Will Way ist die erste Person, die gerufen wird, wenn es in Brooklyn zu einer Schießerei kommt, in die ein Polizist verwickelt ist. Als Gewerkschaftsvertreter der Patrolmen's Benevolent Association hat er achtundvierzig Stunden Zeit, sich mit den betroffenen Polizisten zu unterhalten, bevor es irgendjemand anderes tut, seien es die Vorgesetzten der Polizisten, die Dienstaufsicht oder die Staatsanwaltschaft. Seine Aufgabe ist es, sich in erster Linie um das Wohlergehen der Polizisten zu kümmern. Als Georgina Reed einen Mann unmittelbar nach dem Überfall auf eine Bodega erschießt, denkt Way, dass dies ein einfacher Fall ist. Doch als er im Keller des Reviers sitzt und Georginas Geschichte hört, wird ihm immer mulmiger zumute, denn Georgina lügt eindeutig über das, was vor wenigen Stunden passiert ist. Sie behauptet, dass der Mann, den sie erschossen hat, eine Waffe in der Hand hatte. Andere schwören, dass er nur einen Strauß Azaleen bei sich führte. Unter der Leiche wird eine Waffe gefunden. Der Fall wird zum gefundenen Fressen für die Medien. Als Ways undurchsichtige Verbindung zu einem prominenten Richter des Obersten Gerichtshofs von Brooklyn aufgedeckt wird, wird er zur nächsten Zielscheibe für den Mob, der jemanden sucht, um ihn für die rassische Ungerechtigkeit in Amerika verantwortlich zu machen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
J. Kaiser
4/5
02.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tiefgründig und spannend
Will Way ist der erste der nach einer Schiesserei gerufen wird, wenn Polizistinnen oder Polizisten involviert sind. Er hat 48 Stunden Zeit sich mit ihnen zu besprechen. Vorher darf keine andere Person mit den Beteiligten sprechen. Georgina Reed hat nach einem Überfall einen Mann erschossen. Er glaubt an einen einfachen Fall. Als er ihr gegenüber sitzt hat er den Eindruck, dass sie lügt über das, was passiert ist. Der Fall wirbelt in den Medien gehörig Staub auf. Way deckt bei seinen Recherchen Verbindungen zu einem Richter des Obersten Gerichts auf. Man liest eine eindrückliche Geschichte, die dieser NYPD-Beamte durchläuft. Er arbeitet für die Polizeigewerkschaft. Man erkennt, dass es in der Strafjustiz um alles andere als um Gerechtigkeit geht. Doch das Recht siegt über das Böse. Dieses Buch ist kein einfaches, aber das Lesen lohnt sich sehr.
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