Produktbild: Weil ich es will

Weil ich es will Homosexualität. Wandlungen. Identität. 39 Lebensberichte

13

29,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2023

Herausgeber

Markus Hoffmann

Verlag

Fontis

Seitenzahl

424

Maße (L/B/H)

22,3/15/3,2 cm

Gewicht

679 g

Farbe

Graugrün

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03848-258-1

Beschreibung

Portrait

Markus Hoffmann ist Entwicklungspsychologe und Leiter des Instituts für dialogische und identitätsstiftende Seelsorge und Beratung - IdiSB e.V., Prior der «Bruderschaft des Weges», Begründer der entwicklungssensiblen Sexualpädagogik ESSP und der emotiv-schematheoretischen Seelsorge und Beratung ESSB. Er ist mit seiner Expertise in der DACH-Region für viele Einzelpersonen und Institutionen Berater, Supervisor und Referent in Fragen von Sexualität, geschlechtlicher Identität, Sexualpädagogik, Kindschutz und Prävention.

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2023

Herausgeber

Markus Hoffmann

Verlag

Fontis

Seitenzahl

424

Maße (L/B/H)

22,3/15/3,2 cm

Gewicht

679 g

Farbe

Graugrün

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03848-258-1

EU-Ansprechpartner

Fontis Media
Baukloh 1
58515 Lüdenscheid
DE
asaphl@asaph.net

Herstelleradresse

Fontis - Brunnen Basel
Steinentorstr. 23
4051 Basel
CH
info@fontis.ch

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  • Bewertung

    aus Lotte

    5/5

    09.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Unfassbar gut und vielschichtig

    Was für ein unfassbar gutes, tiefes und vielschichtiges Buch! Markus Hoffmann, Entwicklungspsychologe und Prior der „Bruderschaft des Weges“, hat mit „Weil ich es will“ einen wichtigen Beitrag zum Verstehen und Begleiten von (ehemals) homosexuell empfindenden Menschen veröffentlicht. Die in dem Buch enthaltenen 39 Lebensberichte sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie geschrieben haben. Manche sind anonym, manche mit realem Namen veröffentlicht. Manche erzählen von Jahren offen gelebter Homosexualität, bevor ein Hinterfragen begann, manche haben ihre homosexuellen Empfindungen nie ausgelebt. Was das Buch so kraftvoll macht: Es sind persönliche Geschichten, keine Theorie. Es geht hier um individuell gelebte Entscheidungen, nicht um starre Regeln, „Spontanheilungen“ oder ein „Schema F“. Was mich beeindruckt hat, war die Offenheit der Berichte. Viele berichteten von erlebten Traumata, von Irritationen, von tiefer Einsamkeit und Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Verbundenheit. Da es so tief ging, konnte ich meist nur ein bis zwei Berichte lesen, bevor ich das Ganze wieder sacken lassen musste. So habe ich letztlich Monate mit dem Buch verbracht, aber keine Minute davon bereut. „Weil ich es will“ ist ein feinfühlig geschriebenes, gut gegliedertes Buch, das neben selbst betroffenen Menschen auch eine wertvolle Lektüre für Seelsorger und Therapeuten ist. An vielen Zeugnissen zeigt sich ein Gewordensein, aber auch die Kraft innerer Heilungsprozesse, wenn man sich auf den Weg macht. Obwohl ich selbst nicht betroffen bin, haben mich etliche Beiträge tief berührt – Fragen der Identität beschäftigen uns Menschen einfach in jeder Lebenssituation. Am meisten beeindruckt hat mich der Bericht von „Isabell“, die als Frau geboren eine Geschlechtsumwandlung zum Mann vornehmen ließ, sich aber Jahre später doch wieder entschied, als Frau zu leben. Ich empfehle „Weil ich es will“ von Herzen, denn wie Verleger Dominik Klenk im Nachwort schreibt: „Zwischen den Zeilen der einzelnen Geschichten [entsteht] ein Raum, in dem Menschen sich verorten können: umgeben vom Wort und von der Liebe Gottes, erfüllt mit dem Zuspruch von Gefährten, die ihr Anliegen teilen und ernst nehmen.“

  • Buchpinguin

    5/5

    25.04.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein berührendes Buch, das mehr Aufmerksamkeit verdient

    In „Weil ich es will“ berichten und begründen 39 Männer und Frauen, wie und warum sie sich gegen eine homoerotischen Lebensstil entscheiden haben. Auf eine sehr interessante Art öffnen sich die Autoren und Autorinnen dem Leser und berichten aus ihrem Leben, oft schon in der Kindheit beginnend. Die Geschichten, die alle wahr sind, regen zum Nachdenken und Hinterfragen auf und lässt einen mit viel Stoff zum Weiterdenken und Diskutieren auf. Das Buch wirft wichtige Fragen auf: Können homosexuelle Identitäten sich verändern? Sollten sie? Es versucht, diese Fragen zu beantworten, indem es die Geschichten von Menschen teilt, die mit ihrer Geschlechtlichkeit und Sexualität ringen. Dieses „Sachbuch“ ist alles andere als leichte Kost, da einem die Leidensgeschichten und die inneren Kämpfe der meist noch wirklich jungen Menschen erstaunlich real dargestellt werden und dadurch sehr nahe gehen. Ich würde mir wirklich sehr wünschen, dass dieses Buch mehr Beachtung bekommt, dass es definitiv die Minderheit unter den Minderheiten zeigt und einige gesellschaftskritische Fragen aufzeigt. Es ist ein sehr wichtiges Buch zu einem sehr wichtigen Thema, welches dem allgemeinen Mainstream stark widerspricht, allerdings ohne ihn anzugreifen. Einige, die dieses Buch lesen, werden es wahrscheinlich kontrovers finden. Trotz dieser „Kontroversen“, die das Buch umgeben, bietet es aber einfach einen perfekten Einblick in die persönlichen Kämpfe und Entscheidungen von Menschen, die mit ihrer sexuellen Orientierung ringen. Es fordert die Leser heraus, über die Komplexität der menschlichen Sexualität und Identität nachzudenken. Insgesamt ist “Weil ich es will” ein herausforderndes und provokatives Buch, das eine wichtige Stimme in der laufenden Diskussion über Sexualität und Identität bietet. Es ist ein Buch, das man lesen sollte, um die Vielfalt der menschlichen Erfahrung besser zu verstehen und um die eigene Perspektive zu erweitern. Ich empfehle dieses Buch allen, die sich für die Themen Sexualität, Identität, Glaube und Selbstbestimmung interessieren. Viele Grüße

  • Bewertung

    aus Chemnitz

    5/5

    24.04.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Überfälliges Buch, das den Blick und die Debatte weitet

    Ich habe mich lange Zeit gefragt, ob es diese Menschen (noch) gibt und falls ja, warum man von ihnen nichts hört in der Öffentlichkeit. Hier ist der Beweis: es gibt sie. Und sie haben es heutzutage schwer repressionsfrei Gehör zu finden. Dieses Buch war längst überfällig, denn es ist nicht alles schwarz-weiß. Die Graubereiche dürfen sein und müssen gehört werden. Ein dickes Buch mit 39 Lebensberichten, das für mich nicht in einem Zuge und leicht zu lesen waren, weil die Erfahrungen der hier zu Wort kommenden Menschen, mir doch oft sehr nahe gingen, da leidvolle Erfahrungen in Familien und Lebensläufen aufgezeigt werden sowie die inneren Kämpfe, mit denen Menschen oft nicht sichtbar durch ihr Leben gehen. Dieses Buch will nicht dafür werben, dass Homosexualität veränderbar ist. Dieses Buch will vor allem zeigen, dass es mehr gibt als das, was im Mainstream derzeit sehr laut vernehmbar ist. Das Vorwort zu lesen ist essenziell und zeigt auf, worum es dieses Buch gibt. Ein Buch, das helfen kann, die Debatte wieder kontrovers zu führen und auch die Menschen nicht in einen „Lösungsweg“ zu drängen, die mit ihrem homosexuellen Empfinden hadern. Es kann helfen, eine Weite in dieses komplexe Thema zu kriegen, das keine Pauschalantwort verdient – denn jeder Mensch und seine Lebensgeschichte sind individuell und sollen es auch sein dürfen.

  • Bewertung

    5/5

    24.04.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Eine wichtige Ergänzung

    Wenn man sich mit dem Thema Homosexualität beschäftigt, gibt es eine ganze Bandbreite an Büchern, die das Thema aus unterschiedlichen Richtungen beleuchten. Aus christlicher Perspektive gibt es meist Bücher, die an das Thema aus biblisch-theologischer Perspektive herangehen. Einige andere beschäftigen sich aus gesellschaftspolitischer oder therapeutischer Sicht. Aber Betroffene kommen selten selbst zu Wort. Verständlich, weil es ja einen äußerst persönlichen, sensiblen und umstrittenen Lebensbereich betrifft. Markus Hoffmann traut sich eine Lücke zu schließen. Denn er lässt Menschen zu Wort kommen, die nicht gehört werden. Damit ist andererseits auch klar: die Berichte decken natürlich nicht die ganze Bandbreite aller Homosexuellen ab. Betroffene, die sich dazu entscheiden ihre Homosexualität auszuleben und eine homosexuelle Beziehung zu haben, kommen hier nicht vor. Das ist aber auch nicht das Ziel dieses Buches, weil diese Stimmen werden sowohl in der Gesellschaft als auch mittlerweile in der Kirche mehr als genug gehört. Auch diese Stimmen sind wichtig und müssen gehört werden, aber ihre Lebensberichte kann man in anderen bekannten Büchern und Internetplattformen lesen. In diesem Buch kommen 39 Menschen zu Wort, die tiefe Einblicke in ihr Leben geben, wie man sie sonst nur in der Seelsorge bekommt. Die Lebensberichte sind echt. Das macht dieses Buch auch so einzigartig. Weil es eine Gruppe aufzeigt, die sonst untergeht: eine Minderheit innerhalb der Minderheit. Auch diese gibt es, und sie will gehört werden! Sie will nicht vom mainstream bevormundet werden. Sie will sich nicht damit zufrieden geben einfach den Gefühlen nachzugeben, sondern will den Gefühlen auf den Grund gehen. Und sie wollen ihren christlichen Glauben leben und dem Wort Gottes gerecht werden. Diese 39 Berichte beleuchten die unterschiedlichsten Lebensbereiche Homosexueller: in der Kirche, Single leben, Verheiratet sein, Vaterschaft, Mannsein & Frausein, Freundschaften, Veränderung erleben, Identität, Bisexualität, und vieles mehr. Ich finde Lebensberichte eine der besten Arten um Heterosexuelle über Homosexuelle aufzuklären und auch Klischees und Vorurteile abzubauen. Man kann mitfühlen, wie schwer es Betroffene oft haben, was sie durchmachen müssen, und wie sie sowohl in der Gesellschaft als auch manchmal in der Kirche leiden. Ich selbst habe dieses Buch mittlerweile einige Male in Seminaren und Jugendabende benutzt und daraus zitiert. Auch in der Begleitung habe ich dieses Buch weiterempfohlen.

  • Bewertung

    aus Glauchau

    5/5

    03.04.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Beeindruckendes Sachbuch

    „...Es gibt nicht den einen Typus des homosexuellen Menschen. […] Glaubt man den Statistiken, so gibt es viel mehr Menschen, die sich irgendwo zwischen dem homosexuellem und dem heterosexuellem Pol platzieren, als solche, die sich ausschließlich als homosexuell definieren...“ Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Im Buch sind 39 Lebensberichte gesammelt, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Sie brechen die Einordnung in Schwarz und Weiß auf und zeigen, wie differenziert die Fragen zu betrachten sind. Allen Geschichten ist gemeinsam, dass sie die Frage auch aus christlicher Sicht beantworten. Gerade der Glaube hat den Erzählenden geholfen, die eigene Entscheidung zu fällen und einen persönlichen Lebensweg zu finden. Außerdem zeigt es sich, wie schwierig es sein kann, sich gegen den Mainstream zu stellen. Wohlgemerkt, es geht weder um Umpolung noch um Ablehnung echter Gefühle. Das Buch gliedert sich in 11 Kapitel. Jedem Kapitel ist ein Vorwort vorangestellt, das wesentliche Schwerpunkte benennt. Obwohl die Herangehensweise unterschiedlich ist, werden häufig Gemeinsamkeiten und ähnliche Erfahrungen deutlich Das Buch ist keine leichte Lektüre. Die Berichte sind sehr ehrlich und deshalb tief berührend. Es geht um innere Verletzungen und Verletzlichkeit, um Unverständnis und Ablehnung. „...Auf der Suche nach Hilfe und Orientierung berichtete ich meinem Pastor von meinen homosexuellen Empfindungen. Dieser gestand sofort ein, auf diesem Gebiet nicht bewandert zu sein und mir deshalb auch keinen Rat erteilen zu können...“ Hier zeigt sich, wie unterschiedlich die Wirkung einer solchen Aussage sein kann. Der eine fühlt sich dadurch unverstanden, andere sind mit der ehrlichen Antwort zufrieden und suchen sich kompetentere Ansprechpartner. An anderer Stelle ist zu lesen: „...Jeder Mensch, der homosexuell empfindet, hat eine andere Geschichte...“ Und genau das wird in den einzelnen Berichten deutlich. Für manche ging es dabei fast bis zur Sucht. In jedem Fall berührt auch die Sexualität, ob heterosexuell, homosexuell oder bisexuell, die Psyche und die psychische Gesundheit. In den Berichten wird deutlich, dass es manchmal ein sehr langer weg sein kann, bis man zur eigenen Zufriedenheit findet. Das Buch hat mich tief bewegt.

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