neues Heim einzurichten.
Mit dem Setting steht das Paar fest und so kann ich als Leser einfach nur den Weg bis zum Ziel in mich aufnehmen. Deshalb liebe ich Liebesromane so sehr, man weiß am Anfang wer am Ende zueinander findet und kann das hin und her auf dem Weg einfach nur genießen. Ich habe mit Rebecca mitgefühlt, während sie sich in ihrem Kinderzimmer einrichtet und ihre Wunden leckt. Sie ist neben Max die Ich- Erzählerin der Geschichte und so bekomme ich einen exklusiven Zugang zu ihrer Gefühlswelt. Spannend fand ich dabei ihre Entwicklung im Lauf der Geschichte und den Zusammenhalt sowohl mit ihren zwei Kindern, als auch ihren Eltern. Bei Max musste ich ein bisschen Schmunzeln wie er seinen Weg von der Highschool zum jetzigen Bauunternehmer mit Man Bun schildert. Wobei ich zugeben muss, dass ich Man Bun erst mal googeln musste.
Jetzt hab ich aber genug vom Inhalt erzählt. Die Geschichte lässt sich locker flockig lesen und so habe ich sie an einem einzigen Tag verschlungen. Ich habe mich mit Tee und Decke auf meinem Lesesessel eingerichtet und bin abgetaucht in die Kleinstadt Idylle. Ich konnte den Ort förmlich vor mir sehen, da die einzelnen Szenen sehr bildlich beschrieben werden. Von Anfang an habe ich mich in Oaks Harbor wohlgefühlt und hatte den Eindruck, nach und nach die wichtigsten Punkte und Personen kennenzulernen. Dabei wechselte ich in Gedanken immer wieder zwischen Stars Hollow (fiktiver Ort aus der Serie Gilmore Girls) und Oaks Harbor. Gewisse parallelen im Kleinstadtleben sind durchaus zu finden. Für mich hat dieses Setting ein gewissen Wohlfühlrahmen und so konnte ich mich voll und ganz fallen lassen und die Geschichte einfach genießen. Ich bin gespannt auf das nächste Liebespaar in Oaks Harbor, denn ich habe lauten hören, dass das zweite Buch schon in Arbeit ist.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die Lust haben auf einen Liebesroman aus der Kleinstadt, in der so schnell nichts verborgen bleibt. In der quasi die Welt noch in Ordnung ist, so wie ich meine Kindheit auf dem platten Land genießen durfte. Auch wenn ich als Teenager die Einöde auf dem Land manchmal ätzend fand, so sehe ich es jetzt mit Anfang 40 als ein Geschenk so behütet und eingebunden in die Gemeinschaft aufwachsen zu dürfen.
Wenn die Vergangenheit auf den Neustart trifft.
Meike aus Oberlungwitz am 03.04.2023
Bewertungsnummer: 1914673
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
“Klavierklänge, Pucks und eine zweite Chance” ist der erste Teil der “Oaks Harbor”-Serie von Jenna Hansen und das zweite Buch, welches ich von dieser Autorin gelesen habe.
Erneut schaffte es die Autorin mich schnell in die Geschichte zu ziehen und das so extrem, dass ich das Buch innerhalb von 24 Stunden gelesen hatte.
Gut, hier sollte ich sagen, dass das Buch auch nur 258 Seiten hat, aber in einem Alltag mit zwei Grundschulkindern ist Lesen leider auch nicht immer so einfach. Deshalb ist das für mich schon eine Meisterleistung. Grund dafür ist nicht nur die Geschichte, die mich von der ersten Seite an fesselte, sondern auch der abwechslungsreiche Schreibstil zwischen der Erzählung und dem Aktiven dabei sein.
An dieser Stelle möchte ich nur kurz erwähnen, dass ich staunte, wie sich die Autorin in diesem Bereich wirklich weiterentwickelt hat und ich dadurch noch mehr Freude am Lesen hatte, als schon bei “Immer nur du”.
Aufgrund der kurzen Kapitel flogen die Seiten nur so dahin, da ich mir oftmals dachte: “Nur noch dieses Kapitel” Aber auch der Wechsel zwischen der Erzählperspektive lockerte die Geschichte immens auf, sodass ich als Leser nicht nur Rebeccas Seite kennenlernte, sondern auch die von Max.
Besonders begeisterte mich, dass Rebecca nicht die Außenseiterin in der Schulzeit war, sondern stattdessen diejenige, die andere Mitschüler mehr oder weniger bewusst verletzt hat und nun mit ihrem damaligen Verhalten konfrontiert wurde. Gleichzeitig fand ich es toll, dass Max nicht der Schulliebling war und die Story somit nicht dem "Standard" entsprach, auch wenn es auf den ersten Blick so wirken könnte.
Diese Geschichte ist sehr realitätsnah und die Probleme, mit denen Rebecca zu kämpfen hat, sind vielen sehr bekannt. Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich Max seinen Charakter sehr mochte und es sehr beeindruckend fand, wie er für Rebecca da war, als sie durch die Hölle ging. Aber damit meine ich nicht das Erlebnis, als sie ihren Mann beim Fremdgehen erwischt hat.
Deshalb gebe ich diesem Buch liebend gerne volle 5 Sterne und freue mich schon sehr auf Band 2, das hoffentlich nicht lange auf sich warten lässt. Kurzum: Ich kann euch dieses Buch nur empfehlen, wenn ihr realitätsnahe und gefühlvolle Liebesgeschichten mögt mit wenig Drama.
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