Mozart: Requiem KV 626 (Klavierauszug) ergänzt und herausgegeben von Howard Arman
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- Deutsch ausgewählt
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inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Paperback
Erscheinungsdatum
27.10.2023
Herausgeber
Howard ArmanVerlag
Carus-VerlagSeitenzahl
96
Maße (L/B/H)
26,9/18/1,2 cm
Gewicht
254 g
Sprache
Deutsch
EAN
9790007294243
Die Ausgabe bietet zunächst eine kritische Edition der ersten beiden Sätze (Introitus und Kyrie-Fuge), von denen Mozart noch eine fertige Partitur hinterlassen hatte. Den eigentlichen Kern bildet die Vervollständigung des nur fragmentarisch überlieferten Mittelteils (Dies-irae-Sequenz und Offertorium). Armans Herangehensweise erweist sich hier als besonders fruchtbar. Er orientiert sich – stets im Bewusstsein der Grenzen des eigenen nachschöpferischen Tuns – an den typischen Merkmalen der genialen Komponierweise Mozarts: an seiner satztechnischen Perfektion, seiner Suche nach immer neuen Wegen für jede Situation bis hin zu der für Mozart so typischen äußerst knappen Behandlung des Textes bei extrem bildreicher Harmonik. Im Ergebnis führt das zu manch neuen Hör-Erlebnissen. Im Tuba mirum etwa herrscht ein warmer, geschlossener Ensembleklang, unterstützt durch die Loslösung der Fagotte vom Bassfundament. Ganz anders im Confutatis: Selbst die Bassetthörner werden hier in infernalische Tiefen hinabgezogen. Bekräftigt wird diese Wirkung, wenn die Posaunen hier nicht parallel zu den Chorstimmen, sondern selbstständig geführt werden, sodass ihr spezifischer Klang besonders zur Geltung kommen kann. Armans Lacrimosa wirkt lebendig, indem die Stimmen nicht schablonenhaft, sondern
mit einer gewissen Freiheit fortsetzt werden und dadurch an „Mozartnähe“ gewinnen. Arman beschließt den Satz mit einer Amen-Fuge. Dabei liegt sein Fokus nicht so sehr auf der Kontrapunktik selbst, als vielmehr – ganz im Sinne Mozarts – auf einer Dramaturgie, einer Entwicklung, in deren Verlauf das Thema in allen möglichen Facetten ausgeleuchtet wird. Für die vier folgenden Sätze, zu denen uns nichts mehr von Mozart vorliegt (Sanctus bis Communio), greift die Ausgabe
schließlich auf die Süßmayr-Fassung zurück. Da, wo Mozart schweigt, da lässt Arman Süßmayr den Vortritt. Süßmayr war derjenige, der Mozart am nächsten war, als diese komplette Leerstelle entstand und dessen Arbeit dementsprechend noch heute zuwürdigen ist.
Armans Fassung hat sich in der Praxis bereits bewährt. Die Uraufführung mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks wurde von Publikum und Presse begeistert aufgenommen – und gefeiert als wissenschaftlich fundierte, ganz neue Sicht auf Mozarts Meisterwerk.
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