Produktbild: Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl
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Uwe Johnson

1. Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl

Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Charly Hübner + weitere

Spieldauer

73 Stunden und 32 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

29.09.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

1211

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742423153

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Spieldauer

73 Stunden und 32 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

29.09.2023

Hörtyp

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Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

1211

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742423153

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  • Odilie

    aus Bremen

    5/5

    21.12.2024

    Hörbuch (Audio)

    Viele Stunden, die sich lohnen!

    Zu meiner Verblüffung fand ich hier meine Buchbesprechung vom Sommer 2013. Was ich vor 11 Jahren schrieb, hat für mich immer noch Bestand. Jetzt habe ich das Hörbuch gehört. Was für eine beeindruckende Arbeit von Hübner und Miosga! Sie durchdringen und gestalten diesen gewaltigen Text auf unglaubliche Art! Wenn Sie jetzt ein paar freie Tage haben, tauchen Sie bitte in die Geschichte ein. Wenn nicht, hören Sie wenigstens täglich für eine halbe Stunde zu. Es lohnt sich sehr! Versprochen!

  • Bories vom Berg

    aus München

    5/5

    06.01.2021

    Buch (Set mit diversen Artikeln)

    Mega-Roman im Intervall Mit…

    Mega-Roman im Intervall Mit seinem Epos «Jahrestage» hat Uwe Johnson den Versuch unternommen, Realität verlustfrei in Sprache zu transferieren. Wie der Untertitel verrät, dient ihm dabei das Leben seiner Protagonistin Gesine Cresspahl als Spiegel für eine großangelegte Gesellschaftsstudie, in der er zu dem Ergebnis kommt, dass allen äußeren Widerwärtigkeiten zum Trotz der Mensch letztendlich seine seelische Integrität durchaus zu bewahren vermag. Der erste Teil des vierbändigen Werkes erschien 1970, der letzte 13 Jahre später. Man kann das systemkritische Hauptwerk von Uwe Johnson als engagierte Suche nach dem richtigen Leben deuten. Der in 366 Tageskapitel eingeteilte Roman stellt eine subjektive Jahreschronik dar, vom 19.8.1967 bis zum 20.8.1968, den Schalttag eingeschlossen, ein Weltjahr also, wie es Siegfried Unselt formuliert hat. Ort der Handlung ist New York, Johnson lässt die 34jährige Gesine, die dort bei einer Bank arbeitet, mit ihrer zehnjährigen Tochter Marie im Apartment 204, 243 Riverside Drive, Manhattan wohnen, seine eigene Wohnadresse während seines zweijährigen Aufenthalts. Eine zweite Erzählebene bildet die fiktive Kleinstadt Jerichow in Mecklenburg, aus der Gesine 1953 während der DDR-Zeit in den Westen flüchtete, ehe sie dann 1961 nach New York ging. Neben der Hauptfigur und ihrer altklugen Tochter als Zuhörerin fungiert der Autor in Person als Protokollant ihrer Erzählungen. Als zweite Erzählinstanz tritt er zuweilen in Dialogen mit Gesine auf, die nicht immer friedlich verlaufen. «Wir können auch heute noch aufhören mit deinem Buch» hält sie ihm an einer Stelle entgegen. Quasi eine dritte Erzählinstanz ist die für Gesine unentbehrliche New York Times, ihre tägliche Pflichtlektüre, aus der im Roman tagebuchartig in beinahe allen Kapiteln zitiert wird. Nicht nur dass die Zeitung als seriöse Zeitzeugin die politischen und sozialen Themen zur Handlung beisteuert, der Autor vermittelt damit auf raffinierte Weise auch Authentizität. Häufig unterbrochen durch Fragen der wissbegierigen Marie erzählt Gesine unermüdlich aus ihrem bewegten Leben und aus dem ihrer Vorfahren. Wobei, wie es der Untertitel «Aus dem Leben von Gesine Cresspahl» schon relativiert, all diese Rückblenden nie wirklich vollständig sein können. Der zeitliche Rahmen der Erzählungen reicht von Gesines Geburtsjahr 1933 mit der Machtergreifung der Nazis über das Kriegsende mit der gefürchteten Roten Armee in Mecklenburg, das nachfolgende sozialistische Paradies der DDR, die gefährliche Epoche des Kalten Krieges und den Vietnamkrieg bis hin zum Prager Frühling. Der Roman endet mit dem 20. August 1968, an dem die Russen den Reformen von Alexander Dubček ein Ende setzten. Zum persönlichen Schicksal von Gesine gehört neben dem frühen Tod ihrer Eltern auch der politisch bedingte Tod von Maries Vaters, über den sie untröstlich ist. Sie hat sich in eine Art inneres Exil zurückgezogen und lebt weitgehend in ihren Erinnerungen, die sie nach dem Motto «… für wenn ich tot bin» auch auf Tonband spricht. In einer Art Collage werden persönliche Erinnerungen mit Zeitungsausschnitten, Briefen und Dialogen zu einer Erzählung zusammengefügt, die geradezu fanatisch nach Wahrheit strebt. Sprachlich ist der Roman durch eine äußerst präzise Beschreibungskunst gekennzeichnet, deren parataktischer Satzbau sich zielgerichtet aufs Wesentliche konzentriert. Neben etlichen Einsprengseln in Platt finden sich darin ganze Passagen in Englisch, Französisch und anderen Sprachen bis hin zu Russisch. Man kann hier mit Recht von einem Sprachkunstwerk reden, dessen schwierige Lektüre allerdings, nicht nur vom schieren Seitenumfang her, einiges an Durchhalte-Vermögen voraussetzt. Dieser collageartig aufgebaute Mega-Roman eignet sich aber auch ideal zum sequentiellen Lesen, immer wieder mal hundert Seiten im Intervall. Es gibt in ihm ja keinen durchlaufenden Erzählfaden, man kann also problemlos jederzeit wieder einsteigen in die Lektüre dieses kanonischen Werkes.

  • Mrs.Moriarty

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    11.12.2014

    eBook (ePUB)

    Wenn man sich an die 1700 Seiten herantraut, erlebt man ein sprachliches Wunder

    Jahrestage beschreibt ein Jahr  im Leben der Gesine Cresspahl (vom 20. August 1967 -20. August 1968), die auch schon in Mutmaßungen über Jakob eine Rolle spielte. Johnson verbindet Gesines Gegenwart mit ihrer Vergangenheit, in dem er sie ihrer 10 Jährigen Tochter, ihre Familiengeschichte erzählen lässt. Immer wieder hört Gesine dabei auch Stimmen von Menschen die sie begleitet haben und führt mit ihnen Gespräche, was am Anfang ein wenig verwirrend ist. Nach und nach gewöhnt man sich dann aber daran. Mit einer für mich wunderbaren Sprache verwebt Johnson geschichtliche Ereignisse mit der Handlung. Dies  wirkt nie beabsichtigt sondern zufällig und dadurch glaubwürdig. Jahrestage ist so nicht nur eine Familienchronik sondern auch ein Stück subjektive deutsche und amerikanische Geschichte, erzählt aus der Sicht eines Autors der sie erlebt hat. Wobei er sich charmanter weise selbst auch manchmal nicht allzu ernst nimmt (vor allem die Gespräche des Autors mit seiner Figur Gesine^^)  Ein weiterer schöner Aspekt ist die Sprache. Johnson lässt gerne auch mal mecklenburgischen Dialekt sprechen der für einen Schwaben wie mich dann doch schwer zu verstehen war . g  Aber auch das sorgt dafür das die Figuren nicht abgehoben wirken, im Gegenteil, sie wirken so lebendig und real. Man hat immer wieder das Gefühl das man Gesine auch auf der Straße begegnen könnte. Auch Englisch sollte man ab und an verstehen können.  Geschickt verknüpft der Autor immer wieder Fiktion, Wahrheit und seine ganz eigene Sicht der Dinge. So erlebt man auch ganz alltägliche Szenen aus dem Leben von Gesine und ihrer Tochter. Wie Marie mit ihrer Mutter Diskutiert und wie sie zu D.E. steht, dem sozusagen Verlobten ihrer Mutter. Man ist Beobachter dieser beiden Figuren und hat doch immer das Gefühl direkt dabei zu sein, wie Gesine durch New York zu ihrer Arbeit fährt, ihre TIMES liest und zwischendurch ihrer Tochter Episoden aus ihrer Kindheit erzählt.  Johnson sorgt durch seine schöne Erzählweise dafür das einem die Figuren sehr nahe gebracht werden und das es sich um keine abgehobenen Charaktere handelt, immer wieder hat man das Gefühl diese Menschen könnte es so oder so ähnlich wirklich geben.  Jede Figur hat eine eigene Persönlichkeit und Geschichte sodass man sich schnell in sie hineinversetzen kann. Für mich sind sie fast schon unheimlich lebendig. Die vielen Gespräche und Diskussionen scheinen aus dem Leben entnommen.  Abschließend kann ich sagen das Jahrestage mit zu dem Besten gehört was ich dieses Jahr und überhaupt gelesen habe. Ich habe die Lektüre sehr genossen und bin schon auch ein wenig traurig Gesine wieder zu verlassen. Ich kann den Roman jedenfalls nur empfehlen! (Wenn man sich an die 1703 Seiten trauen mag.)

  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    19.08.2013

    Buch (Set mit diversen Artikeln)

    Einen 2150-Seiten-Roman kurz…

    Einen 2150-Seiten-Roman kurz zu rezensieren und dazu noch ein epochales Ausnahmewerk, ist schon ein schwieriges Unterfangen. Aber hier ist der Versuch. In „Jahrestage“ beschreibt Uwe Johnson ein Jahr (vom 20. August 1967 bis 20. August 1968) im Leben der Gesine Cresspahl. . Das Geburtsdatum Gesines (3. März 1933) und der letzte Tag im Roman mit dem Einmarsch der sowjetischen Truppen in Prag geben den historischen Rahmen der Romantetralogie. Dabei verbindet Johnson Gesines Gegenwart mit ihrer Vergangenheit, indem er sie ihrer 10-jährigen Tochter, ihre Familiengeschichte erzählen lässt. Die aus Jerichow stammende Gesine Cresspahl, die 1953 die DDR in Richtung Westen verließ, fand zunächst in einer NATO-Dienststelle, dann bei einer Bank Arbeit. In der BRD lebte sie in Düsseldorf, wo sie auch ihre Tochter Marie bekam. Der Vater (Jakob Abs) kehrte allerdings in den Osten zurück, wo er bei einem Unfall ums Leben kam. 1961 ist Gesine nach New York gegangen und lebt dort seit sechs Jahren als Fremdsprachenkorrespondentin. Gesines reicher Freund Dietrich Erichson ist selten da, denn in seiner Tätigkeit für die NATO ist er ständig unterwegs. Während ihre inzwischen zehnjährige Tochter New York als neue Heimat angenommen hat, sucht Gesine weiter nach einem Rückhalt. Jeden Tag holt sich Gesine die "The New York Times" vom Kiosk und liest sie gründlich. So bilden Zitate und Artikel daraus das Gerüst dieser tagebuchartigen Chronik, in der sie sich in Rückblicken an ihre Mecklenburger Familiengeschichte erinnert und diese Erinnerungen mit den New-Yorker-Alltagsproblemen von Mutter und Tochter verbindet. So wird die Vergangenheit der Familie an den politischen Ereignissen der 60er Jahre (Vietnamkrieg, Rassenunruhen, Studentenproteste und Morde an den Kennedy-Brüdern und Martin Luther King) gespiegelt. Die ersten beiden Bände umfassen jeweils vier Monate (20.8.67-19.12.67 und 20.12.67-19.4.68). Hier erinnert sich Gesine an die Familiengeschichte von den 1920er Jahren bis zum Kriegsende 1945. Der dritte Band (10.4.-19.6.1968) betrachtet die Nachkriegsjahre, während der vierte Band (bis zum 20.8.68) hauptsächlich der DDR-Vergangenheit bis zum Volksaufstand vom 17.6.1953 gewidmet ist. Uwe Johnson (1934-1984), der in den 60er Jahren selbst in New York arbeitete, sammelte dort vielfältiges Material für seinen Roman, dessen ersten drei Bände 1970-73 erschienen. Danach geriet die Arbeit an dem Werk ins Stocken, sodass der Abschlussband erst 1983 erschien. Der Romanepos „Jahrestage“ ist ein gigantisches Erzählmosaik, das sich bei der ersten Lektüre sicher nicht vollständig erschließt. Sehr hilfreich ist dabei das Inventar „Kleines Adressbuch für Jerichow und New York“ (1983) von Rolf Michaelis, ein Register mit Namen, Orten, Zitaten und Verweisen (ebenfalls bei Suhrkamp neu erschienen). „Jahrestage“ ist ein facettenreiches und vielfiguriges Zeit-Panorama, das auf ungewöhnliche Weise die mecklenburgische Kleinstadt und Landschaft mit der Metropole New York sowie die deutsche Geschichte mit der nordamerikanischen Gegenwart miteinander verschachtelt - und das alles um die Figuren einer jungen Frau und ihrer Tochter. Die vorliegende Suhrkamp-Taschenbuch-Ausgabe ist in neuer Ausstattung erschienen, wobei alle vier Bände das Original-Cover der Ersterscheinung besitzen und zudem in einem Schuber untergebracht sind.

  • Odilie Pressberger

    aus Regensburg (Donau EKZ)

    5/5

    16.07.2013

    Buch (Set mit diversen Artikeln)

    Ein Jahr in New York:1967 - 1968

    Uwe Johnson erzählt in diesen vier Büchern (je älter ich werde, desto kostbarer empfinde ich sie!) von Gesine Cresspahl. Sie kommt aus der DDR, arbeitet in Düsseldorf in einer Bank und wird 1967 nach New York versetzt. Zusammen mit ihrer 10jährigen Tochter Marie lebt sie am Riverside Drive, liest täglich die New York Times, denkt nach und erzählt Marie Geschichten über die Familie, von der Beide abstammen. So erfahren wir nicht nur deutsche Geschichte etwa von 1915 an (Weimarer Republik, Nazizeit, Gründung der DDR und Alltag in diesem Land), sondern lernen beim Lesen Schlüsse aus Fakten und Informationen zu ziehen. Bekommen ein Rüstzeug in die Hand, uns selber im Strom der Geschichte zu verorten. Wie bitter notwendig das heute ist, wird sicherlich jeder beim Lesen sehr schnell bestätigen können.

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