Familie, Abenteuer und eine ganz besondere Freundschaft – nach "Die ganze Wahrheit (wie Mason Buttle sie erzählt)" eine neues Feelgood-Buch von Leslie Connor
Aurora mag Edelsteine – und Oscar, ihren besten Freund. Oscar mag Vögel – und Aurora, auch wenn er ihr das nicht sagen kann. Denn Oscar spricht nicht, jedenfalls nicht mit Worten. Im Gegensatz zu Aurora, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Doch eines Tages verschwindet Oscar spurlos. Nicht nur Aurora begibt sich sofort auf die Suche nach ihm: Vom Betreuungslehrer bis zur Flohmarktverkäuferin, von der patenten Softball-Trainerin bis zum grummeligen Farmer – alle stehen zusammen und machen sich auf, den Jungen wohlbehalten wiederzufinden. Am Ende kann Oscar mit vereinten Kräften aufgespürt werden – und als Leser:in wünscht man sich, auch an einem Ort wie diesem zu leben und eine Familie und Freund:innen wie Aurora und Oscar zu haben!
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Tolles Buch über eine besondere Freundschaft
Conny am 02.07.2024
Bewertungsnummer: 2235135
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Meine Tochter (10) und ich haben das Buch "gemeinsam" gelesen. Sprich sie hat es zuerst verschlungen und ich habe es dann gemütlich gelesen und mich mit ihr darüber unterhalten.
Uns hat das Buch sehr gut gefallen, vor allem das Thema „Inklusion“ verschwindet oft in Büchern.
Aurora war uns beiden sehr sympathisch und sie hat total natürlich agiert. Während Oscar ihr bester Freund ist, mit dem sie viel erlebt, möchte sie auch hin und wieder mit anderen Kindern was unternehmen. Ich fand das toll, dass nicht alles "rosarot" dargestellt wird.
In Oscar konnte ich mich schwerer hineinversetzen, da er einfach anders denkt und agiert. Und genau dieses Besondere wird aus meiner Laiensicht im Buch schön herausgearbeitet.
Wir können das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und ich werde schauen, welche Bücher von der Autorin wir noch finden, die uns thematisch interessieren.
Eine ganz besondere Freundscha…
Lesezauber_Zeilenreise aus Eggenstein-Leopoldshafen am 27.06.2024
Bewertungsnummer: 2868006
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine ganz besondere Freundschaft. Humorvoll, liebenswert, herzerwärmend! Meine Inhaltsangabe: Aurora ist ein lautes, impulsives Mädchen, das aufgrund ihrer Neurodiversität nicht wirklich aus ihrer Haut kann und daher bei ihren Mitschülern nicht so wirklich ankommt. Als eines Tages der gleichaltrige Oscar in der Nachbarschaft einzieht, entsteht zwischen den beiden nahezu sofort eine tiefe Freundschaft. Oscar ist autistisch, spricht nicht und liebt nichts so sehr wie alles, was oben ist (Vögel, Sonne, Wolken). Während Oscar für alle einfach nur der stumme, seltsame Junge ist, lernt Aurora, in ihm und seiner sehr reduzierten Gestik zu lesen, wie in einem Buch. Als Oscar eines Tages vor Schulbeginn spurlos verschwindet, macht sich Aurora Vorwürfe, weil sie nicht richtig auf ihn geachtet hat. Sie leidet sehr darunter und will nichts auf der Welt mehr, als Oscar, ihren allerbesten Freund, wieder zu finden. Eine große Suchaktion beginnt, an der nahezu der gesamte Ort teilnimmt. Denn jeder kennt Oscar irgendwie, hat ihn schon mal gesehen und in dem stummen, seltsamen Jungen etwas erkannt, dass tief berührt. »Ich glaube, er hat dich gewählt, Aurora. Du bist Oscars besonderer Mensch.« Ich lächelte. »Ja. Das bin ich.« (Seite 31) Mein Eindruck: Hier treffen Neurodiversität (Aurora) und Autismus (Oscar) auf eine sehr berührende, humorvolle und liebenswerte Art und Weise aufeinander. Die Autorin lässt – in einer zugegebenermaßen eher heilen Welt, aber die soll es ja auch geben im echten Leben – diese beiden Kinder aufeinandertreffen und zeichnet eine ganz außergewöhnliche, tiefe Freundschaft, die einem ans Herz geht. Ich liebe Aurora, die oft zu laut und zappelig ist, die mit ihren Gefühlen und Meinungen immer direkt herausplatzt, die vor Lebendigkeit geradezu sprüht und die gleichzeitig kindlich, weise und warmherzig ist. Ich liebe Oscar, den in sich gekehrten, stummen Jungen in Khakishorts und Karohemden, der gerne wie ein Vogel zwitschert und mit den Händen flattert und der alles genau beobachtet. Beide zusammen sind unschlagbar bezaubernd und tief beeindruckend. Aber auch alle anderen Figuren sind liebenswert und besonders. Erzählt wird die Geschichte je nach Kapitel von den Figuren selbst. Die meisten sind von Aurora erzählt in ihrer typischen quirligen, lebhaften Art. Dann gibt es einige wenige kurze, in sich gekehrte Kapitel aus der Sicht von Oscar und wieder andere, die von der Softballtrainerin Jewell, von der Trödelmarktfrau Maxine, dem Farmer Carney, Künstlerin Ezelda oder von Oscars Schulbegleiter/Lehrer Topher erzählt werden. Und jedes einzelne zeigt mir einen weiteren Blick auf die Situation, auf den Fortgang der Geschichte oder gibt mir einen Rückblick, der alles noch intensiver macht. Ich musste oft lachen und schmunzeln, aber auch mehr als einmal an einem dicken Kloß im Hals schwer schlucken oder auch ein Tränchen verdrücken. Eine außergewöhnlich intensive Geschichte über eine außergewöhnlich intensive Freundschaft. Und über Vorurteile, Toleranz, Familie, Mut, Anderssein, Zusammenhalt, Loyalität und Liebe. Großes Kino, 5/5 Sterne.
Meinung aus der Buchhandlung
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Warmherzig, leichtfüßig und wohltuend ungezwungen erzählt Leslie Connor die Geschichte der beiden Sechstklässler Aurora und Oscar, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, aber doch allerbeste Freunde sind. Aurora liebt Steine, ist impulsiv und laut. Oscar liebt Vögel, ist in sich gekehrt und spricht nicht. In ihrer vorbehaltlos offenen Art aber lernt Aurora Oscar zu ‚lesen‘ und zu verstehen. Und Oscar lernt Auroras Anwesenheit zu schätzen und ihr zu vertrauen. Oscar gehört zu Aurora und Aurora zu Oscar. So einfach ist das.
Doch dann ist Oscar plötzlich verschwunden. Aurora macht sich Sorgen und Verwürfe, wird aber auch zur Schlüsselfigur auf der Suche - und ist auch ohne Oscar nicht allein: Nicht nur Familie und Freunde, eine ganze Schulgemeinschaft und Kleinstadt machen sich auf eine groß angelegte Suche. Als wäre Oscar durch sein Verschwinden plötzlich für die Welt sichtbar geworden! Und so ist dieser wunderschöne Roman für Leser und Leserinnen ab 10 Jahren auch eine Geschichte vom Zusammenhalt zwischen Nachbarn und Mitschülern und der Möglichkeit, immer wieder neue (hier gute) Seiten im anderen kennenzulernen.
So einfach ist das? Ja. Nämlich dann, wenn wir nicht so viel über Anderssein debattieren, sondern möglichst vorbehaltlos in Kontakt treten und voneinander lernen. Wie das geht, hat die Autorin in der Vorbereitung zu ihrem Roman im ‚echten Leben‘ selbst erprobt – und lernen junge Menschen hier eindrücklich von Aurora, Oscar und ihrem Umfeld.
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