Produktbild: Von einem Sohn dieses Landes

Von einem Sohn dieses Landes »Baldwins prägendes Werk, und sein größtes« (TIME Magazine) in neuer Ausstattung | Mit einem Vorwort von Mithu Sanyal

3

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.07.2024

Verlag

dtv

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,8/12/2,1 cm

Gewicht

230 g

Farbe

Cognac

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Notes of a Native Son

Übersetzt von

Miriam Mandelkow

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14902-0

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

James Baldwin war der große Einzelne im Kampf gegen Rassismus und Homophobie. Das heißt, natürlich engagierte er sich, aber eben aus eigenen Erfahrungen heraus, sehr emotional und immer religiös getönt. ("Die Welt, Die Literarische Welt")
Mit beispielloser Aufrichtigkeit will James Baldwin den USA und sich selbst auf die Schliche kommen. In seinen erstmals 1955 erschienenen Essay ›Von einem Sohn dieses Landes‹ analysiert er die Voraussetzungen, unter denen schwarze Amerikaner leben. Der Band hat nichts an Aktualität eingebüßt. ("Deutschlandfunk")
Baldwins Blick auf die Gesellschaft ist lehrreich und mehrdimensional. ("Vorarlberger Nachrichten")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.07.2024

Verlag

dtv

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,8/12/2,1 cm

Gewicht

230 g

Farbe

Cognac

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Notes of a Native Son

Übersetzt von

Miriam Mandelkow

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14902-0

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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Raus aus der Komfortzone

Bewertung aus Villach am 04.09.2024

Bewertungsnummer: 2284425

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Werk ist kein Roman, sondern berichtet davon, was es bedeutete, wenn man Anfang der 1950er Jahre (vor der Bürger*innenrechtsbewegung) Schwarz in Amerika war – dies in unterschiedlichen Bereichen und zu verschiedenen Themen. In den ersten drei Kapiteln stellt Baldwin Hautfarbe und Rassismus in der Literatur, Filmen und Zeitungsberichten dar. Wie werden dort People of Colour (PoC) abgebildet? Wo gelingt es nicht, die Realität abzubilden, weil die Darstellungen zu kurz greifen oder überzeichnet sind. Er denkt auch über die PoCs in Frankreich nach, die Algerier*innen, die wussten woher sie kommen und auch eher noch die Möglichkeit hatten zurückzugehen. Schwarze in den USA wissen nicht genau, woher ihre Vorfahr*innenen kommen. Auch beschreibt er, dass ihnen gemeinsame Rituale und eine gemeinsame Religion fehlen, wie das bei den Jüd*innen der Fall ist. Er schreibt auch über die Toleranten in der damaligen amerikanischen Gesellschaft, doch führt er auch an, dass bei aller Toleranz niemand von den Weißen einen Negro dann daheim als Schwiegersohn am Tisch sitzen haben wollte. Für die Weißen waren damals Menschen mit dunkler Hautfarbe stereotyp: sexbessen, kriminell, sittenlos und unverlässlich. In den weiteren Kapiteln berichtet Baldwin über sein Schwarz sein, sein Aufwachsen in Harlem, das Leben mit den Jüd*innen dort und wie die schwarze Bevölkerung oftmals fast wie in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihnen lebten. Und ein Kapitel erzählt vom Sterben seines Adoptiv- bzw Stiefvaters, den er wirklich hasste, an seinem Geburtstag. Das letzte Kapitel hat mich dann doch öfter Schmunzeln lassen. James Baldwin begab sich in die Schweiz, in ein kleines Dorf am Fuße eines Berges, wo die Einwohner*innen noch nie einen Schwarzen gesehen hatte, und er auch nicht so richtig wusste, wie damit umgehen – genial. Ein großartiges Buch, das so viele Einblicke in eine Zeit und Gesellschaft gibt, die einerseits nicht vorstellbar ist, weil der Rassismus so offen ausgelebt wird. Andererseits hat sich seitdem nicht so viel geändert, wie man es sich wünschen und annehmen würde. Absolute Empfehlung.

Raus aus der Komfortzone

Bewertung aus Villach am 04.09.2024
Bewertungsnummer: 2284425
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Werk ist kein Roman, sondern berichtet davon, was es bedeutete, wenn man Anfang der 1950er Jahre (vor der Bürger*innenrechtsbewegung) Schwarz in Amerika war – dies in unterschiedlichen Bereichen und zu verschiedenen Themen. In den ersten drei Kapiteln stellt Baldwin Hautfarbe und Rassismus in der Literatur, Filmen und Zeitungsberichten dar. Wie werden dort People of Colour (PoC) abgebildet? Wo gelingt es nicht, die Realität abzubilden, weil die Darstellungen zu kurz greifen oder überzeichnet sind. Er denkt auch über die PoCs in Frankreich nach, die Algerier*innen, die wussten woher sie kommen und auch eher noch die Möglichkeit hatten zurückzugehen. Schwarze in den USA wissen nicht genau, woher ihre Vorfahr*innenen kommen. Auch beschreibt er, dass ihnen gemeinsame Rituale und eine gemeinsame Religion fehlen, wie das bei den Jüd*innen der Fall ist. Er schreibt auch über die Toleranten in der damaligen amerikanischen Gesellschaft, doch führt er auch an, dass bei aller Toleranz niemand von den Weißen einen Negro dann daheim als Schwiegersohn am Tisch sitzen haben wollte. Für die Weißen waren damals Menschen mit dunkler Hautfarbe stereotyp: sexbessen, kriminell, sittenlos und unverlässlich. In den weiteren Kapiteln berichtet Baldwin über sein Schwarz sein, sein Aufwachsen in Harlem, das Leben mit den Jüd*innen dort und wie die schwarze Bevölkerung oftmals fast wie in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihnen lebten. Und ein Kapitel erzählt vom Sterben seines Adoptiv- bzw Stiefvaters, den er wirklich hasste, an seinem Geburtstag. Das letzte Kapitel hat mich dann doch öfter Schmunzeln lassen. James Baldwin begab sich in die Schweiz, in ein kleines Dorf am Fuße eines Berges, wo die Einwohner*innen noch nie einen Schwarzen gesehen hatte, und er auch nicht so richtig wusste, wie damit umgehen – genial. Ein großartiges Buch, das so viele Einblicke in eine Zeit und Gesellschaft gibt, die einerseits nicht vorstellbar ist, weil der Rassismus so offen ausgelebt wird. Andererseits hat sich seitdem nicht so viel geändert, wie man es sich wünschen und annehmen würde. Absolute Empfehlung.

Ein ganz wichtiges Buch

Kristall86 aus an der Nordseeküste am 24.09.2022

Bewertungsnummer: 1792782

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Klappentext: „Als wäre es eine Nachricht von heute: Nachdem ein weißer Polizist einen Schwarzen erschossen hat, kommt es in Harlem 1943 zu Ausschreitungen. Inmitten der Unruhen trägt der 19-jährige James Baldwin seinen Vater zu Grabe. Das Verhältnis der beiden war zerrüttet wie das Land, das Baldwin bald Richtung Frankreich verlassen wird. Erst aus der Distanz vermag er sich seinem Vater und seiner Heimat wieder anzunähern und sich den brennenden Fragen zu stellen: Was bedeutet es, Schwarz zu sein – in den USA und in Europa? Von weißen Präsidenten regiert, von weißen Medien informiert, von einer weißen Popkultur umgeben. In zehn Essays verbindet Baldwin Analyse und Argument mit intimen Einblicken in die Suche nach der eigenen Identität.“ Man liest dieses Buch, inhaliert diese Zeilen und meint, man liest gerade die aktuelle Tageszeitung oder sieht die heutigen Nachrichten. Es ist so erschreckend wie lange der Hass gegen die Schwarzen schon andauert und es wiederholen sich die schlimmsten Ereignisse leider immer wieder. James Baldwin schreibt hier in seinen 10 Essays seine Gedanken auf, beschreibt seine Gefühle, erzählt seine Sichtweise und eben seine Erfahrungen und Erlebnisse. Oft schreckt man beim lesen der Zeilen als Leser zurück, kann es teilweise kaum glauben was man hier liest, aber es ist wirklich so passiert und wird wohl auch weiterhin so weiterlaufen. Aber warum? Warum ist eine Hautfarbe der Auslöser für Gewalt und Krieg? Baldwin beleuchtet diese Fragen selbst. Man liest seine Antworten gebannt und hat selbst genügend Zeit sich selbst ein Bild darüber zu machen, eine Meinung darüber zu bilden. Die Mischung zwischen den eigenen Erfahrungen und der eigenen Meinung von Baldwin sind ganz besonders und intensiv. Nicht immer etwas für schwache Nerven. Seine Zeilen und Worte leuchten hier hell auf und müssten von jedem gehört und gelesen werden. Fazit: ein sehr eindringliches Buch welches mahnende Worte benutzt und dennoch dem Leser genügend Raum für eigene Gedanken gibt. 5 von 5 Sterne hierfür.

Ein ganz wichtiges Buch

Kristall86 aus an der Nordseeküste am 24.09.2022
Bewertungsnummer: 1792782
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Klappentext: „Als wäre es eine Nachricht von heute: Nachdem ein weißer Polizist einen Schwarzen erschossen hat, kommt es in Harlem 1943 zu Ausschreitungen. Inmitten der Unruhen trägt der 19-jährige James Baldwin seinen Vater zu Grabe. Das Verhältnis der beiden war zerrüttet wie das Land, das Baldwin bald Richtung Frankreich verlassen wird. Erst aus der Distanz vermag er sich seinem Vater und seiner Heimat wieder anzunähern und sich den brennenden Fragen zu stellen: Was bedeutet es, Schwarz zu sein – in den USA und in Europa? Von weißen Präsidenten regiert, von weißen Medien informiert, von einer weißen Popkultur umgeben. In zehn Essays verbindet Baldwin Analyse und Argument mit intimen Einblicken in die Suche nach der eigenen Identität.“ Man liest dieses Buch, inhaliert diese Zeilen und meint, man liest gerade die aktuelle Tageszeitung oder sieht die heutigen Nachrichten. Es ist so erschreckend wie lange der Hass gegen die Schwarzen schon andauert und es wiederholen sich die schlimmsten Ereignisse leider immer wieder. James Baldwin schreibt hier in seinen 10 Essays seine Gedanken auf, beschreibt seine Gefühle, erzählt seine Sichtweise und eben seine Erfahrungen und Erlebnisse. Oft schreckt man beim lesen der Zeilen als Leser zurück, kann es teilweise kaum glauben was man hier liest, aber es ist wirklich so passiert und wird wohl auch weiterhin so weiterlaufen. Aber warum? Warum ist eine Hautfarbe der Auslöser für Gewalt und Krieg? Baldwin beleuchtet diese Fragen selbst. Man liest seine Antworten gebannt und hat selbst genügend Zeit sich selbst ein Bild darüber zu machen, eine Meinung darüber zu bilden. Die Mischung zwischen den eigenen Erfahrungen und der eigenen Meinung von Baldwin sind ganz besonders und intensiv. Nicht immer etwas für schwache Nerven. Seine Zeilen und Worte leuchten hier hell auf und müssten von jedem gehört und gelesen werden. Fazit: ein sehr eindringliches Buch welches mahnende Worte benutzt und dennoch dem Leser genügend Raum für eigene Gedanken gibt. 5 von 5 Sterne hierfür.

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