In einer Zeit, in der Magie zurückkehrt, stehen Calindor große Veränderungen bevor. Um dem drohenden Sturm standzuhalten, schmiedet der Zauberer Merlin in den Tiefen der Verlorenen Berge ein sagenumwobenes Artefakt, das die Menschheit unter einem Banner vereinen soll. Die von Rache getriebene Morgi versucht sich in ihrem neuen Leben am Hofe der Elfenkönigin zurechtzufinden und muss dabei erkennen, dass sie die Schatten ihrer eigenen Herkunft ans Licht bringen muss, um die Magie zu meistern. Die uralte Elfe Itara hingegen hat mit Visionen zu kämpfen, die den Untergang Calindors prophezeien. Um ihnen auf den Grund zu gehen, muss sie die Vergangenheit ihres eigenen Volkes verstehen. Schon bald stößt sie auf ein uraltes Geheimnis, das zu den Tagen des dunklen Herrschers zurückreicht ...
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
3 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Die Zeit in der Legenden Wirklichkeit werden
phantastische_fluchten aus Walzbachtal am 01.11.2023
Bewertungsnummer: 2058804
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Der zweite Band hält absolut nichts, was der erste Band verspricht. Ich habe lange überlegt, wie ich an die Rezension herangehe. Meine Erwartungen wurden alle nicht erfüllt. Ist das nun eine Enttäuschung oder ist das gut? Ich denke, dass es wirklich eine hervorragende Leistung des Autors ist, die Erwartungen des Lesers nicht zu erfüllen. Nicht nach Schema F vorzugehen, sondern Überraschungen aus dem Hut zu zaubern, dass man nur verwundert den Kopf schütteln kann.
Auch wenn es mich sehr erstaunt hat, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, war es letztendlich ein logischer Aufbau und man konnte die Wendungen gut nachvollziehen. Pascal Wokan bleibt sich hier absolut treu und scheut sich nicht schwierige Entscheidungen zu treffen und den Leser vor den Kopf zu stoßen.
Morgi muss zu ihrem Entsetzen feststellen, dass sich die alte Elfe Itara langsam in ihr Herz geschlichen hat. Sie ist ebenso direkt wie Morgi aber bei weiten nicht so respektlos. Als sich Itara auf den Weg zu Arn begibt und Morgi bei den Elfen zurücklässt, ist diese sehr enttäuscht und verbittert. Sie fühlt sich verraten und alleine gelassen. Allerdings hat Morgi bald genug zu tun, denn Cernunnos, ihr neuer Ausbilder, raubt ihr den letzten Nerv. Es handelt sich um einen Baumgeist, der eine gewisse Ähnlichkeit mit Baumbart ausweist, auch wenn Cernunnos zur Gattung der Dyraden gehört. Mit hat diese Figur sehr gut gefallen und die Auseinandersetzungen zwischen Morgi und ihm sind das Salz in der Suppe dieses zweiten Bandes.
Arn hat sich sehr verändert. Aus dem ehemaligen Freund der Elfen, dann Sklaven, ist nun ein mächtiger Zauberer geworden, der mit den Zwergen zusammenarbeitet und versucht, die Quelle der Magie zu beschützen. Die Elfen wollen diese Quelle erobern, denn dass sich Magie in der Hand der Menschen befindet ist für sie, die sich als Götter sehen, ein Sakrileg. Dass Arn sich als mächtiger Zaubrer entpuppt, die Zwerge ihm einen Turm errichten und dass Arn seine Freunde in die Welt hinausschickt, um die Menschen gegen die Herrschaft der Elfen aufzuwiegeln, schürt den Hass der Spitzohren auf diesen Emporkömmling.
Pascal Wokan hat seine Geschichte wieder in mehrere Erzählstränge aufgeteilt, dazu kommen Itaras Visionen und Arns Erinnerungen. Das mag sich etwas verwirrend anhören, ist es aber nicht. Alles fließt logisch zusammen, wie kleine Nebenflüsse, die sich zu einem gewaltigen Strom vereinen. Tristan wird als neue Figur eingeführt. Ein Junge, der in einem Armenviertel der Menschenstadt aufwächst und von Huren aufgezogen wird. Ein Junge, der sich mehr vom Leben erhofft und der eine kleine Gruppe Unzufriedener um sich schart, die mit dem gottgleichen Auftreten der Elfen nicht zufrieden sind. Als Tristan den Worten Eivors lauscht spürt er tief in sich einen Funken, der auf die Worte des Mannes reagiert. Eivor ist ein Gefährte Arns, der mit ihm zusammen in den Minen geschuftet hat und der nun die leisen Worte des Widerstandes im Auftrag des Zauberers verbreitet. Worte, die Hoffnung in den Menschen wecken sollen.
Wie schon in vielen anderen Romanen von Pascal Wokan, finden sich hier einige Hinweise auf bekannte und beliebte Fantasy Epen. Hier ein Zitat von Seite 306:
˃˃Sie erreichten ein Plateau, das sich über einem gewaltigen Krater erhob. Dicke Rauchwolken stiegen aus feurigen Spalten in den Himmel. , sie überzogen den Himmel mit undurchdringlicher Schwärze. Ein Meer aus Baumstümpfen erstreckte sich, soweit das Auge reichte, gefällt Stämme häuften sich auf zerbrochener Erde und hier und dort reichten Gerüste in die Klüfte aus denen sich Gestalten ergossen wie Ameisen aus einem zerstörten Bau.˂˂
Die Szene geht noch weiter und ich hatte während des Lesens ganz klar eine Szene aus dem Film HdR vor Augen. Und die Beschreibung auf Seite 366 erinnert an das Erwachen der Uruk-Hai. Dazu kommen Zitate aus „Die Kunst des Krieges“, Hinweise auf „die wilde Jagd“, Wieland der Schmied übernimmt eine Rolle (eine Sagengestalt aus der Welt der Zwerge) und Modsognir nennt sich König unter dem Berg.
Das sind nur ein paar Hinweise, was dem Autor alles einfällt um Altbekanntes mit Neuem zu verweben und daraus etwas eigenständiges zu kreieren.
Das Cover des Buches ist ein einem wunderschönen grau-blau gehalten und zeigt Arn, vor seinem Turm stehend, dahinter das gewaltige Gebirge.
Am Ende gibt es ein Personenregister und eine Liste der Länder und Städte, sowie einige Erklärungen zu der Elfensprache. Das alles rundet den Roman perfekt ab.
Und zum Schluss noch ein schönes Zitat der Zwerge:
Wie sind Zwerge
Wir weichen nicht
Wir spucken dem Tod ins Gesicht
Ein symphytisches und treues Volk, hat man ihren Respekt und ihr Vertrauen gewonnen, sind sie immer an deiner Seite.
Fazit:
Ein Band hat es immer schwer. Hier werden Weichen gestellt, die Lust auf Band drei machen. Was passiert mit Elion und den Elfen? Wer wird die Menschheit einen? Ich bin gespannt.
Ein Funke Hoffnung
Ninja_Turtles (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 05.12.2025
Bewertungsnummer: 2670862
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Triggerwarnung:
Hier geht es um Tod, Abschlachtungen, in denen viel Blut fließt und um Verrat.
Nichts für Zartbesaitete!
Meinung:
Zur Geschichte werde ich nichts sagen, denn sie ist einfach zu komplex, um sie in kurzen Wörtern zu beschreiben.
Der Schreibstil ist flüssig, gehoben und bildgewaltig - unglaublich!
Das Buch beginnt dort, wo die meisten aufhören und endet dort, wo die meisten anfangen; das finde ich voll gut. Die Charaktere, insbesondere Árn, Morgi, Itara und Modsognir, haben mir besonders gut gefallen. Pascal hat ihnen so viel Leben eingehaucht, dass ich dachte, ich bin live dabei - und das schaffen nicht viele!
Die Truppe um Árn fand ich total amüsant, der Humor kommt in dieser dunklen Zeit auch nicht zu kurz. Musste so manches Mal echt schmunzeln.^^ Aber auch das Schwertgerassel konnte ich hören, und das Blut aus vielen Wunden spritzt, hat mich die Augen aufreißen lassen- so schonungslos! Kam mir vor, als ob ich im Kino sitze und einen Film betrachte, mit Dolby-Surround-System und High-End Qualität- krasse Scheiße!!!
Árn hat sich hier am meisten entwickelt. Ich habe mit ihm mitgefühlt, mitgefiebert und ihm nur das Beste gewünscht. Er ist der Neubeginn einer neuen Zeit. Morgi hingegen ist vom Hass zerfressen und will Rache an den Elfen. Doch das ändert sich mit der Zeit - auch sie hat eine Wandlung durchgemacht.
In der Geschichte geht es viel um Tod, Blut und unbeschönigte Szenen, die mir das Blut in den Adern gefrieren lassen hat. Aber das hat mich nicht abgeschreckt - ganz im Gegenteil: Ich fand es richtig gut, dass man kein Blatt vor den Mund nimmt.
Des Weiteren gibt es hier Elfen, Halbelfen Zwerge und Orcs, die der Geschichte Leben eingehaucht haben.
Und auch in diesem Buch geht es um Licht und Dunkelheit, Böses und Gutes, Rache und Vergeltung, Veränderung und Neubeginn, aber auch Verrat, von dem man nicht denkt, dass das jetzt passiert ist. Aber auch politische Dinge, die man in der realen Welt bei uns findet, finden hier seinen Platz - was ich sehr passend fand! Denn was passiert, wenn die Bösen an die Macht kommen? Oder wo führt uns der Weg hin, wenn das Böse Überhand nimmt? Ihr müsst es unbedingt lesen! :-)
Fazit:
Ein Fanatsy-Epos, der alles andere als leichte Kost ist! Grandiose Umsetzung, in der viel Blut fließt und ungeschönt geschrieben wird. Klare Leseempfehlung
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.