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Nochmal von vorne

Roman

Buch (Gebundene Ausgabe)

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Nochmal von vorne

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ab 23,00 €
eBook

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ab 19,99 €

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

2173

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.03.2024

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Beschreibung

Rezension

»Dana von Suffrin schickt sich an, das Erbe der großen jüdischen US-amerikanischen Schriftstellerin Lily Brett anzutreten.» ("Deutschlandfunk Büchermarkt")
»Man kann nicht anders, lacht, weil die Autorin mit so viel leisem Sarkasmus schreibt. Das ist stiller, schwarzer Humor, der fast unbemerkt daherkommt, und wenn man ihn bemerkt, ist er schon um die Ecke verschwunden, um sich erneut anzuschleichen.« ("WDR 5")
»Dana von Suffrin schreibt in einem leichtfüßigen, angenehmen, uneitlen Stil, und stets streut sie in diese schwere deutsch-jüdische Familiengeschichte auch eine Prise Humor.« ("SRF 1")
»Dana von Suffrins Roman ›Nochmal von vorne‹ erzählt eine berührende Familiengeschichte, die den größtmöglichen Abstand zu jeglicher Schuldzuweisung hält. Und den Blick aufs große Ganze richtet.« ("NDR Kultur")
»Dass letztlich alles mit allem zusammenhängt, das Kleine und das Große, vermittelt dieses Buch mit einer mühelosen Selbstverständlichkeit.« ("Der Tagesspiegel")
»Eine Familie, die sich zwischen München und Tel Aviv fasst verliert und uns mit bissigem Humor nahegebracht wird.« ("Brigitte")
»In Dana von Suffins zweitem Roman legt eine fulminante Ich-Erzählerin bitter ironisch und brutal-ehrlich die komplexen Dynamiken ihrer deutsch-israelischen Familie offen.« ("WDR 5")
»eine zarte und unglaublich authentische Familiengeschichte» ("WDR 3 Lesestoff")
»Von Suffrin schreibt mit großer Gelassenheit und mit einem herrlichen Sinn für den Witz und die absurde Komik unseres Lebens.« ("Münchner Merkur")
»Dana von Suffrin hat mit erstaunlich leichtem Ton einen Roman über schwere Themen geschrieben, dessen feiner Humor die Wunden und Narben erträglich macht.« ("Kölner Stadt-Anzeiger")

Details

Verkaufsrang

2173

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.03.2024

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/2,6 cm

Gewicht

351 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00297-3

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Von unglücklichen Eltern und beobachtenden Kindern

Katrin aus Kiel am 23.04.2024

Bewertungsnummer: 2185457

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Rosas Vater stirbt, und auch wenn das nicht überraschend kommt, schließlich hatte er Krebs, wirft es sie doch ziemlich aus der Bahn. Zum einen sitzt sie nun in der alten Wohnung, in der sie auch aufgewachsen ist, und muss sie auflösen. Zum anderen versucht sie ihre ältere Schwester zu finden, die die Familie früh verlassen hat und mit der schon seit Jahren kein Kontakt besteht. Und doch ist Nadja jetzt die einzige, die ihr von ihrer Familie noch geblieben ist, die Mutter ist schon seit längerer Zeit tot. Rosa versucht zu verstehen, was in der Familie Jeruscher so alles schiefgegangen ist. Die Liebe ihrer Eltern jedenfalls hielt nicht lange an. „Es wäre natürlich schöner, die Geschichte einer großen Liebe zu erzählen, einer Liebe zwischen einer Deutschen und einem Israeli, zwischen einer Katholikin und einem Juden, die sich gegen alle Widerstände durchgesetzt haben, (…) aber so war es natürlich nicht, es war ganz anders, es war völlig banal.“ Rosa erinnert sich an ihre Kindheit, an den Streit und das Schweigen, an ihre Schwester, die schon immer gemacht hat, was sie wollte und damit vielleicht glücklicher geworden ist. Und an ihren Exfreund David, mit dem immer alles so schön vorhersehbar war, und trotzdem hat die Beziehung nicht gehalten. Dana von Suffrin schreibt mit leichter Melancholie und einem subtilen Humor von einem Aufwachsen zwischen München und Tel Aviv, von Verwandten, die man sich nicht ausgesucht hat und deren Schicksal trotzdem das eigene prägt. Es geht um die großen Themen wie Verfolgung und Neuanfang, Trauma und Verdrängung, Identität im Zwischenraum und immer um die Frage, wie man trotz der eigenen Familie glücklich werden kann. Das liest sich leicht und oft witzig, die Autorin hat Sinn für pointierte Beschreibungen eigentlich alltäglicher Begebenheiten, die sich fast unbemerkt im Gedächtnis verhaken und die die dunklen Seiten der Geschichten erst auf den zweiten Blick offenlegen. Ich habe das Buch auf einer längeren Zugfahrt gelesen und mochte es wirklich gern.
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Von unglücklichen Eltern und beobachtenden Kindern

Katrin aus Kiel am 23.04.2024
Bewertungsnummer: 2185457
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Rosas Vater stirbt, und auch wenn das nicht überraschend kommt, schließlich hatte er Krebs, wirft es sie doch ziemlich aus der Bahn. Zum einen sitzt sie nun in der alten Wohnung, in der sie auch aufgewachsen ist, und muss sie auflösen. Zum anderen versucht sie ihre ältere Schwester zu finden, die die Familie früh verlassen hat und mit der schon seit Jahren kein Kontakt besteht. Und doch ist Nadja jetzt die einzige, die ihr von ihrer Familie noch geblieben ist, die Mutter ist schon seit längerer Zeit tot. Rosa versucht zu verstehen, was in der Familie Jeruscher so alles schiefgegangen ist. Die Liebe ihrer Eltern jedenfalls hielt nicht lange an. „Es wäre natürlich schöner, die Geschichte einer großen Liebe zu erzählen, einer Liebe zwischen einer Deutschen und einem Israeli, zwischen einer Katholikin und einem Juden, die sich gegen alle Widerstände durchgesetzt haben, (…) aber so war es natürlich nicht, es war ganz anders, es war völlig banal.“ Rosa erinnert sich an ihre Kindheit, an den Streit und das Schweigen, an ihre Schwester, die schon immer gemacht hat, was sie wollte und damit vielleicht glücklicher geworden ist. Und an ihren Exfreund David, mit dem immer alles so schön vorhersehbar war, und trotzdem hat die Beziehung nicht gehalten. Dana von Suffrin schreibt mit leichter Melancholie und einem subtilen Humor von einem Aufwachsen zwischen München und Tel Aviv, von Verwandten, die man sich nicht ausgesucht hat und deren Schicksal trotzdem das eigene prägt. Es geht um die großen Themen wie Verfolgung und Neuanfang, Trauma und Verdrängung, Identität im Zwischenraum und immer um die Frage, wie man trotz der eigenen Familie glücklich werden kann. Das liest sich leicht und oft witzig, die Autorin hat Sinn für pointierte Beschreibungen eigentlich alltäglicher Begebenheiten, die sich fast unbemerkt im Gedächtnis verhaken und die die dunklen Seiten der Geschichten erst auf den zweiten Blick offenlegen. Ich habe das Buch auf einer längeren Zugfahrt gelesen und mochte es wirklich gern.

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Gehaltvoller Easyread

Bewertung am 29.03.2024

Bewertungsnummer: 2165339

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Du bist also an dem Tag, an dem wir sozusagen unsere Wurzeln verloren haben, über eine Wurzel gefallen, das ist doch hochinteressant, sagt sie, das ist quasi freudianisch, hast du darüber nicht nachgedacht heute Nacht? Ich antworte nicht, denn ich bin ja nur über die Wurzel gefallen, weil sie in meinem Weg war.« |230 Wem gehört unsere Geschichte? Unseren Eltern und was ist mit der Generation darüber? Und wann gehört unsere Geschichte uns selbst? Ist es, wenn Mutter und Vater gestorben sind und ihre Wurzeln nicht mehr im Weg? Ist es, wenn die Geschichten über unsere Großeltern zu fragmentierten Anekdoten werden? Oder ist es nie so weit, stellen sie sich immer quer und verästeln sich immer weiter in viele Richtungen? Es gibt doch immer Andere, die anderen Verläufe folgen und auch auf Quellen der Geschichte kommen. Rosa ist voll von verästelten Wurzeln, den sichtbaren, den entdeckten und den verborgenen. Ihr Papa, der stark nach der Vaterfigur des Debütromans »Otto« klingt, ist gerade gestorben und nun sitzt sie in seiner Wohnung, isst sein abgepacktes Brot, die Oliven aus dem Glas und denkt über ihn und die Familie nach. Sie tastet seine zurückgezogene Schweigsamkeit ab, seine Strenge, die Bescheidenheit und den Wunsch nach ruhiger Normalität. Sie folgt der Geschichte ihres Vaters, der Jude war, der in Israel zur Welt kam als Kind einer Holocaustüberlebenden aus Ungarn, der ausgerechnet nach Deutschland ging und eine aus Sicht von Rosa lieblose Ehe mit einer Deutschen einging. Dass diese aus der Ehe ausbrach, wie zuvor aus ihrem Nazi-Elternhaus und dann für immer verschwand, ist eine Randnotiz für Rosa, während sie für ihre Schwester den Mittelpunkt ihrer Biographie bildet. Harmonisch, gleichmütig fließend erzählt sich der Roman, unter dessen Oberfläche es brodelt, ohne zu explodieren. Von Suffrin gelingt es, über Andeutungen und in Nacherzählung von fragmentarisch überlieferten Geschichten, Spannungen in der jüdisch-deutschen Familiengeschichte aufzubauen. Mit der Schwester zeigen sich die Variationsmöglichkeiten in einer Familiengeschichte.
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Gehaltvoller Easyread

Bewertung am 29.03.2024
Bewertungsnummer: 2165339
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Du bist also an dem Tag, an dem wir sozusagen unsere Wurzeln verloren haben, über eine Wurzel gefallen, das ist doch hochinteressant, sagt sie, das ist quasi freudianisch, hast du darüber nicht nachgedacht heute Nacht? Ich antworte nicht, denn ich bin ja nur über die Wurzel gefallen, weil sie in meinem Weg war.« |230 Wem gehört unsere Geschichte? Unseren Eltern und was ist mit der Generation darüber? Und wann gehört unsere Geschichte uns selbst? Ist es, wenn Mutter und Vater gestorben sind und ihre Wurzeln nicht mehr im Weg? Ist es, wenn die Geschichten über unsere Großeltern zu fragmentierten Anekdoten werden? Oder ist es nie so weit, stellen sie sich immer quer und verästeln sich immer weiter in viele Richtungen? Es gibt doch immer Andere, die anderen Verläufe folgen und auch auf Quellen der Geschichte kommen. Rosa ist voll von verästelten Wurzeln, den sichtbaren, den entdeckten und den verborgenen. Ihr Papa, der stark nach der Vaterfigur des Debütromans »Otto« klingt, ist gerade gestorben und nun sitzt sie in seiner Wohnung, isst sein abgepacktes Brot, die Oliven aus dem Glas und denkt über ihn und die Familie nach. Sie tastet seine zurückgezogene Schweigsamkeit ab, seine Strenge, die Bescheidenheit und den Wunsch nach ruhiger Normalität. Sie folgt der Geschichte ihres Vaters, der Jude war, der in Israel zur Welt kam als Kind einer Holocaustüberlebenden aus Ungarn, der ausgerechnet nach Deutschland ging und eine aus Sicht von Rosa lieblose Ehe mit einer Deutschen einging. Dass diese aus der Ehe ausbrach, wie zuvor aus ihrem Nazi-Elternhaus und dann für immer verschwand, ist eine Randnotiz für Rosa, während sie für ihre Schwester den Mittelpunkt ihrer Biographie bildet. Harmonisch, gleichmütig fließend erzählt sich der Roman, unter dessen Oberfläche es brodelt, ohne zu explodieren. Von Suffrin gelingt es, über Andeutungen und in Nacherzählung von fragmentarisch überlieferten Geschichten, Spannungen in der jüdisch-deutschen Familiengeschichte aufzubauen. Mit der Schwester zeigen sich die Variationsmöglichkeiten in einer Familiengeschichte.

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von Dana Suffrin

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