Fiete, der alte Seebär! Als Frau Helbing ihre demenziell erkrankte Nachbarin Frau Paulsen im Pflegeheim besucht, begegnet sie dort zufällig einem alten Angelfreund ihres verstorbenen Mannes. Früher ist Fiete Jacobsen von Hamburg aus als Kapitän um die halbe Welt gefahren, jetzt hockt der Arme buchstäblich auf dem Trockenen. "Gift ja nix hier", beschwert er sich. Dem bringe ich mal eine Portion Labskaus vorbei, sagt sich die pensionierte Fleischereifachverkäuferin. Allerdings eröffnet ihr Fietes Betreuerin Frau Fischer unter geheimnisvollen Andeutungen, Herr Jacobsen werde bald umziehen. Und dann passiert es: Gerade als Frau Helbing das Heim verlässt, stürzt Frau Fischer aus dem Fenster im dritten Stock. Sterbend haucht sie noch ein letztes rätselhaftes Wort: "Morf." Die passionierte Krimileserin Frau Helbing weiß sofort: Hier liegt ein Verbrechen vor. Als dann auch noch Fiete spurlos verschwindet, steckt Frau Helbing, sehr zum Unmut der Hamburger Polizei, mitten in ihrer zweiten Mordermittlung.
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Mit Labskaus erreicht man sein Ziel
aebbies.buechertruhe am 15.06.2025
Bewertungsnummer: 2516182
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Frau Helbing, ehemalige Fleischereifachverkäuferin aus Hamburg, besucht ihre Nachbarin Frau Paulsen im Pflegeheim. Dort trifft sie auf Fiete, einen Angelfreund ihres verstorbenen Mannes. Dem muß ich Labskaus kochen, beschließt Frau Helbing! Jedoch erfährt sie durch Fietes Betreuerin Frau Fischer, daß Fiete bald umziehen wird. Als Frau Helbing gerade das Heim verlassen hat, stürzt Frau Fischer aus dem Fenster, genau neben Frau Helbing. Sie kann ihr gerade noch das mysteriöse Wort "Morf" zuhauchen. Für Frau Helbing steht fest, daß es sich um Mord handelt, schließlich hat sie genug Krimis gelesen. Als dann auch noch Fiete während eines gemeinsamen Ausfluges mit ihr und Pitt, einem weiteren Angelfreund, verschwindet, ist klar, daß Frau Helbing ermitteln muß!
"Frau Helbing und der verschollene Kapitän" ist der zweite Fall für die sympathische Rentnerin Frau Helbing. Dieser kann ohne Probleme einzeln gelesen werden, denn Eberhard Michaely vermittelt alles Wissenswerte ganz nebenbei, so daß man nie das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben. Einzig, daß das Buch so toll ist, da habe ich wirklich das Gefühl Band 1 verpasst zu haben. Frau Helbing ist absolut sympathisch. Ihre Art, sich um andere zu kümmern, ist einzigartig und wertvoll. Gerade um Herrn Paulsen, der plötzlich allein fertig werden muß und auf humorvolle, liebenswerte Art tolpatschig daher kommt, hat sie ein Auge und hilft, wo sie kann. Er war sogar irgendwie mein Lieblingscharakter und hat mich noch enorm überrascht. Aber auch Pitt hat mir gut gefallen. Sie alle sind typische Hamburger, so wie ich sie kennen- und liebengelernt habe. Aber nicht nur die Charaktere machen hier den Hamburger Flair aus, sondern auch die typischen Redensarten, die hier verwendet werden und die Handlungsorte. Man findet sich beim Fischbrötchenessen an den Landungsbrücken wieder oder in einer Kneipe auf St. Pauli, läuft an der Rickmer Rickmers vorbei und sieht Containerschiffe vorbeiziehen. Die Handlung besticht durch eine ruhigere Spannung, die beim Lesen nicht hektisch durch die Seiten hetzt, sondern Spaß macht und entspannen läßt. Ich bin von dieser Serie sehr begeistert!
Frau
Bewertung aus Duisburg am 27.02.2025
Bewertungsnummer: 2423732
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Zum Buch:
Fiete, der alte Seebär! Als Frau Helbing ihre demenziell erkrankte Nachbarin Frau Paulsen im Pflegeheim besucht, begegnet sie dort zufällig einem alten Angelfreund ihres verstorbenen Mannes. Früher ist Fiete Jacobsen von Hamburg aus als Kapitän um die halbe Welt gefahren, jetzt hockt der Arme buchstäblich auf dem Trockenen. »Gift ja nix hier«, beschwert er sich. Dem bringe ich mal eine Portion Labskaus vorbei, sagt sich die pensionierte Fleischereifachverkäuferin. Allerdings eröffnet ihr Fietes Betreuerin Frau Fischer unter geheimnisvollen Andeutungen, Herr Jacobsen werde bald umziehen. Und dann passiert es: Gerade als Frau Helbing das Heim verlässt, stürzt Frau Fischer aus dem Fenster im dritten Stock. Sterbend haucht sie noch ein letztes rätselhaftes Wort: »Morf.« Die passionierte Krimileserin Frau Helbing weiß sofort: Hier liegt ein Verbrechen vor. Als dann auch noch Fiete spurlos verschwindet, steckt Frau Helbing, sehr zum Unmut der Hamburger Polizei, mitten in ihrer zweiten Mordermittlung.
Meine Meinung:
Ich bin zum absoluten Frau Helbing-Fan geworden. Diese Art von Krimi ist richtig unterhaltsam. Er ist auf eine unaufgeregte Weise aufregend. Und witzig. Und so wahr: Ich musste so lachen, als Frau Helbing an eine Situation erinnert, in der sie eine Strickjacke im Alsterhaus kaufen möchte. Zitat: "...hatte ihr eine überschminkte Verkäuferin erklärt, Cardigans mit Zip oder Buttons finde sie nach Brand sortiert bei Ladies Wear. Frau Helbing war daraufhin wieder nach Hause gegangen." Köstlich, oder? Und so geht es nicht nur Frau Helbing!!!!
Diesmal muss man sich direkt zu Beginn des Buches damit auseinandersetzen, dass Frau Helbing in ihrer Wohnung ein Kaninchen geschlachtet hat *Würg*. Aber so ist die ehemalige Metzgersfrau und Fleischereifachverkäuferin nun einmal - nicht zimperlich. Das muss man schon verkraften. Wieder ist sie in einen Mordfall (oder sind es mehrere?) verwickelt und dieses Mal wird die Arbeitsbeziehung zu Kommissar Borken etwas enger. Frau Schneider habe ich in diesem Buch nicht persönlich angetroffen (sie hat mir auch nicht gefehlt). In diesem Teil geht es schon etwas haariger zu, als in dem ersten Buch und auch Frau Helbing gerät in Gefahr. Doch ich will hier nicht zuviel verraten.
Fazit:
Frau Helbing ist mir richtig ans Herz gewachsen. Ein sehr schöner Kriminalroman und ich freue mich auf weitere, die da noch kommen.
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