Liebe, Sonne, Familienstreit – das beschreibt den Sommer der Verbiers und Babajous ziemlich gut. Eigentlich sollte es ein erholsamer, idyllischer Sommer in der Domaine de Lafleur. Marita ist überglücklich mit Lucien Lafleur und den Verbiers und Babajous. Alle verstehen und amüsieren sich gut. Doch als die Enkelin von Gilbert Verbiers, Julie, sich in Aristides Babajous Sohn Rachid verliebt, geht alles drunter und drüber: Die kulturellen Unterschiede sind größer, als gedacht und die Versöhnungsversuche von Lucien und Marita treffen auf geschlossene Türen. Als der Streit zu eskalieren droht, ist das junge Liebespaar plötzlich verschwunden. Doch wo sind sie hin?-
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Eine wunderschöne Geschichte über Familie und Freundschaft mit ganz viel sommerlicher Atmosphäre
Melanie Bublies aus Ahlen am 09.07.2017
Bewertungsnummer: 1032429
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Letztes Jahr hat mich "Sonnensegeln" von Marie Matisek nach Südfrankreich entführt. Das war für mich das erste Buch der Autorin und auf Anhieb hat mir ihr Schreibstil gefallen. Ich war noch nie in der Gegend, und trotzdem hatte ich das Meer und den Blumen-Duft der Plantage in Grasse in der Nase und das bunte Treiben in den Gassen von Nizza vor Augen. Die Geschichte hat eine leichte, ganz wunderbare Atmosphäre mit vielen liebenswerten Figuren. Genau das Gleiche kann ich über die Fortsetzung sagen, während im ersten Buch Marita aus Norddeutschland und Lucien Lafleur, Juniorchef der Domain Lafleur, die Hauptrollen spielen, ist es diesmal die Familie Babajou, deren Bekanntschaft ich bereits im ersten Buch machen durfte.
Babette und Aristide Babajou sind als junges Paar von der Elfenbeinküste nach Südfrankreich ausgewandert und haben hier vier Kinder bekommen. Aristide hat einen Gemüse- und Obstladen in den Gassen von Nizza, während Babette sich um den Haushalt kümmert und als Altenpflegerin dazu verdient. Babette ist recht lebensfroh, während Aristide zwar ebenfalls liebenswert, aber auch etwas stur wirkt. Er steckt alle Energie in sein Geschäft und seine Hühner, ein Hobby, das er mit Gilbert Verbier gemeinsam hat, Ehemann von Ségoléne, die ihrerseits Haushälterin auf der Domain Lafleur ist.
Der jüngste Sohn der Babajous, Rachid, verliebt sich in die Enkelin der Verbiers, Julie. Beide werden von typischen Problemen junger Erwachsener geplagt. Rachid soll bald studieren, schiebt es jedoch vor sich her, sich um seine Zukunft zu kümmern, während Julie vor ihrem zerrütteten Elternhaus zu ihren Großeltern geflüchtet ist, und ihren veganen Lebensstil vehement durchsetzt. Das junge Paar ist auch optisch sehr auffällig, der große dunkelhäutige Rachid und das blonde, zierliche Mädel, welches durch ihre krass gefärbten Haare und Piercings auffällt.
Die Wochen, in denen "Mirabellensommer" spielt, sind für die Babajous und Verbiers ereignisreich, nicht nur, dass Rachid und Julie plötzlich verschwunden sind, auch in Nizza passiert einiges. Trotzdem es zwischendurch recht dramatisch wird, verliert die Geschichte nichts von ihrer Leichtigkeit. Zwar wird es gleich zu Beginn etwas traurig, als Georges Lafleur, Vater von Lucien und Seniorchef der Domain stirbt, aber es ist amüsant, aus Sicht des Verstorbenen die Geschehnisse um Rachid und Julie zu verfolgen.
Mich konnte dieses zweite Buch genauso überzeugen wie Sonnensegeln es bereits letztes Jahr getan hat. Es war schön die Lafleurs, Verbiers und besonders in diesem Buch die Babajous wieder zu treffen. Ich wurde an den Ort des Geschehens entführt, und hatte erneut alles sehr detailliert vor Augen und besonders den Duft von Jasmin und Rosen in der Nase. Ich empfinde die Geschichten um die Domain Lafleur als perfekte Lektüre für den Sommer, sie ist sehr leicht und voller positiver Stimmung, ohne dabei oberflächlich zu wirken.
eine gelungene Fortsetzung
Bewertung aus Düsseldorf am 27.06.2017
Bewertungsnummer: 1029773
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch "Sonnensegeln" gelesen hatte, freute ich mich, nun die Fortsetzung lesen zu können. Und ich kann gleich zu Anfang erwähnen, dass es der Autorin gelungen ist, eine fesselnde Fortsetzung zu schreiben.
Georges ist glücklich und ärgert zu gerne die Frauen mit seinem Verhalten. Alle lassen ihn aber gewähren und später hat Georges mich mit seinen Betrachtungen aus seinem Blickwinkel erfreut.
Alle sind mehr oder weniger glücklich, aber so etwas hält ja nie lange an, denn irgendwas ist immer. Besonders wenn man Kinder hat, sie werden erwachsen, gehen aus dem Haus, haben eigene und meist andere Ansichten als ihre Eltern. Es ist nicht immer leicht, für keinen der Beteiligten.
Marie Matisek hat es bestens verstanden die großen und kleinen Alltags- und Familiensorgen in diesem Buch unterzubringen. Es geht um Veränderungen, aber auch um Freundschaften und den Zusammenhalt. Ich freute mich, dass ich alles Bekannte aus dem ersten Buch wieder traf. Denn sie alle waren mir sehr sympathisch, natürlich habe ich mich am meisten für und über die Frauen gefreut. Da ich dazu aber nichts verraten möchte, muss jeder selber lesen, was ich meine.
Ein sehr angenehmer Nebeneffekt war für mich auch diesmal wieder, dass ich den Sommer in Grasse und Nizza verbringen konnte. Leider konnte ich die Köstlichkeiten, die Babette und auch Ségolène zubereiteten nicht probieren, ich durfte nur davon lesen, aber in der Umschlagseite befindet sich ein Rezept eines Mirabellen-Mango-Chutneys, das könnte man ja mal probieren.
Fazit:
Ein weiteres wunderschönes Sommerbuch von Marie Matisek, man kann es alleine lesen, es macht aber mehr Spaß, zuerst "Sonnensegeln" zu lesen. Ich empfehle es auf jeden Fall gerne weiter.
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