Die mitreißende Saga über die Frauen von Bloomsbury.
Hogarth House bei London, 1922. Virginia und ihr Mann Leonard Woolf haben einen Verlag gegründet, mit dem sie erste Erfolge feiern, und auch mit ihrem Schreiben findet Virginia immer mehr Anerkennung. Dann lernt sie die so glamouröse wie abenteuerliche Schriftstellerin Vita Sackville-West kennen, die für ihre einzigartige Gartenkunst bekannt ist. Für Virginia ist es Liebe auf den ersten Blick, während Vita sich von Virginias kritischem Intellekt zunächst infrage gestellt fühlt. Doch Virginias Brillanz zieht sie in ihren Bann, und schon bald entfaltet sich zwischen den beiden Frauen eine zarte Liebe, bei der Virginia zum ersten Mal körperliches Begehren und sinnliche Erfüllung erlebt ...
Eine große Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, die für Literatur leben: Virginia Woolf und Vita Sackville-West.
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Virginia und die Liebe
Bewertung am 18.10.2023
Bewertungsnummer: 2046301
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Dieses Buch ist der dritte Teil der Bloomsbury-Reihe. In diesem Band geht es um die adelige Vita Sackville-West und um die Schriftstellerin Virginia Woolf. Es handelt sich um das Kennenlernen und die Beziehung der beiden Frauen.
Das Liebesleben von Vita war zu dieser damaligen Zeit absolut skandalös. Im Jahre 1922 hat Virginia Erfolge mit ihre Werken doch ihre Gesundheit ist angeschlagen und ihr Mann achtet deswegen sehr auf sie. Zu dieser Zeit hat eine andere Schriftstellerin nämlich die adelige Vita Sackville-West Erfolge in der Literatur. Beide Frauen sind zu anfangs gegenüber sehr mißtrauisch. Denn sie haben beide Vorurteile ihrer beider Werke. Doch bei einem arrangierten Kennenlernen fühlen sich beide voneinander sehr angezogen. Ab nun erfolgt reger Schriftverkehr zwischen den beiden Frauen und daraus folgt eine wirkliche Freundschaft und es folgt auch eine Liebesbeziehung zwischen den Beiden. Virginia lebt durch diese Beziehung auf und fühlt sich befreit und ihre Gesundheit verbessert sich und sie schreibt auch endlich wieder mehr. Nun fühlt sie sich als eine richtige Frau und das bemerkt auch ihr Mann, Leonard.
Vita hingegen ist geschädigt durch ihre Kindheit und ihre Mutter, immer auf der Suche nach mehr. Und deshalb hat sie auch immer viele Liebesbeziehungen . Auch wenn Virginia ihr sehr nahe steht, hat sie jedoch weitere Liebesbeziehungen zu anderen Fragen. Virginia ist eifersüchtig und so kommt es vermehrt zu Streitereien.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Die Autorin hat einen wunderschönen Schreibstil und daher lässt sich das Buch sehr gut lesen. Man merkt auch das hierzu dieser Trilogie sehr viel Recherche betrieben hat. Ich hatte die beiden vorigen Bände nicht gelesen, aber ich war trotzdem sehr schnell in der Geschichte. Von Virginia wusste ich nicht sehr viel und habe sie jetzt doch viel näher kennenlernen dürfen. Auch wenn manches Fiktion war, habe ich diese beiden Persönlichkeiten und ihr Leben besser kennengelernt. Ich werde mir aber auch die beiden vorigen Bände zulegen da mir das Buch und die Wortwahl der Autorin sehr gut gefällt. Es ist ein interessantes und wahnsinnig gut geschriebenes Buch. Daher von mir fünf Sterne und eine Leseempfehlung.
Die schönste Verbindung, die sich eine Schriftstellerin wünschen kann…
Bewertung am 09.08.2023
Bewertungsnummer: 1997472
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Die bereits bekannte Schriftstellerin Virginia Woolf wird Vita Sackville – West, ebenfalls Schriftstellerin, vorgestellt. Die schöne anmutige Virginia merkt, dass sie sich verlieben kann. Sie sucht den intensiven Kontakt zu Vita. Deren Anmut, ihre aristokratische Haltung und Schönheit haben es ihr angetan. Und vielleicht auch ein wenig der Reichtum der Sackville – West, der sich besonders in ihrem Schloss Knole manifestiert.
Und so ergreift Virginia die Initiative, um Vita näher kennenzulernen, um sich mit ihr zu befreunden. Ihr Umfeld, die ‚Bloomsberries‘ machen sich über Vita lustig.
Obwohl Virginia Woolf Intellektualität wichtig ist und sie ihre Probleme hat sich mit Vita intensiv zu unterhalten, so wie sie dies von ihrer Schwester Vanessa, ihrem Ehemann Leonhard Woolf und den anderen ‚Bloomsberries‘ gewohnt ist, etwas zieht sie zu Vita. Auch die Schreibe und Werke der Schriftstellerin Vita trifft nicht auf Virginias Geschmack. Zu oberflächlich, eher hingeschmiert, für die breiten Massen geschrieben, die dankbar Vitas Werke kaufen. Virginia, die sich unglaubliche Mühen gibt und mit körperlichem Einsatz ihre Bücher, Essays und Zeitungsartikel schreibt, spürt Eifersucht in sich. Warum leidet sie körperlich dermaßen unter ihrer Schreibe, während die andere, Vita, dieses Gazellenwesen, so gemächlich dahinplätschert in ihrem Leben. Ihr fliegt alles zu, selbst ein Literatur - Preis.
Erst nach Vitas abenteuerlichen Persienreise (zu ihrem Ehemann, der inzwischen in Persien stationiert ist) nimmt Virginia deren Schreibe ernster. Und doch rät sie immerzu ihrer Freundin, wie sich diese in ihrem Schreibstil verbessern kann. Doch Virigina erlebt mit Vita zum ersten Mal die Schönheit und Intensität einer erotischen Annäherung. Das macht sie abhängig von Vita, doch eine Abhängigkeit und Liebe, die sie akzeptieren kann. Die sie beflügelt, trotz des unsteten Wesens von Vita, trotz deren Eskapaden und dass sich die lebenslustige und dynamische weitaus jüngere Frau auch andere Liebhaberinnen sucht.
Nachdem Virigina Woolf mit viel Anstrengung das Werk ‚Die Fahrt zum Leuchturm‘ über ihre Familie fertigstellt, wirft sie sich auf ein neues Buch. Eine Blitzidee, die sie rasant umsetzt, inspiriert durch Vita und deren unsteten Leben: Orlando. Orlando ist Vita, Vita ist Orlando.
Orlando wird Virginia Woolfs bestes Buch. Und sie schafft dieses Werk auch ohne körperliche Strapazen innerhalb von kurzer Zeit fertigzustellen. Virginia Woolf, gefeierte Schriftstellerin und in den 70ern wiederentdeckte Autorin des Feminismus, unterhält bis zu ihrem selbst gewählten Tode eine enge freundschaftliche Verbindung mit Vita Sackville – West.
‚Die Liebenden von Bloomsbury – VITA und der Garten der Liebe‘, Stefanie H. Martin hat mit diesem Buch ihre Trilogie zu den ‚Die Liebenden von Bloomsbury (der ungemein kreativen Gruppierung, die im Londoner Stadtteil Bloomsbury logierte, werkelte und liebte, und sich selbst den Titel ‚Die Bloomsberries‘ gab) abgeschlossen.
Die ersten beiden Bücher tragen den Titel ‚Virginia und die neue Zeit‘ und ‚Vanessa und die Kunst des Lebens‘. Höhepunkt jedoch dieser an nicht wenigen Höhepunkten und literarischen Freuden bescherenden Trilogie ist jedoch in der Tat das dritte Buch, was sich so intensiv mit Virginia und Vita auseinandersetzt.
Es ist diese intensive Recherche zu dem Leben der ‚Bloomsberries‘ und insbesondere der Frauen in dieser Gruppierung und natürlich zu Virginia Woolf, ihrer Schwester Vanessa und der Geliebten Vita. Das Eindringen in das Leben aller Beteiligten wird durch eine akribische, von Stefanie Martin durchgeführte, Recherche und Analyse aller zur Verfügung stehenden Dokumenten unterstützt. Die Werke der Frauen, Tagebücher und Bücher und Werke des Umfelds der Bloomsberries führten zu einem Roman, (beziehungsweise drei Romanen), die uns – den Lesenden – eine Einsicht in das Leben von Virginia Woolf, Vanessa und Vita bescheren.
Dank dieser Arbeit ist es möglich eine neue Sicht auf die grandiose und einmalige Schriftstellerin Virginia Woolf zu erhalten.
Immer schon ein Virginia Woolf – Fan habe ich durch diese Trilogie so viel Neues erfahren. Es ist ein fast schon unirdischer Lesegenuss, wie ich mich langsam und genießend Wort für Wort durch das berauschende Werk von Stefanie H. Martin gelesen habe.
Danke!
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