Produktbild: Über die Berechnung des Rauminhalts II

Über die Berechnung des Rauminhalts II Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

65985

Erscheinungsdatum

21.09.2023

Verlag

Matthes & Seitz Berlin Verlag

Seitenzahl

191 (Printausgabe)

Dateigröße

2876 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Peter Urban-Halle

Sprache

Deutsch

EAN

9783751809412

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Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

65985

Erscheinungsdatum

21.09.2023

Verlag

Matthes & Seitz Berlin Verlag

Seitenzahl

191 (Printausgabe)

Dateigröße

2876 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Peter Urban-Halle

Sprache

Deutsch

EAN

9783751809412

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Der unerbittliche 18.November

Zauberberggast aus München am 20.11.2025

Bewertungsnummer: 2659551

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Heute ist der 20. November. Ich bin in der Zeit fortgeschritten, der 18. November liegt für mich schon zwei Tage zurück. Der 18. November ist für die meisten Menschen ein ganz normaler Tag, es sei denn, sie haben Geburtstag oder ein anderes wichtiges Ereignis an diesem Tag zu begehen. Nicht so für Tara Selter, die Protagonistin und Ich-Erzählerin aus “Über die Berechnung des Rauminhalts” von Solvej Balle. Für die belgisch-britische Französin, die von Beruf antiquarische Buchhändlerin ist, wiederholt sich der 18.11 immer und immer wieder, sie ist in einer Zeitschleife gefangen. Seit ich letztes Jahr am 18.11 mit der Reihe angefangen habe, bin ich großer Fan und doch habe ich im Laufe des Jahres nicht mehr weitergelesen. Vier Bände des auf sieben Bände angelegten Werks sind bereits von Peter Urban-Halle für Matthes & Seitz Berlin vom Dänischen ins Deutsche übersetzt worden und trotz der Begeisterung habe ich erst jetzt wieder, an einem 18.11, zu Band II gegriffen. Es kam mir irgendwie falsch vor, nicht am oder um den 18.11 den “Rauminhalt” zu lesen. Gleichzeitig werde ich am 18.11, so oft der Tag auch für mich wiederkehren möge, keine andere Buchreihe, keinen anderen Roman lesen können als: “Über die Berechnung des Rauminhalts” von Solvej Balle. Dabei wäre es - zumindest was Band II betrifft - eigentlich passend gewesen. Denn in diesem Buch versucht Tara aus der Gleichzeitigkeit ihrer Umstände, dem Immergleichen “ihres” 18. November auszubrechen und sie fängt quasi an, im 18.11 die Jahreszeiten zu suchen. Sie konstruiert sich künstlich das Zeitvergehen, das sie anhand von meteorologischen Markern festmacht, die den Jahreszeitenwechsel indizieren. Sie reist durch ganz Europa, um richtigen Winter mit Schnee (in Skandinavien), einen Frühling mit neugeborenen Schafen (in Süd-Cornwall), einen warmen Sommertag (in Südrankreich) und schließlich milde Frühherbsttage (im Rheinland) zu erleben. Die Szene, wo sie mit ihren Eltern in Brüssel Weihnachten feiert, ist geradezu rührend. Wie sie selbst versucht, eine Illusion zu erzeugen, die Zeitschleife zu überlisten, indem sie den Christmaspudding mit ins Bett nimmt. Denn die Sachen in ihrem Bett neigen dazu, nicht zu verschwinden, so wie sie selbst auch ihre Erinnerungen an die täglich wiederkehrenden 18. November behält - nur alle anderen nicht. Wir lernen in diesem Band mehr über Taras Vergangenheit und ihre Weltsicht. Thomas, ihr Mann, der im ersten Band viel Raum eingenommen hat, wird nicht so oft erwähnt. Er bleibt in ihrem Haus in Frankreich, Tara trifft ihn nicht, sie denkt nur an ihn, wenn sie an Körperlichkeit und Glück denkt. Ich habe wieder so viel angestrichen, mir so viel von dieser ruhigen, philosophischen Prosa merken wollen. Zum Beispiel die Resignation, das Akzeptieren, dass ihre Jahressimulation eine Farce war: “Vielleicht soll ich einfach in der Welt leben, wie sie ist, und akzeptieren, dass es keine Feiertage mehr gibt, kein Weihnachten, kein Neujahr, dass ich nie mehr Winter oder Frühling erleben werde, kein Ostern, keinen Sommer. Nur November. November.” (S. 142) Ich weiß nicht, ob ich ein ganzes Jahr auf Buch III warten will. Nicht nach dem Cliffhanger am Ende. Wie soll ich es aushalten, dass mein 18. November sich nur einmal im Jahr wiederholt?

Der unerbittliche 18.November

Zauberberggast aus München am 20.11.2025
Bewertungsnummer: 2659551
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Heute ist der 20. November. Ich bin in der Zeit fortgeschritten, der 18. November liegt für mich schon zwei Tage zurück. Der 18. November ist für die meisten Menschen ein ganz normaler Tag, es sei denn, sie haben Geburtstag oder ein anderes wichtiges Ereignis an diesem Tag zu begehen. Nicht so für Tara Selter, die Protagonistin und Ich-Erzählerin aus “Über die Berechnung des Rauminhalts” von Solvej Balle. Für die belgisch-britische Französin, die von Beruf antiquarische Buchhändlerin ist, wiederholt sich der 18.11 immer und immer wieder, sie ist in einer Zeitschleife gefangen. Seit ich letztes Jahr am 18.11 mit der Reihe angefangen habe, bin ich großer Fan und doch habe ich im Laufe des Jahres nicht mehr weitergelesen. Vier Bände des auf sieben Bände angelegten Werks sind bereits von Peter Urban-Halle für Matthes & Seitz Berlin vom Dänischen ins Deutsche übersetzt worden und trotz der Begeisterung habe ich erst jetzt wieder, an einem 18.11, zu Band II gegriffen. Es kam mir irgendwie falsch vor, nicht am oder um den 18.11 den “Rauminhalt” zu lesen. Gleichzeitig werde ich am 18.11, so oft der Tag auch für mich wiederkehren möge, keine andere Buchreihe, keinen anderen Roman lesen können als: “Über die Berechnung des Rauminhalts” von Solvej Balle. Dabei wäre es - zumindest was Band II betrifft - eigentlich passend gewesen. Denn in diesem Buch versucht Tara aus der Gleichzeitigkeit ihrer Umstände, dem Immergleichen “ihres” 18. November auszubrechen und sie fängt quasi an, im 18.11 die Jahreszeiten zu suchen. Sie konstruiert sich künstlich das Zeitvergehen, das sie anhand von meteorologischen Markern festmacht, die den Jahreszeitenwechsel indizieren. Sie reist durch ganz Europa, um richtigen Winter mit Schnee (in Skandinavien), einen Frühling mit neugeborenen Schafen (in Süd-Cornwall), einen warmen Sommertag (in Südrankreich) und schließlich milde Frühherbsttage (im Rheinland) zu erleben. Die Szene, wo sie mit ihren Eltern in Brüssel Weihnachten feiert, ist geradezu rührend. Wie sie selbst versucht, eine Illusion zu erzeugen, die Zeitschleife zu überlisten, indem sie den Christmaspudding mit ins Bett nimmt. Denn die Sachen in ihrem Bett neigen dazu, nicht zu verschwinden, so wie sie selbst auch ihre Erinnerungen an die täglich wiederkehrenden 18. November behält - nur alle anderen nicht. Wir lernen in diesem Band mehr über Taras Vergangenheit und ihre Weltsicht. Thomas, ihr Mann, der im ersten Band viel Raum eingenommen hat, wird nicht so oft erwähnt. Er bleibt in ihrem Haus in Frankreich, Tara trifft ihn nicht, sie denkt nur an ihn, wenn sie an Körperlichkeit und Glück denkt. Ich habe wieder so viel angestrichen, mir so viel von dieser ruhigen, philosophischen Prosa merken wollen. Zum Beispiel die Resignation, das Akzeptieren, dass ihre Jahressimulation eine Farce war: “Vielleicht soll ich einfach in der Welt leben, wie sie ist, und akzeptieren, dass es keine Feiertage mehr gibt, kein Weihnachten, kein Neujahr, dass ich nie mehr Winter oder Frühling erleben werde, kein Ostern, keinen Sommer. Nur November. November.” (S. 142) Ich weiß nicht, ob ich ein ganzes Jahr auf Buch III warten will. Nicht nach dem Cliffhanger am Ende. Wie soll ich es aushalten, dass mein 18. November sich nur einmal im Jahr wiederholt?

Auf den zweiten Teil von die…

Kata_____Lović aus Bremen am 14.10.2023

Bewertungsnummer: 2828485

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Auf den zweiten Teil von die » Über die Berechnung des Rauminhalts« habe ich freudig gewartet. So inspirierend war der erste Teil, in dem die Antiquariatsbuchhändlerin Tara in einer Zeitschleife hängen bleibt. Immer wieder landet sie im achtzehnten November, Groundhogday in intellektuell. Im ersten Teil sucht Tara nach dem Ausweg und es ist am Ende offen, ob sie bereit ist für die Lücke im System, für den Sprung raus aus der ewigen Wiederholung der Außenwelt, in der sie selbst die einzige Variation ist. Auch Wochen nach dem Lesen dachte ich so einige Radfahrten darüber nach und versuchte zu erraten, was wird Balle in den folgenden sechs Bänden tun? Wird sie die Perspektive zu den anderen Figuren wechseln? Wird sie auflösen, dass es sich um ein Wahnsystem der Figur handelt? Zur gleichen Zeit war ich überzeugt, nein, das wäre viel zu einfach und linear, meine Gedanken sind zu begrenzt für diese Autorin und Geschichte, sie wird mich überraschen. Und, was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Es ist nicht einfach über Band Zwei zu schreiben, ohne zu spoilern, denn der Text lebt von überraschenden neuen Perspektiven. Tara sucht nicht mehr nach Lücken, sie akzeptiert den chronischen Zustand des achtzehnten Novembers und findet zu neuen Bewegungen in diesem zeitlich begrenzten Raum. Variationen findet sie, indem sie den Blick nach außen richtet, auf die flüchtigen Einblicke in die Leben Anderer, auf kollektiv strömende Menschenmengen, deren Sog nur kurz auf sie wirkt und über die örtliche Bewegung im Raum, die ihr sogar das Erleben von Jahreszeiten ermöglicht. Auch wenn es ihr sinnlos erscheint, fast zwanghaft dokumentiert sie ihre über die Zeitschleife hinausgehenden Gedanken. Mit Band Zwei schafft die Autorin es, mich wieder in Erstaunen zu versetzen, auf eine unaufgeregt leise und langsam einsinkende Art. Sprache und Tempo bilden damit einen Kontrast zum Gewissheiten in Frage stellenden Inhalt. Balle öffnet Raum um Raum und ich hab großes Vertrauen, dass sie weiter in Erstaunen versetzen wird. Denn das ist gesetzt, es müsste schon einiges passieren, dass ich die weiteren Bände nicht mehr lese. So müssen sich Fantasy- oder Romantasy- oder wie diese Genres heißen- Leser:innen fühlen, die der nächsten Fortsetzung mit Spannung entgegenfiebern, ich warte mit Freude auf Band Drei. Habe ich oder andere Rauminhaltbegeisterte dein Interesse geweckt? Steig ein in diesen Zug, es ist inspirierend, klug, eine entrückte, ganz eigensinnige Welt, die viel zu sagen hat über unser Sein.

Auf den zweiten Teil von die…

Kata_____Lović aus Bremen am 14.10.2023
Bewertungsnummer: 2828485
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Auf den zweiten Teil von die » Über die Berechnung des Rauminhalts« habe ich freudig gewartet. So inspirierend war der erste Teil, in dem die Antiquariatsbuchhändlerin Tara in einer Zeitschleife hängen bleibt. Immer wieder landet sie im achtzehnten November, Groundhogday in intellektuell. Im ersten Teil sucht Tara nach dem Ausweg und es ist am Ende offen, ob sie bereit ist für die Lücke im System, für den Sprung raus aus der ewigen Wiederholung der Außenwelt, in der sie selbst die einzige Variation ist. Auch Wochen nach dem Lesen dachte ich so einige Radfahrten darüber nach und versuchte zu erraten, was wird Balle in den folgenden sechs Bänden tun? Wird sie die Perspektive zu den anderen Figuren wechseln? Wird sie auflösen, dass es sich um ein Wahnsystem der Figur handelt? Zur gleichen Zeit war ich überzeugt, nein, das wäre viel zu einfach und linear, meine Gedanken sind zu begrenzt für diese Autorin und Geschichte, sie wird mich überraschen. Und, was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Es ist nicht einfach über Band Zwei zu schreiben, ohne zu spoilern, denn der Text lebt von überraschenden neuen Perspektiven. Tara sucht nicht mehr nach Lücken, sie akzeptiert den chronischen Zustand des achtzehnten Novembers und findet zu neuen Bewegungen in diesem zeitlich begrenzten Raum. Variationen findet sie, indem sie den Blick nach außen richtet, auf die flüchtigen Einblicke in die Leben Anderer, auf kollektiv strömende Menschenmengen, deren Sog nur kurz auf sie wirkt und über die örtliche Bewegung im Raum, die ihr sogar das Erleben von Jahreszeiten ermöglicht. Auch wenn es ihr sinnlos erscheint, fast zwanghaft dokumentiert sie ihre über die Zeitschleife hinausgehenden Gedanken. Mit Band Zwei schafft die Autorin es, mich wieder in Erstaunen zu versetzen, auf eine unaufgeregt leise und langsam einsinkende Art. Sprache und Tempo bilden damit einen Kontrast zum Gewissheiten in Frage stellenden Inhalt. Balle öffnet Raum um Raum und ich hab großes Vertrauen, dass sie weiter in Erstaunen versetzen wird. Denn das ist gesetzt, es müsste schon einiges passieren, dass ich die weiteren Bände nicht mehr lese. So müssen sich Fantasy- oder Romantasy- oder wie diese Genres heißen- Leser:innen fühlen, die der nächsten Fortsetzung mit Spannung entgegenfiebern, ich warte mit Freude auf Band Drei. Habe ich oder andere Rauminhaltbegeisterte dein Interesse geweckt? Steig ein in diesen Zug, es ist inspirierend, klug, eine entrückte, ganz eigensinnige Welt, die viel zu sagen hat über unser Sein.

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Über die Berechnung des Rauminhalts II

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