Mit dem Satz »Ich bin Linus« beginnt im Sommer 2017 sein neues Leben. Ein Leben, das nicht mehr von Scham, sondern von Befreiung geprägt ist. Offen erzählt Linus Giese von seinem Weg als trans Mann und warum sein Leben heute nicht einfacher, aber sehr viel glücklicher ist. Er erzählt von seiner zweiten Pubertät, euphorischen Gefühlen, Selbstzweifeln, beklemmenden Arztbesuchen, bürokratischen Hürden, Freundschaft und Solidarität. Seit seinem Coming-out begegnet ihm immer wieder Hass. Doch Schweigen ist für ihn keine Option mehr.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Louis
aus Österreich
4/5
13.07.2024
Buch (Taschenbuch)
lässt einen mitleben und erleben
Das Buch gibt einem die Möglichkeit die Transition einer trans Person, die schon etwas älter ist, mitzuerleben. Von Anfang bis Ende wird einem Einblick gewährt und man hofft dass die Welt trans Personen anders behandeln würde.
Bewertung
Book Circle Community
5/5
11.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Linus' Reise zu seinem wirklichen Ich
Linus beschreibt sehr ehrlich seinen Weg zu sich selbst. Er teilt seine Meilensteine, Höhepunkte, aber auch Tiefpunkte wie Hass und Anfeindungen. Sein Lebensweg ist persönlich und doch gibt es so viele Gemeinsamkeiten mit anderen, die ähnliches erlebt haben und auch jetzt gerade erleben.
Eines finde ich grossartig an diesem Buch: Linus persönliche Geschichte macht klar, dass sich nach einer Transition nicht einfach alle Probleme aus dem alten Leben in Luft auflösen. Vielmehr kommt ein ganzes Set neuer Herausforderungen hinzu. Diese fangen bei verständnislosen Verwandten, Behörden und Arztterminen an und enden mit fremden Personen, die einem aufgrund der blossen Existenz als Trans*Person Gewalt antun wollen. Ein unschönes Thema, das leider nach wie vor Realität ist.
Dieses Buch macht Menschen Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Linus gewährt uns Einblicke in sein Leben, zeigt sich verletzlich und menschlich. Ein guter Ansatzpunkt für mehr Toleranz durch Verständnis für Trans*Person.
Buechermango
5/5
27.06.2022
Hörbuch-Download
Ein trans Mann erzählt von seinem bewegten Leben
Zum Ende es Pridemonths habe ich mich noch mal mehr mit dem Thema trans Identität beschäftigt. Dafür habe ich Ich bin Linus von Linus Giese gehört, gelesen vom Autor. Das Hörbuch hat mir wirklich gut gefallen, es ist toll gesprochen und ich durfte einiges dazu lernen.
Linus ist 31 Jahre alt, als er sich spontan bei Facebook outet. Zu der Zeit hat er noch einen anderen Namen, der nie so richtig gepasst hat und vor allem trägt er viel Leid in sich. Er betont, dass es nie zu spät ist, sich zu sich selbst zu bekennen und dass es natürlich keine Altersgrenze gibt. Ein Punkt, über den ich mir bisher wenig Gedanken gemacht habe.
Linus Giese spricht in seinem Buch von seiner eigenen Geschichte. Es geht um seine Erlebnisse und Gefühle und diese kann man natürlich nicht über jede trans Person stülpen. Das benennt er auch immer wieder klar, aber natürlich gibt es trotzdem Dinge, die ganz allgemein gut zu wissen sind.
Es gibt in diesem Buch einen großen Teil über Sprache, der mich sehr begeistert hat. Da gehts dann zum Beispiel um die Kritik an der Aussage ’Er/Sie ist als Frau/Mann geboren’, oder auch die Benutzung des Deadnames. Auch hier gibt es natürlich persönliche Vorlieben und Bedürfnisse, aber gerade im öffentlichen Diskurs würde es absolut nicht schaden, sich ein bisschen mehr mit sensibler Sprache zu beschäftigen und gewisse Formulierungen einfach zu streichen.
Auch auf das Thema Dysphorie geht er ausführlich ein und gibt interessante Denkanstöße, die auf jeden Fall dafür gesorgt haben, dass ich mich noch mehr mit dem Thema beschäftigen möchte.
Mir haben aber vor allem die persönlichen Erfahrungen von Linus einen guten Einblick gegeben. Was für einen steilen Berg trans Menschen bezwingen müssen, um ein Indikationsschreiben für die Hormontherapie zu bekommen, oder die Erfahrungen, die sie teilweise mit Ärzt*innen machen.. Ist nichts neues, aber immer wieder erschreckend und traurig.
Alltägliche Dinge wie Shopping oder Dating sind für cis Menschen schon teilweise nicht ohne, trans Menschen machen da noch mal ganz eigene Erfahrungen. Ich bin immer wieder froh, wenn Menschen diese teilen und zeigen, wie viel noch zu tun ist. Linus Giese erzählt von all diesen Dingen sehr offen und nachvollziehbar. Er klärt auf, ohne erhobenen Zeigefinger und bringt zum Nachdenken.
Das Buch bietet aber noch einen besonderen Aspekt: Linus Giese steht in der Öffentlichkeit, spricht auf Social Media offen über sein Leben und das bringt nicht immer nur gutes mit. Er erzählt in seinem Buch viel von dem Hass, der ihm entgegen schlägt. Ich war zwischendurch immer wieder fassungslos und wütend, aber leider nicht überrascht. Auch über seine eigenen Gefühle spricht er sehr klar, vielleicht habe ich das ein oder andere Tränchen verdrückt.
Ich war so froh, auch immer wieder von positiven Begegnungen zu hören. Freundschaft kann einem Menschen in schwierigen Zeiten so viel geben und die Wärme und Hilfsbereitschaft, die ihm teilweise entgegengebracht wurden, hat mich sehr gerührt. Sowas kann aber natürlich auch Druck auslösen. Die Frage, wie viel man verlangen darf und das eigene Schamgefühl, stehen Linus hier noch häufig im Weg. Das alles war so nachvollziehbar und eindrücklich geschildert und es lässt mich immer wieder betroffen zurück, sowas zu hören.
Danke für dieses eindrückliche, bewegende und informative Buch Linus Giese. Deine schonungslose Ehrlichkeit wird geschätzt und dass du dich so verletzbar machst, ist nicht umsonst. Ich bin so froh, es endlich gehört zu haben und kann euch allen Buch oder Hörbuch nur empfehlen.
Bücherwürmle
aus Lübeck
5/5
15.02.2022
Buch (Taschenbuch)
Gelungen!
Ab und zu verschlägt es mich mal zu autobiografischen Inhalten. „Ich bin Linus“ dreht sich rund ums Thema trans-Sein und beinhaltet Lebensgeschichte, Erlebnisse und Gedankengänge des Autoren.
Ich wollte mich weiterbilden (obwohl ich glaube ich eine ganz gute Basis an Wissen habe) und dieses Buch erschien mir in der Form einer Autobiografie genau richtig.
Linus Giese erzählt nicht nur von seinen Erlebnissen als trans Mann, von Reaktionen des Umfelds, neuem Alltag, Selbstfindung, Transition, Schwierigkeiten und Glücksmomenten, sondern streut auch immer wieder Gedankengänge ein, die zu einer Menge Selbstreflexion anregen.
Das hat mir besonders zugesagt, denn so gab es des Öfteren diese „Glühbirnen-Momente“, in denen ich über Altbekanntes nochmal aus ganz anderer Perspektive nachdenken oder mich mehr in andere Sichtweisen hineinversetzen konnte. Das betrifft besonders die Bereiche Geschlechterrollen, Erwartungen & Voreingenommenheit, Schubladendenken und einiges weiteres. Und obwohl ich meinem Empfinden nach kein Neuling in der Thematik bin, konnte ich sehr vieles für mich mitnehmen. Insofern: sehr gelungen, starkes Buch.
Übrigens das erste, in dem mir konsequentes Gendern in Form von neutralen Begriffen oder Genderstern begegnet ist. Erst ungewohnt, aber dann nicht mehr - geschickt gemacht und eine willkommene Neuerung, ein Schritt in die Richtung die wir brauchen, denn offensichtlich wird sich vor Gendern in Büchern derzeit aus Angst vor Kritik noch sehr gescheut.
Bewertung
5/5
15.07.2021
Buch (Taschenbuch)
Ich dachte immer: "Transidentität,Queer-Sein...
Ich dachte immer: "Transidentität,Queer-Sein et cetera, da kenne ich mich aus!"
"Ich bin Linus" hat mich da aber eines besseren belehrt und ich konnte vieles neues aus Linus' persönlichen Geschichte mitnehmen, und das auf eine ganz emotionalen, nahbaren Weise. Einfach toll!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.