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FRAUEN LITERATUR Abgewertet, vergessen, wiederentdeckt

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14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.02.2024

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/2,4 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Elfenbein / Rost

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00665-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.02.2024

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/2,4 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Elfenbein / Rost

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00665-0

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

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  • ins_lebenlesen

    aus Schleswig-Holstein

    5/5

    19.02.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Schon lange habe ich dieses…

    Schon lange habe ich dieses Buch auf meiner Wunschliste und freue mich, dass es nun im Taschenbuchformat seinen Weg zu mir gefunden hat. Viele Accounts hier haben dieses Buch als eins der wichtigsten, das sie je gelesen haben, als eine Quelle der Inspiration für ihr Lesen und ein Schlüsselwerk im Ringen um Gleichberechtigung in der Literaturwelt gewürdigt. Und sie hatten recht! So aufgeregt hab ich schon lange kein Buch mehr gelesen. Aufgeregte Zustimmung, aufgeregtes Wiedererkennen, auch Widerstände und Fragen, die sich regten, haben meinen Puls immer wieder beschleunigt. Nicole Seifert schreibt klug, fundiert, in alle Richtungen recherchiert und dabei doch nahbar, verständlich, persönlich und ohne mit ihrem Wissen zu belehren. Sie setzt damit ein Feuerwerk an Gedanken in mir frei. Das fing damit an, dass ich erstmal meine Quote gecheckt habe. Mein Bücherregal unterstreicht ihr Fazit: Es tut sich was. Sie sagt, der Bücherfrühling 2021 in dem sie ihr Schlusskapitel schreibe, sei so weiblich, wie vielleicht noch keiner zuvor. Auch die Diversität der Verlagsprogramme scheine zuzunehmen, Literaturpreise gingen überwiegend an Frauen. Das deckt sich mit meinem subjektiven Eindruck und mit meinem Lesen, das zu der Zeit eine scharfe Wendung erfahren hat. Unbewusst und einfach nur, weil das Angebot und die Aufmerksamkeit sich geändert haben. Was beweist, dass es eben nicht damit getan ist, anzunehmen, „die Zukunft werde es schon richten, … Denn von nichts kommt nichts.“ Es braucht tatsächlich Fokus: im Marketing der Verlage, in der Literaturkritik, im Feuilleton, in den Sozialen Medien, aber eben auch bei der Leser*in. Was für ein weiter Weg es bis hierher war, welchen Ungeheuerlichkeiten sich Frauen im Literaturbetrieb über Jahrhunderte ausgesetzt sahen, das dröselt Nicole Seifert sehr anschaulich in ihrem Essay auf. Ich erkannte die Logik und Kontinuität in dem Prozess des Unterlassens und Ignorierens, war zuweilen höchst erschrocken. Denis Scheck, dem ich einige der besten Frauen in meinem Bücherregal wie Annie Erneaux, Sheila Heti, Milena Michiko Flasar und Sigrid Nunez zu verdanken habe, scheint mit seinem Kanon (den ich nie angeschaut hab, weil ich auf Kanons nichts gebe) auch seinen Beitrag zum Problem geleistet zu haben. S. 47 Und ich als Leserin, die sich dieses Ungleichgewicht viele Jahre gar nicht bewusst gemacht hat, sicherlich auch. Dafür hat mir Nicole Seifert aber auch einen Haufen Hausaufgaben mitgegeben: Literatur, natürlich von Frauen, die meine Wunschliste auf Kanongröße anschwellen ließ. Doch auch Widerstände hallen der Lektüre nach. Manche Kommentierungen zu diesem Buch vermitteln mir den Eindruck, als müssten Autoren nun ganz aus den Bücherregalen verschwinden. Ich lese Paul Auster genauso gern wie Siri Hustvedt und wünschte mir, dass wir eines Tages WIRKLICH nicht mehr über das Geschlecht der Autor:innen reden müssten, dass Bücher von Büchermenschen geschrieben werden. Doch bis dahin gilt: „Denn nur wenn eine Auswahl aus der unüberschaubaren Menge literarischer Texte relativ bekannt ist, kann eine Diskussion auch über andere Texte, Formen und Inhalte stattfinden, nur dann kann auf GEMEINSAMES Bezug genommen werden. In diese Gemeinsame einzubeziehen, was bisher als marginal betrachtet wurde, mischt überkommene Kategorien und Interpretationsmuster auf.“ S. 102 Das ist für mich ein Schlüsselsatz und eine Aufgabe. Danke an die Autorin für diese kämpferische, aufrüttelnde und sehr bereichernde Lektüre!

  • Tina Dietrich

    aus Bern

    5/5

    29.03.2026

    eBook (ePUB 3)

    Immer noch männlich dominiert

    Nicole Seiferts Frauen Literatur ist ein kluges, gut verständliches Sachbuch über die Abwertung weiblicher Autorinnen und die Mechanismen des Literaturkanons. Es macht Missstände sichtbar, ist fundiert recherchiert und regt dazu an, das eigene Leseverhalten zu hinterfragen.

  • Bewertung

    5/5

    07.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Frauenliteratur - Literatur für, von oder über Frauen?

    "Frauenliteratur" beleuchtet sowohl aktuelle als auch historische Perspektiven auf die Rolle von Frauen in der Literatur. Seifert geht der Frage nach, warum Frauenliteratur oft als etwas Eigenständiges betrachtet wird, während sie gleichzeitig in der breiteren literarischen Landschaft oft ungesehen bleibt. Sie untersucht die Widersprüche und Herausforderungen, mit denen Autorinnen konfrontiert sind, und zeigt auf, wo die Grenzen zwischen Frauenliteratur und allgemeiner Literatur verlaufen – oder auch verschwommen sind. Besonders beeindruckend ist, wie Seifert die Entwicklung der Frauenliteratur von der Vergangenheit bis zur Gegenwart nachzeichnet. Sie animiert zum Nachdenken über die Bedeutung und den Einfluss von Frauen in der Literatur. Ihr Ansatz ist nicht nur informativ, sondern vor allem auch inspirierend, da er die Stimmen von Autorinnen in den Vordergrund rückt, die oft im Schatten ihrer männlichen Kollegen stehen. Insgesamt ist "Frauen Literatur" ein unverzichtbares Buch für alle, die sich für die Literaturgeschichte interessieren und die Rolle von Frauen in diesem Bereich besser verstehen möchten. Seifert ruft dazu auf, die Vielfalt und den Reichtum der Frauenliteratur zu erkennen und zu feiern. Eine absolute Empfehlung!

  • Bewertung

    5/5

    16.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Für mich das erste Sachbuch, welches...

    Für mich das erste Sachbuch, welches ich zu meinen Lieblingsbüchern zählen kann! Seifert klärt hier fundiert über die Missstände in der Literaturgeschichte auf, die sich bis in die Gegenwart ziehen. So, so lesenswert für jeden, der Bücher liebt!

  • Daniela Heinen

    aus Sankt Augustin

    5/5

    20.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hat mich zum Nachdenken gebracht

    Dieses Buch habe ich nicht in einem Rutsch durchgelesen, sondern mir wirklich viel Zeit genommen. Ich fand es unheimlich interessant, und es hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Außerdem führt die Autorin immer wieder Literaturbeispiele an, die ich dann gegoogelt und auf meine Merkliste gesetzt habe, wenn ich sie noch nicht gelesen habe. Ich muss zugeben, dass mir absolut bewusst war, dass Frauenliteratur früher niemals so viel Zuspruch bekommen hat wie die von Männern. Dass es früher zeitweise nicht mal geduldet wurde, dass Frauen schrieben. Aber wenn ich ehrlich bin, hatte ich ganz naiv gedacht, dass das heutzutage anders ist und war erschrocken, dass ich mich so geirrt habe. Nicole Seifert kann z.B. belegen, dass Bücher besser bewertet werden, wenn vorher nicht klar ist, dass eine Frau sie geschrieben hat. Es ist wirklich krass, dass es auch heute immer noch nicht so ist, dass männliche und weibliche Autoren gleichgestellt sind. Ich habe mal überlegt, ob ich eher Bücher von Männern oder von Frauen lese, muss aber zugeben, dass ich da meistens gar nicht drauf achte. Ich wähle Bücher oft nach Cover und Klappentext aus, oder weil ich eine Rezension darüber gelesen habe, die mich angesprochen hat. Auf den Autor:innen Namen achte ich dabei nicht. In der Social Media Blase, in der ich mich meistens rumtreibe, sind mehr Autorinnen zu finden. Aber ich glaube, dass das Zufall ist. Oder haben wir Autorinnen es "nötiger", Werbung für uns selbst zu machen? Ihr seht, ich bin wirklich ins Grübeln gekommen. Auf jeden Fall finde ich dieses Sachbuch wirklich sehr interessant und werde nun mein eigenes Leseverhalten ein wenig mehr beobachten. Bzw. habe ich nun eine Liste mit Autorinnen, die ich unbedingt lesen möchte.

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