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Elina Penner

1. Migrantenmutti

Migrantenmutti

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Elina Penner

Spieldauer

5 Stunden und 35 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

19.09.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

91

Verlag

Aufbau Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783757011048

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Elina Penner

Spieldauer

5 Stunden und 35 Minuten

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Ja

Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

19.09.2023

Hörtyp

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ungekürzt

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Deutsch

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9783757011048

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Unfassbar pointiert, mit einer Mischung aus Selbstreflexion und Ironie

Bewertung am 11.12.2023

Bewertungsnummer: 2085933

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Die Migration der Vergangenheit bleibt meine Gegenwart, egal, wie gut meine Eltern sich assimiliert haben oder wie viele Rolf-Zuchowski-Lieder ich auswendig kann.” Elina Penners „Migrantenmutti” ist wohl das Buch, das ich in der letzten Zeit mit den meisten Haftnotizen versehen habe. Wieso? Weil sie einfach die Wahrheit auf den Punkt bringt! Ich bin ehrlich, das provokante Cover hat mich nicht direkt angesprochen, doch gerade dieser Aspekt spiegelt die herausfordernde Natur von Penners Werk wider. In einer Reihe von Essays reflektiert sie das Leben als Mutter mit Migrationshintergrund und bietet einen tiefen Einblick in ihr persönliches Umfeld. Dabei beleuchtet sie die alltäglichen Herausforderungen mit denen Mütter konfrontiert sind und untersucht, wie sich diese Probleme in migrantischen Familien unterscheiden. Ihre Essays umfassen ein breites Spektrum an Themen, von Medienkonsum über Vorbilder bis hin zu Fragen der frühkindlichen Bildung. Gekonnt verknüpft sie diese Themen mit den zugrunde liegenden gesellschaftlichen Problemen von Klassismus, Rassismus und Diskriminierung. [Zur Sendung Frauentausch:] „[...] es katapultierte unseren extrem sauberen Haushalt mit zwei extrem hart arbeitenden Eltern auf die Seite der Guten, das war also beruhigend. Als Russlanddeutsche hatten wir es mal wieder in die Gruppe der guten Ausländer geschafft. Weil wir alles hinkriegen und funktionierten.” Unfassbar pointiert beschreibt Elina Penner ihre Ängste und Sorgen in einem Deutschland, das sich zunehmend nach rechts bewegt und populistische Parolen zur Normalität werden lässt und setzt diese im Vergleich zu den angesprochenen Problemen der Insta-Moms. Sie erläutert die Probleme der Identitätsfindung innerhalb der Gesellschaft einer Generation, in der Sparen an der Tagesordnung war, die nun Zugang zu Möglichkeiten hat, die früher undenkbar waren. „‚Wie schaffe ich es, dass meine Kinder mit den Möglichkeiten, aber ohne das Selbstverständnis der herkömmlichen Mittelschicht aufwachsen?’” (Zitat Betiel Berhe) Mit einer eindringlichen Mischung aus Ironie und Selbstreflexion schafft es Elina Penner, ihre Botschaften so zu vermitteln, dass man innehält und über die Botschaften nachdenkt, die in den Tiefen der Texte verborgen sind. Sie spielt immer wieder mit der vierten Wand, richtet sich direkt an die Leser:innen und konfrontiert diese mit einem klaren Spiegelbild der gesellschaftlichen Realitäten und fordert sie gleichzeitig auf, sich mit den eigenen Vorurteilen und Denkmustern auseinanderzusetzen. „Welche Botschaft bleibt also bei euch hängen? Dass Medienkonsum kleinen Kindern schadet? Auch wenn ich jetzt in die Whataboutismfalle tappe, aber können wir uns zumindest [...] darauf einigen, dass es Schlimmeres gibt?” „Migrantenmutti" ist somit weit mehr als ein Buch über Muttersein und Migration. Es ist kein Erziehungsratgeber, auch wenn es vielen Migra-Müttern helfen kann, wieder auf den „Boden der Tatsachen” zu kommen und sich wirklich zu fragen: Ist der Haferriegel als schnelles Frühstück oder der Medienkonsum wirklich das wichtigste Problem?

Unfassbar pointiert, mit einer Mischung aus Selbstreflexion und Ironie

Bewertung am 11.12.2023
Bewertungsnummer: 2085933
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Die Migration der Vergangenheit bleibt meine Gegenwart, egal, wie gut meine Eltern sich assimiliert haben oder wie viele Rolf-Zuchowski-Lieder ich auswendig kann.” Elina Penners „Migrantenmutti” ist wohl das Buch, das ich in der letzten Zeit mit den meisten Haftnotizen versehen habe. Wieso? Weil sie einfach die Wahrheit auf den Punkt bringt! Ich bin ehrlich, das provokante Cover hat mich nicht direkt angesprochen, doch gerade dieser Aspekt spiegelt die herausfordernde Natur von Penners Werk wider. In einer Reihe von Essays reflektiert sie das Leben als Mutter mit Migrationshintergrund und bietet einen tiefen Einblick in ihr persönliches Umfeld. Dabei beleuchtet sie die alltäglichen Herausforderungen mit denen Mütter konfrontiert sind und untersucht, wie sich diese Probleme in migrantischen Familien unterscheiden. Ihre Essays umfassen ein breites Spektrum an Themen, von Medienkonsum über Vorbilder bis hin zu Fragen der frühkindlichen Bildung. Gekonnt verknüpft sie diese Themen mit den zugrunde liegenden gesellschaftlichen Problemen von Klassismus, Rassismus und Diskriminierung. [Zur Sendung Frauentausch:] „[...] es katapultierte unseren extrem sauberen Haushalt mit zwei extrem hart arbeitenden Eltern auf die Seite der Guten, das war also beruhigend. Als Russlanddeutsche hatten wir es mal wieder in die Gruppe der guten Ausländer geschafft. Weil wir alles hinkriegen und funktionierten.” Unfassbar pointiert beschreibt Elina Penner ihre Ängste und Sorgen in einem Deutschland, das sich zunehmend nach rechts bewegt und populistische Parolen zur Normalität werden lässt und setzt diese im Vergleich zu den angesprochenen Problemen der Insta-Moms. Sie erläutert die Probleme der Identitätsfindung innerhalb der Gesellschaft einer Generation, in der Sparen an der Tagesordnung war, die nun Zugang zu Möglichkeiten hat, die früher undenkbar waren. „‚Wie schaffe ich es, dass meine Kinder mit den Möglichkeiten, aber ohne das Selbstverständnis der herkömmlichen Mittelschicht aufwachsen?’” (Zitat Betiel Berhe) Mit einer eindringlichen Mischung aus Ironie und Selbstreflexion schafft es Elina Penner, ihre Botschaften so zu vermitteln, dass man innehält und über die Botschaften nachdenkt, die in den Tiefen der Texte verborgen sind. Sie spielt immer wieder mit der vierten Wand, richtet sich direkt an die Leser:innen und konfrontiert diese mit einem klaren Spiegelbild der gesellschaftlichen Realitäten und fordert sie gleichzeitig auf, sich mit den eigenen Vorurteilen und Denkmustern auseinanderzusetzen. „Welche Botschaft bleibt also bei euch hängen? Dass Medienkonsum kleinen Kindern schadet? Auch wenn ich jetzt in die Whataboutismfalle tappe, aber können wir uns zumindest [...] darauf einigen, dass es Schlimmeres gibt?” „Migrantenmutti" ist somit weit mehr als ein Buch über Muttersein und Migration. Es ist kein Erziehungsratgeber, auch wenn es vielen Migra-Müttern helfen kann, wieder auf den „Boden der Tatsachen” zu kommen und sich wirklich zu fragen: Ist der Haferriegel als schnelles Frühstück oder der Medienkonsum wirklich das wichtigste Problem?

»Oh mein Gott, say it with…

Isa.Literature.Love aus Hamburg am 09.10.2023

Bewertungsnummer: 2824542

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

»Oh mein Gott, say it with me, Salzen ist nicht Würzen.« (S.84) - hat mich so sehr zum Lachen gebracht, dass ich mich fast an meiner Brezeln verschluckt hätte. »MIGRANTENMUTTI« von Elina Penner ist literarische Satire on Point Sie verpackt teils traurige teils beschämende teils wütend-machende Tatsachen, Erlebnisse und Beobachtungen so gut mit Sarkasmus und Humor, dass ich oft laut lachen musste, obwohl einiges wirklich beschämende Beispiele für unsere Gesellschaft sind. Andererseits hält sie unserer Gesellschaft gekonnt den Spiegel vor ,kritisiert absolut zu Recht den Umgang mit Armut, Migration und Integration in Deutschland und teilt Alltagsdinge, bei denen sich sicherlich vielen wiederfinden können. Als Deutschrussin hat sie eine andere Perspektive auf Deutschland als vielen Kartoffeln (Essay ALMAN unbedingt lesen) und kann dies unglaublich gut in Worte fassen. Sie schreibt aus einer migrantischen Sicht über Elternschaft in Deutschland, aber bei vielen Schilderungen habe ich mich ebenfalls wiedergefunden, bspw. warum Menschen ihre Schuhe nicht vor dem Betreten einer Wohnung ausziehen (I HATE IT TOO) oder, wenn ihr Partner den Reis zum Kochen abmisst: »Leute: Er. misst. den. Reis. ab. Mit einer Waage. Ich habe so gelacht, ich konnte nicht mehr.« (S.93) Vom Aufwachen in einer Großfamilie mit 4 Töchtern bin ich es auch gewohnt, dass es immer so viel Essen gab, dass jederzeit noch mind. 3 Besucher*innen hätten mitessen können. Elinas Unverständnis darüber, dass man Besuch nicht selbstverständlich zum Essen einlädt, fühle ich so so sehr und kenne dies auch. Auch ich koche immer so, dass spontan Freund*innen zum Essen bleiben können, weil Essen für mich auch eine Love Language ist. Über Familienplanung bis Kindererziehung und Umgang mit Geld werden hier etliche Themen aufgegriffen und ich feiere Elina extrem für ihre authentische, ehrliche, kritische und kluge Diskussion und Darstellung. GANZ GROSSE LESEEMPFEHLUNG ❤️‍ P.S.: Lieb diesen Tipp extrem: »Für Fans von heteronormativen Beziehungen gilt im Hinblick darauf [Familiengründung], wie das so klappen könnte als Familie, nach wie vor der Tipp: AUGEN AUF BEI DER PARTNERWAHL.« (S.109) Die folgende Liste sollten sich alle FLINTA*, die Männer Daten, unbedingt absichern.

»Oh mein Gott, say it with…

Isa.Literature.Love aus Hamburg am 09.10.2023
Bewertungsnummer: 2824542
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

»Oh mein Gott, say it with me, Salzen ist nicht Würzen.« (S.84) - hat mich so sehr zum Lachen gebracht, dass ich mich fast an meiner Brezeln verschluckt hätte. »MIGRANTENMUTTI« von Elina Penner ist literarische Satire on Point Sie verpackt teils traurige teils beschämende teils wütend-machende Tatsachen, Erlebnisse und Beobachtungen so gut mit Sarkasmus und Humor, dass ich oft laut lachen musste, obwohl einiges wirklich beschämende Beispiele für unsere Gesellschaft sind. Andererseits hält sie unserer Gesellschaft gekonnt den Spiegel vor ,kritisiert absolut zu Recht den Umgang mit Armut, Migration und Integration in Deutschland und teilt Alltagsdinge, bei denen sich sicherlich vielen wiederfinden können. Als Deutschrussin hat sie eine andere Perspektive auf Deutschland als vielen Kartoffeln (Essay ALMAN unbedingt lesen) und kann dies unglaublich gut in Worte fassen. Sie schreibt aus einer migrantischen Sicht über Elternschaft in Deutschland, aber bei vielen Schilderungen habe ich mich ebenfalls wiedergefunden, bspw. warum Menschen ihre Schuhe nicht vor dem Betreten einer Wohnung ausziehen (I HATE IT TOO) oder, wenn ihr Partner den Reis zum Kochen abmisst: »Leute: Er. misst. den. Reis. ab. Mit einer Waage. Ich habe so gelacht, ich konnte nicht mehr.« (S.93) Vom Aufwachen in einer Großfamilie mit 4 Töchtern bin ich es auch gewohnt, dass es immer so viel Essen gab, dass jederzeit noch mind. 3 Besucher*innen hätten mitessen können. Elinas Unverständnis darüber, dass man Besuch nicht selbstverständlich zum Essen einlädt, fühle ich so so sehr und kenne dies auch. Auch ich koche immer so, dass spontan Freund*innen zum Essen bleiben können, weil Essen für mich auch eine Love Language ist. Über Familienplanung bis Kindererziehung und Umgang mit Geld werden hier etliche Themen aufgegriffen und ich feiere Elina extrem für ihre authentische, ehrliche, kritische und kluge Diskussion und Darstellung. GANZ GROSSE LESEEMPFEHLUNG ❤️‍ P.S.: Lieb diesen Tipp extrem: »Für Fans von heteronormativen Beziehungen gilt im Hinblick darauf [Familiengründung], wie das so klappen könnte als Familie, nach wie vor der Tipp: AUGEN AUF BEI DER PARTNERWAHL.« (S.109) Die folgende Liste sollten sich alle FLINTA*, die Männer Daten, unbedingt absichern.

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