Kaum einer kannte den deutschen Papst so gut und keiner war in den letzten Jahren so nahe an seiner Seite: Georg Gänswein begleitete Benedikt XVI. nahezu drei Jahrzehnte bis zu dessen Tod. Gänswein kennt Joseph Ratzinger als Glaubenspräfekten in Rom, er war einer der wichtigsten Vertrauten in seiner Zeit als Papst und er weiß, was wirklich hinter dem spektakulären Amtsverzicht steckte. Darüber spricht Gänswein in diesem Buch offen und ehrlich. Genauso schreibt er über die Jahre nach dem Rücktritt und das Leben mit "zwei" Päpsten im Vatikan. Georg Gänswein schenkt Einblicke, die niemand anders so haben konnte und die den Leser teilhaben lassen an historischen Ereignissen und an ganz persönlichen Erfahrungen. Ein Buch, das die Welt des Vatikans näherbringt und noch mehr die Persönlichkeit des deutschen Papstes. Wer Benedikt XVI. wirklich begreifen will, muss dieses Buch gelesen haben.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
LichtundSchatten
5/5
05.05.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Benedikt XVI war ein bescheide…
Benedikt XVI war ein bescheidener, überaus kluger, intellektueller Kopf, den ich erst verspätet wahrgenommen habe. Umso mehr war diese Biografie aus der Nähe seiner Person wichtig und lesenswert. Die Erkenntnisse aus diesem Buch sind weit, viel weiter als man es vermuten könnte, sie sind eine Art reinste Erkenntnis, die mich faszinierte. Der Katechismus der katholischen Kirche muss für ihn als Ganzes gelesen werden, dabei gilt die Grundaussage über den Menschen: er ist nach dem Ebenbild Gottes geschaffen, ihm also ähnlich. Die Zehn Gebote sind eine andere Form der Liebe, eine Auslegung davon, sie müssen mit Jesus interpretiert werden. Dieser wesentliche Eckpfeiler des Katechismus wurde vom Kardinal Ratzinger im Auftrag von Johannes Paul II formuliert und tatsächlich als Gesamtwerk von ihm selbst als Papst am 26.6.2005 der Öffentlichkeit vorgestellt. Benedigt XVI verurteilte es, „das Christentum zu einem Moralismus, den Moralismus zu einer Politik umzuformen, Glauben durch das Tun zu ersetzen.“ Wie eine Voraussage in unsere Zeit sagt er: „Dadurch verfällt man in partikularistische Parteilichkeit, verliert vor allem die Kriterien und Orientierungen, und am Ende wird nicht aufgebaut, sondern gespalten.“ Jesus sagte: „Ich bin nicht gekommen , den Frieden zu bringen, sondern das Schwert“. (Matthäus 10,34) Übersetzt man diesen Satz tatsächlich aus dem Aramäischen in richtiger Weise, dann heißt er: Seid nicht gutgläubig, seid wachsam! Wenn Ihr Euch mit anderen zusammensetzt, zieht das "Schwert der Worte" und streitet für Eure Sache. Meine Aufopferung, mein Selbstopfer bedeutet nicht Frieden, Erlösung als Automatismus, sie ist eher der Beginn des Kampfes um Wissen und Wahrheit. Benedigt XVI sagte im Gleichklang dazu: „Wer glaubt, muss auch durch die finstere Schlucht gehen, durch die finsteren Schluchten der Unterscheidung und damit auch der Widrigkeiten, der Widerstände, der ideologischen Gegensätze.“ Er ist überzeugt davon, dass die größte Problematik unserer Zeit die Abkehr von Gott ist, dem biblischen Gott. Dass der Gottesbezug in der Präambel der Europäischen Verfassung gestrichen wurde, war für ihn ein großer Fehler. Jeder, auch der größte Atheist, sollte sich in seinem Denken an den Werten von Jesus und der Bibel orientieren, weil sonst neuen Ideologien Tür und Tor offen standen, die Menschen eher verwirren als voranbringen werden. „Der zum äußersten geführte Versuch, die menschlichen Dinge unter vollständigem Verzicht auf Gott zu formen, führt uns immer näher an den Rand des Abgrunds, zur gänzlichen Zur ckstellung des Menschen.“ Papst Franziskus ist ein Gegenpol zu Benedikt und mit diesem Buch versteht man, warum das so ist. Es erfasst die Grundlagen des katholischen Glaubens und vermittelt m.E. jene Elemente, die für die katholische Kirche für morgen notwendig sind. Insgesamt spannend geschrieben, höchst lesenswert die Stationen dieser Nachricht in Szene gesetzt: „Wir sind Papst.“ Für ihn war Christusnachfolge in das Feuer der Liebe mithin in die Freiheit einzutreten. Ein Buch, das er am Ende intensiv las: Kardinal George Pell’s Erinnerungen an seinen Prozess und die Inhaftierung in Australien: „Unschuldig angeklagt und verurteilt“, 3 Bände.
Bewertung
5/5
23.04.2023
eBook (ePUB)
S. E. Dr. Gänswein
Erzbischof Dr. Gänswein erzählt in seinem Buch spannende Informationen über sein Leben mit Papst Benedikt XVI. Dieses Buch hat überhaupt nicht den Anspruch eine detaillierte Biographie, wie die Peter Seewalds zu sein. Schönes Buch, das dem Papst Benedikt ein sehr menschliches Gesicht gibt!
Bewertung
5/5
18.04.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" (Johannesevangelium Kapitel 14, Vers 6)
"Nichts als die Wahrheit. Mein Leben mit Benedikt XVI.", so lautet das Buch, welches Erzbischof Dr. Georg Gänswein der Öffentlichkeit vorgelegt hat. Darin beschreibt der Erzbischof, der seit 2003 der engste Mitarbeiter an der Seite von Joseph Ratzinger / Benedikt XVI. gewesen war, sehr genau das Denken und das Handeln des verstorbenen Papstes. Er schenkt uns dadurch einen noch genaueren Blick auf die Person und den Menschen Joseph Ratzinger / Benedikt XVI. und hebt so die Besonderheit dieses Menschen auf dem Stuhle Petri hervor.
Neben Episoden aus dem eigenen Leben (Wie war der Lebensweg des Erzbischofs bis zum Beginn seines Wirkens in Rom usw.), geht er anhand vieler Beispiele auf die Eigenschaften ein, die Joseph Ratzinger / Benedikt XVI. ausgemacht haben: Brillanz, Ruhe, Gelassenheit und vor allem: WAHRHEIT.
Während Benedikt XVI. in seiner Zeit als Erzbischof von München & Freising bereits die Wahrheit in seinem bischöflichen Leitwort aufgenommen hat ('Cooperatores veritatis' - 'Mitarbeiter der Wahrheit'), findet sich auch im Bischöflichen Leitwort des Erzbischofs die Wahrheit wieder ('Testimonium perhibere veritati' - 'Für die Wahrheit Zeugnis ablegen').
Gerade diese Wahrheit, um die oft ein Umweg in unserer heutigen Zeit gemacht wird, spricht Erzbischof Gänswein in seinem Buch aus - dazu gebührt im ein aufrichtiger Dank, denn nur durch klare Worte kann man sich als Leser ein sachgerechtes Bild einer Situation machen.
Möge der verstorbene Papst Benedikt XVI. im Himmel ein guter Fürsprecher für den weiteren Weg des Erzbischofs Dr. Georg Gänswein sein...
yellowdog
4/5
12.03.2023
eBook (ePUB)
aus erster Reihe
Gänswein war dicht an Joseph Ratzinger dran. Seit 2003 war er dessen Privatsekretär und verfolgte die Ereignisse aus erster Reihe.
Mich interessierten zum Beispiel der Übergang von Johannes Paul II zu Ratzinger als Papst und die Details des Alltags. Diese werden dann aber teilweise zu ausführlich geschildert.
Es ist nicht Gänsweins Rolle, kritisches bezüglich Geschehnisse rund um den Papst zu äußern. Immerhin erwähnt er problematisches wie z.B. Vatileaks.
Aber der konservative Gänswein schreibt dann doch einseitig über das Verhältnis zwischen den Päpsten. Einerseits verständlich, denn Franziskus verzichtete auf seine Dienste. Man spürt das Beleidigung, die Gänswein empfand.
Insgesamt hat Gänswein so viele interessante Aspekte zu bieten, dass das Buch lesenswert ist. Eine Empfehlung kann ich aber nicht aussprechen.
Bewertung
3/5
24.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auf das Buch war ich sehr gespannt....
Auf das Buch war ich sehr gespannt.
Das Buch lässt sich gut lesen und man bekommt einen guten Einblick in eine fremde Welt, die aber auch seine persönliche ist.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.