„Bärbeiß“. So steht es seit Kurzem in krakeligen Lettern am Türschild des alten Waschbärenhauses. Bis jetzt hat allerdings noch niemand den neuen Nachbarn zu Gesicht bekommen. Angeführt vom leutseligen Tingeli stattet die Dorfgemeinschaft dem Bärbeiß deshalb einen Besuch ab. Schließlich gibt es doch nichts Besseres als Freundinnen und Freunde!
Dem Bärbeiß fällt da allerdings so einiges ein: „Schlammige Regenpfützen. Feuchter Nebel. Alter Fisch. Schleimiger Husten!“ Und damit schlägt er dem Begrüßungskommitee die Tür vor den Nasen zu. Doch so schnell lässt sich das Tingeli nicht verschrecken: Mit Frohsinn und Freundlichkeit wird dem grummeligen Bärbeiß schon beizukommen sein. Dumm nur, dass der sich seine schlechte Laune von niemandem verderben lassen will!
Basierend auf den Bärbeiß-Geschichten von Annette Pehnt und Jutta Bauer schafft Josephine Mark ein Comicvergnügen voller so treffsicherem wie tiefgründigem Humor und viel Sympathie für streitlustige Außenseiter.
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Eine wunderbare Comicadaption des Klassikers aus 2013 - Freundschaft pur!
LeLiPä am 26.07.2024
Bewertungsnummer: 2253100
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Bereits im Jahr 2013 erschien Der Bärbeiss von Annette Pehnt und Jutta Bauer im Hanser Verlag.
Nun liegt das Kinderbuch im neuen Kleid, in einer Comicadaption vor. Neu interpretiert von der mehrfach prämierten Autorin und Illustratorin Josephine Mark.
In vier Kapiteln wird die Geschichte des grantigen Bärbeiss erzählt, der neuerdings inmitten einer idyllischen Berglandschaft in einem kleinen Dorf lebt. Dort könnte das Leben nicht schöner sein...
Während der Pinguin sich um eine kleine Tierkinderschar kümmert und sie liebevoll mit Eissorten wie Fisch- oder Karotteneis versorgt, erklingt ein sehr lautes Geräusch aus der Nachbarschaft. Der Bärbeiss ist in das alte Waschbärhaus eingezogen, und alle Dorfbewohner wollen ihn kennenlernen. Vorneweg das kleine Tingeli im Tütü mit gelben Haarschleifchen. Mutig klopft es an die Tür des neuen Bewohners.
„Das macht man doch so: Du gehst zu deinen Freunden und bringst gute Laune mit und sie freuen sich, wenn du kommst.“
Weit gefehlt, denn das grummelige monsterähnliche Geschöpf ist alles andere als freudig überrascht. Er findet alles grässlich, hat permanent schlechte Laune, schaut immer griesgrämig drein und will einfach nur in Ruhe gelassen werden. Da hat er die Rechnung aber ohne Tingeli gemacht. Dieser gibt partout nicht auf und sucht den Kontakt zum Bärbeiss auf unterschiedlichste Art und Weise: er backt Kuchen, kleidet sich noch hübscher, lädt ihn zum Kaffee ein, bastelt ihm einen tollen Drachen und kümmert sich um Bärbeiss` verdorrten Garten. Aber schafft es das kleine, unglaublich liebe, hilfsbereite und sympathische Tingeli wirklich die sanfte Seite des Bären herauszukehren?
Mit unterschiedlich vielen Panel pro Seite und durchgängig bunt illustriert, vermittelt das Buch eine wichtige Botschaft zum Thema Freundschaft.
Eine sehr gelungene Comicadaption des Klassikers aus dem Jahr 2013.
Großartig! Toller Kindercomic, der auch Erwachsenen gefällt.
lesenmitausblick am 11.05.2024
Bewertungsnummer: 2198521
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Seit „Trip mit Tropf“ sind wir echt große Fans von Josephine Mark. Ihr neuer Comic „Der Bärbeiss“ untermauert das noch mehr. Er ist gerade frisch im Kibitz Verlag erschienen.
Es handelt sich dabei um eine Comicadaption der Bärbeiß-Bücher von Annette Pehnt und Jutta Bauer. Kennt ihr die? Ich muss gestehen, dass ich den Bärbeiß noch nicht kannte. Aber nach dem Lesen des Comics weiß ich, dass ich die Bärbeißbücher ganz unbedingt lesen sollte.
Bereits das Cover lässt erkennen, dass es sich um einen Comic von Josephine Mark handelt. Farbgebung und Pinselstrich sind unverkennbar ihre Handschrift.
Im alten Waschbärhaus ist ein neuer Nachbar eingezogen, den noch niemand im Dorf zu Gesicht bekommen hat. Zusammen mit dem Pinguin, den Graureiherchen und zwei der Hasenkinder möchte das Tingeli den neuen Nachbarn willkommen heißen. Es stellt sich jedoch heraus, dass der neue Nachbar ganz und gar nicht erfreut ist. Er ist grummelig, abweisend und echt mies gelaunt. Doch das Tingeli gibt nicht auf. Es schlägt dem Bärbeiß vor, das Besuchen zu üben und lädt ihn zu sich ein. Aber der Bärbeiß ist eine echt harte Nuss und hat an allem etwas auszusetzen. Das Tingeli ist jedoch genauso hartnäckig und gibt nicht auf. Mit einer großen Portion guter Laune und strahlender Freundlichkeit knackt es nach und nach die harte Schale des Bärbeiß.
Die Dialoge zwischen dem Tingeli und dem Bärbeiß sind einfach großartig - witzig und tiefgründig zugleich. Josephine Mark zeichnet die Protagonisten ihres Comics wie schon in „Trip mit Tropf“ mit auf das Wesentliche reduziertem Gesichtsausdruck. Augen und Mund drücken mit wenigen Strichen alles aus, was der Gefühlswelt der Figuren entspricht. Da bedarf es nicht vieler Worte. Aber genau dadurch schafft sie es, die Figuren noch intensiver wirken zu lassen. Ich finde es bemerkenswert, wie sich das Tingeli und der Bärbeiß einerseits einander annähern, aber wie sie sich gleichzeitig auch ins Herz der Leserschaft schleichen. Das große Herz des Tingeli und ihrer unerschütterlichen Freundlichkeit und Offenheit ist beneidenswert. Umso mehr fühlt man mit ihr mit, als sie sich schwer getroffen und enttäuscht zurückzieht, weil der Bärbeiß die Fingerlinge verscheucht hat. Berührend auch die Versuche des Griesgrams, das Tingeli wieder aufzumuntern. Immer wieder eckt der Bärbeiß mit unbeholfenen Versuchen der Annäherung in der Dorfgemeinschaft an. Herzzerreißend wie das Tingeli während eines schlimmen Streits zwischen Bärbeiß und Pinguin davonläuft, weil Streit ihr Angst macht.
Ich mag diesen neuen Comic von Josephine Mark von vorne bis hinten! Figuren, Farbgebung, Dialoge, das Spiel mit den Comicelementen – Bewegung im Bild, Lautmalereien, Verbindung der Panels. Empfohlen ab 5 Jahren, kann ich mir diesen Comic auch sehr gut in der Grundschule vorstellen. Er bietet tolle Gesprächsanlässe über das Fremd sein, Offenheit, Toleranz, Freundschaft und den Umgang miteinander. Zudem ist er im Hardcover erschienen. Perfekt geeignet also auch als Klassenlektüre.
Auf der Seite des Verlags gibt es übrigens einen zuckersüßen Buchtrailer. Schaut ihn euch unbedingt an!
Ach, ich hoffe, dass es noch viele weitere Comics von Josephine Mark geben wird und freue mich jetzt schon drauf!
Meinung aus der Buchhandlung
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Mensch, was würde ich dafür geben, wenn das Tingeli auch mich einmal besuchen würde! Wer das Tingeli ist? Es sieht aus "wie eine Mischung aus Blume und Eichhörnchen" und überall wo es auftaucht, verbreitet es die beste Laune und hat die besten Ideen. Da wird selbst der misslaunige Bärbeiß etwas weniger bärbeißig. Was die beiden sonst noch alles zusammen erleben, das hat Jutta Bauer mit ihren trefflichen Zeichnungen so wunderbar begleitet, dass man wie das leichtfüßige Tingeli erwartungsvoll von Geschichte zu Geschichte weiterhüpfen möchte. Ab 8 Jahren und erst recht zum Vorlesen geeignet.
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