Wenn du nicht den Mut für die große Liebe hast ...Zwei Menschen, deren innere Probleme sie daran hindern, sich wirklich aufeinander einzulassen: Die lebenslustig wirkende Ginny, die in die WG ihrer besten männlichen Freunde zieht, obwohl es in deren Gesellschaft ungleich schwerer ist, ihre Essstörung zu verbergen. Und Adrian, der seit dem frühen Tod seines Vaters ein Meister im Unterdrücken von Gefühlen ist. Schnell kommen die beiden sich näher. Doch mehrfach – nämlich immer dann, wenn es ernst zu werden verspricht zwischen den beiden – weist Adrian Ginny von sich...-
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Kann man einen anderen Menschen lieben, wenn man sich selbst nicht lieben kann?
wavy am 10.01.2024
Bewertungsnummer: 2106505
Bewertet: Hörbuch-Download
„Ich habe es einfach satt. Ich habe satt, nie diejenige zu sein für die man sich entscheidet.“
Inhalt:
Ginny hat drei beste Freunde alle männlich und sie kennt sie von ihrer Collagezeit in Harvard. Ginny, das Mädchen unter den Jungs, sieg mag das sehr – insbesondere, weil sie zwischen vielen Brüdern (und einer älteren Schwester) aufgewachsen ist. Sie ist quirlig, spritzig, witzig – sie liebt es zu tanzen, zu kochen und einfach mit „ihren Jungs“ abzuhängen. Doch sie hat auch viele Ängste, Ängste, die sie versteckt, welche sie nicht ihren besten Freunden verrät – sie will gefallen, keinen Ärger machen, will niemanden verlieren, einen anderen Menschen verletzten, niemanden zur Last fallen und so versteckt sie ihre Ängste und Sorgen immer mehr. Insbesondere im ersten Collagejahr kommt es zu einer Situation, welche sie für ihr späteres Leben prägen wird, und die Verdrängung dessen führt sie immer tiefer in eine Essstörung.
Auch Adrian, war im selben Jahr mit Ginny und den Jungs in Harvard, dort hat er Clay kennengerlernt – einer von Ginny’s-Jungs. Gemeinsam ziehen die Jungs inkl. Adrian in eine WG in Now York City. Ginny zieht es aufgrund ihres Jobs weg, jedoch muss sie feststellen, dass sie dort nicht glücklich ist. Sie fühlt sich einsam und allein, und so beschließt sie ebenfalls nach New York zu ihren Jungs zuziehen, als Adrian aus der Jungs-WG auszieht.
Ginny und Adrian kommen sich immer näher, wobei ihnen ihre eigenen Ängste und Traumata immer wieder im Weg zu stehen scheinen. Denn auch Adrian ist durch sein Leben sehr geprägt; musste in jungen Jahren (9 Jahre) aus seiner geliebten Heimat Budapest und weg von seinen Großeltern, gemeinsam mit seiner Mutter und älteren Schwester in die USA ziehen. Er verarbeitet das gelebte durch eine Art Verdrängung seiner Gefühle; er fühlt einfach nichts – er ist der festen Überzeugung nicht lieben zu können und es im Gegenzug auch nicht verdient geliebt zu werden.
Es ist eine Geschichte über Ängste, toxische Beziehungen und Verdrängungsmechanismen, welche einen so weit einnehmen, dass man alleine keinen Weg mehr zurückfinden kann – aber auch über Freundschaft, Geborgenheit und Sicherheiten, die einen retten können…
Hörbuch:
Die Stimme der Sprecherin hat mir gut gefallen, es wird deutlich, wann es sich bei den Gesagten oder den Gedanken um Ginny oder Adrian handelt. Zu Beginn waren mir das erzähl Tempo zu langsam, es wirkte einschläfernd, dennoch konnte man gut folgen. Bereits einige Hörabschnitte weiter nimmt die Geschichte und auch der Erzählstil immer mehr zu, es wird eine gute Spannung aufgebaut. Wenn die Personen traurig sind oder etwas in Trotz gesagt wird – nimmt die Sprecherin die Gefühle gut auf, der Sprechstil passt sich hier gut an… insbesondere zum Ende hin, musste ich so einige Tränen zurückhalten; auch durch die Stimme von Fanny Bechert, welche die traurigen Momente sowas von gut rübergebracht hatte.
Was mich jedoch wirklich gestört hatte am Hörbuch, war die Einteilung der Hörabschnitte. Die Abschnitte wurden in ca. 30–40-minütige Hörabschnitte unterteilt. Es erfolgte keine Sinnvolle Einteilung nach Situationen oder Tagen innerhalb der Geschichte; so hatte man oft das Gefühl, dass die Geschichte einfach weiterläuft, obwohl eine kurze Verschnaufpause sinnvoll gewesen wäre, bevor man in eine neue Situation gestoßen wird. Noch schrecklicher war jedoch, wenn der Cut innerhalb einer Aussage, Überlegung oder Situation war… ich empfand es als sehr störend. Kürzer, dafür überlegtere Breaks/Cuts hätte mir hier einfach mehr zugesagt. So wirkte es, als ob einfach nach einer bestimmten Zeit der Cut ohne Sinn und Verstand gesetzt worden ist!
Meinung:
Die Geschichte berührt einen sehr. Man erkennt immer mehr wie die Krankheiten/Traumata der beiden entstanden sind und sie immer mehr gewachsen sind – wie sie das Wesen der jeweiligen Person beeinfluss, schon fast beanspruchen. Es wird kein falsches Bild dargestellt, die Krankheit wird nicht verheimlicht, Szenen werden explizit dargestellt. Aus meiner Sicht sehr wichtig, denn Magersucht und Bulimie sind nicht schick, hipp oder stylisch… es sind Krankheiten, die den Körper und den Geist vollständig einnehmen und langsam zerstören. Die Ängste und auch die Wahrnehmung werden durch diese Krankheiten so eingenommen, dass die Betroffen es selbst nicht mehr merken können.
Daher finde ich das Buch/Hörbuch inhaltlich sehr gelungen, die Autorin beschreibt die Gefühle und Ängste der beiden Protagonisten sehr gut! Auch das Gefühlschaos von Adrian, seine Ängste und auch die Auslöser seiner Traumata werden deutlich dargestellt und man konnte sich gut mit den beiden identifizieren; fühlte sich emotional mit ihnen verbunden
Auch wenn ich beim Hörbuch insbesondere die Wahl der Breaks zu beanstanden habe, finde ich es dennoch sehr gut. Die Stimme von Fanny Bechert ist gut gewählt und auch die emotionalen Darstellungen der Sprecherin gefallen mir persönlich sehr gut. Ich kann das Hörbuch sehr empfehlen, es wird immer spannender und zum Ende hin, will man einfach nur wissen, wie es ausgeht, da man die beiden einfach nur fest Umarmen (und manchmal auch ordentlich schütteln) möchte.
Das Buch ein MUSS! Triggerwarnung
berry90 aus Deutschland am 31.12.2023
Bewertungsnummer: 2098848
Bewertet: Hörbuch-Download
Ich habe seit meiner Jugend keine Romane mehr gelesen. Jetzt mit 33 Jahren dachte ich komm versuche es wieder mit einem Roman. Das Buch hat mich wieder so dazu verleitet das ich noch mehr Romane gekauft habe. Das Buch hat einen tief mit in die Magersucht und Bulemie mit hineingenommen, woher die auslöser kommen, was wirklich mit den Gefühlen es auf sich hat. Diese ganze Story hat mich einfach wieder gegeben. Ginny hat mir so leid getan immer wieder in der Story, weil sie nie wirklich nie geliebt worden ist. Immer nur ausgenutzt oder kurze Nummern geschoben. An Leute mit der Krankheit, es werden keine Zahlen genannt keine genauen Angaben, sondern mehr über die Emotionen die echt gut geschrieben worden sind, das ich mich als betroffene in dem Elend wieder finden konnte. Es reist einen in den Bann, wollte immer weiter lesen, war auch in drei Tagen mit dem Buch durch sehr oft bis in die Nacht hineingelesen, in der Zeit kein TV kein Internet benutzt , weil ich unbedingt wissen wollte wie es ausgeht. Sehr gelungen.
Meinung aus der Buchhandlung
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Emma Noyes hat hier ein unglaublich berührendes Werk über die Liebe, Freundschaft, Selbstwahrnehmung, Esstörungen und noch viel mehr geschaffen. Sicherlich kein einfaches Buch, aber definitiv lesenswert!
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Guy‘s Girl handelt von Ginny, Ginny ist Jung, hübsch, lebendig und hat nur männliche Freunde. Mit Frauen kam sie noch nie so wirklich zurecht und auch mit ihrer Schwester hat sie keine richtige Beziehung.
Kurzerhand beschließt Ginny in die WG ihrer männlichen Freunde nach New York zu ziehen, dort fasst sie den Entschluss neu anzufangen, denn Ginny hat ein Geheimnis, eins dass ihre Freunde nicht efahren sollen, Ginny leidet unter einer Essstörung.
Als sie dann Adrian kennenlernt, fällt es ihr umgehend schwerer ihr Geheimnis zu bewahren, aber auch Adrian hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen und so stellt sich einem die frage : Werden sie den Mut finden sich aufeinander einlassen zu können?
Emma Noyes erzählt hier eine unglaublich tiefgehende Geschichte über zwei Menschen die den Mut aufbringen müssen um einander wirklich und wahrhaftig kennenlernen zu können.
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