Du kennst die Geschichte von Edward Snowden.
Aber kennst du auch die Geschichte seiner Jäger? Hongkong, Juni 2013. Ein amerikanischer Whistleblower taucht in der Stadt unter. Auf seinem Laptop: eine Million Geheimdokumente aus dem Archiv der Geheimdienste, die er an Investigativjournalisten des Guardians weitergeben will. Der NSA-Agent Corrigan bekommt den Auftrag den Whistleblower zu finden und muss feststellen, dass er es mit einem Profi zu tun hat, der weiß, wie man untertaucht. Eine atemlose Jagd beginnt. Doch Corrigan ist nicht der Einzige, der den Whistleblower finden will - der russische Geheimdienst und die chinesischen Triaden heften sich ebenfalls an seine Fersen. Wird Corrigan ihnen zuvorkommen und die Veröffentlichung der Dokumente verhindern?
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Absoluter Hammer!
Bewertung am 18.01.2025
Bewertungsnummer: 2389635
Bewertet: Hörbuch-Download
Das Buch hat mich, ehrlich gesagt, überrascht. Ich versuche ja immer, möglichst unvoreingenommen an Bücher heran zu gehen, keine Rezensionen zu lesen und es einfach auf mir wirken zu lassen.
Und dieses fracking Buch wirkt.
Es ist ein wirklich guter Agententhriller, einer der sich nicht hinter Bond oder Bourne verstecken braucht. Und das meine ich durchaus ernst, das Buch ist ganz großes Kino in gedruckt. Die Geschichte ist schnell aber nicht zu schnell, sie ist gewalttätig aber nicht zu gewalttätig, sie ist intelligent aber nicht arrogant. Aber vor allem ist sie spannend, was nicht nur an den Orten und Ereignissen liegt, sondern auch an den liebevoll ausgestalteten Protagonisten und Antagonisten.
Ich habe schon nach wenigen Seiten das Gefühl gehabt, dass ich ein richtig gutes Buch vor mir habe. Spoiler: der Eindruck blieb bis zum Ende erhalten.
Die Story selbst ist auf ihre Art besonders: Hier werden echte Personen, historische Ereignisse und echte Orte mit einer fiktiven Geschichte verbunden und offensichtlich steckt einiges an Recherchearbeit in dem Buch. Und ja, ich habe Namen, Orte und Geschehnisse auf Google und in der Wikipedia gesucht
Das führt auch zu dem einzigen richtigen Kritikpunkt, dass ich Formulierungen gefunden habe, die jene der Quelle ein bisschen zu nah gekommen sind. Ich verstehe aber das Problem, denn wenn z. B. auf Wikipedia steht „Ereignis A trug sich von x bis y zu“, sind die Möglichkeiten, das umformulieren zu können beschränkt. Und Ihr merkt, welche Anstrengungen ich unternehmen musste, überhaupt was zu meckern zu finden. Wenn ich unbedingt meckern will, könnte ich noch über die manchmal zu prototypischen Charaktere, wie den „muskelbepackten, Ex-Footballer, Scharfschützen“ oder den „Hacker mit den Froschaugen“ sprechen. Aber mal ehrlich, eigentlich erwarten wir das ja. Ein Hacker, der als lebenslustiger Ex-Footballer beschrieben wird, wäre vielleicht auch komisch
S. D. Foik beweist, dass er nicht nur gut recherchieren kann, sondern auch ein Feingefühl und Gespür für internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik hat. Schon wegen der Faktennähe, war das Buch gut zu lesen, aber die Wahrheit ist ja ohnehin oft spannender, als jede Fantasie. Das gilt dann natürlich auch, wenn es um Themen geht, die gerade, durch den Überfall Russlands auf die Ukraine, wieder aktueller denn je sind, wie z. B. das geplatzte Assoziationsabkommen mit der EU.
Das ist auch schon fast das Fazit zu „Ära des Verrats„:
Es ist ein Buch, dass mir super gefallen hat, das mich richtig in die Geschichte rein ziehen konnte und zu den besten Büchern gehört, die der deutsche Markt in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Es ist ein Buch von dem man sich wünscht, dass Amazon oder Netflix eine Serie daraus machen mögen. (Nur bitte kein deutscher Produzent und keine deutschen Schauspieler, das Buch ist zu gut dafür.)
Die Verknüpfung von eigener Geschichte mit historischer Geschichte war schon klasse, aber auch zu sehen, wie viel Mühe sich der Autor mit den Details gegeben hat, war wirklich gut.
Und ich muss zugeben, dass ich vermutlich ab sofort Fanboy von S. D. Foik bin und hoffe sehr, dass es einen zweiten Band rund um die Protagonisten geben wird.
Und wenn das Lesejahr 2025 weitergeht, wie es begonnen hat, wird das ein gutes Jahr
Ursprünglich ist die Rezi hier erschienen: buchwurm.blog/aera-des-verrats/
Spannend und erschreckend, klare Empfehlung
Kinofürdieohren am 24.09.2023
Bewertungsnummer: 2028782
Bewertet: Hörbuch-Download
Ära des Verrats ist ein Hörbuch, auf das ich wirklich lange gewartet habe. Das Buch kenne ich nämlich schon, ja hin und wieder lese ich auch noch, gerade in den diversen Wartezimmern der Republik. Aber für mich war immer klar, das will ich gerne mal vorgelesen bekommen und war deshalb total begeistert, als das Hörbuch endlich angekündigt wurde.
In dem Buch geht es um die Jäger des Whistleblowers Edward Snowden. Der kommt in dem Buch natürlich auch vor, ist aber nur am Rande beteiligt. Hier liegt der Fokus klar auf der anderen Seite, nämlich dem NSA Agenten Corrigan und seinem Team, das verhindern soll, dass Snowden seine Informationen preisgeben kann.
Wenn man zur Zeit des kalten Krieges groß geworden ist, dann hat man ganz klar zwei Seiten. Die Guten, also der Westen, allen voran die USA, welche für Freiheit, Unabhängigkeit und Demokratie stehen und der Osten mit der damaligen UdSSR, welche das genaue Gegenteil verkörpern, also Böse sind.
Gerade was die Meinung über die USA angeht, rüttelt das Buch an einem Weltbild. Freie Meinungsäußerungen sind nicht wirklich gerne gesehen und es ist eigentlich jedes Mittel recht, um "Verräter" Mundtot zu machen. Wenn man liest, mit welcher Brutalität die Agenten der NSA vorgehen, um ihr Ziel zu erreichen, wird einem schlecht und man kann nur fassungslos mit dem Kopf schütteln. Solch ein Vorgehen, würde man eher einer kriminellen Organisation zuordnen.
Zu der Geschichte, die in Hongkong und der Ukraine spielt, will ich gar nichts weiter verraten. Sie ist aber sehr spannend geschrieben und gut recherchiert worden. Dazu schreit das Ende förmlich nach einer Fortsetzung.
Der Sprecher Felix Borrmann, den ich bis dato nicht kannte, hat hier einen hervorragenden Job gemacht, es ist ein Genuss ihm zuzuhören.
Jeder, der einen guten Spionage-Thriller zu schätzen weiß, der dazu noch auf einer wahren Begebenheiten basiert, kann hier bedenkenlos zugreifen.
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