Psychologische Kriegsführung im 2. Weltkrieg Die britische Tarnschrift Stiegel der Holzhauer. Wehrkraftzersetzung durch medizinische Propaganda
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inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
03.09.2023
Abbildungen
mit 6 Farbabbildungen
Verlag
BoD – Books on DemandSeitenzahl
152
Maße (L/B/H)
22/15,5/1,2 cm
Gewicht
538 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7578-7977-8
Was steht drin? Nicht, wie man Bäume fällt oder Gedichte schreibt, sondern wie man Tuberkulose vortäuscht, Gelbsucht simuliert oder sich gleich komplett aus dem Kriegsgeschehen verabschiedet - elegant und mit Erfolg. Stiegel der Holzhauer war eine Anleitung zur Sabotage des eigenen Körpers, ein Werkzeug, um das Getriebe der deutschen Kriegsmaschinerie zu blockieren. Nicht mit Bomben oder Kugeln, sondern mit Krankheitssymptomen und Fieberthermometern. Der wahre Gegner? Die eigene Führung.
Ulrich Wirth nimmt die Leser mit in die finstere Welt der Schwarzen Propaganda - jene perfide Kunst, die nicht mit der Axt angreift, sondern mit Zweifeln, Verunsicherung und Manipulation. Die Political Warfare Executive des britischen Foreign Office wusste genau, was sie tat: Das Heftchen war mehr als ein psychologischer Angriff, es war ein Meisterstück subversiver Kommunikation. Wie überzeugt man einen Soldaten, sich gegen seinen eigenen Staat zu wenden? Indem man ihm zeigt, dass Überleben cleverer ist als Gehorsam.
Der Clou dieses Buches? Es bleibt nicht bei der historischen Analyse. Wirths Mutter fand das Heft 1943 an einem Spätsommermorgen - eine reale Begegnung mit der Propaganda der Alliierten. Der Autor webt diese biografische Anekdote gekonnt in seine Erzählung ein und verbindet die persönliche Geschichte mit einer fundierten Analyse der psychologischen Kriegsführung. Das Ergebnis: Ein Buch, das Historie greifbar macht, ohne ins Akademische abzurutschen.
Dieses Buch ist keine einfache Kost. Als Faksimile ist es ein Blick in die Abgründe der menschlichen Psyche und in die düstere Effizienz des Zweifels als Waffe. Doch es lohnt sich - nicht nur für Geschichtsfreaks, sondern für alle, die wissen wollen, wie Macht funktioniert, damals wie heute. Ein scharfsinniges, subversives Werk, das zeigt: Die Feder ist mächtiger als das Schwert. Oder, in diesem Fall, das Thermometer.
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