Ihr Weg scheint vorgezeichnet, doch vier Freundinnen versuchen mit Hilfe ihrer engagierten Lehrerin ihr persönliches Glück zu finden.Im renommierten Pensionat am Holstentor lernen die Höheren Töchter Lübecks, was von ihnen erwartet wird. Doch die Jahrhundertwende bringt Veränderungen. Vor allem die temperamentvolle Grafentochter Nora begehrt auf gegen das gesellschaftliche Korsett. Zusammen mit ihren Freundinnen - Kaufmannstochter Agnes, Senatorentochter Lotte und Stipendiatin Fanny - genießt sie das unbeschwerte Pensionatsleben, bevor sich ihr Schicksal entscheidet. Eine Vertraute finden die Mädchen in der jungen Lehrerin Gesche Petersen, die sie in ihrem Wunsch nach Bildung und Selbstbestimmung bestärkt. Doch als Gesche sich in Noras Bruder Henry verliebt, stößt sie selbst an Grenzen. Eine Verbindung mit dem jungen Grafen scheint undenkbar. Auch Noras Freundschaft zu dem jungen Hafenarbeiter Karl sprengt die Konventionen ...Band 2 der Reihe erscheint im Herbst 23.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Kieselelfe23
aus Hövelhof
5/5
23.07.2023
Hörbuch-Download (MP3)
Liebe kann man keine Grenzen setzen
Agnes, Lotte und Fanny gehen in die Abschlussklasse des Pensionat Eggers, welches sich in der unmittelbaren Nähe des Holstentores in Lübeck befindet. Nach einiger Zeit stößt dann noch Nora, eine Grafentochter aus gutem Hause dazu, die zunächst gar nicht so begeistert davon ist, das Pensionat zu besuchen. Aber die 3 Mädchen machen Ihr den Einstieg sehr leicht und bald ist Sie gerne dort. Dazu trägt auch die neue Hauslehrerin Gesche bei, mit der Sie bereits vor Ihrem Einzug ins Pensionat Bekanntschaft macht.
Das Buch bzw.. Hörbuch spielt um 1899, eine Zeit in der Frauen nichts anderes zu sein haben, als Ehefrau und Mutter. Eine Zeit in der Konventionen wichtiger sind, als die Liebe. Eine wichtige Hauptrolle hat auch Nora’s Bruder, dem Grafen von Jagow. Ein Mann, der den Beschreibungen nach auch mir gefallen könnte. Es ist der Autorin sehr gut gelungen ihn und auch die anderen Charaktere zum Leben zu erwecken.
Die Geschichte ist sehr spannend erzählt. Ich wollte die ganze Zeit wissen, wie es weitergeht. Und das will ich auch jetzt noch, jedoch muss ich leider auf das Erscheinungsdatum des zweiten Teiles warten, welches am 17. Oktober 2023 sein soll.
Den ersten Teil habe ich als Hörbuch gehört. Die Erzählerin Jana Kozewa hat mir auch sehr gut gefallen. Sie hat eine angenehme Stimme.
Ich kann das Buch bzw. Hörbuch also nur wärmstens empfehlen.
Buchkathi
5/5
25.06.2023
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Eine Freundschaft wie unter Schwestern
4 Freundinnen, 1 ambitionierte, weltoffene Lehrerin, 2 unglückliche Lieben und die allgegenwärtige Suche nach dem eigenen Glück zur Zeit der Jahrhundertwende. Das klingt nach Durcheinander? Nein, das lässt auf eine wunderschöne Geschichte hoffen, in deren Mittelpunkt 2 Frauen stehen.
Eine der beiden ist die Grafentochter Nora, die von ihrem Bruder Henry auf das Pensionat am Holstentor geschickt wird, um sie auf die Gesellschaft und ein späteres Leben als Ehefrau vorzubereiten. Dort findet sie nicht nur 3 gute Freundinnen, die für sie wie Schwestern sein werden, sondern auch die junge Lehrerin Gesche Petersen. Sie ist die zweite Hauptperson in dem historischen Roman, die sich für Frauenbildung und Mitbestimmung für die Mädchen einsetzt. Gemeinsam mit den beiden Protagonistinnen erleben wir, wie die damaligen Konventionen die Möglichkeiten der Mädchen und Frauen einschränkten und wie sehr sie in ihren eigenen Träumen beschnitten werden. Denn die beiden träumen jeweils von einem Mann, der so gar nicht ihrem Stand entspricht, den sie aber über alles lieben. Während es bei Gesche der Graf Henry – Noras Bruder – ist, der für sie unerreichbar bleibt, auch wenn er ihre Gefühle erwidert, so liebt Nora ihren Kindheitsfreund Karl, der zunächst als Stallbursche und dann als Werftarbeiter seinen Lohn verdient.
Die Sprecherin des Hörbuchs, Jana Kozewa, schafft es mit ruhiger Stimme und Betonungswechseln sofort eine Verbindung zwischen Hörer und Protagonisten herzustellen. Die Mädchen eher heiter, schnell und hektisch und Gesche eher ruhig und bedacht, so kann man jederzeit erkennen, um wen es gerade geht und findet leicht Zugang zu der Geschichte. Ich mochte es besonders, dass sowohl Nora als auch Gesche versuchen, die Rechte der Frauen zu stärken und sich nicht von den Konventionen unterkriegen lassen. Und es ist eine Freude zuzuhören, auf wie unterschiedliche Weisen sie das tun, wobei mal die eine und mal die andere mit ihren Methoden erfolgreicher ist. Und das alles ist passend zu der damaligen Zeit. Denn das Buch schafft es perfekt, den Zeitgeist zur Jahrhundertwende einzufangen, in der Frauen ohne jegliche Aufklärung in die Ehe eingingen und deren Bildung als reine Zeitverschwendung angesehen wurde. Doch weil das die vier Freundinnen und ihre Lehrerin so ganz anders sehen, halten sie zusammen wie Pech und Schwefel und unterstützen sich, wo es nur geht, sodass es eine wahre Wonne ist, dieser Freundschaft zuzuhören.
Ich bin restlos begeistert von dieser Geschichte und hoffe auf weitere tolle Freundschaftsgeschichten und mehr Happy Ends für die Liebe über gesellschaftliche Schichten hinweg. Daher freue ich mich schon auf Band 2 und kann bis dahin den ersten Teil hier nur wärmstens empfehlen.
Bewertung
aus Leipzig
4/5
11.09.2023
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Pensionatsleben
Die 4 jungen Mädels Nora, Fanny, Lotte und Agnes kommen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten, doch sie werden enge Freundinnen als sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts gemeinsam das Mädchenpensionat am Holstentor in Lübeck besuchen.
Allen gemeinsam ist, dass sie sich gegen gesellschaftlichen Normen und Moral auflehnen und ihren eigenen Wunsch nach Bildung und Selbstbestimmung gehen wollen. Unterstützung erhalten alle die 4 in der jungen Lehrerin Gesche, die nur aus finanziellen Gründen die Stelle im Pensionat annimmt. Mit ihrem fortschriftlichen Denken und ihrer Meinung, dass auch Frauen ein Recht auf Bildung haben, kommt sie bei der Lehrerschaft im Pensionat nicht immer gut an.
Schließlich verliebt sie sich noch in Noras Bruder, was so gar nicht standesgemäß ist für den jungen Adeligen. Wird sie trotzdem einen Weg finden, ihr eigenes Glück und das der 4 Freundinnen zu erreichen oder müssen sie sich doch den gesellschaftlichen Regeln unterordnen?
Anna Perbandt legt mit "Frühlingstöchter - das Pensionat am Holstentor" einen gelungenen historischen Roman vor, der auf schöne Art und Weise das Internatsleben und die Freundschaft untereinander darstellt. Den Schreibstil fand ich gelungen und leicht lesbar, so dass es Spaß machte die 4 Freundinnen zu folgen. Ein wenig erinnerte mich der Roman an "Trotzkopf" und "Nesthäckchen", die ich beider früher sehr gern gelesen habe.
Fredhel
4/5
02.08.2023
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Backfische
Das Cover mit der historischen Fotografie stimmt den Leser schon auf Ort und Zeit der Handlung ein: Lübeck zur Jahrhundertwende.
Es ist eine Ära der strengen Konventionen, ganz besonders für die Frauen. Selbst in den sogenannten besseren Kreisen wurde ihnen nur ein Minimum an Bildung zuteil. In erster Linie sollten sie zu gut funktionierenden Hausfrauen und Müttern erzogen werden.
Dieses Schicksal ist auch für die vier jungen Damen im Lübecker Mädchenpensionat am Holstentor vorgesehen. Etwas Wind in die angestaubte Schulstube bringt die junge Lehrerin Gesche hinein, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihre Schülerinnen unterstützt und fördert. Zu Nora hat sie eine ganz besondere Bindung, denn Gesche liebt Noras Bruder und Nora liebt den Stallknecht. Beides Beziehungen, die für die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse undenkbar waren.
Die Autorin beschreibt sehr lebhaft, was die jungen Frauen erleben, aber auch, was sie erdulden müssen. Vieles kann man sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen, darum ist es eigentlich auch wichtig, dass einem diese strengen Zeiten noch einmal per Buch vor Augen geführt werden. Erst recht, wenn, wie in diesem Fall, die Personen so hautnah beschrieben werden und zugleich auch sehr sympathisch sind.
Natürlich liegt auf allem ein Hauch von Kitsch, aber egal, die Liebesromanzen sind einfach nett zu lesen und auch ansonsten machen 'Die Frühlingstöchter' neugierig auf eine Fortsetzung. Hoffentlich wird das nächste Hörbuch auch wieder von Jana Kozewa vorgetragen. Sie hat eine angenehme Stimme und liest sehr lebendig.
Bewertung
aus Belm
3/5
29.06.2023
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Zu liebeslastig für mich
Ich lese sehr gerne historische Romane und wollte deshalb auch unbedingt erfahren was es mit dieser Geschichte rund um das Pensionat auf sich hat! Ich war sehr auf den Inhalt gespannt aber es war nicht ganz dass, was ich mir erwartet hatte.
In der Geschichte geht es um die temperamentvolle Grafentochter Nora, die neu ins Pensionat am Holstentor kommt, an der die Höheren Töchter Lübecks, lernen dürfen. Dort trifft sie auf die Kaufmannstochter Agnes, Senatorentochter Lotte und Stipendiatin Fanny. Eine Vertraute finden die Mädchen außerdem in der jungen Lehrerin Gesche Petersen. Gesche verliebt sich nach und nach in Noras Bruder Henry und stößt selbst an Grenzen, denn eine Verbindung mit dem jungen Grafen scheint undenkbar...
In die Handlung habe ich ohne Probleme hineingefunden, denn der Schreibstil passt super zum Genre, ist schön bildlich und flüssig zu lesen. Die vier Mädchen nebst Lehrerin sind zudem interessant beschrieben, wenn auch sehr unterschiedlich vom Charakter. Besonders Nora und Fanny habe im mich schnell verbunden gefühlt und konnte mit ihnen mitfiebern! Noras Bruder Henry dagegen hat es mir immer wieder schwer gemacht ihn zu mögen. Er verlangt von seiner Schwester dass sie sich nicht mit einem Arbeiter einlässt, macht aber mit Gesche quasi dasselbe und diese Doppelmoral hat mich an ihm lange Zeit gestört.
So schön der Anfang der Geschichte auch war, wurde das Buch immer liebeslastiger und es ging immer weniger um das Pensionat und die vier jungen Mädchen, sondern die Story wurde mehr und mehr von Henry und Gesche und ihrer Liebesgeschichte überlagert. Da hatte ich einfach etwas anderes erwartet, vorallem da das Historische so leider etwas auf der Strecke blieb und nur oberflächlich war.
Fazit: Ich wurde zwar recht gut von dem Buch unterhalten, aber teilweise war ich dann doch eher enttäuscht, weil ich mit einer anderen Geschichte gerechnet habe, die weniger liebeslastig ist und mehr historisches und mehr Pensionatsleben enthält. Von mir erhält das Hörbuch deshalb 3 von 5 Sternen.
Die Sprecherin hatte eine angenehme Stimme und hat die Geschichte wirklich schön und lebendig gelesen, ich habe ihr gerne zugehört.
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