Velichestvennyy Elantris, gorod bogov, sredotochie magii, mudrosti i neskazannoy krasoty, byl podoben serebryanomu kostru, goryashchemu v vechnosti. Stat' elantriycem i upodobit'sya bogam mog lyuboy chelovek, kotorogo kasalsya shaod — tainstvennoe preobrazhenie, nadelyayushchee izbrannyh volshebnoy siloy.
Vechnost' zakonchilas' desyat' let nazad. Prekrasnyy gorod pal, a blagoslovenie shaoda obernulos' proklyatiem. Novaya stolica Arelona, malen'kiy Kai, zhivet v teni chernyh sten Elantrisa, starayas' ne zamechat' goroda, stavshego rezervaciey dlya tekh neschastnyh, kogo po-prezhnemu zabiraet shaod. No ocherednoy zhertvoy okazyvaetsya Raoden, naslednyy princ Arelona…
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Der Roman ist einfach…
Buchdrache am 17.09.2017
Bewertungsnummer: 2739940
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Der Roman ist einfach großartig, mehr muss man im Prinzip nicht dazu sagen. Auch für alte Hasen, die den Roman bereits kennen, bietet die 10th Anniversary Edition noch einmal einige schöne Extras. Besonders hervorzuheben sind die Karten von Elantris und Umland sowie Opelon, die zur ursprünglichen Karte von Arelon hinzukamen. Der Text selbst ist der Alte geblieben, es gibt jedoch ein schönes neues Vorwort von Dan Wells sowie ein überarbeitetes Ars Acanum, das die Informationen zu den Aons zusammenfasst und ergänzt sowie diese selbst noch einmal abbildet. Außerdem schrieb Sanderson noch ein neues Nachwort mit einigen interessanten Details zur Verkaufsgeschichte des Romans. Außerdem gab er die Mad Prince Szenen im Anhang hinzu; Raoden hatte in einer der früheren Romanfassungen einen Bruder, welcher recht weit am Ende des Romans auftaucht und den Thron Arelons an sich reißen will. Sanderson hat schon Recht, wenn er sagt, dass der Roman ohne diese Szenen besser funktioniert. Dennoch war es spannend, auch einmal eine andere Version zu lesen, da Raodens Bruder nicht ganz so uninteressant wirkt. Vielleicht recycelt Sanderson diesen Charakter ja tatsächlich für einen anderen Roman? Das würde sicher nicht schaden. Ganz zum Schluss des Buches gibt es eine kleine Extraszene, die besonders für diejenigen Leser interessant ist, die sich bereits etwas tiefer mit dem Cosmere vertraut gemacht haben. An dieser Stelle sei nicht mehr dazu gesagt, da es sonst die schöne Überraschung vermiesen würde. Das Gesamtpacket, das die 10th Anniversary Edition liefert, ist klein aber fein. Nicht ganz so klein, aber ebenso fein ist auf jeden Fall der Inhalt des Romans selbst. Sanderson hat ein gutes Gespür für Dramatik und gewichtige Worte. Besonders das Ende des Romans und sein Anfang stechen da aus vielen tollen Szenen besonders hervor. Im Prolog, wenn man so will, wird beispielsweise über die Glorie der Elantrier gesprochen, wie sie als gnädige Götter über ganz Arelon herrschten und dem Land dank ihrer Magie Frieden und Wohlstand brachten. Das Kapitel endet mit den Worten: »Eternity ended ten years ago.« Ganz, wie man es von Brandon Sanderson und besonders einem Cosmere-Roman aus seiner Feder erwartet, bietet er hier erneut ein kreatives und absolut faszinierendes Magiesystem, das der Leser gemeinsam mit Raoden entdeckt, denn dieser brennt darauf zu erfahren, warum die Shaod, die Verwandlung normaler Menschen zu Elantriern, nicht mehr richtig funktioniert. Er arbeitet sich dabei Stück für Stück durch die Mysterien der Dor, wie die Magie genannt wird, und der Aon, der Zeichen, durch die Dor wirken kann. Ganz wie der Leser wundert er sich, stellt Fragen und geht dem Mysterium auf die Spur, bis er schließlich das Geheimnis von Elantris entdeckt hat – auch wenn es da vielleicht schon zu spät ist. Man kann getrost von mustergültigen Charakteren sprechen. Ihre Ausarbeitung ist wunderbar gelungen, alle drei Hauptcharaktere, welche sich in steter Reihenfolge abwechseln, sprechen den Leser an. Besonders Hrathen, der bis kurz vor Schluss als Antagonist wirkt, wird spätestens da zu einem Sympathieträger, da es zu einem Wendepunkt in seiner Persönlichkeit kommt und er erkennt, wer vielleicht der wahre Feind ist. Dabei spielt sein, wenn man so will, Adjutant Dilaf eine wichtige Rolle, welcher bis dahin eher im Hintergrund blieb und für den Hrathen wenig Beachtung übrig hatte. Dass Dilaf gegen Ende eine so große Enthüllung bereithält, ist einfach großartig und liest sich unglaublich gut. Sanderson schafft es durch die Darstellung seiner Charaktere und die Art und Weise, wie sie die Welt sehen, selbst für sie überraschende Wendungen in ihrer Persönlichkeit herbeizuzaubern. Besonders Hrathen kann dabei begeistern, aber auch Raoden und Sarene sind dank der Art und Weise, wie sie denken und ihren Intellekt benutzen, Charaktere, denen man gern durch die Geschichte folgt. Es ist geradezu ein Hochgenuss, diese brillanten Geister arbeiten zu sehen.
Ein gelungener Einstieg in Sandersons Fantasywelt
Whispers & Pages (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 15.09.2025
Bewertungsnummer: 2597264
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Elantris war mein erstes Buch von Brandon Sanderson und gleichzeitig meine Einführung in sein Cosmere-Universum. Als großer Fan von High Fantasy kommt man an Sanderson kaum vorbei, und nachdem mir einige Freunde immer wieder von seinem außergewöhnlichen Schreibstil und seiner Kreativität vorgeschwärmt hatten, entschied ich mich, meine Reise mit Elantris zu beginnen.
Obwohl ich im Vorfeld auch einige eher kritische Rezensionen gelesen hatte, bin ich sehr froh, dem Buch trotzdem eine Chance gegeben zu haben. Wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um Sandersons Debütroman handelt, ist Elantris wirklich beeindruckend gelungen. Sollte sich sein Schreibstil in späteren Werken tatsächlich noch weiter verbessern, dann kann ich gut verstehen, warum er einen so legendären Ruf im Fantasy-Genre genießt.
Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei mir besonders Raodens Kapitel gefallen haben. Die Handlung entwickelt sich über weite Strecken eher ruhig und nimmt erst in den letzten etwa fünfzig Seiten richtig Fahrt auf. Einige Wendungen waren zwar vorhersehbar, dennoch blieb die Geschichte durchgehend interessant und spannend genug, um weiterlesen zu wollen.
Besonders gelungen fand ich das Worldbuilding. Die Welt wirkt durchdacht und atmosphärisch, auch wenn ich mir an manchen Stellen noch detailliertere Einblicke in das Aon-System gewünscht hätte. Ebenso hätten einige Figuren für meinen Geschmack mehr Hintergrundgeschichte vertragen können.
Was mir persönlich etwas gefehlt hat, war ein stärkerer Fokus auf die Magie. Politik und Religion nehmen in der Handlung einen sehr großen Raum ein, während das Magiesystem vergleichsweise wenig im Mittelpunkt steht. Trotzdem hat mir die Geschichte insgesamt gut gefallen.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich allerdings, dass am Ende nicht alle Fragen beantwortet wurden und vermutlich auch nie beantwortet werden, es sei denn, Sanderson entscheidet sich irgendwann doch noch für ein Elantris 2.
Insgesamt ein gelungener Einstieg in das Cosmere und ein bemerkenswert starkes Debüt.
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