Mit Wärme, Wucht und Witz erzählt Paula Fürstenberg in »Weltalltage« von einer besonderen Freundschaft und deren Zerreißprobe. Davon, was es heißt, nicht zu funktionieren in einer Welt, in der alles funktionieren muss; vom Körper und wie wir mit ihm umgehen; von der Kraft der Worte und davon, wo Empathie beginnt - und wo sie enden muss.
Sie sind beste Freunde seit der Schulzeit. Jetzt, mit Anfang dreißig, teilen sie sich eine Wohnung. Max ist Architekt, sie ist Schriftstellerin und seit ihrer Kindheit chronisch krank. Immer wieder wird sie von heftigen Schwindelanfällen heimgesucht und ist auf Max angewiesen. Er ist der Gesunde, sie die Kranke. So war es schon immer. Doch dann erfährt Max vom Tod seines Onkels, und in ihm wächst eine Finsternis. Er muss ins Krankenhaus. Mit einem Mal gerät alles ins Wanken.
Was der Schriftstellerin im aufkommenden Freundschaftskummer hilft, ist das Schreiben, das versuchsweise Ordnen der Vergangenheit in Listenform. Also erzählt sie ihre Geschichte, und damit auch die von Max, von der Nachwendekindheit im Osten bis in die schwankende Gegenwart. Sie denkt über die gesellschaftlichen Verhältnisse nach, die sie zu denen haben werden lassen, die sie sind, über das Kranksein - und die Sprache der Körper.
Doch durch Denken und Schreiben allein lässt sich einem Kummer nicht beikommen. Dafür muss sie aufstehen und tanzen gehen, muss sie loslassen und alles vergessen. Ein paar Stunden nur, ein paar Tage. Und dann steht Max plötzlich wieder in der Tür ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Sarah
aus Chemnitz
5/5
25.06.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Psychische und physische Krankheit
Die Erzählerin und Max sind seit der Schulzeit befreundet und wohnen jetzt zusammen in einer WG.
Sie, von Kindheit an chronisch krank, sieht in Max immer den funktionierenden Menschen, der sie auch gern wäre. Er passt auf sie auf, macht sogar den Rettungsschwimmer, damit sie schwimmen gehen kann, bastelt einen Fahrradanhänger, um sie rumzukutschieren…
Nach dem Suizid von Max Onkel, ziehen dunkle Wolken auf und verändern dieses jahrelang gut funktionierende Freundschaftsgefüge von jetzt auf gleich. Die Rollenverteilung wird umgekehrt und auf einmal ist Max auf Hilfe angewiesen, was alles irgendwie in Frage stellt.
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Ich hab schon ein paar Mal dazu angesetzt diese Rezension zu schreiben, aber irgendwie fehlten mir immer die richtigen Worte.
Auch jetzt tu ich mich noch sehr schwer damit. Warum? Weil „Weltalltage“ einfach so viel mehr ist als ein Roman über eine außergewöhnliche Freundschaft und die Angst, dem Geschriebenen nicht gerecht zu werden, mich begleitet. Während ich einen Satz ausformuliere drehen sich schon zehntausend andere Gedanken in meinem Kopf.
Während des Lesens habe ich soviele Markierungen gesetzt, wie schon lange nicht mehr. Ich habe mich verstanden gefühlt, konnte mich sowohl in die Protagonistin, als auch in Max hineinversetzen und mitfühlen.
Paula Fürstenberg schreibt über körperliche und seelische Krankheit, über Gesundheit, Familie, Aufwachsen, über die Tatsache, wenn man nicht weiß, was mit einem los ist, über Akzeptanz, über das Betroffene*r-Sein, ebenso wie darüber Angehörige*r zu sein. Sie schreibt über Suizid und dessen Auswirkungen auf das Umfeld, über Work-Live-Balance, Einsicht, Rücksichtnahme, familiären und gesellschaftlichen Druck, Aufopferung und Abgrenzung.
Außerdem schreibt sie über Feminismus und vor allem die Rolle weiblicher Körper in der medizinischen Forschung.
Eigentlich stört es mich meist, wenn Autor*innen versuchen möglichst viele Themen in einen Roman zu packen, hier fand ich es absolut passend. Alles spielt mit allem zusammen und Fürstenberg macht eine emotionsgeladene und einfühlsame Erzählung daraus.
Auch der Stil hat mich angesprochen. Neben der tollen sprachlichen Umsetzung ist der Aufbau des Romans mehr oder weniger in Form von Listen gehalten (ich mag Listen…) und bildet auch irgendwie die Geschichte, wie es überhaupt zu dem Buch gekommen ist, quasi die Entstehungsgeschichte des Romans im Roman, ab.
Um nichts vorweg zu nehmen, würde ich nicht im Einzelnen auf oben genannte Themen eingehen.
Zu guter Letzt bleibt mir nur zu sagen: Lest das Buch unbedingt!
Literatursprechstunde
aus Göttingen
5/5
16.04.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Meisterwerk in Listenform - über Krankheit, Depressionen und vor allem Freundschaft
Etwas ganz besonderes ist dieser Roman Paula Fürstenbergs für mich, der Themen wie Freundschaft, Depressionen und Krankheit behandelt. Ich hoffe diesem Meisterwerk mit meinen folgenden Worten gerecht zu werden.
Wir verfolgen in diesem Roman die Freundschaft zweier Kinder, die in der Nachwendezeit aufwachsen. Ihre alleinerziehenden Mütter müssen sich den existenziellen Grundlagen in dieser strukturlosen Gesellschaft zuwenden, was zu Überforderung in der Erziehung und Vernachlässigung führt. Das schweißt die Kinder, die sich in der Schule kennenlernen, eng zusammen. Denn sie sind nun die Familie füreinander, die ihnen zu Hause fehlt.
Die Erzählerin spricht über sich selbst in der 2. Person, was eine gewisse Distanz zwischen sich selbst als Person, ihrem Körper und ihrer Krankheit führt. Sie leidet seit ihrer Kindheit unter Schwindel, welcher trotz ganzer Ärzteodyseen nicht diagnostiziert werden kann. Dies beeinflusst sie stark negativ, denn sie darf z.B. nicht am Sportunterricht teilnehmen, nicht alleine schwimmen gehen aufgrund von Lebensgefahr und auch als sie älter wird, keinen Führerschein machen. Ihr Freund Max fungiert in dieser Zeit immer in der Rolle des Helfenden, er macht u.A. einen Rettungsschwimmerkurs, um ihr das Schwimmen jede Woche zu ermöglichen. Er (Max) ist somit immer der Gesunde und sie die Kranke - bis Max im Verlauf, fast unmerklich, Depressionen entwickelt. Die Rollenverteilung in der Freundschaft funktioniert so plötzlich nicht mehr und wir erleben die Auswirkungen.
Der Roman ist vollständig in Listen aufgeteilt und beginnt z.B. mit der „Liste aller möglichen Anfänge dieser Geschichte“. Die Erzählerin ist gleichzeitig Schriftstellerin und wir verfolgen dadurch die Entstehung dieses Romans auf einer Metaebene.
Die Thematiken die hier behandelt werden reichen von misogyner Medizingeschichte, über die soziologische Rolle von Krankheit in der Gesellschaft, ganzen Ärztemarathons, bis zu Krankheit als Metapher in literarischen Texten, welche durch das ganze Buch Erwähnung finden in Form von Zitaten von Autorinnen wie Virginia Woolf, Susan Sontag oder Annie Ernaux.
Für mich stellt dieses Werk Fürstenbergs ein ganz großes Highlight (wahrscheinlich sogar Jahreshighlight, aber ich möchte es noch etwas in mir arbeiten lassen, um das sagen zu können) dar. Es behandelt mit seinem kreativen Konstrukt Thematiken, die mir auf diese Weise noch nie vermittelt wurden.
Jeder der mit chronischer Krankheit, Depressionen oder tiefer Freundschaft zu tun hat, wird von diesem Buch abgeholt.
Ich würde dem Ganzen gerne noch mehr Ausdruck verleihen mit meinen Worten, aber da ich nicht weiß wie, schreibe ich: Lest es!
Ingrid
aus Erkelenz
5/5
13.02.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sprachlich ungewöhnlich gestaltet und tiefgründig geschrieben
Im ihrem Roman „Weltalltage“ lässt Paula Fürstenberg eine unbenannte Du-Erzählerin, im Folgenden von mir als Freundin bezeichnet, die Geschichte der langjährigen Freundschaft mit ihrem besten Freund Max erzählen. Die enge Beziehung kommt an einen Punkt, bei dem sich die darin eingenommenen Rollen wesentlich verändert haben. Die Du-Form wird über die gesamte Geschichte hinweg beibehalten und spiegelt die inneren Konflikte der Freundin wider, sozusagen in einem nicht endenden Dialog mit sich selbst. Weltalltage nennt die Freundin die Tage, an denen ihr Körper von Kindheit an scheinbar über den Dingen schwebt. Die Schrift auf dem Titel verdeutlicht, wie schwankend die Welt sich für die Freundin an solchen Tagen verstellt. Max ist ihr am Rand eine Stütze, doch als er krank wird, kommt die von ihm gebotene Strebe in Schräglage.
Die Freundin und Max kennen sich seit der siebten Klasse. Beide sind nun Anfang Dreißig, ohne feste Partnerschaft und teilen sich eine Wohnung. Max hat eine Festanstellung als Architekt. Als Redaktionsassistentin erhält die Freundin den Auftrag, Max zu porträtieren, doch das Ergebnis ist umfasst viel mehr Seiten als gewünscht. Dadurch kommt sie auf die Idee, aus dem Geschriebenen einen Roman zu gestalten. Sie kündigt ihren Job, aber es fällt ihr schwer, einen Anfang für ihre Geschichte zu finden. Eines Tages teilt Max ihr mit, dass er im Krankenhaus behandelt werden soll. Im Nachhinein wird ihr bewusst, dass sich Max über längere Zeit verändert hat. Sie war stets die chronisch Kranke, der Max bestimmte Hilfeleistungen anbot. Nun beginnt die Freundin zu grübeln, ob ihre Worte und ihr Tun für eine Heilung nützlich sind.
Aus der Suche nach einem Anfang für die Geschichte von Max wird eine Suche nach der passenden Sprache. Das Engagement der Protagonistin als Schriftstellerin bringt Max zum Nachdenken und plötzlich steht die berechtigte Frage im Raum, wem eine zu veröffentlichende Lebensgeschichte gehört. Für die Freundin ist es wichtig, dass ihre Welt Ordnung und Struktur hat, was vor dem Schreiben nicht Halt macht. Daher besteht der Roman aus ausgeführten Listenpunkten. Mal ist es das Alphabet, mal sind es Zahlen, aber auch Monate und Jahre oder ein aufgeworfenes Thema, die die Abschnitte der jeweils abzuarbeitenden Liste bilden.
Die eigenwillige Kunstform funktioniert im Roman par excellence! Paula Fürstenberg fokussiert ihre Protagonistin, die im gleichen Alter ist wie sie selbst, immer wieder auf wichtige Themen und schneidet dabei so manches Auffällige an, manchmal mit dem Finger auf der Wunde, auch mal mit ironischer Ergebenheit. Eigene Erfahrungen und Beobachtungen fand ich bestätigt. Dabei fragte ich mich, in weit die Autorin eigene Erlebnisse einfließen lässt, weil sie sehr einfühlsam, nachvollziehbar und wahrhaftig schreibt. Immer wieder zitiert sie Persönlichkeiten. Ein Literaturverzeichnis befindet sich am Ende des Buchs.
Die Krankheit von Max wird für beide Protagonisten unfassbar und stellt ihre Freundschaft auf eine harte Bewährungsprobe. Anhand von Rückblicken versucht die Freundin das Verhältnis zu klären. Sozusagen als Bonus findet sich auf der Innenseite des hinteren Einbands eine Abrechnung. Erst die Probleme in der Freundschaft bieten der Freundin die Chance, die gewohnte Routine zu verlassen, sich im vorsichtigen Rahmen über ärztliche Verbote hinwegzusetzen und dabei neue Möglichkeiten für sich und ihren Körper zu erkunden. Empfindsame Lesende sollten wissen, dass in der Geschichte neben Symptomen des Schwindels, unter anderem auch Depression und Endometriose thematisiert werden.
Das Denken an die Vergangenheit führt die Freundin in den Osten Deutschlands, das Studium in den Westen, wodurch sich in ihre Erinnerungen Überlegungen zur gesellschaftspolitischen Lage mischen. Die Großmutter von Max, die im Ostenlebt, ist sich sicher, dass die deutschen Verhältnisse zum Ableben einiger Familienmitglieder beigetragen haben. Diese interessante These wird im Laufe der Erzählung geklärt.
Gerne vergebe ich für den sichtbar außergewöhnlich gestalteten, tiefgründig geschriebenen und mich begeisternden Roman „Weltalltage“ von Paula Fürstenberg eine Leseempfehlung.
gaia
5/5
12.02.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Annäherung über Listen
Ich sitze hier und versuche mir einen schmissigen Titel für die Rezension zu diesem großartigen Buch einfallen zu lassen. Da „Weltalltage“ von Paula Fürstenberg aber so vielschichtig und im wahrsten Sinne des Wortes „unbeschreiblich“ ist, fällt es mir schwer, einen solchen Titel zu finden.
Auf der aller obersten, oberflächlichen, inhaltlichen Ebene dreht sich der Roman um die Freundschaft der Erzählerin mit Max. Beide in der DDR kurz vor der Wende geboren und gefühlt schon immer befreundet. Dabei war Max immer der Aufpasser für die Erzählerin, denn diese ist chronisch krank seit der Kindheit, leidet unter anderem an einem medizinisch nicht erklärbaren Schindel, der sie häufig in die Knie zwingt und für sie lebensgefährlich wird, wenn sie z.B. schwimmen gehen will. Das Gefüge zwischen den beiden: Sie die Kranke, Er der Gesunde; bleibt bis sie Dreißig sind so bestehen, bis Max langsam in eine Düsternis abrutscht, die beide nicht schnell genug als eine Depression erkennen. So einfach, so profan. Aber dann kommen noch die anderen Ebenen zum Vorschein.
So betrachtet Fürstenberg auch den Zusammenhang von Biografien und Erkrankungen mit gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Auf einer soziologischen Ebene begleiten wir Kinder, die in der strukturlosen Nachwendezeit aufwachsen, deren alleinerziehende Mütter überfordert sind und um die existenziellen Grundlagen ihrer Familien kämpfen müssen, wodurch sie fast keine Kapazitäten für die Bedürfnisse ihrer Kinder mehr haben. Diese retten sich durch das Klammern aneinander.
Und eine Ebene weiter ist Fürstenbergs Roman eigentlich gar kein „richtiger“ Roman, denn er besteht ausschließlich aus Listen. Listen, welche nicht aus reinen Stichpunkten bestehen, aber nach denen der Zettelkasten dieser Freundschaftsgeschichte geordnet ist. Das Buch beginnt mit der „Liste möglicher Anfänge dieser Geschichte“. Wir finden bald heraus, warum hier ertastet werden muss, wie der Anfang der Freundschaft zustande gekommen ist. Denn die Erzählerin ist Schriftstellerin, Max ist Architekt. Die Schriftstellerin versucht ein Buch zu schreiben und muss ihre Ideen und Gedanken irgendwie zusammenbringen. Dies gelingt ihr durch Listen. So kommt die „Chronik einiger Verletzungen, die ihr euren Müttern zufügt“ ebenso vor wie ein „Amtliches Verzeichnis einiger Gespräche zwischen Max und dir, die im Nachhinein betrachtet nicht so optimal gelaufen sind“. Anhand dieser übergeordneten Punkte ergibt sich mehr und mehr ein tiefgründiges Bild nicht nur dieser besonderen Freundschaft, sondern auch der Biografien der Figuren, deren Befindlichkeiten und Sorgen.
Weiterhin enthält dieses Buch fast essayistische Passagen, in denen Krankheitsentstehung, die Wahrnehmung von Krankheit in der Gesellschaft, Diagnoseodysseen, die misogyne Medizingeschichte, Krankheit als Metapher in literarischen Texten usw. erforscht werden. Hier werden viele konkrete Zitate eingebunden, die im Anhang des Buches durch ein entsprechendes Literaturverzeichnis unterlegt werden.
Und auf einer Metaebene beobachten wir auch die Figur der fiktiven Schriftstellerin dabei, wie sie diesen Roman, den wir hier in Händen halten, überhaupt erst entwirft. Wie sie gegen Wände rennt, wie sie mit Max verhandeln muss, ob Passagen über ihn im Buch vorkommen dürfen, wie sie eine erzählerische Stimme findet: „Dies ist auch die Geschichte eurer Freundschaft und die begann 1999 in der siebten Klasse. Da hast du noch keine Selbstgespräche in der zweiten Person geführt, da hast du noch ich gesagt, wenn du ich meintest.“ Denn der Text ist vollständig in der Du-Form verfasst. Da muss man sich erst einmal zu Beginn des Buches hineinfinden, aber nach der Eingewöhnungszeit passt diese etwas distanzierte Form perfekt, wird mensch beim Lesen doch dadurch auch immer mit angesprochen.
Und auch wenn das alles jetzt unglaublich überkonstruiert klingt, ist es das dann bei der Lektüre gar nicht so sehr. Alles fließt wunderbar dahin, alles greift ineinander und ergänzt sich, lässt sich wunderbar lesen. Der Text ging mir an vielen Stellen ganz nah, entlockte mir immer wieder Tränen. Dieses Buch ist ein „Ja genauso ist/war es“-Buch für Menschen mit chronischen Erkrankungen, mit Ärzt:innenodyssee, mit „Migrationshintergrund“ aus dem nicht mehr existenten Staat DDR, eine Migration, für die man nicht einmal umziehen musste, und mit vielem mehr in ihrem Erlebnishorizont. Und es ist ein Buch für Menschen, die zwar all diese Erfahrungen nicht gemacht haben, aber die es besser verstehen wollen, wie es sich damit anfühlen kann.
Für mich persönlich stellt dieses Werk von Paula Fürstenberg ein wahres Highlight dar. Ein Roman, den ich in dieser kreativen Form und mit so eindringlich und authentisch vermittelten Inhalten noch nie gelesen habe. Ich bin restlos begeistert und ich weiß, egal, was ich hier schreibe, es wird sowieso weder dem Roman noch meiner Begeisterung gerecht, die ich beim Lesen empfunden habe.
Deshalb:
10/5 Sterne… nein natürlich 5/5 Sterne, geht ja nicht anders. ;)
Soaphie Peh
4/5
26.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Besonderer Erzählstil
Paula Fürstenbergs 'Weltalltage' ist kein Roman wie jeder andere. Mit einer sprachlichen Leichtigkeit, die fast schon täuscht, entführt uns die Autorin in die Welt einer jungen Frau, die sich mit Krankheit, Freundschaft und den großen Fragen des Lebens auseinandersetzt. Die Erzählweise ist so einzigartig wie erfrischend: Listen, Gedankensprünge und eine Mischung aus Fiktion und Essayistik halten den Leser ständig auf Trab und laden zum Nachdenken ein. Allerdings kam ich durch diesen besonderen Erzählstil auch an meine Grenzen, mir waren es teilweise zu viel Listen und Sprünge. Eine besondere Geschichte über eine durch Krankheit geprägte Freundschaft, ein Buch das unerwartet lange nachklingt.
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5/5
27.03.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wie viel hält eine Freundschaft aus ?
In diesem Roman bzw. Versuch "einer Liste möglicher Anfänge" schreibt die namenslose Protagonistin über ihre Freundschaft zu Max. Diese verändert sich im Laufe der Zeit genauso wie der Zustand ihrer Körper. Es geht um das "Gesundsein " und das "Kranksein" in unserer Gesellschaft, das nicht mehr Funktionieren können und
trotzdem die Pflicht den Alltag irgendwie zu bewerkstelligen.
Die Autorin Paula Fürstenberg erzählt eindrucksvoll, emphatisch und so anders über diese zwei Freunde,
wie ich es schon lange nicht mehr gelesen habe. Mein erstes Lesehighlight im Frühling!
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5/5
21.03.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine rasant ehrliche und wichtige...
Eine rasant ehrliche und wichtige Geschichte über zwei junge Menschen, die erfahren müssen wie es ist wenn der Körper einfach nein sagt obwohl es der Geist doch immer besser weiß.
Was kann eine Freundschaft tragen und wie lange? Erzählerisch grandios umgesetze Thematik!
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