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Joseph Roth

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Hotel Savoy

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Org Dubonton

Spieldauer

4 Stunden und 14 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

05.03.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

23

Verlag

LILYLA Hörbuch-Editionen

Sprache

Deutsch

EAN

9783969780800

Beschreibung

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Family Sharing

Ja

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4 Stunden und 14 Minuten

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Ja

Erscheinungsdatum

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Deutsch

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9783969780800

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Ein Gesellschaftspanorama der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg

Johanna aus München am 13.06.2025

Bewertungsnummer: 2514596

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zwischendurch ein Klassiker. Ein früher Roth (1924 geschrieben und veröffentlicht), aber schon sein Lebensthema: der Untergang einer Epoche. Gabriel Dan kommt aus der russischen Kriegsgefangenschaft. Er strandet im Hotel Savoy, einer ganz eigenen Welt, einem Mikrokosmos. In den oberen Etagen wohnen die, die nichts haben. Die, die im Varieté arbeiten und ihre Koffer an den Liftboy verpfänden, wenn sie die Rechnung nicht mehr zahlen können. Die, die sich bei Gelegenheitsarbeiten ein paar Zloty verdienen und eigentlich die Revolution ausrufen wollen, Die, die auf dem Schwarzmarkt mit Valuta handeln, geträumte Glückslosnummern verkaufen und auf den Milliardär aus Amerika warten, das personifizierte Glücksversprechen. Weiter unten im Hotel gehen die Uhren in den Gängen langsamer, denn da wohnen die Reichen, die, die Zeit haben. Reichtum und Armut auf engstem Raum. Erzählt wird aus der Perspektive des jüdischen Kriegsheimkehrers Gabriel. Er ist heimatlos, will nach Westen, vielleicht zurück in die Leopoldstadt, obwohl er dort niemand mehr hat. Vorerst bleibt er aber im Hotel hängen, verliebt sich, macht kleine Geschäfte. Ein Gesellschaftspanorama der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Ganz wenig Handlung, viele farbige Charakterskizzen, viel szenisches Erzählen. Und vor allem eine so schöne Sprache. „Es ging ihnen schlecht, den Menschen. Das Schicksal bereiteten sie sich selbst und glaubten, es käme von Gott. Sie waren gefangen in Überlieferungen, ihr Herz hing an tausend Fäden, und ihre Hände spannen sich selbst die Fäden. Auf allen Wegen ihres Lebens standen die Verbotstafeln ihres Gottes, ihrer Polizei, ihrer Könige, ihres Standes. Hier durften sie nicht weitergehn und dort nicht bleiben. Und nachdem sie so ein paar Jahrzehnte gezappelt, geirrt hatten und ratlos gewesen, starben sie im Bett und hinterließen ihr Elend ihren Nachkommen.“ Nicht ganz so eindrucksvoll wie der „Radetzkymarsch“, aber allemal lesenswert.

Ein Gesellschaftspanorama der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg

Johanna aus München am 13.06.2025
Bewertungsnummer: 2514596
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zwischendurch ein Klassiker. Ein früher Roth (1924 geschrieben und veröffentlicht), aber schon sein Lebensthema: der Untergang einer Epoche. Gabriel Dan kommt aus der russischen Kriegsgefangenschaft. Er strandet im Hotel Savoy, einer ganz eigenen Welt, einem Mikrokosmos. In den oberen Etagen wohnen die, die nichts haben. Die, die im Varieté arbeiten und ihre Koffer an den Liftboy verpfänden, wenn sie die Rechnung nicht mehr zahlen können. Die, die sich bei Gelegenheitsarbeiten ein paar Zloty verdienen und eigentlich die Revolution ausrufen wollen, Die, die auf dem Schwarzmarkt mit Valuta handeln, geträumte Glückslosnummern verkaufen und auf den Milliardär aus Amerika warten, das personifizierte Glücksversprechen. Weiter unten im Hotel gehen die Uhren in den Gängen langsamer, denn da wohnen die Reichen, die, die Zeit haben. Reichtum und Armut auf engstem Raum. Erzählt wird aus der Perspektive des jüdischen Kriegsheimkehrers Gabriel. Er ist heimatlos, will nach Westen, vielleicht zurück in die Leopoldstadt, obwohl er dort niemand mehr hat. Vorerst bleibt er aber im Hotel hängen, verliebt sich, macht kleine Geschäfte. Ein Gesellschaftspanorama der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Ganz wenig Handlung, viele farbige Charakterskizzen, viel szenisches Erzählen. Und vor allem eine so schöne Sprache. „Es ging ihnen schlecht, den Menschen. Das Schicksal bereiteten sie sich selbst und glaubten, es käme von Gott. Sie waren gefangen in Überlieferungen, ihr Herz hing an tausend Fäden, und ihre Hände spannen sich selbst die Fäden. Auf allen Wegen ihres Lebens standen die Verbotstafeln ihres Gottes, ihrer Polizei, ihrer Könige, ihres Standes. Hier durften sie nicht weitergehn und dort nicht bleiben. Und nachdem sie so ein paar Jahrzehnte gezappelt, geirrt hatten und ratlos gewesen, starben sie im Bett und hinterließen ihr Elend ihren Nachkommen.“ Nicht ganz so eindrucksvoll wie der „Radetzkymarsch“, aber allemal lesenswert.

Gegensätze der Nachkriegsgesellschaft & die Suche nach Orientierung und Halt in einer ungewissen Zeit

IrinaR_2605 am 23.05.2025

Bewertungsnummer: 2497240

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Roman „Hotel Savoy“ spielt nach dem ersten Weltkrieg und erzählt die Geschichte von Gabriel Dan. Gabriel hat viele Jahre in der Gefangenschaft in Russland verbracht und kehrt in seine Heimat - Leopold Stadt - zurück. Er findet einen Unterschlupf im Hotel Savoy und bewohnt dort eines der Zimmer, das an arme Menschen vermietet werden. Hier findet er Freunde und verliebt sich sogar. Gabriel beobachtet das Leben nicht nur der Hotelgäste, sondern auch das Leben der anderen Heimkehrenden und bettelarmer Leute auf den Straßen der Stadt. Durch einen, mehr oder weniger, Zufall kommt er an einen einfach zu bewältigenden Job heran, der ihm sogar Respekt verleiht. Gabriel ist verlässlich und pflichtbewusst. Diese Eigenschaften verhelfen ihm, Geld für seine Weiterreise zu verdienen und endlich das Hotel zu verlassen. . Dieser Roman thematisiert die sozialen Gegensätze der Nachkriegsgesellschaft, den Zerfall der alten Ordnungen und der Suche nach Orientierung und Halt in einer unstabilen und ungewissen Zeit.

Gegensätze der Nachkriegsgesellschaft & die Suche nach Orientierung und Halt in einer ungewissen Zeit

IrinaR_2605 am 23.05.2025
Bewertungsnummer: 2497240
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Roman „Hotel Savoy“ spielt nach dem ersten Weltkrieg und erzählt die Geschichte von Gabriel Dan. Gabriel hat viele Jahre in der Gefangenschaft in Russland verbracht und kehrt in seine Heimat - Leopold Stadt - zurück. Er findet einen Unterschlupf im Hotel Savoy und bewohnt dort eines der Zimmer, das an arme Menschen vermietet werden. Hier findet er Freunde und verliebt sich sogar. Gabriel beobachtet das Leben nicht nur der Hotelgäste, sondern auch das Leben der anderen Heimkehrenden und bettelarmer Leute auf den Straßen der Stadt. Durch einen, mehr oder weniger, Zufall kommt er an einen einfach zu bewältigenden Job heran, der ihm sogar Respekt verleiht. Gabriel ist verlässlich und pflichtbewusst. Diese Eigenschaften verhelfen ihm, Geld für seine Weiterreise zu verdienen und endlich das Hotel zu verlassen. . Dieser Roman thematisiert die sozialen Gegensätze der Nachkriegsgesellschaft, den Zerfall der alten Ordnungen und der Suche nach Orientierung und Halt in einer unstabilen und ungewissen Zeit.

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