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Produktbild: Paradiesische Zustände
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Henri Maximilian Jakobs

1. Paradiesische Zustände

Paradiesische Zustände

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Henri Maximilian Jakobs

Spieldauer

9 Stunden und 20 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

07.06.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

139

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732408023

Beschreibung

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Ja

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Gesprochen von

Henri Maximilian Jakobs

Spieldauer

9 Stunden und 20 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

07.06.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

139

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732408023

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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Eindringlicher Augenöffner

Sursulapitschi am 07.06.2023

Bewertungsnummer: 1956322

Bewertet: Hörbuch-Download

Wie fühlt man sich, wenn man im falschen Körper steckt? Johann ist als unglückliches Mädchen aufgewachsen und hat Jahre gebraucht, bis ihm klar wurde, dass er ein glücklicher Junge sein könnte und seine Transition in Angriff nahm. Das erzählt er uns hier sehr offen, voller Schmerz, voller Wut und Traurigkeit, voller schnoddriger Poesie und mit triefendem Sarkasmus. „Wir sitzen auf eine Wiese, Luise und ich. Es ist heiß, mir sticht trockenes Gras in den Hintern. Das Sitzen auf Wiesen wird generell überschätzt, finde ich. Irgendwas zwickt immer. Vielleicht ist das Sitzen auf einer Wiese eine sehr gute Metapher für das Leben. Es sieht aus der Ferne hübsch aus aber bei genauerer Betrachtung und längerem Verweilen fängt es an zu pieksen und zu jucken.“ Solche Passagen sind toll, höchst originell, klug und treffend. Das Buch ist ein einziges Gedicht. Allerdings wird es auf Dauer dann ein bisschen viel. „Die Luft verspricht, was der Tag nicht halten wird. Für Umtriebigkeit ist mir zu schlecht. Die Hitze stapelt sich. Über dem Meer flimmert es, unten auf der Straße werden die letzten Menschen und der Müll der vergangenen Nacht zusammengekehrt. Der Morgen knackt mit den Gelenken.“ Eigentlich kann man jeden wunderbaren Satz zitieren, notieren und einrahmen, nur zum Luftholen kommt man dabei kaum. Was Johann hier erzählt geht einem nahe, seine Verzweiflung ist in jeder Zeile spürbar. Er fühlt sich unverstanden und ausgegrenzt und das mit Recht. Dieses Buch gibt einem das Gefühl, einem Betroffenen direkt in die Seele zu blicken. Das Hörbuch liest der Autor selbst und macht das wirklich gut. Er vermittelt den Eindruck, dass Johann tatsächlich selbst erzählt und liest diese poetische Sprache in genau dem richtigen Tonfall. Es dauert 9 Stunden, 21 Minuten und ist ein eindringlicher Augenöffner.

Eindringlicher Augenöffner

Sursulapitschi am 07.06.2023
Bewertungsnummer: 1956322
Bewertet: Hörbuch-Download

Wie fühlt man sich, wenn man im falschen Körper steckt? Johann ist als unglückliches Mädchen aufgewachsen und hat Jahre gebraucht, bis ihm klar wurde, dass er ein glücklicher Junge sein könnte und seine Transition in Angriff nahm. Das erzählt er uns hier sehr offen, voller Schmerz, voller Wut und Traurigkeit, voller schnoddriger Poesie und mit triefendem Sarkasmus. „Wir sitzen auf eine Wiese, Luise und ich. Es ist heiß, mir sticht trockenes Gras in den Hintern. Das Sitzen auf Wiesen wird generell überschätzt, finde ich. Irgendwas zwickt immer. Vielleicht ist das Sitzen auf einer Wiese eine sehr gute Metapher für das Leben. Es sieht aus der Ferne hübsch aus aber bei genauerer Betrachtung und längerem Verweilen fängt es an zu pieksen und zu jucken.“ Solche Passagen sind toll, höchst originell, klug und treffend. Das Buch ist ein einziges Gedicht. Allerdings wird es auf Dauer dann ein bisschen viel. „Die Luft verspricht, was der Tag nicht halten wird. Für Umtriebigkeit ist mir zu schlecht. Die Hitze stapelt sich. Über dem Meer flimmert es, unten auf der Straße werden die letzten Menschen und der Müll der vergangenen Nacht zusammengekehrt. Der Morgen knackt mit den Gelenken.“ Eigentlich kann man jeden wunderbaren Satz zitieren, notieren und einrahmen, nur zum Luftholen kommt man dabei kaum. Was Johann hier erzählt geht einem nahe, seine Verzweiflung ist in jeder Zeile spürbar. Er fühlt sich unverstanden und ausgegrenzt und das mit Recht. Dieses Buch gibt einem das Gefühl, einem Betroffenen direkt in die Seele zu blicken. Das Hörbuch liest der Autor selbst und macht das wirklich gut. Er vermittelt den Eindruck, dass Johann tatsächlich selbst erzählt und liest diese poetische Sprache in genau dem richtigen Tonfall. Es dauert 9 Stunden, 21 Minuten und ist ein eindringlicher Augenöffner.

Eindringlicher Coming-of-Age-Roman über Selbstfindung

buecherboy am 10.02.2026

Bewertungsnummer: 3042334

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Paradiesische Zustände von Henri Maximilian Jakobs ist ein eindringlicher Coming-of-Age-Roman über Selbstfindung, Identität und den langen, oft schmerzhaften Weg zu sich selbst. Im Zentrum steht Johann, der seine Geschichte in einem Moment völliger Enthemmung erzählt und dabei sechs Jahre, acht Monate und 21 Tage seines Lebens durchmisst: eine Zeit, in der sich die existenziellen Fragen des Erwachsenwerdens – Wer bin ich? Was will ich werden? Wo ist mein Platz in dieser Welt? – untrennbar mit der Auseinandersetzung um das eigene Geschlecht verbinden. Zwischen Schauspielschule in der bayerischen Provinz, prekären Jobs in Berlin, ersten Lieben und Freundschaften versucht Johann, sich selbst zu verstehen, während das Leben unaufhaltsam weiterläuft. Gerade die große Stärke des Romans liegt darin, wie alltäglich diese Suche erzählt wird. Trotz der thematischen Schwere – Depression, Selbsthass, Dysphorie, bürokratische und medizinische Hürden der Transition – wirkt die Geschichte nah, fast beiläufig, als würde man einem Leben zusehen, das sich tastend entfaltet. Jakobs zeigt dabei unterschiedliche Zugänge zum Transsein: zwischen Selbstzweifeln, humorvoller Selbstverteidigung, politischen Zuschreibungen und sehr persönlichen Bedürfnissen nach Ruhe, Anerkennung und Einfachheit. Transition erscheint hier nicht als klarer, linearer Weg, sondern als Prozess voller Unsicherheiten, Rückschritte und widersprüchlicher Gefühle. Auffällig ist, dass Johanns Familie dabei nur eine geringe Rolle spielt – ihre Perspektive bleibt weitgehend ausgespart. Gerade hier hätte man sich stellenweise eine stärkere Einbindung gewünscht, um den sozialen und emotionalen Resonanzraum der Geschichte zu erweitern. Dennoch gelingt Jakobs ein berührendes, ehrliches Debüt, das große Fragen des Lebens mit leiser Selbstverständlichkeit verhandelt und lange nachhallt.

Eindringlicher Coming-of-Age-Roman über Selbstfindung

buecherboy am 10.02.2026
Bewertungsnummer: 3042334
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Paradiesische Zustände von Henri Maximilian Jakobs ist ein eindringlicher Coming-of-Age-Roman über Selbstfindung, Identität und den langen, oft schmerzhaften Weg zu sich selbst. Im Zentrum steht Johann, der seine Geschichte in einem Moment völliger Enthemmung erzählt und dabei sechs Jahre, acht Monate und 21 Tage seines Lebens durchmisst: eine Zeit, in der sich die existenziellen Fragen des Erwachsenwerdens – Wer bin ich? Was will ich werden? Wo ist mein Platz in dieser Welt? – untrennbar mit der Auseinandersetzung um das eigene Geschlecht verbinden. Zwischen Schauspielschule in der bayerischen Provinz, prekären Jobs in Berlin, ersten Lieben und Freundschaften versucht Johann, sich selbst zu verstehen, während das Leben unaufhaltsam weiterläuft. Gerade die große Stärke des Romans liegt darin, wie alltäglich diese Suche erzählt wird. Trotz der thematischen Schwere – Depression, Selbsthass, Dysphorie, bürokratische und medizinische Hürden der Transition – wirkt die Geschichte nah, fast beiläufig, als würde man einem Leben zusehen, das sich tastend entfaltet. Jakobs zeigt dabei unterschiedliche Zugänge zum Transsein: zwischen Selbstzweifeln, humorvoller Selbstverteidigung, politischen Zuschreibungen und sehr persönlichen Bedürfnissen nach Ruhe, Anerkennung und Einfachheit. Transition erscheint hier nicht als klarer, linearer Weg, sondern als Prozess voller Unsicherheiten, Rückschritte und widersprüchlicher Gefühle. Auffällig ist, dass Johanns Familie dabei nur eine geringe Rolle spielt – ihre Perspektive bleibt weitgehend ausgespart. Gerade hier hätte man sich stellenweise eine stärkere Einbindung gewünscht, um den sozialen und emotionalen Resonanzraum der Geschichte zu erweitern. Dennoch gelingt Jakobs ein berührendes, ehrliches Debüt, das große Fragen des Lebens mit leiser Selbstverständlichkeit verhandelt und lange nachhallt.

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