Produktbild: Der entmündigte Leser

Der entmündigte Leser Für die Freiheit der Literatur. Eine Streitschrift

1

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.04.2024

Abbildungen

mit Abbildung

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,5/12,6/2,6 cm

Gewicht

370 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-302-1

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Erfrischend polemisch ... eine brillante Provokation. Jörg Magenau Deutschlandfunk Büchermarkt 20240411

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.04.2024

Abbildungen

mit Abbildung

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,5/12,6/2,6 cm

Gewicht

370 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-302-1

Herstelleradresse

Galiani, Verlag
Friedrichstraße 119
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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zu fachspezifisch und trocken, um für ein breiteres Publikum interessant zu sein

SimoneF am 14.04.2024

Bewertungsnummer: 2177243

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Bereits der Titel „Der* ent_mündigte Lese:r“ ist provokant, und Melanie Möller kämpft in ihrer Streitschrift vehement für die kompromisslose Freiheit der Literatur, gegen zeitgeistkonformes Weichspülen und Abschleifen vermeintlicher Kanten. Die willkürliche Verwendung der Wortbinnenzeichen geschlechtergerechter Sprache im Titel deutet bereits darauf hin, dass Melanie Möller diesen wenig abgewinnen kann und auch im Buch überwiegend auf das generische Maskulinum setzt. Man spürt sehr deutlich, dass die Autorin Professorin für Latinistik ist, da sie in jedem Kapitel einen antiken römischen oder griechischen Dichter einem klassischen oder moderneren Pendant gegenüberstellt. Bei letzteren zieht sie den Bogen von der Bibel über Shakespeare und Goethe bis Astrid Lindgren, wobei Annie Ernaux die einzige noch lebende Autorin ist. Ich muss gestehen, dass ich trotz großen Latinums und damit verbundener Lektüre der Klassiker des Altertums hier an meine Grenzen kam. Wer Freude an diesem Buch haben möchte, sollte sehr fit in den Werken von Catull, Vergil, Euripides, Sappho und Co. sein. Dies war mir nach der Kurzbeschreibung des Buches so nicht klar, und ich hatte hier eine etwas allgemeinverständlichere Abhandlung erwartet, die sich stärker an allseits bekannten Werken orientiert. Melanie Möller tritt vehement für die Trennung von Künstler und Werk ein, und stellt sich hiermit gegen den Ansatz vieler Kollegen und Kolleginnen, die im Leben der Künstler nach Anhaltspunkten für ihr Werk suchen. Häufig bedient sie sich leider selbst immer wieder genau der Polemik, die sie ihrerseits andersdenkenden Kollegen und Kolleginnen vorwirft. In vielen Punkten kann ich als Laie den Standpunkt der Autorin nachvollziehen, auch mir gehen viele Auswüchse im Literatursektor wie ausufernde Triggerwarnungen, Sensitivity Readings und vorauseilender Gehorsam gegenüber dem Zeitgeist inzwischen zu weit, und ich schätze Literatur, die einen als Leser oder Leserin fordert, provoziert, aufwühlt und auch an die Grenzen bringt. Insgesamt hatte ich mir unter diesem Buch etwas anderes erwartet, Freunde der Altphilologie kommen hier vermutlich eher auf ihre Kosten.

zu fachspezifisch und trocken, um für ein breiteres Publikum interessant zu sein

SimoneF am 14.04.2024
Bewertungsnummer: 2177243
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Bereits der Titel „Der* ent_mündigte Lese:r“ ist provokant, und Melanie Möller kämpft in ihrer Streitschrift vehement für die kompromisslose Freiheit der Literatur, gegen zeitgeistkonformes Weichspülen und Abschleifen vermeintlicher Kanten. Die willkürliche Verwendung der Wortbinnenzeichen geschlechtergerechter Sprache im Titel deutet bereits darauf hin, dass Melanie Möller diesen wenig abgewinnen kann und auch im Buch überwiegend auf das generische Maskulinum setzt. Man spürt sehr deutlich, dass die Autorin Professorin für Latinistik ist, da sie in jedem Kapitel einen antiken römischen oder griechischen Dichter einem klassischen oder moderneren Pendant gegenüberstellt. Bei letzteren zieht sie den Bogen von der Bibel über Shakespeare und Goethe bis Astrid Lindgren, wobei Annie Ernaux die einzige noch lebende Autorin ist. Ich muss gestehen, dass ich trotz großen Latinums und damit verbundener Lektüre der Klassiker des Altertums hier an meine Grenzen kam. Wer Freude an diesem Buch haben möchte, sollte sehr fit in den Werken von Catull, Vergil, Euripides, Sappho und Co. sein. Dies war mir nach der Kurzbeschreibung des Buches so nicht klar, und ich hatte hier eine etwas allgemeinverständlichere Abhandlung erwartet, die sich stärker an allseits bekannten Werken orientiert. Melanie Möller tritt vehement für die Trennung von Künstler und Werk ein, und stellt sich hiermit gegen den Ansatz vieler Kollegen und Kolleginnen, die im Leben der Künstler nach Anhaltspunkten für ihr Werk suchen. Häufig bedient sie sich leider selbst immer wieder genau der Polemik, die sie ihrerseits andersdenkenden Kollegen und Kolleginnen vorwirft. In vielen Punkten kann ich als Laie den Standpunkt der Autorin nachvollziehen, auch mir gehen viele Auswüchse im Literatursektor wie ausufernde Triggerwarnungen, Sensitivity Readings und vorauseilender Gehorsam gegenüber dem Zeitgeist inzwischen zu weit, und ich schätze Literatur, die einen als Leser oder Leserin fordert, provoziert, aufwühlt und auch an die Grenzen bringt. Insgesamt hatte ich mir unter diesem Buch etwas anderes erwartet, Freunde der Altphilologie kommen hier vermutlich eher auf ihre Kosten.

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Der entmündigte Leser

von Melanie Möller

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