Wenn am Tag der Winde vier
und das Meer wild wie noch nie
dann alter Zauber in der Nacht
eint vier Kinder mit viel Macht
fortan der Schurken Graus ist die Magie
der tapfren Küstenwölfe all und hier.
Dass Eltern aber auch nie zuhören! Eine Reise in die Berge hatte sich Lukas zum Geburtstag gewünscht. Stattdessen verbringt er seine Sommerferien nun an der verregneten Ostsee. Im schlimmsten Sturm, den er je erlebt hat, sucht er Zuflucht im Trödelladen des alten Knut. Kurze Zeit später werden auch Finn und die Schwestern Anna und Lisa vom Wind in das Geschäft geweht. Zufall oder schicksalhafte Begegnung?
Als Anna Lukas anbietet, ihm das Segeln beizubringen, sind die langweiligen Ferientage jedenfalls gezählt. Ein Morsecode, eine alte Prophezeiung, ein verschwundener Taucheranzug und ein gestohlenes Segelschiff geben den Freunden allerhand Rätsel auf.
Warum verhält sich Annas und Lisas Opa, der momentan auf der einsamen Insel Ruden lebt, so merkwürdig? Was hat es mit dem Wolf auf sich, der immer wieder in ihrer Nähe auftaucht? Und was verbirgt sich auf dem gestrandeten Schiff?
Ihre Neugierde bringt die „Küstenwölfe“ in so manch brenzlige Situation – und ihr Gegner ist gefährlicher, als sie es sich je hätten träumen lassen. In einer nächtlichen Seeschlacht wird sich alles entscheiden...
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Ein spannendes Küsten-Abenteuer mit einer Menge Geheimnisse
MoMe am 12.08.2025
Bewertungsnummer: 2565265
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Küstenwölfe 1 – Spuk auf der Ostsee bietet mir direkt einen spannungsvollen Einstieg. Ein heftiger Sturm wütet auf Usedom und ich stehe mitten in „Knuts Schatzkiste“ gemeinsam mit der Hauptfigur Lukas und dem alten Besitzer des Trödelladens. Die Kraft des Unwetters weiß André F. Nebe packend zu beschreiben und ich finde es spannend, wie er dabei gleich noch weitere Charaktere in die Geschichte einführt.
Nachdem der Sturm Usedom verlassen hat, hat Lukas direkt drei Kinder kennengelernt. Die Schwestern Anna und Lisa sowie Finn. Schon bald sind die vier Freunde und das Abenteuer kann beginnen.
In Die Küstenwölfe 1 – Spuk auf der Ostsee begleite ich hauptsächlich Lukas, doch der personale Erzähler wechselt auch gelegentlich in der Perspektive zu anderen Figuren, sodass viel Nähe zu den einzelnen Charakteren entsteht und ich von allen mit ihren eigenen Wahrnehmungen versorgt werde. Abgerundet wird dies durch einen Schreibstil, der mir vieles einfach treffend beschreibt, sodass ich mir alles sehr gut vorstellen kann.
Die Sprache ist dabei kindgerecht, klar und einfach, sodass auch jüngere Lesende prima in diese spannende Geschichte abtauchen können.
Besonders gefällt mir, dass die Dialoge zwischen den Kindern altersgemäß und mit der richtigen Mischung aus Impulsivität und Emotionalität gespickt sind.
Die Geschichte ist flott erzählt und ich mag den Wechsel zwischen Urlaubsgefühl, Abenteuerlust und entspannten Alltagsszenen. Dadurch wirken die Ereignisse dynamisch und mit kleinen humorvollen Einschüben werden die Szenen auch bei sehr packenden Handlungen aufgelockert.
Lukas ist ein Charakter, in dem sich viele Kinder wieder finden können. Er ist neugierig und mutig, aber kein Held im eigentlichen Sinn. Er hinterfragt viel, lässt aber auch gleichzeitig seine Angst und Zweifel zu. Seine Entwicklung vom unsicheren und gelangweilten Ferienkind zum selbstbewussten Küstenwolf ist beeindruckend.
Anna ist impulsiv, stellt viele Fragen und möchte hinter jedes Geheimnis kommen. Sie ist mutig und temperamentvoll. Ganz im Gegensatz zu ihrer Schwester Lisa, die wesentlich ruhiger wirkt. Lisa hat ein gutes Gespür für die Emotionen der anderen und ist ein wenig der Ruhepol in der Gruppe.
Finn sorgt in der Gruppe für Lockerheit und seine ironischen Kommentare bringen mich oft zum Schmunzeln.
Auch die reiferen Figuren sind interessant ausgearbeitet.
Direkt ins Herz geschlossen habe ich Knut, den Inhaber des Trödelladens. Er fungiert ein bisschen als Mentor. Sein Wissen gibt er immer nur häppchenweise und beinahe geheimnisvoll weiter. Er ist die Brücke zwischen den Erwachsenen und den Kindern, was mir gut gefällt.
Auch die typischen Elternfiguren finden Platz in dieser Geschichte, sodass die jungen Lesenden mit Sicherheit viele Situationen gut nachempfinden können.
Aber auch mysteriöse und undurchsichtige Erwachsene mischen ordentlich mit, sodass für viel Spannung gesorgt ist.
Die Geschichte vereint gekonnt Abenteuerlust mit Legenden. André F. Nebe spielt dabei geschickt mit den Grenzen zwischen Realität und Mythen, was die Geschichte fantastisch und wendungsreich macht. Ich mag die Überlegung der Kinder, ob es sich manchmal um Zufälle oder magische Einmischungen handelt. Das stärkt die Faszination für die ganzen Geheimnisse, die es in Die Küstenwölfe 1 – Spuk auf der Ostsee zu entdecken gibt.
Zwischen drin lockern einige Illustrationen das Gelesene auf und laden zu einer kleinen Betrachtungspause ein. Die Zeichnungen sind in einem realistischen Stil gehalten. Sabrina Pohle hat ein tolles Gespür für die jeweilige Stimmung der eingefangenen Szenerien und nutzt dabei auch immer eine passende Farbgestaltung. Dabei wirken die Illustrationen wie aus dem Leben gegriffen und durch liebevoll platzierte Details lässt sich eine Menge entdecken. Besonders charmant finde ich die kapiteleigenen kleinen Symbolbildchen, die sich auf jeder Doppelseite finden.
Mich jedenfalls reißt die Mischung aus Action und Wohlfühlmomenten direkt mit. Durch schöne Bezüge zu Usedom habe ich selbst Lust, dort Urlaub zu machen. Auch die Erläuterungen zu Begrifflichkeiten des Segelns sind richtig interessant und erweitern mein Wissen.
Das Finale ist stimmig und voller Action. Viele Fragen werden geklärt, doch am Ende wird mit einem kleinen gemeinen Plot Twist direkt der Wunsch geweckt, zum zweiten Band der Reihe zu greifen.
Fazit:
Die Küstenwölfe 1 – Spuk auf der Ostsee ist ein tolles, modernes Kinderferienabenteuer, welches mit ein bisschen Seemannsgarn und jede Menge spannender Geheimnisse ausgeschmückt ist.
Die Küstenwölfe - Teil 1
Jasika am 27.05.2021
Bewertungsnummer: 1492488
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Der knapp 13jährige Lukas wollte in den Ferien eigentlich in den Bergen klettern, doch stattdessen fahren seine Eltern mit ihm an die Ostsee! Wie langweilig! Dann ist es noch total stürmisch. Schon bald lernt er die beiden Schwestern Anna und Lisa sowie Finn kennen. Lukas sieht plötzlich einen Wolf am Ferienhaus, aber das kann ja nicht sein auf Usedom. Und auch sonst geschehen merkwürdige Dinge. Im Trödelladen wurde eingebrochen und auf der kleinen Insel Ruden haben sie einen verdächtigen Mann mit einigen Kisten gesehen.
Der Mann hat einen Zettel mit einem Morsecode verloren, der es nun entschlüsselt werden muss...
Das Buch ist spannend und der erste Teil über die "Küstenwölfe". Das Ende ist offen gehalten und einige Fragen bleiben unbeantwortet. Da hilft es nur, auch Band 2 und 3 zu lesen ;-) Neugierig sind wir auf jeden Fall auf die Fortsetzung geworden!
Band 2: Der Fluch des schwarzen Korsaren,
Band 3: Das geheime Schiff.
Das Buch ist eine Abenteuergeschichte, Reisetipps sind nur am Rande enthalten, der Fokus liegt hier auf den merkwürdigen Entdeckungen der vier Freunde. Der Fall besteht aus drei Teilen und ist in diesem Band nur teilweise gelöst.
Die kleine Insel Ruden hat uns sofort fasziniert. Sie ist ein beliebtes Ziel für Tagesausflügler und bis vor einigen Jahren wohnte noch ein Paar auf der einsamen Insel. Wohlgemerkt ohne fließendes Wasser und ohne Strom. Frischwasser bekamen sie in einem großen Tank geliefert und Strom wurde über einen Generator erzeugt.
Fazit:
Gelungener Auftakt der "Küstenwölfe", die zusammen sicherlich noch einige spannende Abenteuer erleben werden.
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